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03.03.2019, 17:52 Uhr | -Januar-
Hi,
ich habe hier schon ab und zu Bruchstücke geschrieben und hatte einen eigenen Thread, aber der ist nicht mehr passend für mich, da ich mich entzwischen weiterentwickelt habe, auch wenn ich nicht richtig sagen kann, ob das positiv oder negativ ist. Mein Zustand hat sich verschlechtert, aber im Moment habe ich gute Möglichkeiten ihn zu verbessern, das sind die Veränderungen.

Erstmal um meinen Zustand zu erklären. Ich habe im Dezember eine ambulante Therapie angefangen, wegen depressiven Symptomatiken, Panik und SVV. Meine depressiven Symptome sind seitdem schlimmer geworden, und unkontrollierbar. Am Donnerstag bin ich wieder in ein richtiges Loch gefallen, ich konnte mich nur schwer davon abhalten einen Suizidversuch zu machen. Daher gibt es die Überlegung, dass ich bal teilstationär in Behandlung komme, auch weil die Beziehung zu meinen Eltern manchmal schwierig ist für mich. Bisher war allerdings alles in Richtung stationär/teilstationär schwer mit meinen Eltern zu besprechen.

Heute allerdings habe ich mit meinen Eltern gesprochen und, da meine Eltern auch nach einer Lösung mit mir gesucht haben, haben wir Kompromisse im Alltag gefunden. Bisher hatte ich zum Beispiel Probleme damit, wenn beispielsweise mein Vater ohne Klopfen zu mir gekommen ist, auch wenn ich gerade allein sein wollte, oder dass er mich umarmt hat, wenn mir nicht danach war.

Ich habe Hoffnung, dass diese Kompromisse mir auf jeden Fall den Alltag erleichtern werden. Außerdem möchte ich die Möglichkeit, in eine Tagesklinik zu gehen, nutzen. Das ist bei mir mit ein bisschen Angst verbunden, weil
a) Ich nicht weiß, wie lange die Wartezeit ist, und ich nicht so lange warten möchte.
b) Ich das Gefühl habe, jemand anderem den Platz wegzunehmen.
c) Ich nicht weiß, was auf mich zukommt, auch beim Erstkontakt und insgesamt in meinem neuen Alltag, sobald ich in der Tagesklinik bin.
d) Ich habe Angst, nicht aufgenommen zu werden.
Vielleicht hat auch jemand damit Erfahrungen. Wäre schön, wenn mir jemand da was zu sagen könnte (gerne per PN).

In diesem Thread möchte ich gerne darüber schreiben, wie das ganze funktioniert. Es gibt hier ja auch schon viele Tagebuch-Threads, ich möchte auch nicht die Leute nerven, weil mein Alltag keinen interessiert. Daher würde ich mich freuen, falls jemand bis hier gelesen hat, wenn vielleicht jemand ab und zu was zu meinen Beiträgen sagt.
Ich möchte dazu noch sagen, dass meine Gefühle, die Art, wie ich schreibe, beeinflussen. In diesem Beitrag zum Beispiel geht es mir eigentlich ganz gut und ich bin irgendwie hoffnungsvoll (SELTEN). Wenn es mir nicht so gut geht, sind meine Beiträge häufig chaotisch und ich kann mich schlecht ausdrücken, also vorab eine Entschuldigung dafür.

Danke, falls jemand dass hier liest und mir vielleicht jetzt erstmal bei meinen Fragen zur Tagesklinik hilft.
LG
Januar
Scared of my own image - doubt (Twenty one pilots)
28.10.2019, 15:10 Uhr | bke-Zita
Hallo Januar,
schön, wieder von dir zu hören bzw. zu lesen !
Du brauchst auch keinerlei Scheu zu haben – es wäre auch absolut ok, wenn du tausendmal das gleiche schreiben würdest ….

Manchmal ist es im Leben so, dass es zig Umdrehungen braucht, man gefühlt immer wieder an die selbe Wegkreuzung gelangt, man das Gefühl hat festzuhängen, nicht wirklich voran zu kommen. Und irgendwann tut sich ein neuer Weg oder eine Veränderung auf !
Und es passieren im Leben auch Dinge, die schmerzen. Es ist jemand gestorben, jemand den du zwar nicht soo gut kanntest, wie du schreibst. Aber jemand den du kurz vorher noch gesehen hast. Dass dich das beschäftigt, dass dich das traurig macht – das kann ich sehr gut nachvollziehen !

Mir scheint, da ist viel an innerem Druck, an Schmerz, an heftigen Gedanken & Gefühlen in dir aufgelaufen. Und du suchst nach einem Ventil, nach Möglichkeiten damit irgendwie klar zu kommen.
Ich wünsche dir, dass du dem Drang, dir weh zu tun widerstehen kannst. Dass du andere Wege findest, wie du dich beruhigen und wie du liebevoll mit dir und deinen Gefühlen umgehen kannst.

Und: du kannst ganz viel …. du kannst dich konzentrieren …. du bist nicht allein….

Viele herzliche Grüße
bke-Zita
28.10.2019, 14:37 Uhr | -Januar-
Hey Liasanya und bke-Hana.
Irgendwie schaffe ich es nicht mehr wirklich hier zu schreiben. Es passiert immer nur der gleiche Mist, ich könnte tausendmal das gleiche schreiben, deswegen schreibe ich lieber gar nicht. Ich melde mich dann ab und zu bei Freund*innen, aber das bringt nicht unbedingt so viel. Therapie bringt auch nichts mehr.

Ich hänge fest. Bzw. ich hing fest. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist jemand aus meinem Umfeld verstorben. Ich war Samstag noch dort.

Ich kann nicht genau sagen, warum es mich so traurig macht, da ich die Person nicht soo gut kannte zuletzt. Trotzdem fühle ich mich völlig alleine.
Niemand kann nachvollziehen was ich fühle. Der Schmerz, zusammen mit Vorwürfen und anderen Gedanken, veranlasst mich erneut dazu, mich verletzen zu wollen, obwohl ich vor zwei Wochen eine gute Woche hatte und mittlerweile seit über einem Monat clean bin. Es veranlasst mich dazu, mich bestrafen zu wollen. Den Schmerz zu betäuben, gar nichts mehr zu fühlen.

Heute hat wieder die Schule angefangen. Ich kann gar nichts. Ich kann mich nicht konzentrieren. Ich gehöre nirgends dazu. Ich kann gar nichts. Niemand hat es bemerkt, dass es mir so schlecht ging. Niemand wird es je merken.

ich will nicht mehr. i just don't know. Ich weiß es nicht, ich weiß gar nichts.
Scared of my own image - doubt (Twenty one pilots)
09.10.2019, 15:07 Uhr | bke-Hana
Liebe Januar,

ich möchte Liasanyas Worte bestärken: Du hast es so lange geschafft.

Ich finde das enorm und wünsche dir, dass du selbst diesen Kraftakt auch anerkennen kannst. Denn das scheint es zu sein, ein riesen Kraftakt, für den du heute keine Energie mehr verspürst.

Du hast jetzt die Sorge, die Kontrolle über dich zu verlieren und zu weit zu gehen. Indem du dich damit heute hier mitgeteilt hast, hast du jedoch die Zügel vielleicht schon wieder ein ganz klein wenig in die Hand genommen. Weiter so, nimm dir jetzt alle Hilfsmittel und jede Unterstützung, die du bekommen kannst um die Kontrolle wieder zu übernehmen!

Magst du schreiben, was heute zu viel für dich war und es dir so schwer macht, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen?

Bestärkende und sehr herzliche Grüße dir,
bke-Hana
Zuletzt editiert am: 09.10.2019, 15:20 Uhr, von: bke-Hana
09.10.2019, 14:02 Uhr | Liasanya
Hey Januar,

der Druck sich zu verletzten scheint gerade sehr, sehr, sehr groß zu sein. Was hat dir bisher in solchen Fällen immer geholfen? Was tut dir gut?

Du hast es so lange geschafft und du kannst es noch weiter schaffen! Glaub an dich und nutz die Möglichkeiten die du hast.

Du sagst, dass du auch schon versucht hast Hilfe zu holen, es aber nichts bringt? Was hast du den versucht? Vielleicht gibt es ja doch noch eine Möglichkeit, ich würde es dir wünschen!!!

Lg Lia
09.10.2019, 13:42 Uhr | -Januar-
Wehtun, nicht wehtun, wehtun, nicht wehtun. Kurzschluss, Wackelkontakt oder so.

Fahre in Schlangenlinien auf der Straße zwischen wehtun und nicht wehtun.
Ich habe 15,5 Tage nichts getan. Ich kann nicht mehr. Das war heute zu viel. Wenn ich wieder anfangen würde, wäre es vielleicht unkontrolliert und ich würde zu weit gehen

Ich habe versucht mir Hilfe zu holen, aber es bringt nichts.
Dieser Wunsch nach Schmerzen, so stark. Ich verliere die Kontrolle.
Scared of my own image - doubt (Twenty one pilots)
16.09.2019, 09:12 Uhr | bke-Fiona
Hallo januar,

es klingt so, als würdest du etwas sehr schweres, lähmendes aushalten müssen.

Es ist schon mal ein guter Weg, das auszuhalten, wenn du hier schreibst, und es könnte dir Luftzüge geben, wenn du mit Menschen die dir zur Seite stehen sprichst - vielleicht deine Eltern, Therapie vor Ort, eine Tagesklinik, damit du die schwere Zeit überstehen kannst.

Was könnte dir denn helfen, an die Oberfläche der Welle zu kommen und zu schwimmen?

Vielleicht könnte das eine klare Tagesstruktur sein, Tätigkeiten, die dich ablenken...

Liebe Grüße, mit einem Schwimmboard, an dem du dich festhalten kannst,

bke-fiona
15.09.2019, 23:00 Uhr | -Januar-
Hey, ich wollte eigentlich in Express schreiben, aber ich hätte schon gerne eine Antwort oder Reaktion, also hier, was ich eben in Xpress schreiben wollte:

Ich kann das nicht, ich kann nicht mehr. Es ist mir alles zu viel. Es wird immer mehr und mehr, wie eine Welle im Meer und es ergießt sich über mich wie Blei. Ich werde gelähmt. Ich breche zusammen, und es wird immer mehr. mehr Wasser, mehr Blei, mehr alles, ich ertrinke!
Was soll ich machen? Sag mir, was ich machen soll? Ich kann nicht mehr so weitermachen. Was soll ich machen? Ich ertrinke, ich kriege keine Luft, es wird immer mehr. ich mag nur weinen und mich verkriechen, aber es wird immer mehr und je tiefer ich gedrückt werde, desto länger dauert der Weg ans Ende der Welle, der Weg ans Ende der Aufgaben, des endlosen Bergs, der Schmerzen, des Drucks, der Hilflosigkeit. Und doch liege ich hier und lasse mich immer tiefer begraben. Vielleicht ertrinke ich ja wirklich. Dann muss ich nicht mehr schwimmen, nicht mehr Luft holen, kämpfen, um Hilfe schreien.
Was soll ich denn nur machen?
Scared of my own image - doubt (Twenty one pilots)
22.07.2019, 20:09 Uhr | bke-Fiona
Hallo januar,

wie wäre es denn, wenn du deinem Papa die rote Karte zeigst oder sie an deine Tür hängst - und ihm sagst, dass du vom Tag herunterfahren musst ?

Irgendwie hab ich so ein Bild vor Augen, dass dein Papa herumhüpft und viel Energie hat, und du eher in dir ruhst ; )

Liebe Grüße mit ein paar positiven Winden für dich,

bke-fiona
22.07.2019, 19:55 Uhr | -Januar-
Ich hab mir heute echt Mühe gegeben.
Ich hab es versucht.
Ich hab versucht, das Gute zu sehen, ich hab versucht, einen guten Tag aus den schlechten Gefühlen zu machen. I tried.

Und er macht es alles kaputt. Papa. Warum machst du das? Warum gibst du mir das Gefühl, dass ich weniger Rechte habe, als ein kleines Lamm, welches zur Schlachtbank geführt wird? Warum?

Ich kann das nicht.
Ich merke, dass ich fast am Heulen bin. Er kommt bestimmt gleich wieder unangekündigt in mein Zimmer. Er zerbricht wieder meine Grenzen. Als wäre ich in einer Seifenblase, die er zersticht. Ich will doch einfach nur meine Ruhe von seinen hyperaktiven übermütigen Ideen haben! Er soll die an jemand anderem auslassen.

Wie soll ich den Abend überstehen? Ich kann das nicht.
Scared of my own image - doubt (Twenty one pilots)
21.07.2019, 21:04 Uhr | bke-Claudia
Hallo Januar,
es ist sicher ein deutlich besseres Gefühl, das du heute erlebt hast.
Mache langsam, versuche zu schlafen und morgen ist ein weiterer Tag.
bke-Claudia
21.07.2019, 21:00 Uhr | -Januar-
Nach einer Woche, an dem kein Tag richtig gut, und jeder anstrengend oder ein Rückfall war, hatte ich heute einen Tag, an dem ich meine Stimmung einigermaßen mittelmäßig halten konnte. Ich war zwar nicht draußen und hatte den ganzen Morgen damit zu kämpfen nicht nur in die Luft zu starren und zu dissoziieren, aber ich habe mich aufgerafft und mit skills und Arbeit versucht voranzukommen.

Ich fühle mich ein bisschen wacklig. Als würde ich Autofahren lernen und auf der Straße sehr schlingern. Und versuchen den Weg zu finden.

Ist dieser Tag ein Erfolg? Ich weiß es nicht. Ist es ein Fortschritt? Zumindest ist es kein Rückschritt.

Werde ich jemals aus der Krankheit herauskommen? Reden können? Werde ich jemals all das vergessen? Werde ich eine bessere Version meiner selbst werden?

Oder wird die Krankheit mich irgendwann verschlingen? Bleibe ich für immer an sie gefesselt? Darf ich nicht endlich fliegen, oder muss ich für immer am Boden bleiben?
Scared of my own image - doubt (Twenty one pilots)
17.07.2019, 20:16 Uhr | LuPa23
Du ertrinkst nicht. Nicht solange du uns einen Rettungsschwimmring werfen lässt.
Ja man schafft es nicht einfach so. Und ja, es kann sein, dass man 50 mal von 0 anfangen muss, aber irgendwann lohnt es sich. Und du kannst das durchaus schaffen. Gib nicht auf, egal wie oft du von 0 anfangen musst.
Zuletzt editiert am: 17.07.2019, 20:17 Uhr, von: LuPa23
The strength of the pack is the wolf, and the strength of the wolf is the pack
16.07.2019, 22:27 Uhr | -Januar-
Ich weiß nicht genau, was es gestern ausgelöst hat, es war einfach alles auf einmal zu viel. Zu anstrengend, ich mochte mich nicht.

Danke, Lupa, dass du immer da bist, auch wenn ich weiß, dass es dir selbst nicht gut geht. Danke.

Gerade hat mich der SVV-Druck auf einmal eiskalt in einer Welle erwuscht. Ich glaube, es liegt daran, dass ich den ganzen Tag immer nebenbei mit einem Freund darüber geredet habe und das Thema in meinem Kopf präsent ist. Es ist einfach auf einmal eine Welle, auf die ich nicht vorbereitet bin. Sie begräbt mich unter sich.
57 Tage.
Ich weiß doch sowieso, dass ich wieder bei 0 anfangen werde. Man schafft es nicht einfach so davon wegzukommen. Und meine letzten Versuche aufzuhören sind teilweise auch nach 100 Tagen wieder gescheitert.

Ich ertrinke.
Scared of my own image - doubt (Twenty one pilots)
16.07.2019, 06:50 Uhr | LuPa23
Dann leg ich mich dazu und warte mit dir, bis du fertig bist *hug*
The strength of the pack is the wolf, and the strength of the wolf is the pack
15.07.2019, 19:48 Uhr | bke-Gregor
Hallo Januar,

was ist passiert???

Liebe Grüße

bke-Gregor *bye*

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