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08.04.2019, 09:54 Uhr | Yanna
Nachdem ich mich hier ein wenig eingefunden habe, möchte auch ich ein Tagebuch beginnen um meine Fortschritte und Erlebnisse festzuhalten. Ich denke eine Dokumentation könnte hilfreich sein, denn sonst ist es schwierig eine Weiterentwicklung zu erkennen. Im Thread "Stress mit mir selbst" habe ich bereits schöne Anregungen bekommen und Denkanstöße zum Thema Leben in einer Traumwelt. Ich nenne dieses Tagebuch übrigens Traumheldin, weil ich in meinen Tagträumen ja immer eine starke Kriegerin bin die gegen das Böse kämpft und versucht die Welt zu einen und einfach stark zu sein. Vielleicht kann ich es ja irgendwie, irgendwann mal schaffen auch in der Realität zu einer Heldin bzw. einer Kriegerin zu werden. Eine selbstbewusste junge Frau die es hinbekommt den Alltag zu meistern und einfach Spaß und Freude im Leben hat! Jemand der sich gerne mal etwas Neues zutraut und jemand der soziale Kontakte aufbauen und pflegen kann. Das wäre wirklich schön. Auch wenn ich meine Traumwelt sicher nie komplett aufgeben werde. Ich glaube nämlich, dass ich nur dort sein kann wie ich im Herzen wirklich bin. Frei und mutig ohne mich verstellen zu müssen. Außerdem hat mich meine Traumwelt gerettet, denn ohne sie wäre ich in der Vergangenheit sicherlich zerbrochen. Sie war immer mein Anker, mein Ort des Lichtes! Wenn schlimme Dinge passiert sind dann konnte ich dorthin flüchten und dadurch sind diese schlimmen Dinge nur abgeschwächt an mich heran gekommen. Das war zwar dann trotzdem noch schlimm aber so war es noch aushaltbar. Weil ich sozusagen in zwei Welten unterwegs war. Dann ist zwar mein "Realitätsich" fast zerbrochen aber der Teil von mir der in der Traumwelt war ist vollkommen unbeschädigt. Klingt zwar auch wieder ein bisschen "fantastisch" aber so fühlt sich das für mich an. Deswegen bin ich einfach viel zu froh, als dass ich meine Traumwelt einfach ablegen würde. Vor allem: Was wenn wieder etwas ganz schlimmes passiert? Wo soll ich denn bitte hinflüchten wenn meine Traumwelt nicht mehr da ist? Nein...mein einziges Ziel ist es, trotz regelmäßiger Tagträume die Realität mit ihren Aufgaben und Pflichten nicht zu vergessen und es einfach zu schaffen beides unter einen Hut zu bekommen. Nur so wie es momentan ist kann es nicht weitergehen. Den ganzen Tag im Bett liegen, an die Wand starren und Träumen ist einfach zu viel. Dadurch schaffe ich den Alltag einfach nicht mehr. Deswegen dieses Buch in der Hoffnung meine Traumwelt ein wenig besser zähmen zu können und es nicht zu übertreiben.
22.05.2019, 12:19 Uhr | Yanna
Hallo bke-Lana,

ja ich habe das Gedicht selbst geschrieben. Mir helfen Gedichte meine Gefühle auszudrücken, denn das kann ich irgendwie anders nicht so richtig.
Freut mich, dass du es gut findest. Und ja es fühlt sich wie ein Kampf für mich an. Manchmal weiß ich wirklich nicht, welche Seite in mir stärker ist.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich irgendwann schlimme Dinge tun möche. Die Menschen bestrafen die mich verletzt haben.
Doch mir ist auch bewusst, dass Rache noch niemanden glücklich gemacht hat. Also werde ich es nicht tun. Aber die Gefühle und die Wut sind da!

Danke auch für das Beileid. Lieb dass du das erwähnt hast *blushed*

Liebe Grüße,
Yanna
22.05.2019, 10:42 Uhr | bke-Lana
Hallo Yanna,

hast du das Gedicht selbst geschrieben? Wenn ja, dann Hut ab. Ich finde es ist richtig gut, auch wenn es etwas duster ist. Aber wahrscheinlich beschreibt es ganz genau dein Zustand oder den Kampf in dir.

Liebe Grüße
bke-Lana

P.S.: Es tut mir Leid mit Samtpfötchen *crying*
22.05.2019, 08:24 Uhr | Yanna
Yanna und Annay

Ein dunkler Schatten, helles Licht
Zwei Mädchen mit unterschiedlichem Gesicht
Sie stehen sich gegenüber
Und sehen doch nur ihr Spiegelbild.

Yanna ist offen, voller Hoffnung und frohen Mutes,
sie weiß sie schafft alles und sie tut viel Gutes.
Sie trägt ein leuchtendes Gewand voller Farben,
es verbirgt perfekt all ihre Narben.

Annay ist dunkel, voller Wut und Hass,
sie trägt eine Waffe, scharf wie zersplittertes Glas.
Sie tötet damit und sie zerstört,
denn so viele Jahre hat sie niemand gehört.

Yanna lächelt, sie liebt und funktioniert,
oft klappt es nicht und sie ist frustriert.
Doch sie probiert es wieder und wieder
Irgendwann enden sie, die alten Lieder.

Annay trägt eine Maske, sie zeigt nicht was sie fühlt,
sie wird fuchsteufelswild, wenn Altes in ihr rührt.
Sie möchte Rache, sie möchte Tod,
Ihre Fußstapfen sind vom Blut ganz rot.

Yanna schaut nach Oben in den Himmel voller Sterne,
Sie weiß ihre Zukunft liegt noch in weiter Ferne
Doch sie ist zuversichtlich, dass es nach vorne geht
Und irgendwann alles wieder geradesteht.

Annay schaut nach Unten, auf das rissige Eis,
sie weiß ihre bisherigen Schritte, hatten ihren Preis.
Sie wird einbrechen, in das kalte Nass,
Sie wird überwältigt werden von ihrem Hass.

Wenn Yanna in den Spiegel blickt sieht sie in die Augen von Annay.
Wenn Yanna schlafen geht, wird sie im Traum zu Annay.
Wenn Yanna angegriffen wird, wird sie beschützt von Annay.
Annay ist Yanna und Yanna ist Annay – zwei Seelen im Kampf gegen die Welt
21.05.2019, 16:44 Uhr | bke-Lorenz
Hallo Yanna,

und auch Lustiges allein ist oft schon hilfreich und gut! Un der gute Harry, der hat bestimmt auch mitgeholfen...

*bye* Gruß
bke-Lorenz
Zuletzt editiert am: 21.05.2019, 16:48 Uhr, von: bke-Lorenz
21.05.2019, 16:12 Uhr | Yanna
Hallo bke-Lorenz,

lustig, dass hat mir tatsächlich etwas geholfen! *blushed* Ich bin eben mal aufgestanden, habe mir einen leckeren Salat gemacht und beim Essen Harry Potter gehört. jetzt geht es mir tatsächlich etwas besser. Danke für die Erinnerung an die Dinge, die ich schon geschafft habe Daumen hoch

Liebe Grüße,
Yanna
21.05.2019, 14:58 Uhr | bke-Lorenz
Hallo Yanna,

heute scheint bei dir ein mieser Tag angesagt zu sein, das ist nicht zu überlesen *speechless* . Sei's drum, solche Tage gibt es. Ich zitiere mal deine eigenen Worte vom vergangenen Freitag:

Das habe ich schon geschafft in meinem Leben

1. Ich habe trotz meiner Angst eine sehr liebe Freundin gefunden
2. Ich habe sehr gute Noten
3. Ich mache regelmäßig Sport und nehme an Wettläufen teil
4. Ich ernähre mich (oft) gesund
5. Ich fange an mich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren!


Also mir würde das -so glaube ich- dabei Helgen, so eine Tag einigermaßen zu überstehen *wink*.

*bye* Viele Grüße und schaff's noch gut heute,
bke-Lorenz
21.05.2019, 14:10 Uhr | Yanna
Heute war ein richtig blöder Tag! Ich habe fast nichts geschaft..hing die ganze Zeit nur im Bett herum. Nicht mal etwas richtiges gegessen habe ich, bloß Eis...hmm und jetzt ist mir natürlich schlecht. Heute kann ich gar nichts mit mir anfangen. Das Wetter ist grau und regnerisch und ich habe einfach keine Lust an meinem Vortrag weiterzuarbeiten. Zum Glück ist noch etwas Zeit...aber eigentlich wollte ich da heute weiterkommen. Naja der Tag ist gelaufen, das weiß ich jetzt schon. Und morgen geht es schon um 8:30 wieder los :( Mannoman. Momentan keine Energie für irgendwas übrig.
17.05.2019, 10:40 Uhr | bke-Claudia
Hallo Yanna,
es klingt sehr positiv, was du heute geschrieben hast.
Ich wünsche dir einen schönen Tag.
bke-Claudia
17.05.2019, 09:37 Uhr | Yanna
Ich hatte heute einen interessanten Traum!
Ich war ein kleines Mädchen, vielleicht circa 11 Jahre alt? Auf jeden Fall war ich ein Waisenkind und bin alleine durch die Gegend gelaufen, auf der Suche nach Essen usw. Bemerkenswert war vielleicht, dass ich ein Kurzschwert als Waffe bei mir trug und auch sehr gut damit umgehen konnte. Nach einer Weile kam ich an ein Schiff, doch es lag komplett auf dem Trockenen. Ich kletterte hinauf und drinnen waren ganz viele uniformierte Soldaten. Ausschließlich Männer. Ich war recht klein und man bemerkte mich nicht wirklich. Ich stahl etwas Essen und steckte es mir in den Mund. Die Männer waren alle sehr geschäftig und einer der Offiziere schien ein wichtiges Gespräch über irgendeinen kommenden Krieg zu führen. Er schloss sich dafür in eine Kabine ein. Ich täuschte vor der Tür dieser Kabine einen Ohnmachtsanfall vor um zu lauschen. Leider war das Holz aber zu dick. Zwei Soldaten überlegten was sie mit mir, einem bewusstlosen Kind, machen sollten. Bevor sie sich entschieden hatten, rannte ich aber weg, quetschte mich durch eine Lücke und war wieder auf den Wiesen und Feldern unterwegs.

Dann wurde es sehr interessant. Ich sah, etwas weiter weg, eine Rehkuh mit ihrem Kitz. Die Kuh stellte sich beschützend vor ihr Kind, denn ein schwarzer, großer, strubbelig aussehender Wolf erschien und wollte die beiden fressen. Ich rannte so schnell ich konnte um den beiden zu helfen, doch bis ich da war, hatte der Wolf die Rehmutter schon in zwei Teile gespalten. Wütemd tötete ich den Wolf und noch ein paar andere Raubtiere in der Nähe. Statt eines Rehkitzes stand dort dann plötzlich ein winzig kleines Hässchen was ängstlich zitterte und sich an den toten Kadaver der Mutter pressen wollte. Ich war traurig aber konnte dem kleinen Hasen nicht helfen. Also zog ich weiter. Nach einer ganzen Zeit fand ich jedoch etwas was helfen konnte. Ich fand eine Art Fähigkeit, womit man Lebewesen wiederbeleben konnte, sofern der Tod noch nicht zu lange her ist!
Schnell lief ich zurück zu der Stelle und Kadaver und Hase waren noch da. Ich aktivierte das "Modul" und erst dachte ich, es hätte nicht geklappt. Denn plötzlich sah ich den Sensemann und er hatte eine schwarze Kutte an, und halt die Sense und er saß auf dem Reh! Doch es sah aus wie ein Geistereh. Der Sensemann sah mich nicht an und beachtete mich nicht. Er verschwand plötzlich und das Reh und der Hase (der sich wieder zum Rehkitz verwandelte) schienen wieder vereint zu sein.


Gestern habe ich außerdem zwei Listen erstellt. Einmal, welche Dinge gut und nützlich an meiner Angst vor anderen Menschen sind und einmal welche Dinge in meinem Leben ich schon geschafft habe. Diesen Tipp habe ich von der Sprechstunde bekommen.

Nützlich an meiner Angst:

1. Sie beschützt mich davor, von anderen Menschen wieder verletzt zu werden
2. Ich trete nicht so schnell ins Fettnäpfchen, wenn ich meinen Mund geschlossen halte
3. Ich lasse nur "wertvolle" Menschen an mich heran
4. Angst ist eine Herausforderung die man überwinden kann
5. Angst ist ein Gefühl. Gefühle bedeuten, man ist am Leben.

Das habe ich schon geschafft in meinem Leben

1. Ich habe trotz meiner Angst eine sehr liebe Freundin gefunden
2. Ich habe sehr gute Noten
3. Ich mache regelmäßig Sport und nehme an Wettläufen teil
4. Ich ernähre mich (oft) gesund
5. Ich fange an mich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren!
14.05.2019, 12:19 Uhr | Yanna
Hallo bke-Claudia

gute Idee! Ich muss nur einen Ort finden wo das möglich ist. Ich wohne in der Stadt, hier gibt es leider keinen einzigen Fleck wo man mal ganz unter sich sein kann. Außerdem habe ich irgendwie das Gefühl, dass ich da so oder so Hemmungen habe. Sobald ich meine Stimme mal ein wenig erheben möchte, fühlt es sich so an, als würde mir etwas den Hals zudrücken oder meinen Kiefer zusammen pressen.

Liebe Grüße,
Yanna
08.05.2019, 18:34 Uhr | bke-Claudia
Hallo Yanna,
da ist doch etwas in dir, dass nicht unterdrückt werden möchte. Vielleicht ist es ein guter Schritt, wenn du akzeptierst, dass du auch wütend bist, oder ein Teil von dir.
Diese Wut will raus. Du hast ja geschrieben, dieses Schreien soll aufhören. Dann schrei doch mal, gehe irgendwo hin, wo es geht und dann schreie bis es nicht mehr geht.
Das kann unsagbar entlastend sein.
bke-Claudia
08.05.2019, 16:36 Uhr | Yanna
Irgendwie war es im letzten Monat alles wieder etwas erträglicher. Ich bin scheinbar aus meinem Tief rausgekommen und ich hatte auch gar nicht mehr so den Drang mich in meine Traumwelt zurückziehen zu müssen. Doch diese anstrengenden Dinge sind nicht weggegangen. Neuerdings habe ich während der Vorlesung immer den Drang einfach anzufangen laut loszubrüllen, zu randalieren und Tische und Stühle umzuwerfen. Auch wenn ich einfach nur unterwegs bin spüre ich den Drang irgendwas zu zerstören...das ist recht ungewohnt für mich. Und es ist sehr anstrengend quasi immer gegen meine eigenen Gefühle zu kämpfen. Wenn ich in mich selbst schaue, sehe ich immer ein Kind was total am toben und brüllen ist. Es ist so wütend und ich schaffe es einfach nicht es zu beruhigen. Keine Ahnung ob das mein "inneres Kind" ist oder so. Ich sehe es, doch es ist mir irgendwie fremd. Ich kann diese Wutgefühle, die es hat einfach nicht nachvollziehen. Ich selbst fühle mich nämlich eigentlich gar nicht wütend. Ich versuche einfach zu funktionieren und mein Leben auf die Reihe zu kriegen. Es ist befremdlich, dass irgendein Teil von mir so anders fühlt als ich selbst...ich hoffe ich finde bald eine Methode dieses Schreien abzustellen. Es ist sauanstrengend. Ich möchte einfach nur mein Leben leben ohne ständig von so einem nervigen, trotzigen Kind aufgehalten und abgelenkt zu werden. *angry* Gleichzeitig fühle ich mich aber soooo müde. Und hoffe, dass das alles endlich endet. So oder so.
11.04.2019, 11:45 Uhr | Yanna
Gerade wo ich das Gefühl habe, es geht wieder etwas voran falle ich gleich wieder drei Schritte nach hinten. Ich war heute nicht bei meiner Vorlesung. Das Problem ist...in diesem Modul besteht die Prüfungsleistung aus einer Gruppenarbeit. Das ist soweit okay, ich habe eine Gruppe gefunden und wir haben auch schon aufgeteilt wer was macht usw. Jetzt war ich aber heute wie gesagt nicht da und eine aus meiner Gruppe hat mir per Whatsapp geschrieben: "Kommst du noch?" Ich meinte, dass ich heute Kopfschmerzen habe aber, wenn es besser ist, eventuell zur Nachmittagsvorlesung komme. Daraufhin hat sie nichts mehr geschrieben. Ich fühle mich jetzt wieder unglaublich schlecht und möchte jetzt nicht mal mehr zur Nachmittagsvorlesung gehen. Ich verstehe nicht, warum sie böse ist, dass ich nicht komme. Ich meine, dass die Vorlesung heute nichts mit der Prüfungsleistung zu tun hat. Und selbst wenn es so wäre...jeder darf mal Zuhause bleiben wenn er Kopfschmerzen hat oder? Mir geht es momentan emotional so beschissen. Ich war in diesem Modul sonst IMMER da und nur weil ich einmal nicht da bin fragt sie gleich ob ich noch komme? Das ist echt so mies. Wäre sie nicht sauer, hätte sie mir ja bestimmt Gute Besserung oder so geschrieben. Aber einfach gar nichts...? Hmm. Ich wette die lästern gerade voll über mich. Ich hasse sowas. Dabei war es gestern Abend noch ganz gut. Ich war ja bei dem Litertaturclub und es war interessant über das Buch zu diskutieren. Das Beste: ich habe mich an der Diskussion auch beteiligt! Ich war selbstbewusst und habe meine Meinung vertreten. Eigentlich ein Fortschritt. Dass das heute wieder so scheiße laufen muss kapier ich nicht. Aber ehrlich: ich muss jetzt versuchen darauf zu scheißen. Jetzt haben wir erstmal eine Woche Osterpause und ich hoffe inständig, dass sie das bis nächste Woche wieder vergessen habe. Solange ich meine geforderten Texte für die Gruppenarbeit schreibe, können sie ja eigentlich gar nicht mit mir meckern. Und hey...eine Sache kann ich immerhin recht gut. Fachtexte schreiben. Zumindest habe ich dafür schon öfter Lob bekommen. Das andere Problem ist, dass ich seit gestern Mittag null Appetit habe. Normalerweise sagt mir mein Körper immer genau was er braucht und wie viel er braucht doch gerade spüre ich da einfach nix. Keinerlei Hunger. Ich denke ich zwinge mich gleich irgendwas zu Essen aber ich habe Angst dass mir dann schlecht wird. Das passiert mir manchmal wenn ich Esse obwohl ich keinen Hunger habe.
10.04.2019, 16:01 Uhr | Yanna
Ich habe mich heute bemüht etwas zu machen und eben nicht nur wieder an die Wand zu glotzen. Ich habe mal wieder ein Bild gezeichnet, einfach nach meinem Gefühl. Das fand ich erstmal sehr schwierig. Doch dann ging es plötzlich wie von selbst. Das tat mir ganz gut. Gleich muss ich auch noch zur Bank gehen und etwas Geld abheben. Doch mir graut es schon vor heute Abend. Ich habe mich von der Hochschule aus für einen Literaturclub angemeldet und wir lesen das Buch Fleischmarkt und sprechen dann abends immer darüber. Eigentlich habe ich heute gar keine Lust auf Kontakt mit anderen Menschen. Ich möchte einfach meine Ruhe haben. Aber ich werde mich wohl zwingen da hinzugehen. Selber Pech, ich hätte mich da ja nicht anmelden müssen.

Hallo Schneeengel,

Ja vielleicht ist sowas der erste Schritt. Anderen offen die eigenen Gefühle mitteilen. Schließlich musste ich das alles lange genug für mich behalten. *unsure*
Ja vielleicht mache ich mir Druck mich erinnern zu müssen aber wie schon geschrieben diese Unischerheit ist einfach schrecklich. Ich bin ein Mensch der einfach Gewissheit braucht. Dieses ständige Hin und Her macht mich krank. Mal denke ich: Nein das kann ja gar nicht passiert sein das ist voll unlogisch. Dann glaube ich das auch und bin mir sicher damit fertig zu sein. Dann sehe ich irgendeinen Film oder höre irgendein Geräusch und schwupps...die Bilder sind wieder da und die Zweifel auch. Das möchte ich so einfach nicht mehr.

Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich mir selbst widersprochen habe. Aber wahrscheinlich hast du Recht. Naja es ist so, wenn ich an diese Dinge denke, also die "normalen" Sachen mit der Sucht und so, dann macht mich das wirklich nicht mehr traurig oder so. Ich habe da gar kein bestimmtes Gefühl zu. Ich bin nicht wütend, nicht traurig. Keine Ahnung einfach nichts. Was mich durcheinander bringt ist ja diese andere Sache. Naja aber vielleicht ist es auch unlogisch was ich gerade schreibe. *blushed*
Es freut mich, dass ich nicht die einzige bin die manchmal diese Abneigung gegen ihren Freund empfindet. Dass das manchmal vielleicht auch normal ist. Ja ich achte aber immer schon drauf, dass er das dann nicht so mitkriegt. Das würde ihn bestimmt verletzen.

hallo bke-Nana,

Ja in Strategien finden bin ich eigentlich ganz gut. *smiling* ich möchte ja auch wirklich etwas ändern also von daher pobiere ich viel aus, was mir helfen kann. Hmm du bist jetzt schon die Dritte die mir empfiehlt mir professionelle Hilfe zu suchen *nothing* ehrlich gesagt dachte ich immer, dass Therapieplätze für Menschen sind, die wirklich schlimme Dinge erlebt haben und damit gaaar nicht zurecht kommen. Mir geht es ja vergleichsweise gut. Ich verletze mich nicht selbst und habe auch nicht den Drang danach. Ich achte zwar auf mein Gewicht aber habe keine Essstörung oder so. Man sieht mir nicht mal an, dass ich Probleme habe. Da fühlt es sich für mich nicht so richtig an, jemanden den Therapieplatz zu nehmen der vielleicht sogar von Selbstmord betroffen ist oder so. Ich war doch immer stark, ich halte das wahrscheinlich auch ohne Hilfe aus. Andererseits gebe ich zu dass ich nicht wirklich glücklich bin. Ich überlebe und funktioniere und bin einigermaßen an die Gesellschaft angepasst. Aber glücklich bin ich nicht. Ich habe jetzt einfach mal eine Mail geschrieben und eine Psychotherapeutin in meiner Nähe angefragt. Das hat echt Überwindung gekostet. Doch wenn es nicht klappt, dann soll es eben so sein. Ich habe das auch nur gemacht, weil ich eigentlich gerne glücklich wäre und ich eventuell an meine Grenzen gekommen bin. Naja einen Versuch ist es ja wert.

Ah okay, hyperventilieren nennt man das. Okay dann kenne ich jetzt noch eine Methode falls das irgendwann nochmal passieren sollte. Vielen Dank *happy*
10.04.2019, 11:59 Uhr | bke-Nana
Liebe Yanna,

das kann ich gut verstehen, dass du für dich Klarheit haben möchtest, welche Bilder in deinem Kopf der "Wahrheit" entsprechen.
Super ist auf jeden Fall, dass du Strategien gefunden hast, um dich wieder zu beruhigen und handlungsfähig zu erhalten. Das ist der wichtigste Aspekt jeder Traumatherapie.

Doch eine Selbsttherapie in diesem Bereich kann viel mehr Schaden anrichten als hilfreich sein. Bitte begib dich dafür in professionelle Hände! Das können zunächst Beratungsstellen sein oder auch Kinder- und Jugendlichen Psychiater und Psychotherapeuten. Ein You-Tube-Selbstversuch könnte auch neue Schreckensbilder erzeugen oder verstärken - ganz klare Empfehlung, hol dir Unterstützung fürs Sortieren und Ablegen im Kopf!

Dieses schnelle Luft holen, was du beschreibst, wenn du dich in bestimmte Gedanken hinein steigerst, nennt man "Hyperventilieren". Der Körper wird mit einem Überschuss an Sauerstoff versorgt, was zu bestimmten körperlichen Reaktionen führt wie kurze Wahrnehmungsstörungen, Schwindel und ähnliches. Manchmal sieht man in Filmen, dass dann jemand in eine Tüte hineinatmet. Das soll helfen, den Sauerstoffgehalt niedrig zu halten und somit die Symptome zu begrenzen.

Ich wünsche dir viel "Ruhe im Kopf" und einen schönen Tag.
bke-Nana

Treffer: 22

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