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15.06.2019, 12:04 Uhr | Wolke12
Hallo zusammen,

wie der Titel schon verrät, geht es um den Führerschein… Autofahren macht mir große Angst, obwohl ich bereits über 30 Fahrstunden genommen habe. Ich brauche den Führerschein für eine Ausbildung und kann mich leider nicht mehr darum drücken. Mein Fahrlehrer wird häufig laut und entwertet mich, was mich noch mehr fertig macht (habe schon einmal die Fahrschule gewechselt, kommt deshalb nicht mehr infrage). Ich will keine einzige Fahrstunde mehr wahrnehmen und mich dieser erniedrigenden Situation noch einmal aussetzen müssen! Es ist ein einziger Albtraum. Mein Fahrlehrer hat überhaupt kein Verständnis für meine Angst und meine Fehler. Wohne in einer Großstadt und kenne mich hier noch nicht so gut aus- weiß oft nicht, was hinter der nächsten Kurve kommt und so fühlt es sich oft an, wie die Fahrt ins unbekannte Nichts.

Ich halte das nicht mehr aus, aber weiß, dass ich nicht abbrechen kann, weil ich die Ausbildung sonst nicht machen kann… bin so verzweifelt; zweifle an meiner Fahrtauglichkeit, meiner Intelligenz und an mir als Mensch. *crying*

Liebe Grüße
Wolke
31.12.2020, 15:05 Uhr | Liasanya
Hey Wolke12,

ich finde deinen Job total cool, aber ich glaube auch, dass die Leute in solchen Berufen irgendwann ziemlich "abgebrüht" sind. Ich glaube das muss man aber auch, sonst würde man den Beruf sicherlich nicht lange ausüben können.
Hoffe du bekommst vielleicht noch heute oder die nächsten Tage die Chance den Hubschrauber sehen zu können!

LG Liasanya
~Gemeinsam lassen sich scheinbar unbedeutende Momente des Lebens in wunderschöne Augenblicke verwandeln, die man nie vergisst!~
31.12.2020, 14:28 Uhr | Wolke12
Eiskalt sagt der Arzt mit Blick auf das Röntgenbild "die stirbt sowieso, ist ja klar." während er in sein Brötchen beißt.
Manche Ärzte wären besser Metzger geworden...
Vielleicht hat er mich aber auch nur wieder kalt erwischt, in einem Moment, in dem das Leben wieder zu selbstverständlich geworden ist. Abseits des Rettungsdienstes vergesse ich den Tod und lebe wieder mit derselben Naivität wie die meisten anderen Menschen auch. Ohne den Tod zu leben war angenehmer, mit dem Tod zu leben ist intensiver.

Ich bin nur Gast auf dieser Welt, fast hatte ich es vergessen.

LG Wolke
31.12.2020, 13:21 Uhr | Wolke1
Hallo Wolke12,

ich wünsche dir viel Glück, dass du den Hubschrauber heute nochmal erwischst, wäre schade wenn nicht. Schön, dass du dich gut mit einem deiner ehemaligen Kollegen unterhalten konntest und ein leckeres Mittagessen hattest.

Ich wünsche dir heute noch einen schönen Tag!
Liebe Grüße
Wolke1
31.12.2020, 13:10 Uhr | Wolke12
Jetzt konnte ich mir den Hubschrauber nicht anschauen, weil ich zwei verdammte Tüten schleppen musste. So ein Mist. Hoffentlich landet er heute nochmal. Dafür gab es ein leckeres Mittagessen und ein gutes Gespräch mit meinen ehemaligen Kollegen.

LG Wolke
28.12.2020, 19:53 Uhr | Wolke12
Danke für dein Kleeblatt, liebe Kampfsocke!

Der Arbeitstag war okay. Ich habe einen leeren Aufenthaltsraum gefunden und mich dort mit einem Buch vor meinen Kollegen zurückgezogen. Lesen konnte ich aber nur ganz früh am Morgen, dann war die Ruhe vorbei und ich bin ununterbrochen hin und her gelaufen. Kurz vor Schluss habe ich bei meinen ehemaligen Kollegen vorbei geschaut; sie haben mich mit einem Satz in die Küche gezogen, mir eine Tasse heißen Kaffee in die Hand gedrückt und die Tür zu geknallt (gerade noch rechtzeitig, bevor ein anderer Kollege mich dort gesehen hat).

Morgen arbeite ich wieder in der anderen Klinik. Vielleicht schaffe ich es vorher, laufen zu gehen.

Das Autofahren bleibt gerade auf der Strecke.

LG Wolke
27.12.2020, 13:58 Uhr | Kampfsocke
Ich verteil Glück. Hie is deins. Kleeblatt hin halte. Du schafft das.
Wer nur in Socken geht, dem kann man nichts in die Schuhe schieben.
27.12.2020, 12:13 Uhr | bke-Kira
Hallo Wolke,

du bist nicht "alle" und bist etwas besonderes. Dieses Gefühl sich falsch oder nicht dazugehörig zu fühlen kennen einige auf dieser Welt. Ich finde es wichtig, von diesem Gefühl nicht weg zu laufen und es zuzulassen, weiter zu gehen und weiter zu sich zu stehen. Es gibt einige auf dieser Welt, die das mögen, was du gerne magst! Es bedarf jedoch viel Mut und Disziplin, sich auf die Menschen zu bewegen. Besonders im Moment sind wir daran erinnert, dass es nicht so einfach geht. Du auch. Ich wünsche dir Begegnungen mit Seelenverwandten und hoffe, dass du deine Träume träumst und dich in dir selbst nicht falsch fühlst. Es ist nicht so einfach jemanden zu finden, mit dem man ähnlich "tickt" und fühlt. *whistle* Fühle dich bitte nicht alleine damit und überlege wirklich, ob es im Moment ehrlicher wäre, dich krank schreiben zu lassen oder es doch etwas oder jemanden gibt, wofür du morgens aufstehst und los gehst.

Etwas Zufriedenheit und Durchhaltevermögen wünsche ich dir!

bke-Kira *bye*
27.12.2020, 11:36 Uhr | Wolke12
Weihnachten ist vorbei, aber es wirkt nach...
Ich hasse diese Zeit. Alle um mich herum haben mir gesagt, sie würden dieses Jahr ja gar nicht feiern, aber letztendlich haben sie es doch getan. Ich bekomme Bilder von fröhlichen Familienfeiern geschickt, und ich konnte nicht dabei sein. Irgendwie ist es doch jedes Jahr das gleiche.
Ich habe das Gefühl, immer nur durchhalten zu müssen, mich zusammenreißen zu müssen, die Einsamkeit ertragen zu müssen, aber wofür?
Wofür soll ich morgen um 4 Uhr aufstehen und mich zur Arbeit schleppen?

"Sie dürfen sich auch wieder krankschreiben lassen" hat meine Therapeutin vor Weihnachten angemerkt. Und dann? Warum halte ich das nicht durch?

Ich möchte einen Halbmarathon laufen, ich möchte Mountainbike fahren, aber immer bin ich allein. Seit Jahren suche ich nach jemandem, der meine Hobbys teilt, aber ich finde keinen, also verbringe ich meine ganze Zeit allein.

Irgendwie bin ich übrig geblieben, einer zu viel auf dieser Welt.

LG Wolke
25.12.2020, 20:09 Uhr | Wolke12
Danke bke-Hanah und Kampfsocke für eure Worte!
Ich werde mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, Kampfsocke. ;)
Dass es hier auf einmal mehrere "Wolken" gibt, verwirrt mich selbst...

Wünsche euch allen noch schöne Weihnachtstage!
25.12.2020, 20:06 Uhr | Wolke12
Wenn ich dieses Büro der Vorgesetzen betreten muss, könnte ich schreien vor Wut. Da sitzen sie in ihrem Kellerloch unter allen anderen und versauern vor ihren Rechnern, jeden Tag. Ihre gewohnt resignierte Körperhaltung spricht Bände: Sprich mich bloß nicht an und mach mir keine zusätzliche Arbeit! Kein Wort der Begrüßung, kein "frohe Weihnachten", nicht einmal ein kurzes zur Kenntnis nehmendes Aufschauen. Nein, es wird direkt los gemotzt. Ich spüre meinen Ärger, einen Druck der vom Magen her aufsteigt und mir die Kehle zuschnürt. Ist ihnen bewusst, wozu das Leben da ist? Dass es endlich ist? Warum wechseln sie ihren Job nicht, wenn sie offensichtlich so frustriert sind? Die Passivität triggert mich. Raus hier so schnell es geht!
Ich betrete den Pausenraum, wo die 10 Personen ohne Maske sitzen. Will etwas trinken, aber merke, dass das eine schlechte Idee ist. Lasse meine FFP2 Maske auf und stolpere durstig wieder aus dem Raum.
Ein älterer Kollege kommt von der Seite her auf mich zu, macht mich dumm an.
Mein Handy klingelt, ein Corona-Transport; ich darf ihn nicht ablehnen, aber klicke ihn trotzdem weg: "Auftrag abgelehnt". Sollen das meine Kollegen machen, die sich nichts aus Covid machen. Soll ich mich nun rechtfertigen, dass es ein Versehen war oder die Wahrheit sagen?

Warum kann ich mich nicht zusammenreißen? Warum ist da so ein verdammter Druck in mir?
"Reiß dich zusammen" höre ich die Worte meiner Mutter sagen. "Du wirst noch viele Probleme im Arbeitsleben bekommen, wenn du dich nicht anpassen kannst."

So bin ich halt und ich werde es nicht ändern für keinen Job der Welt. Und doch ist da dieses beklemmende Gefühl von fehlender Leichtigkeit, vom Außenseiter sein. Und es quält.

LG Wolke
25.12.2020, 13:27 Uhr | Kampfsocke
Hab Grad gesehn es gibt noch eine wolke1 da muss i aufpassen.
Wer nur in Socken geht, dem kann man nichts in die Schuhe schieben.
25.12.2020, 13:05 Uhr | Kampfsocke
Liebe Wolke ich fand gut mit dem Roller. Hier fahrt man nur von Tür zu Tür die Gang ist nicht so lang. I stell mir gut vor. Ein Schwester hat ein Elch auf Kopf andere ein Weih acht Mütze. Sah gut aus. Wenn die all komm im Kittel mit Brille und Mund Dings da könnt ma denke die Hirten komm. Aber leide ohne Rauch Weihe Kraut. All Liebe für dich und rass ni so doll.
Wer nur in Socken geht, dem kann man nichts in die Schuhe schieben.
24.12.2020, 22:03 Uhr | bke-Hana
Liebe Wolke,

was für eine schöne Vorstellung: Du auf dem Roller durch die öden Krankenhausflure dahin rasend. Cool!

Na ja, und das leckere Lachsgericht mit den Pflegekräften klingt auch nicht schlecht. Es freut mich, dass dein Tag doch noch so gut war!

Ich wünsche dir einen schönen Ausklang dieses Tages.
bke-Hana
Zuletzt editiert am: 24.12.2020, 22:14 Uhr, von: bke-Hana
24.12.2020, 20:42 Uhr | Wolke12
Wertvolle Begegnungen gab es tatsächlich noch!
Nachdem ich stundelang durch die leeren Gänge spaziert bin, habe ich mir irgendwann einen Cityroller geschnappt und bin damit durch die leere Klinik gerast (wollte ich schon immer mal machen *laughing* ) Zwischendurch gab es dann noch einen kurzen Auftrag für mich und ich erhielt unerwartet ein weihnachtliches Trinkgeld. Kurz vor Dienstschluss traf ich auf einer Station eine ehemalige Kollegin von mir, die mich mit den Worten begrüßte, dass ich heute ihr Weihnachtsgeschenk sei. Wir haben uns zuletzt an Weihnachten 2019 genau auf dieser Station getroffen. Als ich mich gerade in den Feierabend verabschieden wollte, fragten uns ein Pfleger, ob wir mit essen wollen. Er war früher Koch und hat Lachsnudeln zubereitet. Wir haben die Einladung angenommen und so war es doch noch ein schönes Weihnachten für mich.

LG Wolke
24.12.2020, 10:57 Uhr | bke-Hana
Liebe Wolke,

oh je, was ist das denn? Genau, ganz schnell raus da und hinaus auf die Flure! Aber vielleicht mag ja deine innere Kritikerin im Pausenraum bleiben - zumindest für eine Weile? Dann könntest du mal ganz gelassen den Worten deiner Therapeutin folgen und deine Entscheidungen als Fortschritt verbuchen.

Ich wünsche dir trotz deines heutigen Dienstes einen angenehmen Tag. Wer weiß, vielleicht wirst du ja auf den Krankenhausfluren im Laufe der nächsten Stunden noch die eine oder andere wertvolle Begegnung haben *smiling*

Liebe Grüße dir
bke-Hana

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