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15.06.2019, 12:04 Uhr | Wolke12
Hallo zusammen,

wie der Titel schon verrät, geht es um den Führerschein… Autofahren macht mir große Angst, obwohl ich bereits über 30 Fahrstunden genommen habe. Ich brauche den Führerschein für eine Ausbildung und kann mich leider nicht mehr darum drücken. Mein Fahrlehrer wird häufig laut und entwertet mich, was mich noch mehr fertig macht (habe schon einmal die Fahrschule gewechselt, kommt deshalb nicht mehr infrage). Ich will keine einzige Fahrstunde mehr wahrnehmen und mich dieser erniedrigenden Situation noch einmal aussetzen müssen! Es ist ein einziger Albtraum. Mein Fahrlehrer hat überhaupt kein Verständnis für meine Angst und meine Fehler. Wohne in einer Großstadt und kenne mich hier noch nicht so gut aus- weiß oft nicht, was hinter der nächsten Kurve kommt und so fühlt es sich oft an, wie die Fahrt ins unbekannte Nichts.

Ich halte das nicht mehr aus, aber weiß, dass ich nicht abbrechen kann, weil ich die Ausbildung sonst nicht machen kann… bin so verzweifelt; zweifle an meiner Fahrtauglichkeit, meiner Intelligenz und an mir als Mensch. *crying*

Liebe Grüße
Wolke
05.12.2019, 16:41 Uhr | bke-Hana
Liebe Wolke,

was für prima Tipps, die hätte ich vor meiner damaligen Führerscheinprüfung sehr zu schätzen gewusst Daumen hoch

Und hier noch ein paar kleine Tipps für Neulinge im Fahrgeschäft wie dich, die es noch gar nicht so recht glauben können, jetzt tatsächlich alleine am Steuer sitzen zu dürfen.

1. Siehe dir ab und zu deinen Führerschein an und bedenke dabei, dass er dir von einer Fachkraft ausgestellt wurde. Bedenke auch: Dieser traut dir das Fahren zu.

2. Steige an einem Sonntag morgen (gute Idee!) ins Auto.

3. Gestehe dir zu, ganz frisch in diesem Metier zu sein. Sei mit Überzeugung Anfängerin und übe!

4. Und lass dich nicht von Hupern oder blöden Blicken beirren. Fahre in deinem Tempo, egal was jemand vor, neben oder hinter dir denken mag.

5. Vergiss nicht, alle Autofahrer*innen waren mal ganz am Anfang und haben die Kupplungen nur so knirschen lassen.

6. Vergiss nicht uns am Sonntagnachmittag wissen zu lassen wie es war.

8. Kein Tipp aber trotzdem: Viel Spaß!

bke-Hana
05.12.2019, 14:21 Uhr | Wolke12
… und für alle, die die praktische Führerscheinprüfung noch vor sich haben:

Es ist wirklich viel Glück dabei. Ich kann euch leider kaum Tipps geben, wie ihr eure Nervosität bewältigen könnt, weil ich meine eigene Prüfungsangst nur schlecht im Griff hatte. Überall wird geraten, man solle am Abend vorher früh ins Bett gehen, um ausgeschlafen in die Prüfung zu gehen- das war für mich persönlich schon nicht möglich, weil ich vor Prüfungen nicht schlafen kann. Wem es genauso geht- macht euch nicht verrückt! Akzeptiert lieber, dass ihr in dieser Nacht nur wenig bis gar nicht schlafen werdet. In der Prüfungssituation ist der Stress so hoch, dass ihr wach sein werdet! Es ist eine Ausnahmesituation und sie wird vorübergehen. Verzichtet auf Schlaf- und Beruhigungsmittel und sucht euch lieber gute Filme/Musik/Hörbücher raus, dass ihr eine angenehme Beschäftigung habt, wenn ihr in der Nacht wachliegt. So ist die Chance größer, doch noch einschlafen zu können.

Am Morgen vor der Prüfung solltet ihr frühstücken, auch wenn ihr keinen Appetit habt. Gerade wenn die Nacht schon kurz war, ist das Frühstück umso wichtiger. Denkt auch dran, genug Wasser zu trinken. Ich persönlich habe auf Kaffee verzichtet, weil mich Koffein zwar wacher gemacht hätte, aber auch zittriger und nervöser. Herzklopfen durch die Angst kann durch Koffein unangenehm verstärkt werden.

Vor der Prüfung wird sich meistens mit dem Fahrlehrer noch kurz eingefahren. Nutzt die Zeit, um schon mal ganz in Ruhe euren Sitz, Spiegel, Lenkrad etc. einzustellen und prüft, je nach Wetterlage, ob das Abblendlicht eingeschaltet ist. So seid ihr schon abfahrtsbereit, wenn der Prüfer einsteigt.

Mir hat es geholfen, den Prüfer fast übertrieben freundlich zu begrüßen. Stellt euch vor, es wäre ein alter Bekannter. Der Prüfer hat mehr Arbeit, wenn er euch durchfallen lässt, als wenn ihr besteht.

In der Regel unterhalten sich Prüfer und Fahrlehrer während der Fahrt. Das sorgt für eine entspanntere Atmosphäre und lenkt ein wenig von der Prüfungssituation ab. Wenn das Gespräch plötzlich stockt, habt ihr wahrscheinlich gerade was falsch gemacht- solange der Fahrlehrer aber nicht auf die Bremse tritt und der Prüfer euch weiterfahren lässt, ist meistens noch nichts verloren. Nehmt es aber zum Anlass, euch nochmal besser zu konzentrieren und tief durchzuatmen.

Ich habe direkt am Anfang meiner Prüfung viele Fehler gemacht... das bringt einen in eine blöde Situation, weil man sich dann nicht mehr viel erlauben darf. Was mich aber gerettet hat, war wahrscheinlich meine Einsicht. Wenn ihr bemerkt, dass ihr gerade einen schwerwiegenderen Fehler gemacht habt, sagt es dem Prüfer. Ich habe z.B. ein Rechts- vor Links viel zu spät bemerkt, bin im 3. Gang daran vorbei gefahren statt im 1. Gang und war mir sicher, jetzt ist es vorbei. Es war nicht vorbei! Ich habe dem Prüfer sofort gesagt, dass das nicht gut von mir war und ich meinen Fehler bemerkt habe. Zeigt bei der nächsten Gelegenheit, dass ihr es drauf habt und richtig machen könnt.

Ein relativ sicheres Zeichen, dass ihr noch dabei seid, ist es auch, wenn ihr wenden, parken und die Gefahrenbremsung machen müsst. Aus meiner Erfahrung heraus, sparen sich die Prüfer das, wenn ihr eh schon durchgefallen seid. Atmet nach der Gefahrenbremsung tief durch und nutzt den Moment, in dem ihr nach dem Einparken steht für eine kurze Pause. Ich habe den Prüfer ganz direkt um ein paar Sekunden Pause gebeten und offen und ehrlich meine Prüfungsangst gestanden. Wenn ihr eine/n guten Fahrlehrer/in habt, wird er/sie euch gut zusprechen. (Deshalb wählt euren Fahrlehrer zu Beginn der Fahrschulzeit mit Bedacht!)

Wenn ihr euch unsicher seid, ob ihr in eine bestimmte Straße hineinfahren dürft/durftet, sagt in dieser Situation besser nichts und hofft, dass ihr es richtig gemacht habt. Ich hatte diese Situation sowohl in meiner ersten als auch in meiner zweiten Prüfung. Wenn ihr unsicher fragt: "Durfte ich da überhaupt rein fahren?!" und ihr ohnehin schon auf der Kippe steht, kann das euer Aus sein. Ihr werdet es sofort wissen, ob es richtig oder falsch war, wenn der Prüfer euch weiterfahren lässt. (Also, in dieser Situation ausnahmsweise besser nichts sagen).

Nutzt auch die Zeit, in der ihr stehen müsst z.B. an roten Ampeln, um eure Körperhaltung zu kontrollieren. Seid ihr körperlich stark angespannt und verkrampft, versucht bewusst locker zu lassen.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Tipps ein bisschen weiterhelfen und wünsche allen, die die Prüfung noch vor sich haben, viel Erfolg und gute Fahrt!

LG Wolke *bye*
Zuletzt editiert am: 05.12.2019, 14:28 Uhr, von: Wolke12
05.12.2019, 13:26 Uhr | Wolke12
Vielen lieben Dank für eure Glückwünsche zum Führerschein! *happy*
So ganz kann ich es immer noch nicht glauben...
Mein Vater war vor ein paar Tagen auf der Durchreise bei mir und hat mich von der Arbeit abgeholt. Seine erste Frage war: "Fährst du?" und ich völlig entsetzt: "ICH??"
Ich habe in dem Moment wirklich vergessen, dass ich ja den Führerschein habe. *giggling*

Habe mich allerdings nicht getraut zu fahren, weil ich müde war, es dunkel war und das Auto von meinem Vater ein Firmenwagen ist.

Ich habe das Gefühl, ich schiebe meine erste Fahrt ohne Fahrlehrer ein bisschen auf. Zurzeit kann ich nicht einmal sagen, ob ich es überhaupt schaffen werde, mich alleine ans Steuer zu setzen. Habe mich erstmal fürs Carsharing angemeldet und könnte nun jederzeit losfahren. Sonntagmorgen wäre eigentlich ein guter Zeitpunkt, das heißt, so rein theoretisch, eventuell, möglichweise... vielleicht.

LG Wolke
28.11.2019, 14:25 Uhr | bke-Hana
Liebe Wolke,

oh wie toll, meinen ganz herzlichen Glückwunsch!!! Als ich deine Zeilen las konnte ich förmlich vor mir sehen, wie sehr du heute strahlst und ich freue mich mit dir.

ich glaube ja, beim Bestehen der praktischen Prüfung ist immer eine ganze Menge Glück dabei und es braucht vor allem ein/e Prüfer/in, die hier und da bereit ist, ein bis zwei Augen zuzudrücken. In deinem Fall würde ich vermuten, dass der Prüfer deine Fähigkeiten als Fahrerin durchaus erkannt hat und dir deshalb ein paar Fehler hat durchgehen lassen.

Und auch ich kann wie Schindler aus Erfahrung sagen: Übung im Straßenverkehr macht die Meisterin. Puh, ich bin trotzdem froh, dass neben mir im Auto kein Prüfer mehr sitzt. Fraglich, ob ich bestehen würde *wink* *props*

Viele Grüße dir,
bke-Hana
28.11.2019, 13:02 Uhr | Schindler
Liebe Wolke12

Super!!! Daumen hoch Daumen hoch
Herzlichen Glückwunsch zum bestehen, du hast das mehr als verdient!! Du hast dir so viel Mühe gegeben. Daumen hoch
Weisst du, als ich bestanden habe konnte ich auch nicht so gut fahren und hab viele Fehler gemacht, aber das kommt mir der Zeit. Mach dir da nicht so viele Sorgen. Übung macht den Meister! Je öfter du fährst, desto besser wirst du! *wink*

Hahaha danke. Ich war kurz davor und die wollten mich schon fast zum idiotentest schicken, weil ich so oft durchgefallen bin. *blushed*
Aber daran denkt keiner mehr, auch nicht wie die Fahrprüfung war! Man denkt nicht an früher, sondern, dass du ihn hast und das ist die Hauptsache. Man lernt mit der Zeit, glaub mir.

Alles liebe
Schindler
Manchmal lache ich nur, um nicht weinen zu müssen...
28.11.2019, 12:55 Uhr | Wolke12
Hey Schindler,

lieben Dank für deine aufbauenden und offenen Worte! Echt mutig von dir, dass du die Theorieprüfung 5 Mal angetreten hast und nicht den Kopf in den Sand gesteckt hast! Das finde ich viel stärker als beim 1. Mal zu bestehen.

Ich habe meine Praktische Prüfung vorhin tatsächlich bestanden! Aber meine Fahrlehrerin und der Prüfer waren fix und fertig mit den Nerven (ich natürlich auch...)- so viel Glück wie ich, hat wohl noch kaum jemand in seiner Prüfung gehabt. Ich habe so viele Fehler in meiner Nervosität gemacht und der Prüfer hat mich trotzdem bestehen lassen! Ich musste ihm allerdings versprechen, dass ich mich in nächster Zeit nicht alleine ans Steuer setze. *whistle*
Meine Fahrlehrerin hat ihm dann nochmal versichert, dass es bloß an meiner Aufregung lag. Sie selbst war aber oft kurz davor auf die Bremse zu treten. Hinterher haben die Fahrlehrerin und ich darüber lachen müssen und sie selbst konnte nicht fassen, wie knapp das war. Ich habe mich jedes Mal in der letzten Millisekunde gerettet, wo beide schon die Prüfung vorzeitig beenden wollten.

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal in meinem Leben so viel Glück gehabt habe. Das hatte heute nur wenig mit Können zu tun. *blushed*

LG Wolke
27.11.2019, 15:02 Uhr | Schindler
Liebe Wolke12

Du schaffst das! Daumen hoch
Denk nicht so negativ! Denk positiv! Klar du bist angespannt und hast Angst, aber blend das aus. Lass das hinter dir. Du packst das schon! Ich kann mir vorstellen, wie schlimm das ist, wenn man Angst hat durchzufallen. Ich bin in der Theorie fünf mal durchgefallen und hab es auch geschafft. *whistle*

Ich drücke dir die Daumen, dass du es packst!! Daumen hoch Daumen hoch Daumen hoch

Alles Liebe
Schindler
Manchmal lache ich nur, um nicht weinen zu müssen...
27.11.2019, 14:59 Uhr | Wolke12
Ich habe so Angst wieder durchzufallen... *sad*

Nochmal schaffe ich das nicht, diese Anspannung auszuhalten.
22.11.2019, 15:47 Uhr | bke-Gregor
Hallo Wolke,

schön das zu lesen, Du scheinst eine echt klasse Fahrlehrerin zu haben!!!

Und sie hat ja soooo recht! Wenn alle, die gelegentlich psychische Störungen haben, ihren Führerschein abgeben würden, wären die Straßen leer.... *wink*

Du machst das, Du kannst das und wenn was schief geht, machst Du es einfach noch mal!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

bke-Gregor *bye*
Zuletzt editiert am: 22.11.2019, 16:01 Uhr, von: bke-Gregor
22.11.2019, 12:46 Uhr | Wolke12
Hallo bke-Stephan,

danke für deine mutmachenden Worte und die hilfreichen Sätze!

Ich habe es heute geschafft, meine Fahrstunde anzutreten. Diesmal habe ich meiner Fahrlehrerin gesagt, dass hinter meiner Prüfungsangst eigentlich mehr steckt. Sie hat super reagiert und mir zu meinem Erstaunen erzählt, dass ca. 80% ihrer Fahrschüler ein psychisches Problem haben.

Eigentlich verstecke ich meine psychischen Schwierigkeiten meistens hinter einer fröhlichen und ausgeglichenen Fassade. Das kostet aber so viel Kraft, die ich eigentlich brauche, um meine Ängste zu überwinden.

Nachdem ich mich der Fahrlehrerin anvertraut habe, habe ich eine nahezu fehlerfreie und ruhige Fahrt absolviert.

Jetzt ist es nur noch eine Fahrstunde bis zur Prüfung...

LG Wolke
21.11.2019, 15:32 Uhr | bke-Stephan
Hallo Wolke,

wer sagt denn, dass Du eine Prüfunsangst hast? Ist das Dein Eindruck oder hast Du darüber schon mal mit jemand gesprochen, der oder die sich auskennt? Ich will Deine Sorgen nicht klein reden, allerdings gehören die Sorgen eher in den Kopf. Und das Gehirn darin lässt sich beeinflussen. Vielleicht wäre es gut, wenn Du Dir ein paar passende Sätze für die Prüfung zurecht legst? Du scheinst ja eine intelligente Junge Frau zu sein (zumindest hier im Forum drückst Du Dich verständlich, klar und nachvollziehbar aus). Deshalb vermute ich, Deine Fähigkeiten werden es zulassen, den Führerschein zu schaffen (tatsächlich habe das sogar ich ohne mogeln geschafft, und das heißt schon was *hypocritically* ).

Aber ich bin abgeschweift. Passende Sätze könnten sein:

Ich schaffe den Führerschein, weil ich das wirklich will!
Ich schaffe den Führerschein, weil ich schon (x) und (y) geschafft habe.
Ich schaffe den Führerschein, weil echt offensichtlich viele Dödel das auch geschafft haben.
Ich denke schon heute daran, was ich alles machen kann, wenn ich den Führerschein habe.
Ich habe es sogar geschafft, die Fahrschule zu wechseln.
Sollte ich durchfallen, mache ich das Ding eben noch mal.

Und: Du bist gerade hier im Forum echt nicht alleine mir Deinen Sorgen wegen Prüfungen und Führerschein. Sicher verstehen Dich viele hier.

Viele mutmachende Grüße schickt

bke-Stephan
Zuletzt editiert am: 21.11.2019, 15:36 Uhr, von: bke-Stephan
21.11.2019, 14:40 Uhr | Wolke12
Danke bke-Gregor für deine Antwort. Allerdings kann ich nicht ohne Führerschein leben. Das würde bedeuten, dass ich meinen Traumberuf nicht ausüben kann- und ich werde unter keinen Umständen einen Beruf ergreifen, den ich nur wegen des Geldes ausübe.
Ich stecke zurzeit in einem Job fest, der mir keinen Spaß macht und mich kein bisschen auslastet. Das ist der Grund, warum ich endlich die Ausbildung anfangen wollte, obwohl ich weiß, dass meine psychische Erkrankung diesem Plan möglicherweise entgegensteht.

Auch für die Ausbildung brauche ich bereits den Führerschein. Meine extreme Versagens- und Prüfungsangst scheint es aber gerade unmöglich zu machen, die Prüfung überhaupt anzutreten. Und so stecke ich in einem Teufelskreislauf fest.

Sollte ich die Ausbildung im Februar nicht antreten können, reicht mir das mit Scheitern. So ein Leben will ich definitiv nicht leben.
Zuletzt editiert am: 21.11.2019, 14:40 Uhr, von: Wolke12
21.11.2019, 11:31 Uhr | bke-Gregor
Hallo Wolke,

wichtig zu erst: Du hast nicht versagt, Du hast "nur" Angst davor - klingt nach Wortklauberei, ist aber ein wichtiger Unterschied!

Und wenn Du tatsächlich durch die praktische Prüfung fällst, kannst Du Dir immerhin sagen "ich hab´s versucht" und - auch ganz wichtig - man kann eigentlich sehr gut ohne Führerschein leben!!! Immer mehr junge Leute tun genau das und organisieren ihre Mobilität anders!

Ich drück die Daumen für die Prüfung, aber noch mehr drücke ich die Daumen, dass Du. egal was das Ergebnis ist, gut mit dem Ergebnis klar kommst.....

Liebe Grüße

bke-Gregor *bye*
21.11.2019, 11:05 Uhr | Wolke12
Ich schaffe es nicht. Die Versagensangst ist zu stark. Ich kann das vorhandene Wissen nicht mehr abrufen und mich vor Angst kaum bewegen. *crying*

Das war es dann wohl für mich...
19.11.2019, 14:19 Uhr | Wolke12
Hallo bke-Gregor,

danke für deine anerkennenden und aufmunternden Worte.
In den meisten Fällen kommt es aber leider eben doch schlimmer als man denkt...

Wenn meine Fahrlehrerin nicht bremsen könnte, hätte ich uns heute beide umgebracht. Sie ist zu meinem Erstaunen völlig gelassen geblieben ("Kam uns ja gerade keiner entgegen"). Die Fahrstunde wurde aber trotzdem vorzeitig beendet.
Ich hatte zu viel Angst und hatte kaum noch die Kontrolle über mein eigenes Handeln und Denken. Wenn die Angst so stark wird, gibt es einen Punkt, an dem plötzlich gar nichts mehr geht. An dem ich leer bin, vorhandenes Wissen nicht mehr abrufen kann, registriere, dass ich gerade reagieren müsste, aber nicht mehr handeln kann.

Es muss für einen Außenstehenden völlig merkwürdig aussehen und irritierend sein. Neulich konnte ich das doch noch, und jetzt geht nichts mehr.
Wie soll ich das erklären?

Wie soll mich ein anderer verlässlich einschätzen können?

Ich verliere einfach die Kontrolle, merke es, und kann nichts tun.

Ich bin lebensunfähig.

Tut mir leid.

LG Wolke

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