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15.06.2019, 12:04 Uhr | Wolke12
Hallo zusammen,

wie der Titel schon verrät, geht es um den Führerschein… Autofahren macht mir große Angst, obwohl ich bereits über 30 Fahrstunden genommen habe. Ich brauche den Führerschein für eine Ausbildung und kann mich leider nicht mehr darum drücken. Mein Fahrlehrer wird häufig laut und entwertet mich, was mich noch mehr fertig macht (habe schon einmal die Fahrschule gewechselt, kommt deshalb nicht mehr infrage). Ich will keine einzige Fahrstunde mehr wahrnehmen und mich dieser erniedrigenden Situation noch einmal aussetzen müssen! Es ist ein einziger Albtraum. Mein Fahrlehrer hat überhaupt kein Verständnis für meine Angst und meine Fehler. Wohne in einer Großstadt und kenne mich hier noch nicht so gut aus- weiß oft nicht, was hinter der nächsten Kurve kommt und so fühlt es sich oft an, wie die Fahrt ins unbekannte Nichts.

Ich halte das nicht mehr aus, aber weiß, dass ich nicht abbrechen kann, weil ich die Ausbildung sonst nicht machen kann… bin so verzweifelt; zweifle an meiner Fahrtauglichkeit, meiner Intelligenz und an mir als Mensch. *crying*

Liebe Grüße
Wolke
23.02.2020, 19:40 Uhr | Wolke12
Danke bke-Kira!

Ja, gerade ist alles zu viel auf einmal. Ich konnte am WE auch nicht wirklich abschalten und musste viel lernen. Die Dichte an Informationen im Unterricht wirkt schon fast absurd. Wer soll sich so viel in so kurzer Zeit merken können?
Gestern und heute habe ich fast 100 Folien eines Skripts mit den wichtigsten Unterrichtsinhalten der letzten Woche in ein Lernprogramm auf meinen Computer übertragen. Montag geht's dann mit neuen Themen weiter.
Auch die Praxiseinheiten im Unterricht kommen viel zu kurz. Nach 20 Minuten Erklärung, welche Möglichkeiten es gibt, einen Bewusstlosen zu intubieren, durfte jeder einmal einen Dummy intubieren und das war´s dann mit üben.

Mir graut es vor der kommenden Woche... und das ist eigentlich ziemlich schade, weil die Ausbildung an sich spannend ist und genau das ist, was ich machen möchte.

LG Wolke
20.02.2020, 21:31 Uhr | bke-Kira
Hallo Wolke12,

du leistest gerade eine ganze Menge! Daumen hoch
Ich vermute stark, dass du mit diesem Gefühl "nicht hinterher zu kommen" und "bombardiert zu werden" nicht alleine bist, aber dich einsam fühlst.
Alle sind bestimmt mit sich und ihren eigenen Ängsten beschäftigt. Auch das Wetter ist etwas düster. Tut mir leid, wenn es gerade zu viel auf einmal ist. *whistle*
Sei gut zu dir und achte auf dich!

Etwas Ruhe am Wochenende wünscht dir

bke-Kira
Zuletzt editiert am: 20.02.2020, 21:31 Uhr, von: bke-Kira
20.02.2020, 21:00 Uhr | Wolke12
Ich fühle mich so unwohl am Ausbildungs-Ort. *sad*

Diese Stadt scheint nur Regen zu kennen... seit meiner Ankunft: Regen und Wind. Wettervoraussicht für die nächsten 10 Tage: REGEN!
Ich kann kein einziges "Moin Moin" mehr hören.

Die Gemeinschaftsküche ist völlig versifft, meine Lebensmittel lagere ich schon außen auf der Fensterbank. Seit einer Woche ernähre ich mich von Haferflocken, Brot und Obst. Wenn ich krank werden würde, wäre die Ausbildung gelaufen. Es darf keine einzige Fehlstunde geben, um zur Prüfung zugelassen zu werden.

Im Unterricht fühle ich mich regelrecht bombardiert mit Informationen, die ich danach direkt in der Praxis anwenden muss. Und weil es um Leben und Tod geht, wird alles kritisch beäugt und geschieht unter Zeitdruck. Selbst die Tests zwischendurch werden unter Zeitdruck absolviert- für jede einzelne Frage gibt es nur ein paar Sekunden Zeit.

Ich lerne und lerne und komme nicht hinterher.
17.02.2020, 20:09 Uhr | Wolke12
Ach du meine Güte... 8 Stunden Unterricht Plus täglich min. 3 Stunden Zuhause lernen als Mindestanforderung von der Schule...

Dass der Lernaufwand neben dem Unterricht so hoch ist, hat niemand vorher offenbart.

Wie soll ich das nur schaffen?

Ich habe den Unterricht heute drei Stunden lang nachbereitet... und wann soll ich den nächsten Tag vorbereiten??? *wuuuaaahhhh*
Zuletzt editiert am: 17.02.2020, 20:09 Uhr, von: Wolke12
15.02.2020, 22:16 Uhr | Wolke12
Danke bke-Zita! *happy*

Ich habe mich erst zum Abendessen in die Gemeinschaftsküche getraut und bin auf zwei Japaner gestoßen, die mich direkt mit einem "Hi" und einem Lächeln begrüßt haben.

Heute bin ich mit dem Rad am Hafen entlang gefahren und bin durch Zufall an einer Seehundstation vorbei gekommen. (-:

Morgen werde ich weiter die Gegend erkunden und am Montag wird es dann ernst. Bin heute schon den Schulweg abgefahren, um mir den Weg einzuprägen.

Ich wünsche euch allen eine gute und erholsame Nacht *bye*
Wolke
Zuletzt editiert am: 15.02.2020, 22:16 Uhr, von: Wolke12
14.02.2020, 21:21 Uhr | bke-Zita
Hallo Wolke,
Ach das ist wunderbar zu lesen ! *happy* *smiling*
Schön - da freu ich mich für dich und wünsche dir eine geruhsame erste Nacht in der neuen Umgebung und nette Frühstücksbegegnungen morgen

Viele herzliche Grüße
bke-Zita
14.02.2020, 20:33 Uhr | Wolke12
Ich bin angekommen und habe mein Apartment im Gästehaus bezogen. Bin wirklich überrascht, das Zimmer ist gemütlich und vom Flur her ist viel Gelächter zu hören. In der Gemeinschaftsküche wird seit Stunden mit Geschirr geklappert und sich in mehreren Sprachen unterhalten... Ich habe mich noch nicht getraut, meine Mitbewohner kennenzulernen, bin für heute einfach viel zu müde, aber morgen beim Frühstück werde ich sicher jemanden treffen.

Ich freue mich schon auf morgen... dann geht's an den Hafen und vielleicht an den Strand. Den Weg zur Schule muss ich auch noch suchen.

Dafür, dass ich gestern Abend noch ziemlich verzweifelt und traurig war, geht es mir hier gerade wirklich gut.

LG Wolke
14.02.2020, 13:15 Uhr | Wolke12
Tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Zurzeit ist alles ein bisschen viel.

Danke Schindler für deine lieben Worte!

Ich sitze gerade im Zug Richtung Ausbildungs-Ort und bin gespannt, was mich erwartet. Kann es gerade selbst noch nicht ganz glauben, dass es jetzt endlich los geht.

LG Wolke
08.01.2020, 09:22 Uhr | Schindler
Liebe Wolke

Da brauchst du aber echt viel an Unterlagen...
Es ist wirklich gut, dass du fast alle zusammen hast.

Ich will dir einfach gerne sagen, dass ich es toll finde, was du machst!
Es ist egal was andere sagen, denn wenn du deinem Herzen folgst und das machst, was du dir wünscht es ist schön!
Du wirst deinen Weg machen! Lass dich nicht entmutigen und verfolge weiter deine Ziele!

Alles Liebe
Schindler
Manchmal lache ich nur, um nicht weinen zu müssen...
07.01.2020, 20:24 Uhr | Wolke12
Herzlichen Dank für eure ermutigenden Worte!

Der Dummy ist trotz meiner Reanimationsversuche leider nicht wieder auferstanden... *wink*

Nun gut, der EH-Fortbildungskurs ist geschafft und fast alle erforderlichen Unterlagen für meine Ausbildung sind zusammen. Wahnsinn, was eine nur dreimonatige Ausbildung für einen organisatorischen und finanziellen Aufwand verursacht: Führerschein Klasse B, EH-Kurs, zwei Praktikumsplätze, Unterkunft am Ausbildungsort, drei Impfungen, zwei ärztliche Bescheinigungen, Beglaubigte Kopien, Berufshaftpflichtversicherung, Schutzausrüstung, Lehrbücher, Führungszeugnis, Zuverlässigkeitserklärung...

Einen anderen Weg zu gehen, kann ich mir aber nicht vorstellen. Das Abitur nachzuholen wäre wahrscheinlich der Schritt gewesen, den ich hätte tun sollen. Aber ich folge zum ersten Mal dem Weg, den ich von ganzem Herzen gehen möchte- ohne die "Solltest" der anderen, und es setzt erstaunlich viel Kraft und Lebensfreude frei.

LG Wolke
Zuletzt editiert am: 07.01.2020, 20:30 Uhr, von: Wolke12
06.01.2020, 19:34 Uhr | bke-Hana
Liebe Wolke,

das mit dem Autofahren wird schon noch kommen ganz nach dem Motto: Kommt Zeit, kommt Autofahren *wink* Und irgendwann fährt es sich dann wie ganz von selbst.

Und was die Befürchtungen hinsichtlich des Erste Hilfe Kurses betrifft denke ich, dass du die Berührungen wahrscheinlich auch ein wenig steuern kannst. Ok, ganz ohne wird es nicht gehen aber du musst, was die Übungen betrifft ja nicht in vorderster Reihe stehen. Du könntest auch wählen, mit wem du den einen oder anderen erforderlichen Körperkontakt am ehesten eingehen magst. Und zum Glück gibt es für die Herzmassage und die Mund-zu-Mund Beatmung ja Dummies, so kenne ich es jedenfalls.

Wie auch immer, ich wünsche dir, dass du den morgigen Tag gut über die Bühne kriegst!

Viele Grüße dir,
bke-Hana
06.01.2020, 19:11 Uhr | Schindler
Liebe Wolke12

Mach langsam und versuche auch Autobahn zu fahren. Du packst das :)

Es ist richtig schön zu hören, dass diene Kollegen dcih so schön verabschiedet haben.

Ich drücke dir die Daumen und denke du packst den Kurs locker. Ich kenne das Gefühl, sich vor anderen unwohl zu fühlen, aber lass dich davon bitte nicht leiten. Du wirst es sicher gut machen.

Alles Liebe
Schindler
Manchmal lache ich nur, um nicht weinen zu müssen...
06.01.2020, 19:00 Uhr | Wolke12
Danke bke-Milah für deine Worte!

Das Autofahren habe ich in letzter Zeit etwas schleifen lassen, es kam aber auch immer irgendetwas dazwischen... *whistle*

Gestern war mein letzter Arbeitstag. Das war ein komisches Gefühl, meinen Spind zu räumen und meine Uniform endgültig abzugeben. Meine Kollegen haben mich sehr herzlich verabschiedet, freuen sich aber auch, dass es für mich weitergeht.

Morgen steht der Erste-Hilfe Fortbildungskurs für die Ausbildung an. Davor graut es mir noch etwas. Ich lasse mich nicht gerne von irgendwelchen fremden Menschen berühren, was die Übungen im EH Kurs ja leider erforderlich machen. Ich hoffe, ich überstehe das morgen den ganzen Tag und bin jetzt schon froh, wenn es vorbei ist. In der Pause muss ich mit dem Wachleiter sprechen, was meine Anspannung nicht gerade verringert.

LG Wolke
25.12.2019, 18:58 Uhr | bke-Milah
Liebe Wolke12,

du schreibst ja schon selbst : ".....und jetzt wollen sich.......erwarten auch noch......."
Du merkst schon selber, dass sie das bei allem gar nicht von dir erwarten können. Und auch du musst das nicht von dir erwarten. Vielleicht kannst du ihnen klar machen, dass das gerade alles zu viel für dich ist und du ihr "Ausheulen" gerade nicht ertragen kannst. Diese Abgrenzung steht dir zu.

Ach und das Autofahren läuft dir nicht weg. Es gibt noch zahlreiche Möglichkeiten mit dem Auto zu fahren. Der erste Schritt ist gemacht und es hat geklappt, so wirst du immer sicherer. Heute lege einfach nur noch die Beine hoch und genieße mal das "Nichts-Tun". Ach das kann so entspannend sein *smiling*

Herzliche Grüße
bke-Milah
25.12.2019, 17:47 Uhr | Wolke12
Ich war Heiligabend nicht bei meiner Familie eingeladen... und jetzt wollen sich alle bei mir ausheulen, weil das Weihnachtsfest so schlimm war und erwarten auch noch Zuspruch von mir...
Ich fühle mich gerade so überfordert.
Autofahren habe ich heute auch nicht geschafft... zu erschöpft und unkonzentriert.

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