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09.10.2019, 08:58 Uhr | MinaQ
Gestern war ein schwerer Tag für mich. Ich habe mich ganz viel abgelenkt und war viel unterwegs, aber nachts hat mich dann doch wieder alles eingeholt, was ich tagsüber so ein bisschen verdrängen konnte. Heute bin ich so erschöpft. Seelisch fühle ich mich so auseinanderfallend und körperlich ist mir einfach nur total schlecht und ich fühle mich gelähmt. Ich hoffe, dass diese Zeit bald vorbeigeht. Es war schon vorher so schwer auszuhalten, aber jetzt ist der Tag vorbei und hoffentlich fühle ich es auch bald. *exhausted*
03.07.2020, 19:39 Uhr | Einhorn--
Hallo Mina,

Mir ist zu deinen Worten etwas eingefallen.. ich glaube das hatten wir zwei auch schonmal wenn ich mich nicht irre...

Nichts was darin steht, ist etwas wofür DICH jemand schrecklich oder sonst wie findet okay?
Denn DU hast nichts davon verursacht. Du musstest es leider ertragen..

Ich kann dir mir großer Wahrscheinlichkeit sagen, dass sie lieb bleiben wird. Alles andere wäre auch sehr unprofessionell.

Ich glaube deine Befürchtung, dass die Menschen böse werden haben auch ihren Ursprung, der wenn ich mich nicht täusche, auch darin steht...
Sei nicht so hart mit dir selbst.
Du bist ein toller netter Mensch und es gibt Menschen die dich sehr gerne mögen. (Ich mag dich so wie du bist.)
Dableiben wäre sehr wichtig. Aber das Gefühl weglaufen zu wollen kenne ich gut.
Milah hat recht. Gib dem vertrauen Zeit zu wachsen, auch wenn es sehr schwer ist...

Gibt es etwas das wir für dich tun können, damit es dir leichter fällt?

Alles liebe *hug*
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
03.07.2020, 17:39 Uhr | bke-Milah
Liebe Mina,

da hast du vollkommen recht, es ist zurzeit echt ganz schön viel. Und was das Vertrauen betrifft, muss es eine Chance haben, auch zu wachsen. Und das wünsche ich dir von ganzen Herzen. Warum sollte die Fachberaterin beim Lesen deines Antrages auf einmal anders über dich denken oder gar böse auf dich sein.
Wichtig ist doch, dass du authentisch bist und bleibst. Eben so wie Mina ist wird sie dich erleben, authentisch und echt.
Und glaub mir, auch wenn der Antrag doch so einige Formulierungen beinhaltet, die schwierig für dich zu lesen waren heißt es doch, die Masken sind gefallen. Und damit lässt sich doch arbeiten und ein Raum schaffen, wo Vertrauen wachsen kann.

Herzliche Grüße
bke-Milah
03.07.2020, 16:57 Uhr | MinaQ
Danke!! Ich glaube, es ist einfach zurzeit ein bisschen viel. Auch ein bisschen viel Neues und ein bisschen viele neue "Vertrauenspersonen". Und da weiß ich noch nicht, ob ich wirklich vertrauen kann, weil ich sie ja noch nicht kenne. Die Kunsttherapeutin ist lieb, aber wer weiß, ob sie das bleibt. Und auch die Beraterin aus der Fachberatungsstelle ist lieb, aber sobald sie den fertigen Antrag von mir bekommt, weiß sie auf einen Schlag alles über mich. Und wer weiß, vielleicht denkt sie dann auch anders über mich. Vielleicht brauche ich einfach Geduld und Hoffnung, dass die Menschen nicht plötzlich böse werden. Das verfolgt mich bis in meine Träume. Viele der lieben Menschen sind dann auf einmal böse und das macht mir Angst. Wahrscheinlich muss ich das einfach aushalten und da bleiben und darf nicht weglaufen. Ich hoffe, es wird irgendwann leichter...
02.07.2020, 11:57 Uhr | Einhorn--
Liebe Mina,

Ich wollte dir auch noch ein paar Worte da lassen...
Das Lied ist sehr schön im übrigen und ich kann sehr gut verstehen wie du dich fühlst..

Wenn ich richtig liege, ist es das Bedürfnis nach nähe und gleichzeitig die Angst verlassen zu werden oder?
Und damit dir keiner diesen Schmerz zufügen kann, dich nicht alleine lassen kann, gehst du lieber?

Oder liege ich falsch?

Fühle dich umarmt liebe Mina.
Ich kann verstehen wie du dich fühlst.
Aber irgendwann wirst du es schaffen und nicht mehr in das verhalten zurückfallen.

Alles liebe
Einhorn
(Das Angebot das wir einen Kinderfilm ansehen und ich den Elefant mit dir teile steht noch:) )
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
02.07.2020, 08:04 Uhr | bke-Claudia
Hallo Mina,
sich öffnen, aber auch wieder etwas abschließen, ist das nicht etwas sehr natürliches.
Blumen öffnen sich mit Sonnenaufgang und schließen sich am Abend, ziehen sich zurück, um sich morgens wieder zu öffnen.
In der Natur ist es ein ganz natürlicher Wechsel.
Und wir Menschen, viele von uns suchen und brauchen den Wechsel zwischen Öffnen und zurückziehen.
Diese Gedanken kamen mir zu deinem Beitrag von gestern Abend.
bke-Claudia
01.07.2020, 21:39 Uhr | MinaQ
Ich kann nicht gut alleine bleiben
Dann müsst' ich mir ja zuhören
Muss mich immer wieder selbst betäuben
Damit ich nichts mehr spür'

5 Meter Mauern - Elen

Manchmal bin ich einfach nicht ganz richtig im Kopf. Ich bin dankbar für alles, was ich habe. Und trotzdem kann ich nicht da bleiben. Ich laufe weg, obwohl alles in Ordnung ist. Und dann bin ich wieder allein, weil ich nicht bleiben kann. Weil die Angst so groß ist, die inneren Stimmen, die mich warnen, dass es gefährlich ist zu bleiben, zu vertrauen. Ich kann es nicht aushalten zu vertrauen. Ich laufe weg und tu mir dabei selbst weh. Lieber ich mir selbst als jemand anderes. Ich könnte bleiben, aber die Gefahr ist so groß, dass etwas passiert. Je länger alles in Ordnung ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es das bald nicht mehr ist. Ich gehe zurück in mein Gefängnis der Einsamkeit.
29.06.2020, 19:44 Uhr | Liasanya
Hallo Mina,

auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, dass wir zu manchen Gefühlen gar nicht in der Lage sind, wird sich irgendwann zeigen, dass wir es doch sind. Irgendwann werden diese Momente kommen, wie du ihn bei deinen Opa nun erlebt hast. Es ist schön und traurig zugleich.

Es ist schön zu lesen, dass du eine Therapeutin hast, mit der du über alles sprechen kannst. Bei ihr kannst du spontan sein und deinen Gefühlen freien lauf lassen. Auch ich konnte früher nie bei meinen Therapeuten weinen, es war mir auch sehr unangenehm. Dabei sollten wir dort offen und ehrlich sein können, die Gefühle zeigen können, die wir in dem Moment haben. Es ist stark, wenn du bei ihr so offen sein kannst und dich wirklich zeigen kannst!
Ich glaube auch, dass du bei deiner Therapeutin lernen kannst (konntest), dass sie nicht weggeht, wenn du offen und ehrlich bei ihr bist. Das sie bleibt, egal wie schlecht es dir geht. Aber diese Verlustängste haben ja einen Ursprung und vielleicht könnt ihr auch immer mehr daran arbeiten, sodass die Angst nicht mehr so viel Raum einnehmen kann.
Du bist dort richtig! Und ich bin froh, dass du so eine kompetente Therapeutin an deiner Seite hast, die dir auch sagt, dass du bei ihr alles rauslassen darfst.

lg Liasanya
29.06.2020, 19:32 Uhr | MinaQ
Danke Hana für deine Worte! Es war so, wie du es schreibst. Es war traurig, verwirrend, aufwühlend und bewegend. Es ist schön, dass ich ihm nochmal nahe sein konnte. Es ist schön, dass es so ein „normales Abschiednehmen“ gibt. Meine Mutter war durch ihren Suizid einfach wusch aus meinem Leben. Das war alles andere als normal. Und jetzt habe ich Gefühle. Ich dachte immer, ich kann gar nicht trauern oder weinen. Aber beim Opa geht es irgendwie doch.

Ich habe eine Therapeutin, mit der ich sprechen kann. Aber um ehrlich zu sein, habe ich zurzeit einfach viel Angst, weil ich so schlimm drauf bin. Weil ich weinen muss und manchmal auch vor ihr. Ich konnte das früher nie und das ist mir unangenehm, obwohl sie sagt, dass ich das darf. Ich würde zurzeit am liebsten überall weglaufen. Aus der Therapie, hier, aus meinem Leben. Ich will mich verstecken und mich niemandem zumuten. Wenn ich weine, keine Worte habe oder einfach nicht funktioniere, dann habe ich so Angst, dass die Menschen, die mir helfen wollen gehen. Und das würde mir sehr viel mehr wehtun, wie wenn ich gehen würde. Ich will nicht weglaufen, aber es ist manchmal so schwer gegen diese Fluchtgedanken anzukämpfen. Und ich habe so Angst, wenn ich so bin, wie ich bin, dass man mich dann alleine lässt.
Zuletzt editiert am: 29.06.2020, 19:33 Uhr, von: MinaQ
28.06.2020, 18:37 Uhr | bke-Hana
Liebe Mina,

was du heute geschrieben hast ist traurig und berührend. Dein Opa, eine dir nahe stehende und wichtige Bezugsperson verlässt diese Welt. Wenn ich es richtig verstanden habe war er - anders als deine Mutter - in deiner Kindheit viel für dich da. Er ist jetzt krank und alt aber natürlich geht dir der Abschied nahe - auch bei allem Bewusstsein darüber, dass auch das Sterben zu unserem Leben dazu gehört.

Vielleicht war es heute tatsächlich das letzte Mal, dass du ihn gesehen hast, dein Gefühl sagt es so. Es klingt, als wärt ihr beide bei dieser Begegnung noch mal richtig verbunden miteinander gewesen. Euch gegenseitig stärkend und tröstend, euch haltend. Gut voneinander Abschied nehmend nach diesen Jahren der Verbundenheit. So traurig und schmerzvoll das für euch beide auch war: Ich finde das sehr wertvoll und ich hoffe, du kannst das in die Zukunft mitnehmen.

Mina, ich kann deine Verwirrung und Traurigkeit gut verstehen. Der Abschied von deinem Opa ist traurig. Ich finde du hast das heute sehr gut gemacht. Tapfer! Und dein Opa wird bestimmt in seine letzten Stunden oder Tage daran denken.

Sag mal, hast du jemanden mit dem oder der du darüber sprechen kannst oder an deren Schulter du einfach mal weinen darfst? Verkriechen kann helfen aber eine Person die für dich da ist wäre bestimmt auch nicht falsch.

Ganz viele Grüße für dich!
bke-Hana
28.06.2020, 15:51 Uhr | MinaQ
Danke euch beiden! Ich war jetzt dort. Ich weiß es natürlich nicht, aber es hat sich so angefühlt, als hätte ich ihn das letzte Mal gesehen. Er wollte nochmal sichergehen, dass jemand für die Oma da ist, wenn er nicht mehr da ist. Ich habe die ganze Zeit seine Hand gehalten und gesagt, dass alles in Ordnung ist und ich für die Oma da bin und dass ich ihn liebhabe. Dann hat er angefangen zu weinen. Wir haben uns ganz lange umarmt und er hat mich gar nicht mehr losgelassen. Dann musste ich auch weinen und seitdem kann ich gar nicht mehr aufhören. Ich bin so traurig, dabei habe ich all die letzten Monate immer damit gerechnet, dass es bald zu Ende sein wird. Aber es ist so anders. Eigentlich ist es ok, weil es zum Leben dazugehört, aber ich kann den Schmerz in mir kaum aushalten. Bei meiner Mutter konnte ich so etwas nie fühlen und auch nie weinen. Ich weiß gar nicht, was das gerade alles in mir macht. Ich bin einfach so traurig und verwirrt. Ich versteck mich jetzt einfach irgendwo und komm nie wieder raus.
28.06.2020, 11:49 Uhr | Einhorn--
Liebe Mina,

Du hast mir schon oft von deinem Opa erzählt. Ich erinnere mich daran, wie du sagtest, dass dein opa dich gern um sich hat. Dich gerne sieht.
Ich denke er freut sich. Er wird es evtl nicht so zeigen können aber er spürt die Nähe und das tut ihm.gut.
Aber nichtsdestotrotz bitte achte auf dich ja? Überlastet dich nicht okay?
Du kannst ihm auch was erzählen.. schöne Ereignisse wieder zum Leben erwecken für dich und ihn. So kann dir der Abschied evtl leichter fallen? Schwer wird es allemal.
Ich drücke dich mal liebe Mina und begleite dich im Gedanken ja?

Das der Antrag dich beschäftigt verstehe ich sehr sehr gut! Ich finde es sehr stark, dass du das trotzdem machst. Ich würde mich das nicht trauen. Ich bewundere dich dafür! Du hast so viel geschafft und stehst jedes mal auf. Bist auch da und verstehst jedes mal mein Chaos.

Und mina? Du jammerst nicht!!!! Du teilst dich mit und das ist wichtig. Mir hat demletzt jemand gesagt, dass es nicht jammern sondern eher ein trauen bzw ein mitteilen meiner Sorgen ist. Und ich bin mir sehr sehr sicher und weiss, dass das bei dir dasselbe ist.
Mina du bist ein wertvoller, wichtiger toller Mensch! Ich hab dich lieb gewonnen und lese sehr gerne von dir. Bin froh dass es dich gibt *hug*
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
28.06.2020, 11:29 Uhr | Liasanya
Hallo Mina,

ich glaube, dass sich dein Opa sehr über deinen Besuch freuen wird! Selbst wenn er dir das nicht mehr sagen kann, wird er es sicherlich so empfinden. Er wird gespürt haben, wie wichtig ihr füreinander wart und die letzten Jahre werden ihm sicherlich gut in Erinnerung geblieben sein. Es ist ja etwas gegenseitiges gewesen, sonst wäre er glaube ich auch nicht so wichtig für dich geworden. Und diese Liebe wird er gespürt haben und dir sicherlich auch vermittelt haben *smiling*
Ich weiß, dass Abschied nehmen sehr schwer ist und auch sehr weh tun wird. Aber ich weiß auch, dass es wichtig ist Abschied zu nehmen. Ich konnte mich von meinen Opa leider nicht mehr verabschieden und es hinterlässt ein gewisses Loch. Daher finde ich es so gut, dass du die Möglichkeit noch hast! Auch wenn es heißt, ihn nun so zu sehen, was sicherlich nicht einfach ist. Aber es ist für euch beide wichtig! Teile ihm mit, was dir noch wichtig zu sagen ist und er wird sicherlich vieles davon verstehen. Vielleicht magst du ihn ja auch noch die ein oder andere schöne Erinnerung mitteilen? Dann könnt ihr gemeinsam daran zurück denken *smiling*

Das dich der Antrag beschäftigt finde ich total verständlich. Eigentlich weißt du alles was dort steht, aber es so schwarz-auf-weiß zu sehen, dass ist eben doch was anderes. Auch über sich zu lesen, was andere schreiben, ist glaube ich nicht immer leicht. Ich hab mal einen Klinikbericht geöffnet, der gar nicht für mich bestimmt war. Es war auch total komisch all das zu lesen. Es fühlt sich fremd und gleichzeitig bekannt an, aber irgendwie auch komplett falsch.
Vielleicht ist es gut, mit deiner Therapeutin darüber zu sprechen und ihr zu erzählen, dass du den Umschlag geöffnet hast. Ich weiß das kostet erstmal Kraft, aber ich glaube es ist gut, über all die Gedanken und Gefühle zu sprechen, die seitdem entstanden sind. Denn es macht ja etwas mit dir und das nun stehen zu lassen, bis der Umschlag weg ist? Selbst wenn er weg ist, es bewirkt etwas in dir und darüber solltest du sprechen.

lg Liasanya
28.06.2020, 11:14 Uhr | MinaQ
Heute besuche ich meinen Opa. Er liegt seit ein paar Tagen auf der Palliativstation. Es geht ihm sehr schlecht und er wird wahrscheinlich bald sterben. Es ging ihm schon lange nicht mehr so gut und es war immer ein auf und ab in den letzten Monaten. Aber jetzt ist es irgendwie so endgültig. Er ist fast nicht mehr wach, kann kaum mehr sprechen oder hören. Man kann eigentlich nur noch da sein und seine Hand halten. Ich habe ein bisschen Angst davor. Ich hoffe, ich schaffe das. Ich hoffe, er erkennt mich und ich hoffe, er mag mich sehen. Ich habe irgendwie so Angst davor, dass er mich nicht sehen will. Er war in den letzten 3 Jahren viel mehr Papa für mich als es mein Vater je war. Meine Großeltern haben mich immer unterstützt seit ich sie kennengelernt habe. Ich werde ihn viel mehr vermissen als meine Mutter und ich weiß, dass das vielleicht Unsinn ist, aber ich will gar nicht, dass die sich im Himmel wiedersehen. Mein Opa sagt, dass er ihr Grüße sagen wird, aber sie war so ein schlimmer Mensch. Er weiß das nicht, was vielleicht auch gut so ist. Es verwirrt mich und es tut so weh ihn zu verlieren.
Dieser Antrag beschäftigt mich auch immer noch. Er hat so viel hochgewirbelt und ist immer noch nicht fertig ausgefüllt und weggeschickt. Das ist so viel Aufwand und ich kann eigentlich nur warten, bis ich Unterlagen geschickt bekomme, die ich dazulegen muss. Und in der Zeit liegt meine ganze Geschichte in einem Umschlag hier in meiner Wohnung. Und die Uni ist so anstrengend und erfordert so viel von mir. Ich weiß gar nicht, wie ich das alles noch schaffen oder aushalten soll. Tut mir leid, dass ich nur noch jammern kann... Ich bin ein schlimmer Mensch
Zuletzt editiert am: 28.06.2020, 11:16 Uhr, von: MinaQ
14.06.2020, 17:11 Uhr | bke-Lorenz
Hallo MinaQ,

dein Text ist alles andere als dumm und ich finde es prima, wie differenziert und nachvollziehbar du schreibst, was in dir vorgeht. Dass du dir den Antrag angeschaut und gelesen hast, wissen willst, was deine Therapeutin geschrieben hat, finde ich ohne jegliche Einschränkung richtig und wichtig! Transparenz und Klarheit was Diagnosen oder ich nenne es mal ärztlich/therapeutische Enschätzungen angeht, Informationen über dich, die weitergegegben werden an Dritte zu kennen, ist m. E. sehr wichtig, um ein Gefühl der Kontrolle und der Selbsbestimmheit zu behalten und zu stärken. Auch wenn es ernüchternd ist.
Dass dies in deinem Sinne ist, zeigt sich daran, dass du gleich morgen nach einem früheren Termin fragen möchtest. Gut so!

Viele Grüße und einen möglichst angenehmen Restsonntag!
*bye* bke-Lorenz
14.06.2020, 13:50 Uhr | MinaQ
Heute ist es wieder sehr schwer. Eigentlich ging es mir gestern auch schon ziemlich schlecht. Ich habe mit meiner Therapeutin einen Antrag ausgefüllt, der sehr viele triggernde Fragen beinhaltet hat. Meine Therapeutin hat das fast alleine für mich gemacht, was soweit auch ganz gut war. Außerdem hat sie einen Behandlungsplan für mich geschrieben und ich konnte es nicht einfach im Umschlag lassen und habe mir alles durchgelesen. Ich dachte mir zwar immer welche Diagnosen ich habe, aber das jetzt so zu sehen und auch doch eine unbekanntere darauf zu finden hat mich doch erschreckt. Auch einfach die Dinge zu lesen, die sie da angegeben hat. Das hat mich so umgehauen. Ich weiß, es ist so und es ist nur das, was sie von mir schon weiß. Aber es tut so weh und ich bin jetzt so konfrontiert damit. Ich hätte es nicht lesen sollen, aber ich brauchte die Kontrolle. Zu wissen, was wird über mich geschrieben ist mir so wichtig, aber es ist so heftig und triggernd. Ich könnte den ganzen Tag heulen oder dissoziieren. Ich habe so starke Bauchschmerzen und mir ist übel und schwindelig. Mich hat das so zerlegt und ich weiß gar nicht mehr, wie ich damit gerade noch umgehen kann. Ich kann einfach nicht mehr. Es zerreißt mich so. Morgen frage ich sie, ob sie früher einen Termin hat, aber bis dahin muss ich es noch aushalten. Und außer ständig Beruhigungstabletten in mich reinzustopfen fällt mir einfach nichts mehr ein. Ich bin überfordert und allein und ich kann nicht mehr. Sorry, für den dummen Text.

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