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28.10.2019, 18:24 Uhr | weltenimkopf
Hallo an alle!

Ich möchte über ein Problem sprechen, das mich schon eine ganze Weile lang beschäftigt und zwar ist das die Angst, dass ich vom Tod eines anderen Menschen erfahre – auch wenn ich diesen nur einmal kurz vor Jahren getroffen habe.

Was wichtig zu wissen ist, ist dass sich vor über fünf Jahren eine gute Freundin von mir das Leben genommen hat, was für mich unerträglich war. Danach hatte ich selbst lange Suizidgedanken, die aber mittlerweile von einer übermäßigen Angst zu sterben abgelöst wurden. Mit ihrem Verlust komme ich mittlerweile gut zurecht, aber diese Erfahrung hat mich verändert. Alleine die Befürchtung, dass jemand gestorben sein könnte – und die habe ich wirklich oft –, kann eine Panikattacke auslösen. Wann immer ich von einem Todesfall erfahre, habe ich das Gefühl selbst sterben zu müssen… Derartig schlimm wurde es erst viele Monate nach ihrem Tod; in dieser Zeit war ich wie betäubt, doch dann kam die Angst. Ich musste in meinem Leben schon mehrmals die Erfahrung machen, dass einer meiner Mitmenschen verstorben ist; im vergangenen Jahr gleich zweimal. Ich halte das nicht mehr aus. Die Angst vor diesem Gefühl, das mich in solchen Augenblicken überkommt, ist groß. Selbst Gespräche mit meinen Eltern sind durch diese Angst beängstigend geworden, denn sie sind meistens die Überbringer von schlechten Nachrichten. Manche Zeitungsartikel lese ich nicht mehr, weil die Sorge auf diese Weise zufällig vom Tod eines Bekannten zu erfahren kaum auszuhalten ist. Als Kind konnte ich damit um einiges besser umgehen, aber der Tod meiner Freundin hat alles verändert und mich selbst zu krankhaften Verhaltensweisen wie Selbstverletzung und gestörtem Essverhalten gebracht. Ich fühle mich verloren, haltlos und dieser großen Welt hilflos ausgesetzt. Und ist es nicht irgendwo auch eine rationale Angst? Niemand ist sicher vor dem Tod und nicht nur alte Menschen sterben. Wie soll man mit diesen Gedanken leben? Und wie damit, dass man selbst jeden Tag sterben könnte? Der Gedanke an die Unendlichkeit treibt mich an manchen Tagen fast in den Wahnsinn und wird oft von Depersonalisation und Derealisation begleitet, was die Angst nur noch verstärkt, weil ich dadurch das Gefühl habe nichts mehr zu haben; nicht mal mehr mich selbst. Auch wenn ich weiß, dass dieser Zustand nicht für immer anhält, ist da trotzdem diese Sorge, dass er es dieses Mal schon tut. Diese Gefühle und Gedanken haben große Macht über mich. In den letzten Jahren bin ich immer ängstlicher und kontrollierter geworden. Kontrolle, auch wenn es nur scheinbare ist, gibt mir Halt und das ist alles, was ich möchte. Leider verbeiß ich mich dadurch oft, was mir in der Vergangenheit sehr geschadet hat.

Für eure Gedanken, Erfahrungen und Ratschläge dazu wäre ich sehr dankbar! Langsam verzweifle ich echt an dieser hartnäckigen Angst.

Liebe Grüße,
weltenimkopf
01.11.2019, 09:05 Uhr | weltenimkopf
Hallo Milah,

danke, für deine verständnisvollen Worte! Oft fühle ich mich mit meinen Ängsten sehr alleine und unverstanden. Das Wissen, dass es durchaus Menschen gibt, die diese Sorgen nachvollziehen können, ist entlastend. Dass diese Gedanken für viel überfordernd sein könnten, verstehe ich. Danke, für deine ehrliche Einschätzung diesbezüglich! Ich habe bereits eine Mailberatung begonnen und da das dann auch angesprochen.

Liebe Grüße,
weltenimkopf
28.10.2019, 18:43 Uhr | bke-Milah
Liebe Weltenimkopf,

das zu lesen macht mich wirklich sehr betroffen. Und wie du täglich mit dieser Angst umgehen musst scheint unvorstellbar. Ich kann all deine Fragen verstehen und glaube, dass du mit diesem Anliegen in einer Mailberatung angemessener unterstützt werden kannst. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige User/innen mit dieser Thematik überfordert sind und so nicht die wichtige Begleitung, die du dafür benötigst hier im Forum geleistet werden kann.

Ganz liebe und mutmachende Grüße
bke-Milah

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