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12.08.2020, 12:10 Uhr | Lia8888
Hi, ich hab ja schon von meinem Wunsch Geige zu studieren geschrieben. Ich hatte ja positive und negative Feedbacks bekommen. Nun ist noch ein negatives dabei bekommen. Ich hatte eine Probestunde bei einem Prof und der meinte auch, dass ich eine Prüfung nicht schaffen werde. Ich bin echt verzweifelt und fühl mich total depressiv. Wie soll es jetzt weitergehen? Eigtl muss ich mich ja jetzt von den Prüfungen anmelden. Andererseits war es mein größter Wunsch und ich hab drei Jahre hart dafür gearbeitet, aber es geht ja scheinbar nicht. Das tut schon ganz schön weh. Soll ich jetzt direkt meinen Alternativplan verfolgen oder weiter mit Geige machen. Ich weiß es nicht und kann mich zu nichts aufraffen. Ich fühl mich zum Nichtstun verbannt. Ich hasse es den ganzen Tag nur rumzuliegen und nicht mehr weiter zu wissen, keine Motivation mehr zu haben. Ich bin eigtl ein super ehrgeiziger Mensch, aber ich hab keine Lust mehr... Ich wach morgen auf und will, dass es sofort wieder Abend ist. :( Zudem bin ich auch noch den ganzen Tag alleine und hab fast gar keine Freundin, da ich mich all die Jahre so sehr auf Geige konzentriert hab. Meine Eltern gehen den ganzen Tag arbeiten. Ich weiß nicht wie ich aus dem Loch wieder herauskommen soll...
19.09.2020, 17:44 Uhr | bke-Stephan
Hallo Lia8888,

einiges läuft gut. Die Tagesklinik und das Personal ist gut. Das mit den Medis ist noch nicht befriedigend für Dich geklärt. Deine Angst davor kann ich verstehen. Aber ich kenne viele Menschen, denen z.B. bei einer Depression die Verbindung von Medis und Therapie am allerbesten und schnellsten geholfen hat.

Viele Grüße schickt Dir

bke-Stephan
19.09.2020, 17:35 Uhr | Lia8888
Hallöchen,

Ich wollte mal mitteilen, dass es mir heute ganz gut geht und die Tagesklinik mir sogar eigentlich ganz gut getan hat. Ich bin zwar immer noch sehr schüchtern, aber die anderen Mädels sind ausgesprochen nett! Hätte nicht gedacht, dass ich mal iwo hinkommen, wo ich nicht ausgegrenzt werde. Die Therapien finde ich auch ganz gut bis auf die Ergo... xD Aber man hat immer etwas, was einem nicht gefällt und das ist auch nicht schlimm.

Einziger Haken, den ich immer noch habe ist die Medikation. Ich möchte einfach keine Meidis momentan nehmen. Gestern Mittag hat meine Mutter sich dann bereit erklärt die Psychiaterin anzurufen. Sie hat ihr gesagt, dass ich die Medikation nicht möchte. Sie hat aber nicht wirklich darauf gehört und wieder erklärt, dass es mir helfen wird, ich keine negativen Gedanken mehr haben werde usw. EKG hab ich am Freitag auch machen müssen, obwohl ich keine Medis will. Muss ich da wohl noch öfter zum Ausdruck bringen. Und ich hatte eine Blutabnahme. Eigtl hab ich nicht soooo große Angst gehabt, weil ich es schon mal abgenommen bekommen hab, wo es null weh tat. Aber am Donnrrstag war es nun ja nicht so angenehm. Erst hat es die Schwester von der Tagesklinik probiert und mir auch gesagt, dass sie nur einmal probiert und mich dann runter in die Ambulanz schickt. Dann ging ich in die Ambulanz, wo es weitere Arzthelferinen probierten, das ca 4 mal. Dann musste ich meine Arme in warmes Wasser tun, hat danach aber immer noch nicht geklappt. Iwann kam die Ärztin und hat ne andere Wehne genommen, da lief aber nichts. Jetzt muss ich es am Montag noch mal machen lassen und hab Angst....
16.09.2020, 21:41 Uhr | Lia8888
Ich lebe aber mit meiner Mutter zusammen und möchte nicht einem ständigen Konflikt ausgesetzt sein. Zudem möchte ich auch keine Medikamwnte nehmen. Dann ist das ja meine Entscheidung und ich hab keine Lust jeden Tag neu dazu überredet zu werden.
16.09.2020, 21:30 Uhr | bke-Stephan
Hallo Lia8888,

ich zitiere ich mal selbst:

Du bist alt genug, um hier Deine eigene Entscheidung zu treffen. Dafür wünsche ich Dir viel Mut.


Meiner Meinung nach gilt das auch heute noch. Was meinst Du?

Viele Grüße,

bke-Stephan
16.09.2020, 21:21 Uhr | Lia8888
Ja, das Problem ist, dass meine Mutter kein Gespräch mit ihr führen möchte aber meine psychiaterin das wollte. Jetzt will meine Mutter dass ich nixht mehr hingehe. Sie sagt, dass diese Frau verantwortungslos ist. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Sie sagte auch, dass sie es gut findet, dass das Verhältnis von meiner Oma und Mutter durchleuchtet wird darüber ust meine mum auch stinksauer. Sie sagt, dass ich bestimmt von ihr zwangseingewieden werde, wenn ich die Medis nicht nehme. Hab jetzt mwga Angst.
16.09.2020, 17:05 Uhr | bke-Milah
Hallo liebe Lia,

naja das mit den Medikamenten ist immer so eine Sache. Ich selber bin da auch eher etwas skeptischer eingestellt und würde wohl eher zu den Verweigerern zählen. Jedoch konnte ich in meinem beruflichem Alltag auch schon sehr oft die Erfahrung machen, dass Medikamente eben zeitweise auch eine sehr gute Stütze sein können. Auch ist bei manchen Erkrankungen insbesondere aus dem psychiatrischen Bereich, eine medikamentöse Begleitung unumgänglich.
Ich denke hier ist es wirklich wichtig, gut mit den Ärzten im Kontakt zu bleiben, um auch Vertrauen aufbauen zu können. Du selbst hast ja schon mal mit dem Gedanken gespielt, Medikamente durchaus auch einzunehmen. Deine Mutter hingegen vertritt da sich ein sehr unreflektiertes Nein.
Grundsätzlich ist es völlig okay, wenn du Medikamente ablehnst und dass müssen die Ärzte auch respektieren.
Für mich stellt sich die Frage, warum die Psychiaterin dir diese Empfehlung gegeben hat. Wie könnten die Medikamente für dich hilfreich sein? Hier scheint es mir wichtig, zu schauen, im Gespräch zu klären, welchen Vorteil du davon haben könntest oder eben auch nicht.

Herzliche Grüße
bke-Milah
16.09.2020, 14:24 Uhr | Lia8888
Hallo,

heute hatte ich Visite und war vollkommen überfordert. Es saßen 10 Leute um einen rum und ich hab mich erst mal erschrocken. Die waren aber alle ganz nett und haben sich auch vorgestellt. Meine Psychiaterin ist anscheinend dort die Oberärztin und sie hat mich dann gefragt, ob ich das Medikament genommen hab, was ich natürlich nicht hatte. Ich hab mich für mich dazu entschieden, dass ich keine Medis möchte. Sie meinte aber, dass das ihre Empfehlung ist und sie mit mir gerne damit anfangen würde. Ich hab halt erklärt, dass meine Mutter das auch nicht möchte, da ich dann auch teilweise mit den Medis alleine zu Hause wäre. Da meinte sie, dass sie ja schon öfters vorgeschlagen hat stationär zu gehen, aber ich will ganz sicher nicht auf eine Demenzstation, tut mir Leid. Da sollte ich beim letzten mal hin.

Ist es also okay, wenn ich die Medis ablehne? Eigtl bin ich dort, um wieder Selbstvertrauen zu gewinnen und eine Perspektive zu entwickeln nicht um Medikamente zu nehmen. Mich regt das auf, dass man immer wieder gedrängt wird. Ich versteh auch gar nicht, wieso die Psychiaterin mit darin hängt, weil eigtl hab ich ja schon ne Psychologin, die gegen medis war. Regt mich auf.
15.09.2020, 19:45 Uhr | Lia8888
Hallo Lisanya,

ich weiß nicht genau wieso es so kurz ist. Könnte mir vorstellen aufgrund von Personalmangel. Eigtl hab ich es auch so gelesen, dass es den ganzen Tag über geht. So hat man halt den Tag nicht komplett strukturiert, aber besser als nichts.
15.09.2020, 14:33 Uhr | Liasanya
Hallo Lia8888,

ich glaube egal was wir machen, es wird immer Vor- und Nachteile haben. Du machst die Therapie, damit es dir irgendwann einmal besser geht. Therapie kann nicht leicht sein und wird dich immer wieder vor neuen Herausforderungen stellen. Wichtig ist, dass du dran bleibst und nicht aufgibst. Denn das Wichtigste ist: Du tust es für dich und deine Zukunft!!!!

Wenn du merkst, dass die Ergotherapie noch schwer für dich ist, dann kannst du ja bei der nächsten Stunde mal mit der Ergotherapeutin sprechen. Vielleicht hat sie eine Idee, wie es vielleicht besser werden könnte. Oder du sprichst es bei deiner Therapeutin an und ihr schaut mal, wieso da die ganzen Gefühle und Gedanken aufkommen.

Als ich in der Tagesklinik war, hatte ich während der Zeit auch keine ambulante Therapie mehr. Ich fand das damals auch total blöd, hab aber verstanden wieso. Mir hatte man damals erklärt, dass ich in der Tagesklinik ja bereits Therapie hätte und ich mich voll und ganz auf den Prozess dort konzentrieren sollte. Sie meinte auch, dass das vollkommen normal wäre und man während der Zeit einfach pausiert. Fand ich am Anfang blöd, aber irgendwann hab ich es auch verstanden.

Jetzt wo du davon erzählst, dass du bei der Aufnahme einen anderen Therapeuten als heute hattest, hab ich mal überlegt wie es bei mir war. Ich hatte tatsächlich sogar zwei Termine bei einer anderen Therapeutin und war in einer anderen Gruppe zugeteilt. Dann habe ich auch gewechselt, weil die andere Therapeutin sich eher mit meiner Thematik auskannte und die Leute in der Gruppe auch besser passten. Aber das war direkt am zweiten oder dritten Tag. Wobei man die meisten Sachen sowieso zusammen als große Gruppe hatte.

Es ist übrigens voll normal, dass man gerne mal da bleiben möchte, wo man sich wohl fühlt. Ich bin auch jemand, der total schwer loslassen kann, wenn er mal jemand mag. Ich würde am liebsten auch bei meiner Beraterin bleiben und gar nicht mehr weg von ihr. Aber ich versteh auch, dass es eine andere und bessere Hilfe für mich gibt. Find ich trotzdem blöd! Aber manchmal ist man einfach noch nicht richtig und muss weiterziehen.

Achja, was ich noch fragen wollte: Wieso ist die Tagesklinik nur von 9 bis 12 Uhr? Das ist ja total kurz? Meine war von 8 bis 15.30 Uhr und das täglich, sogar am Freitag. Ich hab auch mal überlegt hier in meiner neuen Stadt eine Tagesklinik zu besuchen, die haben auch bis 16 Uhr ihr Programm. Daher hab ich mich gewundert, dass du zum Mittagessen quasi schon heim gehst. Oder war es nur der erste Tag?

Lg Lia
Zuletzt editiert am: 15.09.2020, 14:34 Uhr, von: Liasanya
15.09.2020, 13:31 Uhr | Lia8888
Hallo Lia,

wie schön, dass du mir gerade von den Erfahrungen in der Tagesklinik berichtet hast. Ja,also es war um ehrlich zu sein am ersten Tag auch gar nicht so einfach, aber alle waren sehr nett und haben mich gut aufgenommen. Ich stehe der Tagesklinik mit gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits merke ich, dass mir es gut tut und mich auch auf andere Gedanken bringt. Ich werde quasi im guten Sinne gezwungen den Fokus von mir selbst ins Außen zu richten, wovon ich sehr profitiere. Andererseits ist z.B. die Ergotherapie so ein ziemlicher Grauen für mich, weil da meine ganzen negativen Gedanken aufkommen. Wieso das so ist weiß ich auch nicht so wirklich. Beim Sport war es ganz anders.

Ich glaube mit meiner Psychologin ist das so, dass ich jetzt während der Zeit in der Tagesklinik nicht zu ihr kann, da sie in einem anderen Team ist, das für die ambulanten Patienten zuständig ist. Gestern hatte ich ja mein Aufnahmegesprächit dem Psychologen, der halt gerade da war. Und heute war ich bei der Psychologin bei der ich jetzt bleiben soll.

So langsam ist es halt mega anstrengen immer von vorne anzufangen und auch dort unterschiedliche Meinungen zu hören, was aber ja auch ganz natürlich ist, weil jeder auch eine subjektive Wahrnehmung hat würde ich sagen. Ich bin halt so eine Person, die manche Menschen mega mag und auch sehr schwer loslassen kann und andere nun ja eher nicht so. Bei manchen fühl ich mich direkt gut aufgehoben und bei anderen halt nicht so. Ist aber glaube ich auch teilweise normal. Anfangs war es auch so als ich mein erstes Gespräch mit der Psychiaterin hatte wollte ich unbedingt zu ihr. Ich hab mich super verstanden gefühlt, gestärkt usw. Die durfte mich aber nicht nehmen, weil sie kein Geld dafür bekommt und dann hab ich ne Psychologin bekommen und war ihr gegenüber total skeptisch eingestellt. Fand es nach dem ersten mal auch nicht so toll, aber nach ein paar mal kam ich auch mit ihr ganz gut zu Recht und jetzt will ich wieder zu ihr zurück xD. Ich glaub mein Problem liegt darin mich auf neue Menschen einzulassen und nicht zu sehr an den alten zu kleben. Obwohl gerade in meinen Krisensituationen würde ich sehr gerne zu meinen "alten" Psychologen, aber egal.

Ich versuche mich erst mal drauf einzulassen und schaue dann weiter. Vielen lieben Dank auf jeden Fall, dass du deine Erfahrungen mit mir geteilt hast bzw auch mit den anderen!
15.09.2020, 12:44 Uhr | Liasanya
Hallo Lia8888,

ich hab auch schon mal die Tagesklinik besucht und weiß es ist gar nicht so leicht erstmal anzukommen. So viele neue Menschen, viele neue Erwartungen und man muss sich irgendwie an alles anpassen. Ich fand die erste Woche wirklich sehr überfordernd, weil man erstmal ankommen muss und irgendwie auch seinen Platz finden muss. Aber wenn man erstmal die ganzen Abläufe kennt, die anderen Mitpatienten und das Personal, dann wird es langsam einfacher und es beginnt auch mehr und mehr Spass zu machen. Wobei natürlich nicht alles nur Spass machen wird, denn manches wird auch wirklich "arbeit" sein.

Nun hast du natürlich auch Einzeltherapie und da musst du erstmal ankommen. Sie scheint ein relativ gutes Gefühl von euren Termin gehabt zu haben, aber für dich war es wohl nicht so. Noch eine kurze Nachfrage: "dass es immer wieder andere Leute sind" heißt du hast keinen festen Therapeuten dort? Oder was meinst du damit?
Mir ist es immer sehr schwer gefallen die ersten Stunden mit der Therapeutin zu sprechen, ist generell so mein Problem. Sich auf jemand neues einzulassen, dass braucht verdammt viel Mut! Und ich glaube den hast du auch, denn sie hat dir die Rückmeldung gegeben, dass du sehr offen zu ihr gewesen bist.
Und zum Thema "aus dem Umfeld deiner ambulanten Therapeutin rausgenommen werden", vielleicht kannst du es aus Pause sehen? Manchmal gehen Therapeuten auch im Urlaub oder sie sind man länger krank, aber auch da kann manchmal eine längere Pause entstehen. Manchmal gibt es sogar vereinbarte Therapiepausen, um zu schauen wie es ohne den Therapeuten geht. Du wirst bald wieder zu ihr gehen und dann wirst du ihr sicherlich vieles zu erzählen haben! Und da ihr eine gute Beziehung zueinander habt, wird dir der Start sicher auch nicht so schwer fallen.

Versuch die Woche erstmal durch zu ziehen, es langsam auf dich zukommen lassen. Es ist eine Chance und ich hoffe, dass du sie für dich nutzen kannst.

Lieben Gruß,
Lia
15.09.2020, 12:25 Uhr | Lia8888
Hallo,

ich bin heute noch mal hingegangen, da ich mir erst mal ein paar Tage Zeit geben will, so hab ich es jetzt auch mit meiner Mutter vereinbart. Wir hatten Yoga und danach hatte ich ein Einzelgespräch mit einer Psychologin. Yoga hat mir sehr viel Spaß gemacht und die anderen Mädchen waren mega lieb und haben mich bewundert wie gelenkig ich bin xD

Das Einzelgespräch fand ich nicht so toll. Was mir am meisten zu schaffen macht ist, dass es immer wieder andere Leute sind und ich aus dem Umfeld von meiner ambulanten Psychologin rausgeworfen wurde. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich mich ihr heute nicht so wohl gefühlt habe, obwohl sie meinte, dass sie es gut findet, dass ich offen bin.

Ich geh ja glaub ich dort hin, um gestärkt zu werden, soweit hab ich das zumindest so verstanden. Allerdings hat mich dieses ganze Gespräch extrem getriggert. Ich denke aber ich muss wohl bei ihr bleiben, weil ich will auch nicht ständig anecken.
14.09.2020, 21:09 Uhr | bke-Lana
Guten Abend liebe Lia,
autsch, das hört sich ja nach richtig krassem Stress zu Hause an…. *blocked* Es ist unfair, wie deine Ma vorgeht und sie macht es dir echt nicht leichter. Wirkt sehr gemein, aber ich vermute mal, hinter der Argumentation deiner Ma, steckt ganz viel Unsicherheit und Sorge im Raum. Sie weiß einfach nicht, wie es ist und es ist ihr Film/Vorstellung von Psychiatrie. Deswegen wäre mein Gedanke, ob nicht jemand, wie deine Therapeutin mit deiner Ma sprechen kann. Deine Ma ihre Bedenken und Fragen loswerden kann usw… Meinst du sie würde sich auf ein solches Gespräch einlassen? Rede mit deiner Therapeutin, dass du in diesem Punkt mehr Unterstützung von ihr brauchst.

Ich schicke dir Zuversicht und ganz viel Stärke in deiner Situation!

Gute Nacht
bke-Lana
14.09.2020, 19:55 Uhr | Lia8888
Ja, eigtl würde ich es ausprobieren, aber meine Mutter verbietet es. Ich kann es nicht ändern. Sie meint, dass ich Pillen schlucken muss und sie darauf hinarbeiten werden, dass ich stationär komme. Sie sagt, wenn ich da iwas nehme also Medis, dann wäre es vorbei mit ihr und mir. Sie schreit seit einer Stunde. Stattdessen will sie, dass ich jetzt endlich den blöden IQ Test mache usw. Sie sagt, dass ich bald abrutschen, da ich da mit Drogenleuten in Kontakt kommen und dann abrutsche. Weiß echt nicht mehr weiter. Ich hab mich da mit einem Mädchen gut verstanden, dann meinte sie dass die doch bestimmt konsumieren wird. Ich hab keine Lust mehr. Sie sagt, dass ich es darauf anlege dass der Hund ins Tierheim kommt und wenn ich mit iwelchen Dingern in der Birne komme halt rausfliegen. Was soll ich denn jetzt machen? Es regt mich so auf. Sie sagt dass niemand so gestört ist und in die Psychiatrie geht. Sie sagt ich muss gehen. Ich kann nicht mehr
14.09.2020, 15:49 Uhr | bke-Hana
Hallo liebe Lia8888,

wenn ich es richtig erinnere beruht der Schritt, in die Tagesklinik zu gehen u.a. auf der Empfehlung deiner Therapeutin, die dich schon eine Weile zu kennen scheint. Und ich gehe davon aus, dass sie die Idee hat, dass dir die therapeutischen und die tagesstrukturierenden Angebote einer solchen Einrichtung helfen könnten. Vermutlich weiß sie aus Erfahrung, dass ein solches Angebot für viele sehr unterstützend wirkt.

Bei der Beschreibung deines "Gedankenkreisels" in der heutigen Ergotherapie kann ich aber auch nachvollziehen, dass es dir nicht leicht fällt das durchzuziehen. Möglicherweise spielt zusätzlich die kritische Einstellung deiner Mutter gegenüber dieser Maßnahme eine Rolle und macht es schwer dich einzulassen.

Aus dem Abstand heraus denke ich, dass es nach dem ersten Tag recht früh wäre, auszusteigen. Vielleicht magst du ja erst einmal schauen, wie die nächsten Tage werden und probieren, dich auf diese neue Erfahrung einzulassen. Bestenfalls ziehst du dann doch noch viel Positives da raus.

Ich vermute, dass deine ambulante Therapie für die Klinikzeit pausiert und die Stunden danach ganz normal weiter laufen können. Um ganz sicher zu sein solltest du dein Vorhaben umsetzten und nachfragen.

Alles Gute dir für die nächsten Tage,
bke-Hana

edit// Name korrigiert von bke-Hana
Zuletzt editiert am: 14.09.2020, 16:26 Uhr, von: bke-Hana

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