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02.02.2021, 09:39 Uhr | Tilly200
Hallo zusammen,
Ich bin Tilly und ich bin noch nicht so lange hier. Ich habe etwas im Forum gelesen und das hat mir irgendwie schon geholfen; zu sehen, dass ich nicht alleine bin. naja und jz dachte ich mir, dass mein Kaudawelsch ja vielleicht auch noch jemand anderem helfen könnte.
Ich hatte gestern und heute irgendwie einen nicht so guten Tag. Ich hänge irgendwie total in meinem Kopf fest, ich kann gar nicht loslassen und jeder Gedanke fühlt sich böse und kritisch an. Nachdem es jz vergangene Woche Zeugnisse gab, bin ich wieder total selbstkritisch geworden und übe übermäßig viel Druck auf mich selber aus. Vor allem, weil es im Moment so viele Abgaben gibt, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie viel zählen. Ich bin in der Q1 und deswegen zählt es alles. Ich war schon früher selbstkritisch, aber jz, vor allem mit der Ambition vielleicht Medizin machen zu wollen, ist es nur noch schlimmer geworden.
Naja ich bin selber irgendwie total verwirrt. Es fühlt sich an wie Watte in meinem Kopf, kein Gedanke ist so richtig klar und greifbar, aber gleichzeitig fühlt sich alles böse an. Es ist auch so als ob mein Körper in einer anderen Dimension ist, als mein Kopf. Oder besser, mein Kopf ist nicht mehr in meinem Körper, bei meinem Körper. Ich fühle mich losgelöst von der Realität.
Ich weiß nicht, ob das alles irgendwie Sinn ergibt, oder ob ich gerade einfach verrückt werde, aber ich musste das irgendwie mal ins Universum loslassen.
An alle die das lesen: ich wünsche euch einen schönen Tag und wir sind alle nicht alleine:)
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.
27.08.2021, 10:57 Uhr | bke-Stephan
Hallo Tilly,

das Gefühl, zu wenig Zeit für schöne Dinge zu haben, kenne ich auch. Natürlich lässt sich das nicht vergleichen, ich möchte damit auch nicht Deine Situation verharmlosen. Aber vielleicht hilft es ja ein wenig, dass das "Leid" ein wenig geteilt wird.

Was mir gefällt ist das:

Ich funktioniere dabei irgendwie ganz gut und es macht mir auch alles spaß (...). Gestern hatte ich einen schönen und lustigen Abend mit Freundinnen.
und auch, dass Du einen Freund hast.

Es gibt schöne Dinge in Deinem Leben. Und Menschen, die Dich mögen. Es gibt also auch gute Zeiten. Manchmal passiert es aber, dass es uns schwer fällt, diese guten Dinge zu erkennen und zu würdigen. Ihnen den Platz zu geben, der angemessen ist. Deshalb ist es besonders gut, dass Du Dich kümmerst und auch eine Therapie beginnst. Ich wünsche dir sehr, dass Dir das hilft, die schönen Seiten zu sehen. Auch wenn es sicher noch mehr schöne Seiten geben darf.

Ganz viele Grüße schickt

bke-Stephan
26.08.2021, 22:36 Uhr | Tilly200
Oh man, irgendwie super viel das gerade ist. Ich arbeite irgendwie nur und bin die ganze Zeit beschäftigt. Gar keine zeit für mich. Ich funktioniere dabei irgendwie ganz gut und es macht mir auch alles spaß aber mir gehts trotzdem irgendwie eher so kacke… bzw es ist irgendwie die ganze zeit ein krasses auf und ab und es gibt nichts gemäßigtes mehr. Gestern hatte ich einen schönen und lustigen Abend mit Freundinnen von mir und abends haben dann mein Freund und ich noch telefoniert, weil ich ihm geschrieben habe, dass ich gerade sehr nah an SVV und ähnlichem dran war. Er hat mich dann durch reden davon abgehalten aber ich habe das nicht so eindeutig gesagt und bin dann irgendwann mitten im Gespräch weggepennt. Er hatte dann ziemliche angst, dass ich irgendetwas dummes gemacht habe und war kurz davor einen Krankenwagen zu rufen, weil er mich dann nicht mehr erreichen konnte. Wir haben es heute geklärt aber so Situationen, vor allem mit einem abstand von 5 Minuten von gut zu sehr schlecht, machen mir irgendwie angst.
Aber good news: ich habe am Montag einen ersten Termin bei einem Therapeuten. Dann wird es vielleicht endlich mal besser! Aber das wird anstrengend werden und bestimmt auch dauern. Ich hab aber auch echt Angst vor dem Termin, auch angst davor, dass ich dann da sitze und irgendwie nur rumdrucksen kann oder alles erzähle nur nicht die Dinge, die ich eigentlich bearbeiten will…
Schönen Abend und gute nacht euch!
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.
20.08.2021, 20:26 Uhr | Tilly200
Hi Lia,

Danke fürs Daumendrücken! Ich versuche stolz auf mich zu sein, aber noch hab ich ja nicht wirklich angefangen damit. Insofern will ich mich nicht zu früh loben…
Mal sehen wie es weiter geht!

LG
Tilly
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.
20.08.2021, 14:46 Uhr | Lia8888
Hey Tilly,

das freut mich sehr für dich, dass du einen Platz bekommst!!!
Ich habe wirklich den größten Respekt davor, dass Du an Deiner Problematik arbeiten möchtest und dir das auch eingesteht, ich finde, da kannst du sehr Stolz drauf sein!

Ich drücke Dir die Daumen!

LG Lia
Difficult roads often lead to beautiful destinations
20.08.2021, 13:12 Uhr | Tilly200
Hi,
Ich hab’s meinem Freund gesagt und er war eher traurig, dass ich mich nicht direkt getraut habe es ihm zu sagen als dass er traurig war, dass ich es nicht gemacht habe. Er meinte, dass er einfach nur will, dass ich weiß, dass ich immer zu ihm kommen kann und er immer für mich da ist. Das war echt wichtig zu hören.
Ich habe letzte Woche einer Praxis bei mir in der Nähe geschrieben und es kann sein, dass ich einen Platz dort bekomme. Jz direkt quasi schon. Das überrumpelt mich etwas aber auf der anderen Seite glaube ich, dass ich endlich bereit bin wirklich daran zu arbeiten und es nicht direkt wieder sabotieren werde. Ich hatte in den letzten Wochen einfach wieder ein paar richtig gute Tage, fast schon zu gute Tage, und jz will ich mehr vielleicht überwiegend solche Tage haben!
Die Gedanken kleben zwar schon wieder häufiger und ich lebe immer eher zwei Tage im Voraus um ja nichts zu vergessen aber insgesamt erdrückt mich diese Leere nicht mehr so sehr. Aber auch weil ich mich so viel beschäftige.

LG
Tilly
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.
05.08.2021, 17:32 Uhr | Tilly200
Hallo Bke-Pia,

Die Liste besteht aus Therapeuten, die auf ein bestimmtes Thema spezialisiert sind. Vielleicht ist es auch sinnvoll, eine allgemeine Liste bei der KH anzufragen. Danke für die Anregung. Ich habe keinen direkten Kontakt zu meiner Beraterin, aber ich kann es über die allgemeine Email der Beratungsstelle versuchen.

Ich glaube, dass mein Freund es schade finden würde, dass ich es ihm nicht einfach gesagt habe, aber er würde es wahrscheinlich verstehen. Ich habe ihm jz schon geschrieben, dass meine Beraterin krank ist und wir wollten heute noch telefonieren insofern kann ich mich da dann ausheulen und es ihm sagen.

Mir hilft gerade viel Beschäftigung, weil ich dann nicht die ganze Zeit darüber nachdenke und so bekomme ich das Gefühl, dass ich ja trotzdem einfach normal weiter laufe, weiter funktioniere.
Ich glaube, dass unsere Beziehung vielleicht sogar noch enger werden kann, weil wir durch weniger Zeit miteinander noch besser kommunizieren müssen und unsere Zeit miteinander oder die Telefonate so vielleicht noch intensiver werden. Ich versuche die Augen aufzuhalten und das Gute zu sehen! Danke, dass du mich zum Nachdenken angeregt hast:)

LG
Tilly
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.
05.08.2021, 15:33 Uhr | bke-Pia
Liebe Tilly200,

ich hab mal eine ganz praktische Nachfrage: Ist die Therapeutenliste eine Liste von Therapeuten, die auf ein bestimmtes Thema spezialisiert sind oder ist es einfach eine Liste mit Therapeuten bei dir in der Nähe? Denn eine „allgemeine“ Liste mit Therapeuten könntest du beispielsweise auch bei deiner Krankenkasse erfragen.

Wenn es aber über den Weg der Therapeutin in der Beratungsstelle für ES gehen soll, könntest du deiner Beraterin vielleicht eine E-Mail schreiben oder eine Nachricht auf AB hinterlassen, dass sie dir den Kontakt weitergibt, sobald sie wieder gesund ist? Dann müsstest du nicht bis zum nächsten Termin warten.

Ich kann gut verstehen, dass du dich jetzt gerne bei deinem Freund ausheulen würdest, dass der Termin nicht zustande kam, du aber Angst hast, dass deine kleine Lüge „aufkommt“. Was meinst du, wie würde er reagieren, wenn du ihm ehrlich sagen würdest, dass das einfach zu dem Zeitpunkt noch ein Schritt zu viel für dich war? Oder aber wie wäre es für dich, wenn du deine kleine Lüge für dich behalten würdest – könntest du das gut aushalten? Oder gibt es einen Zwischenweg, dass du dir für den Moment einfach nur Trost von ihm wünscht, du aber signalisierst, gerade nicht für weitere bzw. andere Schritte bereit zu sein?

Davon ab – eine Fernbeziehung ist bestimmt eine Herausforderung und doch höre ich da einigen Optimismus deinerseits heraus, was gut so ist! Was könnte dir gerade helfen, den Boden unter den Füßen zu halten und zu spüren? Auf der einen Seite bedeutet eine Fernbeziehung natürlich Abschied von gewissen Gewohnheiten in der Beziehung, aber vielleicht machst du dir mal bewusst, was euch über Distanz in Verbindung hält? Eine Fernbeziehung kann auch eine Chance sein – halte die Augen offen *smiling*

Das sind einfach mal ein paar Gedanken, die mit zu deiner Situation einfallen. Vielleicht hilft dir der ein oder andere etwas weiter!?

Liebe Grüße

bke-Pia
05.08.2021, 12:33 Uhr | Tilly200
Hallo,

Ich melde mich auch mal wieder. Es ist so viel passiert und irgendwie habe ich keine richtigen Worte dafür, aber ich brauche eure Hilfe in einer Sache:
Ich merke, dass ich gerade ziemlich abrutsche. Meine Symptomatik wird schlechter und vor allem mache ich unterbewusst wieder viele Dinge, die mir das Gefühl von Kontrolle vermitteln, weil ich das Gefühl habe, dass mir alles andere entgleist. Mein Freund ist diese Woche 500 km weggezogen und er ist bzw war immer so mein Fels an dem ich mich noch festklammern konnte bzw wo ich meinen Gefühlen anders Raum geben konnte. Das fällt jz weg und es fühlt sich an, als ob mir der Boden unter den Füßen weggezogen wurde.
Jz kommt noch dazu, dass meine Beraterin leider krank ist und unser Termin, nach 3 Wochen der erste wieder, auch wegfällt. Ich hätte den Termin aber wegen den oben beschriebenen Dingen echt gebraucht… wir hatten beim vorletzten Mal ausgemacht, dass ich ihr sagen würde, wenn meine Symptomatik schlechter wird, damit wir dann zusammen nach einem/einer Therapeuten/Therapeutin suchen können, der/die dann darauf verstärkt eingeht. Dafür hatte sie bei einer Beratungsstelle für ES eine Frau gefunden, die mir eine therapeutenliste geben könnte. Wir hatten vereinbart, dass sie mir dann dann die Telefonnummer von dieser Frau gibt, damit ich dann Therapeuten anrufen kann. Ich hatte mir eigentlich für letztes Mal vorgenommen schon nach der Nummer zu fragen, weil klar war, dass wir uns länger nicht sehen werden und ich dann eben schon da hätte anrufen können, wenn es schlechter wird. Das habe ich aber nicht gemacht. Ich hab meinem Freund aber erzählt, dass ich es gemacht habe, weil ihm das besonders wichtig war, genauso wie es mir eigentlich auch wichtig war, aber dann hab ich mich irgendwie doch nicht getraut. Jz will ich mich eigentlich bei meinem Freund ausheulen, dass ich diesen Termin so sehr gebraucht hätte, aber dann wird er einfach nur sagen: „okay dann ruf doch bei dieser Frau von der Beratungsstelle für ES an und hol dir die Therapeutenliste.“. Das problem damit ist aber eben, dass ich die Nummer nicht habe. Und jz habe ich irgendwie das Gefühl, dass ich da ganz alleine mit bin, weil ich es ihm nicht sagen will, aber gerade bemerke wie wichtig es eigentlich wäre.

Habt ihr eine Idee aus dem Dilemma raus? Irgendwie fühle ich mich so verloren.

Ich will optimistisch an die Fernbeziehung drangehen aber als wir uns am Montag verabschiedet haben, habe ich danach erstmal ne Panikattacke gehabt und hatte super krasse Verlustangst. Es hat sich ein bisschen so angefühlt wie nach dem Tod von meinem Onkel. Er hatte eine Herz-OP und ist dann danach gestorben. Es war eigentlich ziemlich vorhersehbar bzw wir konnten uns darauf vorbereiten aber es hat so so sehr weh getan! Eben auch der Boden unter den Füßen weg. Ich hab auch leider gemerkt, dass ich mich in den letzten zwei Wochen vor dem Umzug meines Freundes angefangen habe zurückzuziehen, damit der Verlust dann vielleicht nicht so groß sein wird, einfach weil ich irrational so eine riesige Angst habe, dass er dort in seinem neuen Leben mich nicht haben will. Und dabei weiß ich rational dass wir uns viel sehen werden und dass wir es beide wollen und dass ich deswegen eigentlich optimistisch sein sollte. Aber irgendwie ist das echt schwierig…

Habt einen schönen Tag,
Tilly
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.
15.07.2021, 18:26 Uhr | Tilly200
Hey Silber,

Danke! Ja ich hab auf mich gehört, mit dem schlechten Gewissen muss ich noch irgendwie klarkommen, aber das wird schon.

LG *hug*
Tilly
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.
15.07.2021, 10:15 Uhr | -Silbermond-
Hey Tilly,

es klingt so, als wärst du da inzwischen relativ klar und hast die Entscheidung für dich schon getroffen. Ich finde gut, dass du auf deinen Körper hörst und merkst, wann deine Grenzen erreicht sind. Dann brauchst du auch kein schlechtes Gewissen o.ä. haben. Sehr gut, Tilly, du achtest gut auf dich, da kannst du stolz drauf sein.

Ganz liebe Grüße,
Silber *hug*
Ich schicke dir einen Engel, und sei er noch so klein, er möge immer bei dir sein. ★
15.07.2021, 08:28 Uhr | Tilly200
Hallo ihr beiden,

@unaware:
Alles gut, danke dass du darauf zurückkommst. Das habe ich im Moment nämlich wieder häufiger. Ich hab ein paar skills, also so dieses 12345 Spiel oder ich meditiere manchmal auch. Ist aber häufig schwierig mich daran zu erinnern.
Ich versuche mich dadurch nicht einschränken zu lassen, auch wenn das manchmal echt schwierig ist! Danke, dass du mich darin nochmal bestärkst!

@Hana:
Danke für deine Nachricht. Ja du hast mit mehr offenen Fragen geantwortet das war aber echt gut. Ich hab sie nämlich intuitiv und aus dem Bauch direkt beantwortet. Ich werde in den nächsten Tagen, Wochen und in einem Jahr eher stolz auf mich sein, dass ich auf meinen Körper gehört habe und dass ich mich dann auch getraut habe es zu sagen. Und wenn ich es doch durchziehen würde, dann würde es entweder schlimmer werden, dann wäre ich enttäuscht von mir, oder es würde gleich bleiben, dann wäre ich auch enttäuscht von mir oder es würde besser werden und dann würde ich mit gemischten Gefühlen darauf zurückschauen, weil ja alles gut ausgegangen ist, ich meinen Körper aber trotzdem erstmal ignoriert hätte. Und eigentlich ist das ein Riesen Fortschritt für mich! Ich und mein Körper ist mir meistens einfach egal, aber jz habe ich auf mich gehört!

Danke, dass du nochmal sagst, dass ihren Eltern es wirklich wichtig ist, dass es mir gut geht. Das war für mich irgendwie nur so halb ersichtlich.

Ich glaube dass die paar Tage aus meiner Komfortzone gut und wichtig waren aber dass noch mehr einfach auf Kosten meiner Gesundheit gehen würde. Und wenn ich mir meine Ängste anschaue, dann wäre es auch da besser wenn ich wieder zuhause wäre.

Ich hab mich jz entschieden glaube ich. Ich gehe nach Hause und breche ab. Irgendwie sprechen meine Antworten eher dafür als für weitermachen. Und mir geht es auch wirklich noch nicht besser, also ist es wichtiger, mich zu schonen, als das jz auf biegen und brechen durchzuziehen glaube ich.

Danke für deine ausführliche Antwort!

Tilly
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.
14.07.2021, 23:22 Uhr | bke-Hana
Liebe Tilly,

du bist ganz tapfer diese Radtour angegangen und merkst jetzt, das es gar nicht so leicht ist, das zu bewältigen. Bei diesem regnerischen Wetter erst recht nicht. Puh ja, es könnte wirklich schöneses Wetter sein in den Ferien.

Deine körperlichen Malessen und auch die schlimmen Träume machen dir zu schaffen und da kann ich es gut nachvollziehen, dass du am liebsten abbrechen würdest.

Was die Eltern deiner Freundin sagen, sei jetzt mal dahingestellt. Mit ihrem Denken und ihrer Wirklichkeit müssen sie ja nicht unbedingt richtig liegen. Aber sie scheinen es zumindest wichtig zu nehmen, dass du gut auf dich achtest. Das möchte ich hier gerne unterschreiben.

Tilly, was meinst du denn selbst, was dir jetzt entsprechen würde? Was wirst du morgen, in einigen Wochen, Monaten oder Jahren darüber denken, wenn du es schließlich noch ein paar mehr Tage durchgehalten hast diese schwierige Tour durchzuhalten? Unsd was wenn nicht? Könntest du in der Zukunft Verständnis für dich haben, wenn du morgen aus guten Gründen doch nach Hause fahren wirst?

Einerseits scheinst du dich danach sehnen, bewährte (aber nicht unbedint wohltuende) Gewohnheiten von zu Hause jetzt nicht nachzugehen. Andererseits lese ich aber auch dein Betreben, weiter zu machen. Trotz deiner Angst und den schlimmen Träumen.

Ich kann dir da nicht wirklich eine Empfehlung geben, wie du das regulieren kannst in dieser ungewohnten Umgebung. Das ist sicherlich schwwer für dich. Vielleicht ist ja genau das, was du grade tust schon genau das Richtige: Wahrnehmen, auf deine Gefühle achten, dich fragen was jetzt gut für dich wäre. Möglicherweise wäre es jetzt dran zurück nach Hause zu gehen, in deine ganz vertraute Umgebung in der du weißt, wie die Dinge laufen. Eventuell geht es auch darum, noch etwas weiter machen (auf eurer Tour) und dabei nicht zu vergessen, das Schöne in den Blick zu nehmen, vielleicht sogar das Abenteuerliche anzuerkennen. Und möglicherweise auch mal bis an die Grenze gehen um zu schauen, was dann passiert.

Ich finde, du gehst schon ganz gesund damit um, indem du versuchst nachzuspüren, was da grade so ist und was es dir schwer macht weiter zu fahren. Gleichzeitig hörst du auch auf die Seite in dir, die da zu sagen scheint: Tilly, mach noch mal etwas weiter, das könnte auch ein Entwickungsschritt sein.

Du hast ess elbst gesagt: Zu Hause geht es dir nicht unbedingt besser als auf eurer Reise. Aber das Vertraute ist eben auch meist unser aller Komfortzone. Bleibt die offene Frage, ob du diese grade brauchst und willst. Oder ob doch eher das ungemütlice Abenteuer dran wäre.

Du hast es bestimmt beriets gemekrt Ich antworte dir mit mindestens ebensovielen offenen Fragen wie du sie hier gestellt hast. Ich hoffe, du kannst dennoch etwas mit meinen Zeilen anfangen Und wirst vor allem hoffentlich viel von denjenigen in deinem Alter zu lesen bekommen, die sich damit sicherlich viel besser (odersi jedenfalls ganz anders als ich) auskennen.

Jetzt seid ihr gefragt, liebe Userinnen und User.

Vilee Grüße dir und gute Entscheidungen wünscht
bke-Hana
14.07.2021, 22:14 Uhr | unaware
Tilly200 schrieb:
Es fühlt sich an wie Watte in meinem Kopf, kein Gedanke ist so richtig klar und greifbar, aber gleichzeitig fühlt sich alles böse an. Es ist auch so als ob mein Körper in einer anderen Dimension ist, als mein Kopf. Oder besser, mein Kopf ist nicht mehr in meinem Körper, bei meinem Körper. Ich fühle mich losgelöst von der Realität.
Ich weiß nicht, ob das alles irgendwie Sinn ergibt, oder ob ich gerade einfach verrückt werde, aber ich musste das irgendwie mal ins Universum loslassen.


Hallo Tilly,

Sry das ich so reinplatze.
Aber mich erinnert diese Stelle deines Anfangspost so sehr an mich selbst. Es klingt wie Depersonalisation/Derealisation.
Dieses "nicht richtig dabei sein", auch wenn man logisch weiß, dass man es ist.

Hast Du Skills, die Dich mehr in der Gegenwart und in deinem Körper verankern? Wo es sich nicht mehr so komisch anfühlt?
Scharfes Essen, Sport, Musik, ein Buch?

Ich kann Dir nur den Tipp geben, dich nicht so sehr dadurch einzuschränken. Und vieles zu machen, oft wird es dann leichter.

Gute Nacht.
14.07.2021, 21:17 Uhr | Tilly200
Hi,

Ich bin gerade mit einer Freundin auf einer Radtour. Und eigentlich war alles ganz lustig, auch wenn ich jeden Abend vorm einschlafen Angst hatte, dass der nächste Tag schlimm wird. Naja und jz ist das eingetreten. Mir geht es nicht gut, ich hab Hals- und Kopfschmerzen und meine Knie tun schon wieder total weh. Naja ich bin total stolz, dass ich mich getraut habe ihr das zu sagen. Und ich will eigentlich abbrechen, aber jz sagen ihre Eltern, dass wir unsern Humor nicht verlieren sollen, auch wenn das Wetter und vor allem der sehr starke Gegenwind es gerade echt schwer macht. Sie sagen auch, dass wir das für immer erinnern werden, wenn wir es doch durchhalten, weil das ein echtes Abenteuer ist. Aber dass ich auch auf mich hören soll. Sie haben jz auch gesagt, dass wir zur Not einfach die restlichen Etappen mit dem Zug machen sollen und dass wir dafür Geld überwiesen bekommen haben. Aber das setzt mich jz irgendwie total unter Druck, dass ich morgen doch weiter machen muss, auch wenn ich es nicht kann:/ habt ihr eine Idee wie ich mich dabei selber stärken kann, damit ich morgen auch wirklich sage wie es mir geht?

Und noch so eine Frage: ich bin gerade auch durch den Urlaub von Verhaltensweisen angeschnitten, die ich zuhause die ganze Zeit gemacht habe. Und das ist eigentlich auch besser für meinen Körper, aber es gibt mir das Gefühl von Kontrollverlust und das bewirkt gerade, dass ich einfach vor so allem Angst habe und auch so richtig irrational. Ich versuche aber das wegzudrücken und dann kommt es abends beim einschlafen immer total krass hoch und ich habe jede Nacht Albträume. Habt ihr eine Idee, wie ich das vielleicht auf gesunde Art und Weise umlagern könnte? Ich hab sogar Heimweh obwohl ich das nie habe einfach nur wegen diesem ständigen schlechten untergefühl auch wenn es mir zuhause nicht unbedingt besser ginge, es wäre aber bekannt und ich könnte meine Routine wieder durchführen.

Ich hab heute auch erfahren, dass mein Freund früher wegzieht als gedacht, weil er jz schon eine Wohnung gefunden hat. Darüber freue ich mich für ihn total, aber er wird dann echt weit weg sein und davor habe ich Angst. Ich bin nicht abhängig von ihm aber er ist mir einfach eine wichtige Stütze und ich hab totale Angst dass wir die Fernbeziehung nicht schaffen. Vor allem weil ich jz auch kellnere und da muss ich immer min einmal am Wochenende arbeiten oder halt einmal doppelt und dann danach die Woche nur einmal, aber das geht halt auch nicht alle zwei Wochen sondern eher so einmal im Monat, sodass ich halt nur relativ selten in der ersten Zeit zu ihm kommen kann und er häufiger hier hin kommen muss. Das ist auch sowieso der Plan, weil er seinen Studienplatz wahrscheinlich noch nicht zum WS kommt, aber irgendwie hab ich verdammt Angst davor ihn zu verlieren oder dann nicht mehr kommunizieren zu können. Er ist nämlich die einzige Person bei der ich es schaffe wirklich zu sagen was mir auf dem Herzen liegt und jz habe ich Angst das wegen der Entfernung zu verlernen. Zumal wir auch beide nicht so die allerbesten Texter sind und ich dann auch Angst habe dass wir unter der Woche einfach zu wenig von einander hören. Klar können wir telefonieren aber ich habe da irgendwie immer so eine Blockade und bin viel trauriger dass die Person nicht da ist und will deswegen dann immer möglichst schnell nicht mehr telefonieren. Damit es nicht so weh tut. Habt ihr eine Idee, wie ich mich darauf vorbereiten kann? Ich will es nämlich wirklich schaffen, dass unsere Beziehung weiterhin gesund bleibt und wir glücklich zusammen bleiben!

Gute Nacht,
Tilly
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.
21.06.2021, 19:03 Uhr | Tilly200
Hi Jacky,

Danke! Ich freue mich auch sehr und bin echt stolz auf mich:) bald Freiheittt *happy*

Tilly
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.

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