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28.03.2021, 15:39 Uhr | Calla1
Hey! Das ist mein erster Beitrag hier, und ich habe es bereits mit meinem Emailberater und in einer Gruppe besprochen, aber vielleicht weiß hier ja jemand, was ich tun kann.

Ich will euch nicht mit der ganzen Geschichte erschlagen, kurz gesagt ist es so, dass die einzige Bezugsperson, die ich habe, meine Therapeutin ist. Das bedeutet, je besser es mir geht, und je aktiver ich versuche, mein Leben zu verbessern, desto weniger bekomme ich Aufmerksamkeit von ihr etc. Mit anderen Worten, es scheint plötzlich kontraproduktiv, gegen die Depression anzukämpfen, weil ich dann irgendwie alleine sein werde. Wisst ihr, was ich tun kann oder wo ich vielleicht jemanden finden kann?
Ich suche nicht direkt nach Freunden, wirklich wie eine Bezugsperson oder eine Mutter oder große Schwester. Ich habe schon fast alles ausprobiert. Was nicht geht:

Hilfe vom Jugendamt, Caritas, oder von irgendwo
Mein Dad will das nicht. Ich und alle meine Therapeuten die ich je hatte haben es vergeblich versucht. Wenn ich mir ohne seine Erlaubnis von da eine Bezugsperson hole, will er aufören, mit mir zu reden und mich zu unterstützen. Auch keine Patenschaften über die Kirche, oder unabhängige Institutionen. Ich soll mir keine "Freunde erkaufen".

Mein Dad
Er gibt alles für mich und will das beste für mich, aber er hat echt nicht viel Zeit für mich und wird in Zukunft noch weniger Zeit haben. Außerdem, ich liebe ihn, weil er mein Vater ist, aber ich bin nicht auf einer Wellenlänge mit ihm. Ich kann mich nicht wirklich mit ihm unterhalten und meistens macht er meine Probleme noch schlimmer, wenn ich ihm davon erzähle.

Meine Mutter
Im Oktober 2020 verstorben, leider. Hätte mehr mit ihr machen sollen, als ich noch eine Chance hatte.

Meine Geschwister
Beide viel älter, haben ihr eigenes Leben, Freunde und Studium, wir sind uns nicht besonders ähnlich und haben nie viel zusammen gemacht.

Rest der Familie
Wir haben keine große Familie. Den Rest kenne ich kaum oder es ist genau so wie mit meinem Dad, im Falle meiner Großmutter.

Freunde

Habe keine. Ist mir schon immer schwer gefallen, Freunde sind wirklich die höchste Kunst für mich. Und ich werde wegen meiner unterschiedlichen Interessen, den psychischen Krankheiten und Corona schon gleich dreimal keine in absebarer Zukunft finden. Schon gar keine älteren, die mir mehr das "Bezugsperson"-Feeling geben können.

Bekannte (der Familie)
Meine Familie lebt sehr zurückgezogen. Wir kennen also kaum jemanden aus unserem kleinen Dorf und deswegen kenne ich fast niemanden, und niemand kennt mich. Und ich kann nicht so einfach Leute kennenlernen.

Online würde rein theoretisch gehen, aber ich brauche wirklich mehr einen Paten, als einen Freund. Und ich denke, dass online entweder nur Pedos sind oder diese Leute mich nicht verstehen oder keine Zeit für mich haben. Auch glaube ich nicht, dass es solche Dinge online gibt. Nur für im-echten-Leben-Treffen. Ohne dass mein Dad es merkt kann ich mich übrigens mit niemandem treffen, das geht aus bestimmten Gründen nicht.
Selbst wenn ihr keine Lösung habt, was würdet ihr mir raten? Ich freue mich auf jeden, der mir Antwortet, auch wenn ich keine direkte Lösung finde. Denn "mir selbst eine Freundin sein" ist vielleicht gut für mich, kann mir aber keine Bezugsperson ersetzen. Sonst würden wir uns alle in unseren Zimmern einsperren und bis ans Ende unseres Lebens mit wortwörtlich niemandem Reden, weil wir ja uns selbst haben.

Danke für eure Hilfe oder wenigstens fürs durchlesen,
Frohe Ostern,
Eure Calla *laterally*
Jetzt wird zu bald, und bald wird zu nie
28.03.2021, 19:25 Uhr | Calla1
Hallo Kira, danke für deine Antwort!
Es ist nicht so, dass ich mich nicht für liebenswert halte. Schön, ich bin sehr anspruchsvoll und kompliziert, aber händelbar. Das Problem ist viel mehr, dass ich niemanden finde. Leuten in meinem Alter und auch noch gut zwei oder drei Jahre danach geht es nur um Jungs und Schminke, sie haben kaum Charakter, kleistern sich mit Marken zu und denken, das Leben ist eins von ihren schnulzigen Liebesromanen ("Er muss mich zuerst anschreiben!!!!!"). Ich finde vielleicht online jemanden, aber nicht in echt. Niemanden in meinem Alter und vielleicht auch keinen Älteren. Und zu Älteren habe ich auch gar keinen Bezug, ich kenne niemanden und wenn ich einfach so auf jemanden zugehe kommt es komisch vor, und man serviert leicht Menschen ab, nur weil sie etwas jünger sind, das tue ich ja selbst.

Ich finde halt niemanden der nur ansatzweise meine Sprache spricht. Es muss kein Seelenverwandter sein, nur jemand, mit dem man Reden kann, und der sich eigene Gedanken macht.

- Calla


bke-Kira schrieb:
Hallo Calla1,

als eine der Moderatorinnen des Jugendforums begrüße ich dich hier herzlich!

Es tut mir leid, dass deine Mutter nicht mehr bei dir ist. Du erwähnst es zwar kurz und bereust, nicht genug mit ihr erlebt zu haben, aber ich denke es ist ein viel größeres Thema in deinem Leben und diese Tatsache ohne Mutter zu sein viel ausmacht. Es muss sich furchtbar anfühlen so auf sich gestellt zu sein. Dein Vater ist zwar da, aber auch nicht wirklich greifbar. Vor allem ist er nicht für tatsächliche Bedürfnisse von dir da und das ist wirklich schade. Er tut bestimmt sein Bestes, aber irgendwie versteckt er dich von dieser Welt. Und du suchst verständlicherweise nach Kontakt.

Ich habe mir beim Lesen gedacht, dass es sehr formell klingt mit der "Bezugsperson". Vielleicht geht es um mehr Öffnung überhaupt den Menschen gegenüber und um deine Sehnsucht nach neuen Kontakten und Erfahrungen mit Menschen. Leider lese ich, dass du dich selbst nicht so einschätzt, als ob man mit dir gerne befreundet sein möchte. Hast du diesen Eindruck? Warum eigentlich?

Das ist sehr schade! Wenn du an dieser Einstellung dir selbst gegenüber etwas verändern könntest und mehr Hoffnung und Zuversicht dir selbst gegenüber und den Menschen dort draußen üben könntest, wäre es ein wichtiger Schritt zu dir und erst dann zu den Anderen. Hier bist du ja bereits im Austausch. Das klappt! Du kannst dich gerne auch sonst mehr trauen. Es ist gerade keine einfache Situation auf der Welt um Kontakte zu knüpfen, aber ich glaube, dass gerade jetzt du deine Ängste vor Menschen genauer überprüfen und mehr Mut auftanken darfst!

Möglicherweise geht es auch darum, mehr mit der Therapeutin zu besprechen als mit dem Vater. Ich finde ebenfalls, dass es Erpressung ist und er mit dir so nicht umgehen kann. Er kann dich von der Welt nicht fernhalten!

Viele Grüße

bke-Kira *bye*
Jetzt wird zu bald, und bald wird zu nie
28.03.2021, 19:10 Uhr | schuelerin
Hey Calla,

inhaltlich kann ich dir gerade keinen Impuls geben, weil es für mich gerade zu viel Text zum lesen wäre.
Da habe ich eine Bitte an dich, kannst du vllt nicht jeden Beitrag zitieren, das ist hier irgendwie enorm viel Text. Wenn du schreibst, wissen wir in der Regel, dass du dich auf den Beitrag davor beziehst oder erkennen ja beim lesen den Zusammenhang.
Ist nur eine Bitte von mir, wenn dir das zitieren wichtig ist, liegt es ja trzdm bei dir.

LG
Jeder Lauf hat ein Ziel, auch wenn du es noch nicht siehst.
28.03.2021, 18:46 Uhr | bke-Kira
Hallo Calla1,

als eine der Moderatorinnen des Jugendforums begrüße ich dich hier herzlich!

Es tut mir leid, dass deine Mutter nicht mehr bei dir ist. Du erwähnst es zwar kurz und bereust, nicht genug mit ihr erlebt zu haben, aber ich denke es ist ein viel größeres Thema in deinem Leben und diese Tatsache ohne Mutter zu sein viel ausmacht. Es muss sich furchtbar anfühlen so auf sich gestellt zu sein. Dein Vater ist zwar da, aber auch nicht wirklich greifbar. Vor allem ist er nicht für tatsächliche Bedürfnisse von dir da und das ist wirklich schade. Er tut bestimmt sein Bestes, aber irgendwie versteckt er dich von dieser Welt. Und du suchst verständlicherweise nach Kontakt.

Ich habe mir beim Lesen gedacht, dass es sehr formell klingt mit der "Bezugsperson". Vielleicht geht es um mehr Öffnung überhaupt den Menschen gegenüber und um deine Sehnsucht nach neuen Kontakten und Erfahrungen mit Menschen. Leider lese ich, dass du dich selbst nicht so einschätzt, als ob man mit dir gerne befreundet sein möchte. Hast du diesen Eindruck? Warum eigentlich?

Das ist sehr schade! Wenn du an dieser Einstellung dir selbst gegenüber etwas verändern könntest und mehr Hoffnung und Zuversicht dir selbst gegenüber und den Menschen dort draußen üben könntest, wäre es ein wichtiger Schritt zu dir und erst dann zu den Anderen. Hier bist du ja bereits im Austausch. Das klappt! Du kannst dich gerne auch sonst mehr trauen. Es ist gerade keine einfache Situation auf der Welt um Kontakte zu knüpfen, aber ich glaube, dass gerade jetzt du deine Ängste vor Menschen genauer überprüfen und mehr Mut auftanken darfst!

Möglicherweise geht es auch darum, mehr mit der Therapeutin zu besprechen als mit dem Vater. Ich finde ebenfalls, dass es Erpressung ist und er mit dir so nicht umgehen kann. Er kann dich von der Welt nicht fernhalten!

Viele Grüße

bke-Kira *bye*
Zuletzt editiert am: 28.03.2021, 18:48 Uhr, von: bke-Kira
28.03.2021, 18:06 Uhr | Calla1
Hallo Lia,
auch wenn du keine Lösung parat hattest, bin ich dir echt dankbar für deine Antwort. Es ist gut, zu wissen, dass man nicht allein ist und vielleicht kann man sich da austauschen, falls einer eine Lösung findett.

Was mein Dad angeht, in dieser Situation ja, vielleicht. Sonst aber nicht. Ich verstehe, wie mein Dad denkt und welche Sorgen und Befürchtungen ihn seit dem Tod meiner Mutter steuern und aus dieser Sicht ist dieses aggressive Verbot sehr verständlich. Mein Dad hat sich verändert und es wird einige Zeit dauern, bis er das begreift und sich im Optimalfall Hilfe holt und aufhört, mir das zu verweigern.
Aber ich denke wie meine Therapeutin die sagt, dass er gerade voll in seinen Gedanken drin verrannt ist und wir erst mal Geduld haben müssen, bevor wir irgendwas mit ihm anfangen können. Er ist gerade noch ein größerer Sturkopf als sonst, weil er Wunden hat, die nicht so schnell heilen werden, und dafür kann ich ihn nicht wirklich verurteilen und möchte ihn auch nicht anschwärzen. Bis er gut gemeinte Hilfe annimmt, müssen wir warten und still halten, das wird das Beste sein, und dann werden wir sehen.

Danke für deine liebe Nachricht und ich wünsche dir wirklich alles alles Gute. Vielleicht kannst du öfter in diesem Thema nachschauen, vielleicht finden wir alle zusammen eine Lösung. Ein paar Andere haben bereits gute Ansätze gebracht.

Frohe Ostern dir und allen die das hier lesen,
Calla


Lia8888 schrieb:
Hey Calla,

erst mal wollte ich dir sagen, dass es wirklich ein großer Schritt ist, dass du dich hier mitteilst und das Vertrauen ins Forum hast!
Da kannst du echt stolz auf dich sein!

Zu deinem Problem/Problemen: Ehrlich gesagt fühle ich mich ähnlich wie du, auch was die Therapeutin angeht. Du triffst es eigentlich genau auf den Punkt.
Allerdings ist es rational natürlich nicht gut sich von seiner Therapeutin so abhängig zu machen, aber ich weiß, wie schwer das ist gerade, wenn man kaum Freunde/Bezugspersonen hat.

Leider weiß ich nicht genau, wie ich dir helfen kann, aber ich möchte, dass du weißt, dass du nicht alleine bist und da du geschrieben hast, dass du dich über jede Antwort freust antworte ich einfach mal!

In der jetzigen Zeit Freunde zu finden ist echt sehr schwer und aufs Internet würde ich auch nicht so vertrauen.

Aber, ich finde die Idee mit einer äußeren Bezugsperson sehr gut, da du ja leider nur deinen dad hast und mit ihm nicht alles besprechen kannst. Ich möchte dir bzw deinem Vater nicht zu Nahe treten, aber das, was er macht ist für mich eigentlich emotionale Erpressung. Kannst du dich damit noch mal deiner Therapeutin anvertrauen?

Es geht doch um DEIN Wohlbefinden, dass es Dirgut geht!


Tut mir Leid, wenn ich dir nicht so super helfen kann, dennoch hoffe ich, dass es dir wenigstens ein bisschen Trost und Halt gibt!

LG Lia
Jetzt wird zu bald, und bald wird zu nie
28.03.2021, 18:00 Uhr | Calla1
Hallo Tilly, danke für deine Vorschläge. Für meine Hobbys gibt es nicht wirklich Kurse, aber ich werde verstärkt nach Vereinen und Gruppen Ausschau halten, sobald Corona vorbei ist. Religiös und bei der Kirche bin ich auch nicht, unsere Kirche im Dorf ist auch nicht aktiv, außer vielleicht einmal die Woche für einen Mini-Gottesdienst oder so.
Kennenlernen kann ich auch nicht wirklich jemanden. Weil ich niemanden außer meiner Familie kenne und auch nicht gesellig bin, kann ich nicht Leute über andere Leute kennenlernen und jemanden einfach so grundlos aufs Blaue anzusprechen traue ich mich weder, noch wird es in unserer Gesellschaft als normal und sympathisch verstanden.

Tut mir Leid, dass ich jetzt (fast) alle deine Ratschläge sofort ablehne, aber ich habe wirklich kaum Kontakte und kann sie deswegen auch nicht erweitern. Nicht mal Freunde, denn mit Gleichaltrigen verstehe ich mich ja nicht. Meine Familie ist auch zurückgezogen, also wird auch nicht der Nachbar mal zum Kaffee eingeladen, wie es bei manchen Familien üblich ist.

Danke für deine Hilfe und Mühe, Tilly!

Tilly200 schrieb:
Hallo Calla,

Das klingt nach einer sehr schweren Situation! Corona macht das ja leider wirklich nicht leichter... Ich habe ein paar Ideen, aber ich denke mal, dass du das auch schon überlegt hast. Ich schreibe sie trotzdem mal, vielleicht hilft es ja sonst jemanden anderem oder es gibt einen kleinen Impuls für dich.

Gehst du noch in die Schule oder was sind so deine Hobbys und Interessen? Gibt es da vereine oder ähnliches in denen du Leute finden kannst, die die Interessen teilen und dich daher vielleicht eher verstehen können? Dort könnte auch ein Trainer eine Bezugsperson werden.

Online kann ich sehr gut verstehen, dass du dort niemandem vertrauen kannst. Das geht mir auch so. Online Freundschaften kann ich nicht so richtig vertrauen, falls sich da wirklich jemand anderes hinter versteckt.

Bist du zufällig evangelisch oder katholisch? Dort gibt es ja Patenonkel bzw Patentanten und die können ja auch eine gute Bezugsperson sein. Hast du so jemanden?

Du schreibst außerdem, dass ihr eher zurückgezogen in eurem Dorf lebt. Gibt es irgendeine Möglichkeit jemanden doch kennenzulernen? Zb wenn du dich sozial für ältere engagierst, also zb einkaufen gehst für jemanden, dann kann es sein, dass die person für dich eine Art Mentor werden kann, oder willst du das in deinem Dorf lieber nicht haben?

Vielleicht war da irgendeine kleine Idee dabei... Schreib gerne weiter, dann fällt mir oder anderen vielleicht auch noch etwas anderes ein.

LG
Tilly
Jetzt wird zu bald, und bald wird zu nie
28.03.2021, 17:55 Uhr | Calla1
Nein, danke für deine Antwort. Deine Worte sind hart, aber irgendwie scheinst du auch recht zu haben... Dann werde ich versuchen, mir selbst eine Bezugsperson zu sein. Trotzdem muss ich nach Freunden schauen, auch wenn ich ihnen keine Verantwortung abgeben kann. Danke für deinen Rat auf jeden Fall, ich versuche, ihn zu beherzigen

Einhorn-- schrieb:
Hallo liebe Calla,
Ich konnte dein Thema ja auch schon in ein paar chats verfolgen und würde gern mit dir meine Erfahrungen teilen.
Ich hoffe sehr, dass du das nicht böse aufnimmt aber mit ist es sehr wichtig dir das mitzuteilen.
Mir ging es in deinem Alter ähnlich. Das war die Zeit bevor ich hier angemeldet war. Ich hatte keine richtige bezugsperson wo es sich "sicher" angefühlt hat. Ich habe unschöne Strategien verwendet um an Zuwendung zu kommen. Ich hab mir meist ältere Menschen gesucht und mit diesen gechattet. Manche sind nicht gut für mich gewesen und ich hab einige Dinge erlebt die ich keinem wünsche!
Aber ich habe mit den Jahren eine Erkenntnis erlangt und ich würde dir wünschen dass du diese auch erlangst um nicht die Fehler zu machen die ich gemacht habe.
Niemand wird dieses Loch bzw den Schmerz wegmachen können. Mir wurde mal von bke-Gregor gesagt, dass man lernen kann für sich selber eine gute mama/ein guter papa zu sein. Du selbst kannst viel tun das den Schmerz lindern kann. Es wird auch Menschen geben, die dir nähe geben, aber es wird niemand kommen der wie eine mama oder ein papa sein wird, das ist unmöglich. Bitte vertrau mir da, ich versuche das schon 7 Jahre lang.. Es kann gute Beziehungen zu Freunden, Beratern, Lehrern geben. Man kann aus jeder Beziehung was mitnehmen, aber wenn es an der Zeit ist loszulassen muss man das tun. Ja es klingt sehr hart. Und ich weiß dass es vor allem mit 14 nicht so einfach ist, aber ich würde dir wünschen dass du die Beziehungen aus einem anderen Blickwinkel betrachtest. Denn wenn deine Therapeutin die Therapie nicht beendet wird es irgendwann die Krankenkasse tun, die dann keine Stunden mehr genehmigt.
Soweit von mir
Schönen Sonntag
Einhorn
Jetzt wird zu bald, und bald wird zu nie
28.03.2021, 16:44 Uhr | Einhorn--
Hallo liebe Calla,
Ich konnte dein Thema ja auch schon in ein paar chats verfolgen und würde gern mit dir meine Erfahrungen teilen.
Ich hoffe sehr, dass du das nicht böse aufnimmt aber mit ist es sehr wichtig dir das mitzuteilen.
Mir ging es in deinem Alter ähnlich. Das war die Zeit bevor ich hier angemeldet war. Ich hatte keine richtige bezugsperson wo es sich "sicher" angefühlt hat. Ich habe unschöne Strategien verwendet um an Zuwendung zu kommen. Ich hab mir meist ältere Menschen gesucht und mit diesen gechattet. Manche sind nicht gut für mich gewesen und ich hab einige Dinge erlebt die ich keinem wünsche!
Aber ich habe mit den Jahren eine Erkenntnis erlangt und ich würde dir wünschen dass du diese auch erlangst um nicht die Fehler zu machen die ich gemacht habe.
Niemand wird dieses Loch bzw den Schmerz wegmachen können. Mir wurde mal von bke-Gregor gesagt, dass man lernen kann für sich selber eine gute mama/ein guter papa zu sein. Du selbst kannst viel tun das den Schmerz lindern kann. Es wird auch Menschen geben, die dir nähe geben, aber es wird niemand kommen der wie eine mama oder ein papa sein wird, das ist unmöglich. Bitte vertrau mir da, ich versuche das schon 7 Jahre lang.. Es kann gute Beziehungen zu Freunden, Beratern, Lehrern geben. Man kann aus jeder Beziehung was mitnehmen, aber wenn es an der Zeit ist loszulassen muss man das tun. Ja es klingt sehr hart. Und ich weiß dass es vor allem mit 14 nicht so einfach ist, aber ich würde dir wünschen dass du die Beziehungen aus einem anderen Blickwinkel betrachtest. Denn wenn deine Therapeutin die Therapie nicht beendet wird es irgendwann die Krankenkasse tun, die dann keine Stunden mehr genehmigt.
Soweit von mir
Schönen Sonntag
Einhorn
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
28.03.2021, 16:30 Uhr | Tilly200
Hallo Calla,

Das klingt nach einer sehr schweren Situation! Corona macht das ja leider wirklich nicht leichter... Ich habe ein paar Ideen, aber ich denke mal, dass du das auch schon überlegt hast. Ich schreibe sie trotzdem mal, vielleicht hilft es ja sonst jemanden anderem oder es gibt einen kleinen Impuls für dich.

Gehst du noch in die Schule oder was sind so deine Hobbys und Interessen? Gibt es da vereine oder ähnliches in denen du Leute finden kannst, die die Interessen teilen und dich daher vielleicht eher verstehen können? Dort könnte auch ein Trainer eine Bezugsperson werden.

Online kann ich sehr gut verstehen, dass du dort niemandem vertrauen kannst. Das geht mir auch so. Online Freundschaften kann ich nicht so richtig vertrauen, falls sich da wirklich jemand anderes hinter versteckt.

Bist du zufällig evangelisch oder katholisch? Dort gibt es ja Patenonkel bzw Patentanten und die können ja auch eine gute Bezugsperson sein. Hast du so jemanden?

Du schreibst außerdem, dass ihr eher zurückgezogen in eurem Dorf lebt. Gibt es irgendeine Möglichkeit jemanden doch kennenzulernen? Zb wenn du dich sozial für ältere engagierst, also zb einkaufen gehst für jemanden, dann kann es sein, dass die person für dich eine Art Mentor werden kann, oder willst du das in deinem Dorf lieber nicht haben?

Vielleicht war da irgendeine kleine Idee dabei... Schreib gerne weiter, dann fällt mir oder anderen vielleicht auch noch etwas anderes ein.

LG
Tilly
Everyone you meet is fighting a battle you know nothing about. Be kind. Always.
28.03.2021, 16:13 Uhr | Lia8888
Hey Calla,

erst mal wollte ich dir sagen, dass es wirklich ein großer Schritt ist, dass du dich hier mitteilst und das Vertrauen ins Forum hast!
Da kannst du echt stolz auf dich sein!

Zu deinem Problem/Problemen: Ehrlich gesagt fühle ich mich ähnlich wie du, auch was die Therapeutin angeht. Du triffst es eigentlich genau auf den Punkt.
Allerdings ist es rational natürlich nicht gut sich von seiner Therapeutin so abhängig zu machen, aber ich weiß, wie schwer das ist gerade, wenn man kaum Freunde/Bezugspersonen hat.

Leider weiß ich nicht genau, wie ich dir helfen kann, aber ich möchte, dass du weißt, dass du nicht alleine bist und da du geschrieben hast, dass du dich über jede Antwort freust antworte ich einfach mal!

In der jetzigen Zeit Freunde zu finden ist echt sehr schwer und aufs Internet würde ich auch nicht so vertrauen.

Aber, ich finde die Idee mit einer äußeren Bezugsperson sehr gut, da du ja leider nur deinen dad hast und mit ihm nicht alles besprechen kannst. Ich möchte dir bzw deinem Vater nicht zu Nahe treten, aber das, was er macht ist für mich eigentlich emotionale Erpressung. Kannst du dich damit noch mal deiner Therapeutin anvertrauen?

Es geht doch um DEIN Wohlbefinden, dass es Dirgut geht!


Tut mir Leid, wenn ich dir nicht so super helfen kann, dennoch hoffe ich, dass es dir wenigstens ein bisschen Trost und Halt gibt!

LG Lia
Difficult roads often lead to beautiful destinations

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