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01.07.2022, 13:10 Uhr | Wronggirl
Hallo,

Schon eine Weile überlege ich mir, ob ich mal hier im Forum schreiben soll oder nicht. Ich lese sonst eigentlich nur manche Themen still mit. Ich bin mir auch jetzt nicht sicher, ob ich mit meiner Frage oder meinem Thema hier richtig bin, ob jemand das auch so oder so ähnlich kennt oder versteht.
Schon länger begleitet mich andauernd das Gefühl von Angst. Und manchmal ist es für mich auch nicht definierbar, vor was genau. Es ist einfach nur dieses Gefühl. Und es ist quasi 24/7 da. Wenn ich unterwegs bin, abgelenkt bin usw. dann ist es auch nicht weg, nur leichter auszuhalten, nicht so stark. Und ich hab einfach gefühlt keine Kontrolle darüber. Wenn sie zu groß wird, überrennt sie mich einfach und ich kann ihr nicht wirklich was entgegensetzen, ich bekomme mich dann nicht mehr abgelenkt. Dadurch geht es mir jetzt einfach schon über einen längeren Zeitraum nie wirklich gut, weil ich dieses Gefühl nie ganz weg kriege.
Ich weiß nicht, ob man mir da wirklich helfen oder antworten kann, aber vielleicht kennt das ja auch jemand oder hat es geschafft damit so umzugehen, dass es besser wurde? Ich weiß nicht, wie ich dem etwas entgegensetzen soll, damit ich mich ihr nicht immer so hilflos ausgeliefert fühle.
Liebe Grüße
Wronggirl
22.08.2022, 18:28 Uhr | Wronggirl
Hallo,

Könnte bitte jemand vom Team das Thema schließen?
Danke

Grüße
Wronggirl
07.08.2022, 19:58 Uhr | bke-Andrej
Hallo Wronggirl,

prima, auch ich kann Dich nur bestärken, das zu tun.
Drücke Dir die Daumen. Daumen hoch Daumen hoch
Liebe Grüße
bke-Andrej
07.08.2022, 12:49 Uhr | Wronggirl
Danke Lorenz fürs antworten

Am Dienstag vormittag ist jetzt dann der Termin beim Jugendamt. Meine Freundin wird mich bis hin begleiten und auf mich warten.
Die Mutter meiner Freundin hat am Freitag dort angerufen, ganz kurz erklärt, wieso ich einen Termin brauche (also dass ich halt gerade bei ihnen bin und nicht nach Hause kann/möchte und meine Mum im Krankenhaus ist)

Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll, noch habe ich auch nichts aufgeschrieben, hoffe, dass ich das bis dahin noch schaffe. Ansonsten muss ich wahrscheinlich einfach abwarten wie es wird und irgendwie durchhalten.

Liebe Grüße
Wronggirl
05.08.2022, 12:47 Uhr | bke-Lorenz
Hallo Wronggirl,

bein Lesen eines Posts wird sehr deutlich, wie groß für dich die Hürde ist, dich jemandem -weit genug - anzuvertrauen, also zu erzählen, was für dich gerade das Wichtigste ist. Es scheint mir wie eine Art Knebel zu sein, der sich über deinen Mund legt. Und das, obwohl -so habe ich es zumindest verstanden- du den enstperchenden Menschen, z.B. den Profis beim Jugendamt, zutrauen würdest, dass sie dir helfen und dich unterstützen können.

Ich möchte dir sagen, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinenn beim Jugendamt dafür da sind, dich zu unterstützen und auch behilflich dabei sind, nach und nach gemeinsam mit dir darauf zu kommen, worum es geht. Meist ergibt es sich dann im Austausch, auch wenn das im Moment schwer vorstellbar sein mag für dich. Die Idee, dass dich die Freundin bis zur Tür begleitet, finde ich sehr gut. Hat vielen anderen auch schon geholfen. Und vor allem wartet sie ja vielleicht auf dich, wenn du fertig bist. Musst ihr dann ja auch nichts erzählen erst einmal, das könnt ihr ja besprechen vorher, dass sie nichts fragt....

Stichpunkte aufschreiben ist ebenfalls sehr gut, auch wenn es schwerfällt. Möglich wäre auch, bevor du die Gedanken aufschreibst, sie zunächst in dein Handy zu diktieren. Dann sind sie schonmal ausgesprochen.

Schlimmstenfalls verlässt du das Gespräch wieder, ohne was gesagt zu haben. Auch das wäre legitim und okay!

Hm, ich denke gerade an einen Satz, will ihn mit dir teilen:
Genau das, wovor wir am meisten zurückschrecken, bringt uns oft voran.

Viele Grüße schickt dir
*bye* bke-Lorenz
Zuletzt editiert am: 05.08.2022, 14:07 Uhr, von: bke-Lorenz
05.08.2022, 08:39 Uhr | Wronggirl
Guten morgen und danke Zita für deine Antwort,

Ich kann leider nicht sagen, ob es mir helfen würde, meine Freundin zumindest bis zum Jugendamt mitzunehmen. Im Moment fühlt sich alles unschaffbar an. Es setzt mich sehr unter Druck, dass ich weiß, dass es sein muss, es gibt keinen anderen Weg außer zum Jugendamt. Nur noch den Weg sonst wieder zurück.
Ich bin mir sehr sicher, dass ich nicht reden kann... Ich habe es im Laufe des letzten Jahres versucht, mich jemandem anzuvertrauen. Aber ich kann es nicht. Die Worte sind da, in meinem Kopf, aber ich kann sie nicht aussprechen. Jedes Mal, wenn eine Situation kam, in der ich hätte erzählen können /sollen konnte ich nicht. Ich habe mich einfach nur noch unwohl gefühlt, wollte dann nichts anderes als schnell weg aus der Situation, konnte gar nicht mehr sprechen.
Auch als ich hier ankam ging es mir so, selbst bei meiner Freundin, die ich wirklich mag und die unfassbar lieb ist, habe ich kein Wort raus bekommen als sie fragte, wieso ich nach einem Platz frage, wo ich eine zeitlang bleiben kann. Ich habe ihr einen kurzen Brief geschrieben, da sprechen nicht ging. Brief ist übertrieben, es waren nur 5 Sätze. 5 Sätze, die nicht wirklich etwas aussagen, für mich aber schon unglaublich schwer waren und selbst für die habe ich ewig gebraucht. Ich konnte nur schreiben, dass es zu Hause sehr schwierig ist, dass ich Angst habe nach Hause zurück zu gehen. Für sie und ihre Mum war das schon genug und okay, sie fragen zwar immer mal wieder nach, ob ich mehr erzählen möchte, aber lassen mich in Ruhe, wenn ich nicht mag. Aber das wird dem Jugendamt, denke ich, nicht reichen, um mir zu helfen.
Seit Tagen versuche ich, zumindest Stichworte aufzuschreiben, einen Zettel, den ich mitnehmen kann und notfalls einfach geben kann, damit ich nicht einfach nur stumm da sitze und mir am Ende eben niemand helfen kann. Aber ich bekomme es nicht hin und ich kann auch nicht erklären warum, eigentlich muss ich ja nur ein paar Worte aufschreiben. Aber ich kann nicht.

Liebe Grüße
Wronggirl
04.08.2022, 20:03 Uhr | bke-Zita
Hallo Wronggirl,
Oh weh …. da ist ja einiges gewesen seit deinem letzten Beitrag hier im Forum. Ich kann es nachempfinden, dass du in großer Sorge um deine Mutter bist. Und das du Angst um sie hast ….
Du kannst für ein Weilchen bei einer Freundin unterkommen. Schön, dass du diese Freundin und deren Mutter hast, schön, dass sie versuchen, für dich unterstützend da zu sein.
Aber dennoch - es ist eine (Wohn-) Lösung auf Zeit.
Zurück zu deinem Stiefvater - das ist für dich keine Option. Das kommt ganz deutlich an.
Es braucht eine andere Lösung. Eine andere, für dich gute, tragfähige Wohnumgebung.
Und da kommt das Jugendamt als mögliche Unterstützungs- und Anlaufstelle ins Spiel. Du bist ja noch keine 18, gehst noch zur Schule, hast noch kein eigenes Einkommen.
Es ist gerade ganz schön viel, was auf dich einprasselt ……was dich sorgt, ängstigt, da gibt es (so scheint es mir) so manches, was du nicht wagst offen auszusprechen. Auch nicht vor deiner Freundin, auch nicht vor deren Mutter.
Vielleicht würde es dir den Gang zum Jugendamt ein Stück leichter machen, wenn dich deine Freundin bis hin begleitet. Und sie dann draußen vor dem Büro der Jugendamtsmitarbeiter*in wartet ?
Und - meinst du, du könntest (erst mal nur für dich) zumindest ein paar Stichworte formulieren …. Überschriften …. Aus denen vielleicht Sätze wachsen könnten ?

Schicke dir ganz herzliche Grüße
bke-Zita
04.08.2022, 18:52 Uhr | Wronggirl
Hallo,

Eigentlich passt das jetzt nur so halbwegs in meinen Thread, weil es um was anderes geht, aber ich möchte keinen neuen Thread eröffnen. Seit meinem letzten Beitrag hat sich leider vieles bei mir verändert. Mir fällt es sehr schwer, darüber zu schreiben, besonders hier im öffentlichen Bereich, aber ich bin zur Zeit echt sehr verzweifelt und weiß nicht mehr weiter.
Eigentlich lebe ich mit meiner Mutter und meinem Stiefvater zusammen. Das Verhältnis ist nicht so gut, schon sehr lange und das zu meinem Stiefvater ist sehr schlecht. Meine Mum hatte vor ca. 3 Wochen eine schwere Hirnblutung, wurde operiert, hatte danach sehr viele schwere Krampfanfälle und musste verlegt und nochmals operiert werden. Seit 1 1/2 Wochen ist sie im Koma. Es geht ihr sehr schlecht, niemand kann mir sagen, wie es weiter geht, wie sehr sie auf Dauer eingeschränkt sein wird, wann sie wieder aufwacht, wie lange das ganze dauern wird. Allein das macht mich schon fertig, ich mache mir ständig Sorgen, habe große Angst, sie zu verlieren.
Anfangs war ich mit meinem Stiefvater alleine zu Hause, doch das ging nicht mehr. Und ich kann aus verschiedenen Gründen auch nicht zurück. Ich bin bei einer Freundin und ihrer Mutter vorübergehend untergekommen. Sie wissen jetzt ein kleines bisschen, dass zu Hause einiges schwierig ist, aber auch mit ihnen kann ich nicht darüber sprechen oder es aufschreiben, was zu Hause los ist, damit sie es verstehen. Hier auf Dauer bleiben geht aber einfach so auch nicht. Und das weiß ich. Die Mutter meiner Freundin möchte, dass wir zum Jugendamt gehen, es muss geklärt werden, wo ich hin kann, ich kann ja nicht einfach ewig hier bleiben. Ich werde nächsten Monat 18, muss aber noch 1 Jahr zur Schule.
Ich verstehe ja, dass das sein muss. Aber ich habe so große Angst davor. So sehr, dass ich sogar schon überlege, ob ich nicht doch einfach wieder zu meinem Stiefvater gehe und es noch 1 Jahr aushalte... Ich weiß nicht, was ich tun soll. Meine Freundin hat mir angeboten, mich zum Jugendamt zu begleiten, aber das Problem ist, dass sie auch nicht wirklich weiß was los ist und ich denke dass die Hürde dann etwas zu erzählen noch größer wird, wenn sie mit dabei ist. Ich weiß einfach grad nicht mehr weiter, mir ist alles zu viel. Die Angst um meine Mum, die Angst vor meinem Stiefvater, die Angst beim Jugendamt kein Wort raus zu bekommen und ihnen nicht klar machen zu können, dass ich nicht mehr zurück kann, weil ich es nicht ansprechen kann. Vielleicht gar kein Wort raus kriege und sie mir dann absolut nicht helfen können. Ich kanns auch nicht aufschreiben... Ich kriege es einfach nicht hin.
Wahrscheinlich kann man mir da auch nicht helfen, weil ich einfach selbst den Mut aufbringen muss und es durchziehen muss, reden oder es aufschreiben muss. Aber ich hab den Mut nicht... Und weiß auch nicht wo ich ihn hernehmen soll. Ich bin einfach nur k.o.

Wronggirl
07.07.2022, 21:38 Uhr | Leniona
Hallo wronggirl

Ich hab mir mal die letzten paar Beiträge durchgelesen. Wenn ich das richtig verstanden habe ist die Angst momentan dein fester Begleiter aber du kannst nicht sagen warum sie da ist. Versteh ich das richtig?

Ich glaube und hoffe dass ich es richtig verstanden habe. Aber du hast manchmal Ängste weil du durch iwelche Menschen, Situationen getriggert wirst. Oder eben wenn du Angst hat dass bestimmte Situationen die sich dein Kopf schon ausgemalt hat eintreten. Also mal als Beispiel, jmd wurde gemobbt und kommt in eine neue Klasse und dan hat er Angst dass das wieder passiert. Da hat er dann auch wieder Angst. Und diese unterschwellige Angst die immer iwie da ist…okay da fallen mir gerade auch nicht so wirklich die richtige Worte ein. Aber mein Vater hat mich damals verlassen und seitdem habe ich bei jedem Menschen Kontakt Angst dass mich Leute wieder verlassen. Also achte ich jedes mal ganz genau ob es iwelche Anzeichen der Person gibt dass sie mich verlässt. So würde ich diese unterschwellige Angst verstehen auch wenn es bei dir whs ein anderer Grund ist oder einen anderen Auslöser hat.
Das mit den frühwarnzeichen kenn ich. Iwie gibt es die bei mir auch nicht was es gefühlt unmöglich macht der Angst vorzubeugen und schon davor dagegen zu wirken sodass die Angst erst gar nicht so groß werden kann.
Kannst du momentan sagen wovor du Angst hst. Oder hast du irgendeine Idee?
Was ich mir vorstellen könnte was vllt hilft ist, wenn du dir vllt ein kleines Buch mit nimmst. Bzw. Wir sind ja im 21. Jahrhundert da geht das ja auch auf dem Handy ;)
Aber das du wenn du merkst dass sich etwas in der Angst ändert du das aufschreibst. Also z.b. erstmal von einer Skala festhalten von 0-10 wie stark sie ist. Dann kannst du ja vllt aufschreiben was in dem Moment in deinem Kopf vor sich geht. Vllt weißt du in dem Moment schon dass du genau vor XY Angst hast. Und wenn du es nicht weiß kannst du aufschreiben was direkt davor passiert ist. Was du für Gefühle oder Gedanken hast die diese Angst beeinflusst haben könntest. Vllt findest du so ein Schema oder frühwarnzeichen die sich immer wieder wiederholen.

Ich hoffe das hat dir überhaupt was gebracht. Sonst tut es mir leid.
Alles alles Liebe
Leni *hug*
Es ist egal zu welchem Zeitpunkt man einen Menschen verliert...es ist immer zu früh und es tut immer weh!
07.07.2022, 18:30 Uhr | Wronggirl
Hallo Ina,

Danke für deine Nachricht!
Ich kann meine Angst schon gewissen Situationen zuordnen. Also sie ist in manchen Situationen stärker und ich weiß auch meistens, was sie auslöst, es sind ganz genaue Dinge die passieren oder vor denen ich mich eben fürchte dass sie (wieder) passieren. Dass sie dann irgendwie leichter auszuhalten wäre wäre gelogen, aber da kann ich sie zuordnen und das macht es dann irgendwie doch schon leichter. Nur manchmal, da kann ich nicht sagen, woher sie kommt oder wovor genau ich in diesen Momenten Angst habe. Sie ist einfach da. Und dass sie eben nie so ganz weg geht, obwohl es keinen Grund gibt dass die Angst da ist. Wahrscheinlich ist das sehr kompliziert zu verstehen, ich glaube ich habe es nicht sonderlich gut erklärt. Aber besser bekommt mein Kopf das gerade nicht hin.
So wirklich habe ich nicht den Eindruck dass es irgendwelche Frühwarnzeichen gibt weil sie ja quasi eh immer unterschwellig irgendwie da ist und sie dann auch schnell so stark wird, dass ich dann eben das Gefühl habe nichts dagegen tun zu können.
Letzte Nacht und heute ist die Angst wieder oft sehr stark. Die Situation grad ist auch eher schwierig und es sieht nicht so aus als würde sich das die nächsten Tage ändern. Und leider kann ich dagegen auch nichts wirklich machen, ich muss da einfach irgendwie durch...

Liebe Grüße
Wronggirl
04.07.2022, 21:51 Uhr | bke-Ina
Hallo Wronggirl,

du nimmst deine Angst sehr aufmerksam war und merkst, dass sie in letzter Zeit eher zugenommen hat. Wie gut wir mit Angst (und anderen schwierigen Gefühlen) umgehen können, hängt oft auch mit unserer Belastung im Alltag zusammen. In Zeiten, in denen wir gestresst und angespannt sind, halten wir schwierige Gefühle oft schlechter aus, bzw. können weniger sorgsam mit uns selber umgehen und erleben damit negative Gefühle stärker. In Zeiten, in denen alles einigermaßen rund läuft, sind dann auch Stress/Angst etc. oft etwas einfacher zu verarbeiten.

Vielleicht hilft es dir, wenn du ein bisschen aufschreibst, was neben der konkreten Angst sonst noch gerade alles los ist in deinem Leben und kannst so einen Zusammenhang zwischen der gefühlten Intensität deiner Angst und deinen Alltagsbelastungen feststellen. Das hilft manchmal sich nicht ganz so ausgeliefert zu fühlen, weil das Auf und Ab etwas nachvollziehbarer und weniger willkürlich wirkt.

Du hast schon ein paar Sachen gefunden, die dir helfen, dich von der Angst abzulenken. Wenn die Angst ganz groß ist, fällt dir das Ablenken aber schwieriger. Erkennst du denn bei dir irgendwelche "Frühwarnzeichen"? Also Anzeichen, dass die Angst kommt, so dass du eingreifen und ablenken kannst, bevor sie ganz schlimm ist und nichts mehr hilft?

Liebe Grüße,
bke-Ina
04.07.2022, 20:43 Uhr | Wronggirl
Hallo Fiona,

Ablenkung hilft mir immer ein bisschen, aber die Ablenkung muss sozusagen groß genug sein, damit sie hilft. Am meisten hilft mir da die Anwesenheit von Freunden, wenn ich beim Training bin oder eben in der Schule. Aber so für mich, wenn ich alleine bin, ist die Angst immer da, egal wie sehr ich mich versuche abzulenken. Manchmal ist sie ja auch nur so nebenbei da, ich kann sie dann einigermaßen aushalten. Nur manchmal ist sie halt sehr stark oder wird sehr stark und dann hilft mir in Sachen Ablenkung irgendwie gefühlt gar nichts mehr. Und irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass es von mal zu mal etwas schlimmer wird, die Angst immer größer wird und es immer länger dauert bis ich mich wieder einigermaßen beruhigen kann.
Die letzten 2 Tage ist die Angst wieder sehr groß und oft stark und ich weiß gar nicht so wirklich wohin mit mir. Ich kann es aber auch nicht in Worte fassen.
Liebe Grüße
Wronggirl
02.07.2022, 15:11 Uhr | bke-Fiona
Hallo wronggirl,

du bist sicher nicht alleine mit dem Angsthaben - und es ist schon mal ein Schritt, wenn du hier im Forum darüber schreiben kannst : )

Vielleicht haben die anderen hier Tipps für dich, was sie machen wenn die Angst zu groß wird?

Vielleicht könnte es helfen, wenn du versuchst, dich darauf zu konzentrieren wie du au einem Stuhl sitzt, wie dein Rücken sich an der Lehne anfühlt, deine Füsse fest auf dem Boden stehen, du dich umschaust und deine Umgebung genau anschaust, was um dich herum ist, wenn du die Geräusche um dich herum wahrnimmst und vielleicht auch etwas riechst.

Wenn man sich auf etwas konzentriert könnte die Angst keinen Platz mehr haben..... Da könnte auch helfen, etwas zu malen, zu zeichnen, ein Puzzle zu machen.

Und, wenn du den Schritt hier ins Forum gewagt hast- vielleicht würde dir eine Therapie auch helfen können dass die Angst kleiner werden kann.

Und, noch ein Gedanke - du könntest dir sagen, dass du zwar Angst hast, dass dir aber im Moment nichts passieren kann, dass du in Sicherheit bist (was ich sehr hoffe)

liebe Grüße, bke-fiona
02.07.2022, 14:13 Uhr | Wronggirl
Hallo Hannes,

Es gibt 2 Gründe wieso ich mir so sicher bin, darüber mit niemandem in meinem Umfeld ins Gespräch zu kommen.
1. Weil die Überwindung für mich sehr groß ist, überhaupt auf das zu sprechen zu kommen. Wenn ich es mir vorstelle, es jemandem zu erzählen, geht es mir damit sehr schlecht.
2. Weil ich es schonmal versucht habe. Vor einiger Zeit hatte ich Kontakt zu der Sozialarbeiterin meiner Schule. Aber dann wurde der Gedanke zu stark, dass sie viel zu viel weiß und ich das nicht aushalten kann. Und ich habe den Kontakt zu ihr abgebrochen.
Mit meinen Freunden möchte ich nicht sprechen. Sie würden bestimmt für mich da sein und mir zuhören. Aber ich brauche sie genau so, wie es jetzt ist. Ich möchte nicht, dass sich dadurch, dass sie etwas wissen, etwas verändert. Selbst wenn sie sich dadurch nicht mir gegenüber ändern würden, wäre es für mich anders. Ich könnte nicht ausblenden, dass sie etwas wissen. Vielleicht ist das schwierig nachzuvollziehen.

Hier etwas mitzuteilen ist auch nicht ganz leicht, vor allem hier im Forum. Eine EB habe ich hier schon länger, von daher ist es nicht wirklich fremd eine Antwort zu bekommen. Aber noch bin ich mir nicht sicher, ob es okay ist auch hier im Forum zu schreiben, wo es jeder lesen kann. Das wird sich zeigen.
Liebe Grüße
Wronggirl
01.07.2022, 21:44 Uhr | bke-Hannes
Hallo Wronggirl,
auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum!

Was macht Dich denn so sicher, es nicht zu schaffen, mit anderen (Therapeut*innen, Berater*innen, Freund*innen...) ins Gespräch zu kommen über das, was Dich plagt?
Du hast ja hier schon einen Anfang gemacht! Wie geht es Dir damit? Du hast etwas von Dir mitgeteilt...und Du erhältst eine Resonanz...hier von Kira. Wie erlebst Du das? Angenehm? Fremd?
Auf alle Fälle finde ich Deinen Anfang sehr, sehr mutig und vielleicht ermutigend für andere, die das lesen.
Und vielleicht hast Du ja Lust, uns noch mehr teilhaben zu lassen an dem, was Dich bedrängt?
Viele Grüße, bke-Hannes
01.07.2022, 18:55 Uhr | Wronggirl
Hallo Kira,

Danke für deine Nachricht. Ehrlich gesagt suche ich eigentlich nach einem Weg, irgendwie für mich alleine besser mit der Angst klarzukommen. Es weiß einfach niemand davon und eigentlich möchte ich das auch gern so beibehalten. Ja, ich habe schon öfter darüber nachgedacht mir Hilfe zu holen, nicht nur wegen diesem Thema. Aber ich schaffe es einfach nicht.
Danke für die lieben Wünsche
Liebe Grüße
Wronggirl

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