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10.06.2023, 18:04 Uhr | weepingwillow
unwichtig
Zuletzt editiert am: 11.06.2023, 12:02 Uhr, von: weepingwillow
24.05.2024, 18:49 Uhr | Wronggirl
Liebe Willow,

Deine Verzweiflung konnte ich beim lesen deiner Worte fast schon greifen, so sehr spürt man aus deinen Zeilen, wie es dir geht. Und es tut mir schrecklich leid, dass du gerade so leidest. Du kämpfst an so vielen Fronten gleichzeitig und merkst, dass dir die Kraft ausgeht... Ich finde das sehr sehr verständlich.

Du ringst so sehr darum, noch durchzuhalten, damit es für andere leichter ist, besser ist, um für sie da zu sein, obwohl du kaum noch Kraft für dich selbst hast. Es ist eine wundervolle Eigenschaft, für Andere da zu sein, Empathie zu zeigen, Herzblut in die Arbeit und die Menschen zu stecken... Das ist ein großer Teil von dir. Und ich weiß, wie schwer es dir fallen muss, dich selbst an erste Stelle zu setzen. Aber genau dort gehörst du in deiner Prioritätenliste hin. Ganz an die Spitze, denn du bist wichtig und wertvoll und ich fände es so traurig, wenn dir die Kraft komplett ausgehen würde und du untergehst. Ich weiß, dass meine Worte den Schmerz in dir nicht kleiner werden lassen können, ich weiß, dass ich durch mein Dasein nur bedingt deine Last mittragen kann. Dennoch möchte ich, dass du weißt, dass du es immer einen Ort und Menschen geben wird, denen du wichtig bist, die dich nicht egoistisch finden, wenn du alle Anderen eine zeitlang vergisst und nur nach dir selbst schaust. Sondern das sogar sehr begrüßen würden und sehr stolz wären, wenn du das schaffen würdest.
Wenn du alle anderen Menschen und wie es für sie leichter wäre vergessen könntest und alle Verpflichtungen, die du spürst, nicht da wären... Wie würden dann deine nächsten Schritte aussehen? Denkst du für dich selbst, für deine Heilung und deinen Weg würdest du den Schritt in die Klinik so schnell wie dann gehen? Oder hindert dich im Moment noch etwas? Musst du natürlich nicht beantworten, wenn du das hier nicht möchtest.

Achte bitte gut auf dich, ich kann verstehen, dass du für deinen Opa mit da sein möchtest. Aber ich würde dir wünschen, dass dir nichts passiert. Du hast so schwer dafür gekämpft, da raus zu kommen und in Sicherheit zu sein. Das darf dir nicht verloren gehen. Versuche so gut wie möglich auf Abstand zu den Menschen zu bleiben, die dir nicht gut tun. Und wenn das heißt, dass du mal nicht deinem Opa helfen kannst, dann ist das sehr traurig und ich weiß, schwer auszuhalten. Aber das, was passieren könnte, ist, denke ich, noch viel schwerer auszuhalten.
Ich denke an dich liebe Willow.

Alles Liebe
Girl
24.05.2024, 17:41 Uhr | bke-Ina
Liebe weepingwillow,

du merkst, dass du Hilfe brauchst und diese scheint gerade nicht greifbar zu sein. Zusätzlich zu deiner Vergangenheit hast du auch aktuell verschiedene Baustellen, um die du dich sorgen musst. Ich kann dein Gefühl von Mut- und Kraftlosigkeit gut nachvollziehen.

Du hast eine Hilfe, auf die du normalerweise bauen kannst, nur ist die gerade nicht da. Gibt es denn vielleicht eine Vertretung? Ich weiß, dass das natürlich nicht das Gleiche ist, aber es wäre vielleicht eine Möglichkeit zumindest etwas Unterstützung im Umgang mit der aktuellen Situation zu bekommen.

Du spürst, dass du gerade nicht die nötige Kraft aufbringen kannst, um das Ruder herumzureißen. Und wenn ich dich richtig verstehe, steht ein Aufenthalt in der Klinik im Raum. Auch wenn von dir von außen erwartet wird, dass du "noch eine Weile durchhältst, bist du schlußendlich an erster Stelle für dich verantwortlich. Und wenn du merkst, dass es nicht geht und die Situation immer bedrohlicher wird, finde ich es ganz wichtig, nach einem Ausweg zu schauen.

Gibt es bei der Arbeit jemanden, an den du dich wenden kannst, bezüglich der Situationen, die nicht ok sind? Eine Mitarbeitervertretung o.ä.? Normalerweise stehen diese ja erstmal unter Schweigepflicht, so dass du deine Situation schildern können müsstest, ohne dass gleich in Aktion getreten werden muss, falls du das nicht willst.

Ich schicke dir warme Sonnenstrahlen als kleinen Lichtblick (wenn du magst, kannst du sie auf deinem Gesicht spüren, wenn du die Augen schließt), und viele liebe Grüße,
bke-Ina
24.05.2024, 15:58 Uhr | weepingwillow
liebe bke-kira,
ich funktioniere meistens nur, mache das was alle von mir erwarten, ich bin nicht ich. ich weiß nicht mal wer ich bin. ich spüre, dass ich mich verändere. gerade ecke ich damit an vielen stellen an. ich komme so nicht weiter. ich muss irgendetwas verändern, nur weiß ich gerade nicht was. ich habe zu viele offene baustellen.. am liebsten würde ich von alldem weglaufen, so weit weg, ein neues leben anfangen, neue pläne umsetzen... und dann wieder will ich einfach nur das alles aufhört. ich wünschte die person, die helfen würde wäre da und könnte das mittragen, könnte mit mir nach einer lösung suchen..
ich brauch gar keine ideale lebenssituation. ich würde nur gerne nicht mehr so viel angst und gefahr spüren müssen.. ich weiß, dass ich mich durch mein ganzes leben werde kämpfen müssen. ich weiß, dass ich mich nur auf mich verlassen kann. ich würde nur gerne nicht mehr so oft ans sterben denken müssen. ich würde gerne einen weg sehen können. ich habe so viele pläne was ich tun will und wie ich anderen helfen will, aber ich kann mir ja nicht mal selbst helfen..
manche meiner wege sind vorgegeben, auch wenn ich manchmal versuche andere zu gehen. aber da ist wenig spielraum irgendwie. ich habe so oft gehört was ich tun muss, um mit meiner vergangenheit zurecht zu kommen, dass ich mich solange dazu gezwungen habe und fast daran zerbrochen bin.. und jetzt versuche ich es wieder zu reparieren, aber da ist keine kraft mehr da.
ich muss mich gerade mit um meinen opa kümmern, auf arbeit geschehen dinge, die so nicht okay sind (auch objektiv), ich hole mir dafür hilfe aber sie prallt dann überall ab, wenn ich eine idee mitteile. ich stecke so viel herz und energie in die dinge. ich versuche mich zu stabilisieren, aber ich merke erst wie müde und wie wenig kraft ich noch habe. mit der opa sache komme ich der gefahr so sehr nahe... irgendwann treffe ich die gefahr wieder, was dann? wird es dann überhaupt weitergehen? jeder macht sich sorgen.. ich mache mir auch sorgen.. mein kampf da raus, wird er umsonst gewesen sein?
ich versuche verzweifelt nach allen händen in meiner umgebung zu greifen. verzweifelt um hilfe zu bitten. nur damit ich nicht alleine bin, das mein hund irgendwo sein kann falls ich in eine klinik muss. aber dann hört man dinge wie "ich hoffe du hälst noch eine weile durch".. ja.. ich versuche doch alles. ich gebe mir so mühe, ich stehe jeden tag auf, aber wofür eigentlich noch?
ich weiß nicht, ob ich die worte stehen lassen kann, aber ich weiß, dass ich hilfe brauche und noch einige zeit alleine auskommen muss bis meine hilfe wieder da ist...
danke für deine worte.
liebe grüße willow
22.05.2024, 21:41 Uhr | bke-Kira
Hallo Willow,

Du lebst! Dennoch ist mir geläufig, was du meinst mit dem „LEBEN WOLLEN“.
Das Gefühl dich nicht lebendig zu fühlen oder die Feststellung, dass deine Lebenssituation nicht deinen Wunschvorstellungen entspricht. Das erdrückt und macht lahm und unlebendig. Das glaube ich dir.

Du bist nicht alleine damit, weil es keine ideale Lebenssituation gibt. Auch wenn wir immer wieder diesen Zustand anstreben, gibt es immer wieder Höhen und Tiefen, Veränderungen und „Hausaufgaben“. Du nennst es selbst Steine. Wenn du über die Steine oder den Steinberg schreibst, könnte es sein, dass du Wege gehst oder dazu von außen gezwungen bist, weil du besonderen Herausforderungen ausgesetzt bist?
Das muss hart sein. Dabei muss ich an die Annahme denken, dass wenn man merkt, dass man auf dem Weg nur noch ermüdet und viel Energie verliert, es doch nicht der richtige ist und dass man vielleicht das macht, was zu einem nicht passt?

Es scheint dir auch viel Mühe und Kraft zu kosten. Was genau? Was ist es genau und was sind es für Steine? Was muss man bewältigen und was könnte man erstmal so lassen und vielleicht sogar sich nur anschauen, mitbekommen und….weiterziehen, loslassen, lernen glücklich zu sein. Ja: trotzdem zu genießen und sich zu freuen muss manchmal gelernt sein. Immer wieder sich zu entwickeln und das Ganze zu sehen. Vielleicht erscheinen dann Steine nicht so bedeutend und wichtig oder werden sogar kleiner? Nicht leicht! Besonders dann, wenn man Schweres erlebt hat und noch viel in sich trägt. Das braucht Zeit und Mut. Aber so wie du dich beschreibst: erlebt man dich eigentlich als eine starke Person! Dann hast du diese Ressource und diesen Teil in dir. So einfach lässt du dich nicht unterkriegen und manchmal….geht es um „Geben und Nehmen“. Wie du es schon ahnst: es fällt dir schwer Hilfe anzunehmen, also etwas zu nehmen. Dann weißt du, wo du anfangen kannst: dich mehr auf jemanden einzulassen und zu verlassen ausser auf dich selbst. Das ist eine wichtige Erkenntnis! Wer will dir diese Hand reichen und wann könntest du etwas anders machen als sonst und dich doch auf jemanden verlassen? Was könnte diese Hilfe sein und von wem?

Ich hoffe, dass du beides in dir annehmen kannst: die Kraftvolle und die Weiche. Wollte es nicht mit „stark“ und „schwach“ bezeichnen, weil ich glaube, dass es bei dir viel um Vertrauen und /An/Nehmen gehen könnte.

Indem du hier schreibst, offenbarst du ja auch beides. Probiere es auch im Leben. Wenn du nehmen kannst, kannst du wieder geben. Dann sieht die Welt mehr von dir … und du fühlst dich lebendiger.

Gute Nacht wünscht dir
Bke-Kira *bye*
22.05.2024, 19:19 Uhr | weepingwillow
liebe bke-kira,
ich habe eine vorstellung wie ich werden möchte, aber je mehr ich mich über meinen steinberg kämpfe, umso mehr steine werden dazu gelegt. von außen sieht man nur die starke willow. die willow, die alle probleme alleine löst. aber die willow hat auch keine kraft mehr für andere. sie muss ihren kopf irgendwie über wasser halten. weil jeder erwartet, dass sie es kann... ich versuche mich verletzlich zu zeigen. manchmal helfen die reaktionen und doch bin ich viel alleine.. ich weiß nicht wie ich das ändern kann. ich weiß, dass da menschen sind denen ich wichtig bin, aber ich kann es nicht fühlen. ich bin zu weit weg von mir. zu weit weg von allem.. die person die ich gerade gerne hier hätte sehe ich erst nach einer weile wieder. bei meinen freunden will ich mich nicht ganz fallen lassen, wobei die sich auch sorgen.. ich weiß nicht, ob ich den weg weiter gehen kann. ich stecke fest, weil ich angst habe, ob ich das tragen kann, wenn ich weiter gehe. ich habe angst es nicht auszuhalten. angst dass ich zu jemanden werde, den ich selbst verabscheuen würde... ich verstehe das alles nicht. wieso schaffe ich es nicht schneller an mein ziel? und wieso liegen da so viele steine? wieso kann ich nicht fühlen, dass da hände sind die ganz kurz immmer helfen. ich will endlich leben können und dürfen. ich kämpfe mich jedes mal da raus. versuche so normal wie alle anderen zu leben. warum klappt es nicht? warum haben die jahre früher so viel zerstört, dass ich es nicht wieder repariert bekomme...
18.05.2024, 23:20 Uhr | bke-Kira
Liebe willow,

es tut mir leid, wenn du dir alleine vorkommst und selbständig so viel bewältigen musst. Das stärkt dich bestimmt.
Hoffe, dass es dir gelingt auszuruhen. Du erlebst eine intensive Zeit! Und gerade dann ist es unbedingt notwendig Dinge zu verarbeiten, sie zu speichern, etwas loszulassen und etwas zu ändern oder auch anders zu tun.
Was könnte für dich anders und neu sein?
Wen würdest du gerne an deiner Seite haben?

Hoffe, du kannst am Wochenende ausruhen. Das wünsche ich dir.

Fühle dich hier im Forum nicht alleine.
Gute Nacht!
bke-Kira *bye*
18.05.2024, 20:27 Uhr | weepingwillow
liebe bke-hana,
ich habe noch keine richtige lösung für das gefunden. aber an dem tag konnte ich es vermeiden. aber möglicherweise wird es dazu oft kommen. ich muss einen weg finden. eine idee habe ich schon, nur muss ich mich dafür wichtig genug nehmen und das dann auch so durchsetzen. ich will es nämlich zumindest nicht so machen wie es andere von mir erwarten. schwierig zu erklären.. es war in dem moment so spontan, dass ich mich nicht darauf vorbereiten konnte. jetzt im nachgang habe ich menschen darüber eingeweiht und gehört, dass das viel sorge auslöst und ich es unbedingt vermeiden soll.. vielleicht hilft mir das was mir gesagt wurde, um mich ernstzunehmen und meine angst nicht zu übergehen.
im moment kommt ein problem nach dem anderen. ich weiß auch nicht wie ich das problem lösen soll, weil ich eigentlich alles getan habe was ich tun kann. ich fühle mich mit dem problem, auch wenn ich viel nach hilfe gesucht habe, sehr alleine gelassen, weil keiner so richtig hilft oder vorschläge die ich mir eingeholt habe, abgelehnt werden. ich weiß nur, dass mich das langfristig kaputt machen wird. ich merke wie instabil ich werde. die woche waren so viele ereignisse, so viel das getriggert hat. ich kann kaum noch meinen kopf über wasser halten. mein körper zieht auch die bremse. ich stehe seit ein paar tagen sehr neben mir. heute ist es viel schwindel und müdigkeit. so viel wie in den letzten tagen, habe ich sehr lange nicht geweint. ich bin sehr verzweifelt. stehe jetzt eine weile wieder alleine da. muss so viele konflikte und probleme lösen. ich wünsche mir einen pauseknopf. keine erwartung, einfach stille. atmen können. schlafen können...
beruflich ist es wie privat, ich muss mich alleine durchkämpfen.. immer alleine zu sein macht so traurig und hilflos. vor allem wenn man sich hilfe holen will und auch holt... aber nichts geschieht.. mir geht die kraft aus und ich bin an meiner grenze. das habe ich deutlich gesagt. aber auch das interessiert niemanden. jetzt habe ich eigentlich eine woche pause um mich zu ordnen, ideen zu verarbeiten und etwas zu entscheiden... ich habe nur eine sache die in meiner macht noch steht. aber die entscheidung macht angst..
es ist gerade so viel am verändern. und leider eher zum negativen. ich brauch die kraft um mit mir klar zu kommen und weiter an allem zu arbeiten.. ich frage mich immer wieder, ob ich das überhaupt so weitermachen kann... ich frage mich was ich tun muss, damit ich es endlich etwas leichter habe. ich musste etwas versprechen und wenn ich etwas verspreche, will ich es einhalten. doch ich weiß langsam nicht mehr wie..
danke hana.
liebe grüße willow
10.05.2024, 18:17 Uhr | bke-Hana
Liebe willow,

danke dir, dass du uns an deinen neuen und wertvollen Erfahrungen teilhaben lässt. Du hast beschrieben wie schwer es für dich ist, diese noch ungewohnten Reaktionen von Menschen, die du inzwischen um dich hast, als gute Erfahrungen zu integrieren. Auf dem Boden von sehr verletzenden und verunsichernden, angstmachenden früheren Begegnungen, die womöglich über Jahre oder sogar Jahrzehnte andauerten ist es wirklich alles andere als leicht, sich an ganz andere - wertschätzende - Verhaltensweisen zu gewöhnen. Das ist richtig viel Arbeit, mit immer wieder auch fiesen Stolpersteinen, vielen Zweifeln, tratzdem immer wieder dranbleiben ... Schritten auf dem Weg... Stück für Stück vorwärtskommen ...

Oh je, morgen scheint für dich etwas anzustehen was schwer ist und bedrohlich und sogar deine Sicherheit gefährdet. Das klingt besorgniserregend *sad* Willst du das denn machen oder musst du? Ich habe mich auch gefragt, wer "das" entschieden hat, ob es deine Entscheidung ist oder die von jemand anderem. Na ja, und was dagegen spricht, das nicht zu machen. Du meintest, du könntest vorher mit niemandem mehr darüber sprechen, jedenfalls nicht so richtig. Hast du denn jemanden, z.B. deine Therapeutinn oder auch Mailberaterin vorab eingeweiht? Falls du hier nicht deutlicher werden kannst und auch nicht Freund:innen gegenüber könnte es eine Möglichkeit sein, mit den Personen die ggf. genauer Bescheid wissen, in einen imaginären Dialog zu gehen. Ihnen auf diese Weise zu erzählen, was dich bewegt, was dich ängstigt und dir ihre Antworten vorzustellen. Wenn du dir vorstellen kannst anonym mit jemandem sprechen, fällt mir auch die Telefonseelsorge ein (08001110111) die du anrufen kannst.

Und natürlich: Sei hier und fühle dich eingeladen das Forum als Hilfestellung zu nutzen, soweit es für dich geht.

Viele Grüße und pass auf dich auf!!
bke-Hana
10.05.2024, 17:05 Uhr | weepingwillow
unwichtig
Zuletzt editiert am: 11.05.2024, 19:53 Uhr, von: weepingwillow
08.05.2024, 22:23 Uhr | bke-Hana
Hallo liebe willow,

ich finde es sehr nachvollziehbar, wie du beschreibst wie du dich fühlst und auf welchem Hintergrund: Das du denkst alles alleine schaffen zu müssen, dass du nicht abhängig sein möchtest, Sorge hast, zu viel zu sein. Aus Angst, andere zu nerven und dass du meinst, dass du nicht gemocht werden kannst. Das sind sehr prägenden Glaubenssätze die dir in deiner Vergangenheit mitgegeben wurden und von denen ein Teil in dir voller Überzeugung heute meint, das sie die Wirklichkeit sind.

Das, was diese alten Sätze aussagen ist aber nicht DIE WIRKLICHKEIT sondern die von denjenigen Menschen, die dir diese Botschaften in einer Zeit nahebrachten, in der du ihnen noch nichts entgegensetzen konntest. Du darfst sie überschreiben und ich merke, das du das auch bereits machst. Mit ganz viel Mühe, Mut und Tapferkeit, sie immer wieder und erneut überrüfend.

Das ist schwer. Immer wenn du an dich denkst und auf dich achtest, mal egoistisch auf dich guckst und deine Bedürfnisse, kommt so ein alter und sehr haltbarer Gedankein in dir hoch der vermutlich sagt: Das ist falsch, das ist schädlich, du bist ... Puh.
Da macht große Angst zu heilen, was ja beeinhaltet, an dich selbst zu denken, gut mit dir zu sein und etwas einzufordern oder Grenzen zu setzen anderen gegenüber. Bedürfnisse anzumelden.

Ahnend, wie enorm mühsam und schwer, wie schier unmöglich erscheinend sich das für dich anfühlen mag, möchte ich dich ermutigen und einladen, genau diesen Weg einzuschlagen: Ganz egoistisch zu sein, frech, an dich selbst denkend. Genau das auszuprobieren und dabei deine Erfahrungen, vielleicht auch "Fehler" zu machen (hier sehr gerne!!)

Wir hier wollen etwas mit dir zu tun haben, auch mit den Anteilen, die womöglich mal unbequem sind. Ich würde sogar vermuten, dass das in der Welt außerhalb der bke-onlineberatung ebenso gilt.

Alleine schaffen musst du die Veränderungen, die für dich anstehen, nicht. Wer kann das schon?

Frage gerne nach Hilfe wenn du möchtest, hier auf jeden Fall und probiere dich aus wenn du magst. Erstmal in geschützen Räumen und dann ...
Nach deinem Tempo, Schritt für Schritt und mit der Zeit, die du brauchst und übend, mit dem Mut der grade geht und gut für dich ist.

bke-Hana die sagt bis ganz bald
08.05.2024, 21:08 Uhr | weepingwillow
unwichtig
Zuletzt editiert am: 11.05.2024, 19:53 Uhr, von: weepingwillow
04.05.2024, 12:14 Uhr | bke-Lana
Hallo liebe Weepingwillow!

Einsam. Allein. Traurig. Sehnsucht. Ein sehr schwerer Zustand.

Dass du dich bewusst gegen deine Familie entschieden hast, hatte triftige Gründe für dich. Solch eine schwere Entscheidung trifft man nicht eben mal aus schlechter Laune. Aber nur weil du dich dazu entschieden hast, bedeutet es nicht, dass du nun komplett alleine durch Leben gehen musst. Glaubst du, dass zum Erwachsen werden und erwachsen sein komplette Selbstständigkeit erfordert wird? Das stimmt nicht. Auch Erwachsene können nicht alles alleine schaffen und sie müssen es nicht! Du musst also nicht deinen Weg alleine gehen und nimm/suche Unterstützung, wenn du diese brauchst. Was du alleine schaffen kannst, kannst du eben alleine. Die Schwierigkeit dabei ist nur bloß, wenn man sich gewöhnt hat alles selber zu schaffen, dann lernt man alleine auszukommen. Auch wenn es sehr schwer ist, fällt es immer schwerer einfach seine Schwäche zu zugeben und nach Hilfe zu fragen. Aber das ist etwas, was Übung braucht und kann sich wieder zurück entwickeln.

Weißt du, was ich noch nicht ganz verstanden habe? Du hast geschrieben, dass du paar Freunde hast (Hund erwähne ich nicht. Da weiß ich, dass es eine treue Seele ist! Wenn Tiere ihr Herz schenken und gut behandelt werden, ist es die aufrichtigste Liebe, die es gibt!), warum hast du dann solche Angst auch diese zu verlieren? Ich meine, wer sich deine Freunde nennen darf, haut doch nicht einfach ab. Und falls doch, dann ist es vielleicht nicht der richtige Mensch an deiner Seite. Oder wie ich glaube: Im Leben kommen und gehen Menschen. Jeder von denen begleitet dich genau solange, wie es nötig war. Um zum Beispiel eine wichtige Lektion fürs Leben zu lernen….

Liebe Grüße
bke-Lana
04.05.2024, 10:26 Uhr | weepingwillow
hallo,
zur zeit fühle ich mich sehr alleine. ich vermisse ein gefühl, dass ich nicht kenne. ich vermisse es eine familie zu haben. rückhalt. jemand der bei alltagsdingen, wie briefen usw. hilft. jemand der da ist. bei dem ich, ich sein kann. mich macht das sehr traurig, diese traurigkeit fühlt sich schwer an und triggert auch irgendwie. ich weiß, dass es nicht mehr änderbar ist. ich weiß, dass ich für mich sorgen muss und alles alleine schaffen muss. wobei ich gerade oft nach hilfe frage. ich wollte es schaffen, wollte stark sein und einfach immer alles alleine meistern. aber meine psyche lässt das nicht mehr zu. ich verstehe so vieles nicht. wie ein blackout. so hilflos. ich bin für das leben nicht so wirklich gemacht. ich weiß, dass ich freunde und meinen hund habe. aber die angst auch sie zu verlieren ist so groß. ich weiß, dass ich mich bewusst gegen meine familie entschieden habe. ich weiß ich könnte jederzeit zurück. aber dann würde es nicht gut gehen.. es fühlt sich alles so schwer an. das schlimme hat so viel macht, ich kämpfe und kämpfe, trotzdem gewinnt es immer wieder. ich weiß, dass es in meiner macht liegt was zu ändern, aber ich verliere den sinn und die hoffnung...
liebe grüße willow
28.04.2024, 17:37 Uhr | weepingwillow
unwichtig
Zuletzt editiert am: 28.04.2024, 21:43 Uhr, von: weepingwillow
21.04.2024, 23:14 Uhr | Nachthimm3l
Hallo liebe willow,

ich mag dich mit deinen Worten hier nicht alleine lassen.
Ich bin sehr stolz auf dich und finde es super beeindruckend, dass du, wie du schreibst, immer weiter machst und kämpfst und nach Wegen suchst. Das klingt alles sehr schwer und trotzdem machst du weiter. Wow. Und auch wenn dir die Kraft (mal/öfter) fehlt und alles schwer ist, machst du weiter. Ich finde das wirklich sehr sehr stark!
Ich finde außerdem, dass du sehr wohl in diese Welt passt. Ich mag es sehr, dass du in dieser Welt bist. Und das System...ja, das System find ich schwierig. Ich glaube viele denen es nicht gut geht (vielleicht auch einigen denen es gut geht?), fühlen sich im System nicht richtig und es gäbe einiges was am System verbessert/geändert werden sollte, denk ich. Bitte glaube nicht, dass es an dir liegt, dass du "falsch" bist, das bist du nämlich nicht. Du bist nicht falsch. Ich glaube auch nicht, dass du falsche Bedürfnisse hast, egal welche Bedürfnisse das sind. Ich finde, dass jedes Bedürfnis seine Berechtigung hat und es hat doch mit Sicherheit auch einen Grund wieso du diese(s) Bedürfnis(se) hast, oder? Ich denke ja.
ich passe nirdens dazu, alle haben so andere leben als meines.

Das kenne ich auch...und es tut mir leid, dass du den Eindruck hast. Das ist ziemlich frustrierend zu sehen was andere alles machen und schaffen und man es selber nicht (mehr) hinbekommt. Nur geht leider jeder Mensch/jedes Lebewesen/jedes Tier seinen/ihren eigenen Weg und hat andere Steine und Hindernisse die er*sie bewältigen "muss". Und nicht immer kann man die der anderen sehen. Und jede*r braucht unterschiedlich lang um ein Hindernis zu bewältigen, schließlich sind es ja auch verschiedene Hindernisse. Ich möchte dir damit sagen, dass du nicht alleine bist auch wenn es definitiv nicht toll ist. Ich glaube aber ganz ganz fest daran, dass du Menschen und einen Ort finden wirst wo du dazu passt. Und ich höre nicht auf daran ganz fest zu glauben und dir diese Menschen/Tiere/Lebewesen und Ort(e) zu wünschen. Ich wünsche es dir sehr!

Kann dir vielleicht irgendwer dabei helfen dich wieder ein bisschen wiederzufinden und dich zu unterstützen? Vielleicht auch die Anforderungen erstmal etwas herunterzuschrauben, und mit dir zu bewältigen? Bevor du sie wieder alleine schaffst. Vielleicht auch etwas Ruhe, wenn du sie brauchst und/oder das alles mit dir sortiert.

Das find ich wirklich schön, dass du die Liebe zu deiner Hündin wieder spürst. Das ist wirklich toll.

Könntest du vielleicht mit jemandem zusammen deine Fortschritte aufschreiben, dass du sie dann vielleicht wieder etwas sehen kannst? Also kann dir jemand dabei helfen deine Fortschritte wieder etwas zu sehen? Auch wenn es z.B. "nur" kleine Dinge sind, aber auch diese hast du geschafft und wenn du/ihr es aufschreibst/aufschreibt, kannst du das immer wieder lesen und versuchen dir wieder bewusst zu machen was du schon alles geschafft hast.

Was hindert dich daran nach (weiterer) Hilfe zu fragen? Ist es der Scham es alleine schaffen zu müssen? Oder gibt es noch mehr was dich daran hindert. Ich denke jede*r hat es verdient die Hilfe und so viel Hilfe zu bekommen wie er*sie braucht. Auch wenn es super schwer ist nach Hilfe zu fragen und sich einzugestehen (mehr) Hilfe zu brauchen. Aber jede*r hat diese Hilfe und Unterstützung verdient. Ich mag das gerade gerne mal mit dem Schwimmen lernen vergleichen (..keine Ahnung ob das ein gutes Beispiel ist). Wenn jemand schwimmen lernt, hat man am Anfang auch noch viel mehr Hilfsmittel: Schwimmflügel, ein flaches Becken, ein*e Schwimmlehrer*in etc. Irgendwann, wenn man schon etwas besser schwimmen kann hat man dann vielleicht nur noch ein*e Schwimmlehrer*in und so ein Gurt mit so Schaumstoff (ist das Schaumstoff?) dran oder so ein Brett vor sich und das Wasser wird allmählich tiefer, bis man irgendwann keine Hilfsmittel mehr braucht und alleine schwimmen kann. Und auch dann, wenn man schon alleine schwimmen kann, aber vielleicht eine lange Pause dazwischen hatte und sich unsicher ist, kann man immer nochmal einen/ein paar Schritt(e) zurück machen und sich absichern. Sich nochmal duch Hilfsmittel und/oder Personen unterstützen lassen. Es gibt so ja auch in Schwimmbädern immer noch Bademeister*innen die aufpassen, auch wenn man schon schwimmen kann. Und nach dem Schwimmenlernen lernt man vielleicht Rad fahren, auch am Anfang wieder mit Hilfsmitteln, oder einen anderen Schwimmstil. Bei jeder Sache die man neu lernt, wieder erlernt, vertieft, einen überfordert etc, die am Anfang oder auch zwischendurch zu viel ist und die man noch nicht alleine schafft, kann man Hilfe/Unterstützung bekommen. Das ist völlig ok. Viele Menschen brauchen Hilfe, auch wenn sie es nicht zeigen. Aber macht es wirklich Sinn sich zu versuchen sich durch etwas alleine zu "quälen"/zwingen und es unbedingt alleine schaffen zu müssen, wenn es irgendwo die Hilfe gibt, die man braucht und bekommen kann, um es etwas leichter zu schaffen? Ich mag dich ermutigen nach der Hilfe zu fragen. Es ist ok nach Hilfe zu fragen. Du hast die Hilfe verdient.

Ganz liebe Grüße und eine ruhige Nacht :)
(ich hoffe es war ok was ich geschrieben habe, sonst sag bitte gerne bescheid, dann kann ich es wieder löschen)
Zuletzt editiert am: 21.04.2024, 23:27 Uhr, von: Nachthimm3l

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