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19.10.2018, 17:25 Uhr | Sany2018
Nun ist es am Montag also so weit und ich habe neben der Angst eine Menge Fragen in meinem Kopf, die ich loswerden muss:

1. Die Beratungsstelle hat ein bunt gefächertes Team aus Psychologen, Sozialpädagogen und auch Ärzten.
Wer entscheidet beziehungsweise wie wird entschieden, mit welcher dieser Professionen man es bei einem ersten Termin zutun bekommt?

2. Muss man bei einem Erstgespräch etwas bestimmtes mitbringen?

3. Was geschieht, wenn einem Therapie empfohlen wird und man selber diese aber im Moment nicht annehmen kann/möchte?

4. Die Beratungsstelle wäre infolgedessen nicht mehr der geeignete Ort für angemesse Hilfe. (Bezug Frage 3)
Wird man dann dennoch weiter zu Gesprächen angenommen trotz einer anderweitigen Empfehlung?

5. Wie lange kann man Gespräche in Anspruch nehmen?

6. Wer entscheidet wie lange man Gespräche in Anspruch nehmen kann. Muss das zwangsläufig immer der machen, der die Beratungsstelle aufgesucht hat oder kann auch der/die Berater/Beraterin so einen Wunsch äußern?

7. Was passiert, wenn die Chemie nicht stimmt und man sich nicht öffnen kann beziehungsweise vielleicht das Geschlecht des Beraters hinderlich in dem Öffnungsprozess ist?

8. Wer oder welche Kriterien entscheiden, ob die begleitende Person bei dem Gespräch dabei ist oder nicht?

Ich denke, dass das erstmal reicht. Ich hoffe mir kann jemand helfen, um dieses Chaos in meinem Kopf wenigstens rational ein bisschen ordnen zu können. Ich bin nämlich gerade zwischen Resignation und Kampf?!
25.10.2019, 20:42 Uhr | Sany2018
Heute habe ich auf den Kalender geschaut und bei dem Anblick des Datums kam mir die Zeit in den Kopf, die ich hier in diesem Beitrag zu Beginn begleitet hatte, mein Einstieg in die professionelle Hilfe.
In mir herrscht im Moment, oder besser gesagt immer noch, Chaos.
Mittlerweile hat das, was damals noch unsicher war, einen Namen.
Ich habe Depressionen.
Das auszuschreiben fühlt sich immer noch fremd an, so, als würde ich nicht über mich, sondern über jemand anderen schreiben.
Ich habe einen weiten Weg vor mir, einen hohen Berg, den es mit viel Geduld, Mut und Arbeit zu erklimmen gilt, hat meine Psychiaterin gesagt.
Derzeit fehlt mir die Kraft für diesen Weg und deshalb stehen Medikamente im Raum, die mir helfen sollen, diese Kraft zu erlangen.
Heute vor einem Jahr hätte ich das niemals gedacht, niemals eine Depression mit mir in Verbindung gebracht, niemals an die Einnahme von Antidepressiva gedacht.
Es fällt mir schwer, sehr, sehr schwer.
Die Gespräche alleine bringen nicht den erwünschten Erfolg, wir stagnieren.
Bei meinem letzten Termin habe ich die Entscheidung bezüglich des Medikaments, die bisher mir oblag, abgegeben, weil ich mich nicht überwinden kann, nicht jetzt, nicht später, wenn es nach mir geht, garnicht, ich weiß das und genauso weiß ich, dass ich damit die Hilfe, die mir so wichtig ist, aufs Spiel setzte, ob die Abgabe dieser Entscheidungsfreiheit die richtige Entscheidung war, weiß ich noch nicht, aber ich fürchte es geht nicht anders.
Es macht mich traurig, ängstlich und lässt mich irgendwo auch verzweifeln.
Ich bin 20 geworden, ich kann nicht krank sein, keine Depressionen haben, keine Medikamente nehmen müssen, ich sollte leben, glücklich sein, stolz und voller Mut in diesen neuen Lebensabschnitt starten können.
Ich bin dankbar, sehr dankbar, dass ich die Hilfe bis heute habe, die gleiche Beratungsstelle, dieselbe Fachkraft, nie hätte ich das zu träumen gewagt und die Angst diese Hilfe vorzeitig zu verlieren zieht sich, leider weiterhin, wie ein roter Faden, umso größer ist meine Dankbarkeit für das vergangene Jahr, ohne, da bin ich mir sicher, wäre ich nicht mehr da.
Oft wird mir alles zu viel, meine Familie, das FSJ auf der einen Seite und die Depression, die Hilfe auf der anderen, von der niemand weiß, bis heute nicht, eine tägliche Gratwanderung, viel Unverständnis, kräftezehrende Schauspielerei und ganz große Angst zu enttäuschen, zu verletzten, zu schockieren.
Ich komme aus dem Ganzen nicht mehr alleine raus, ich denke, dass ist es, was ich in diesem vergangenen Jahr auf jeden Fall begriffen habe und ich hoffe, dass ich meinen 21 Geburtstag und somit den Abschied von der bke gesund feiern werden darf selbst, wenn die Hoffnung diesbezüglich im Moment eher gering ist....
14.11.2018, 21:49 Uhr | nowknu
Huhu :)

Das ist ganz normal, ich hatte früher sogar immer Muskelkater danach. Meine Beraterin sagte mal, dass sie denkt, es sei für mich dort so anstrengend wie für andere ein Marathon.
Aber vllt tut es dir dennoch gut davon zu erzählen?
Ich finde es klingt gar nicht negativ, sondern eher positiv, weil es zeigt, dass du wirklich dabei bist.

LG
14.11.2018, 17:56 Uhr | Sany2018
Lieben Dank! Auch der zweite Termin ist geschafft und gut gelaufen, ich habe zudem einige meiner Fragen klären können, was mich zusätzlich noch ein bisschen aufbaut.

Ich habe dennoch eine kleine Frage, die sich mir eben nicht aufgetan hat, sondern erst im Nachhinein.

Ist es normal, dass die Gespräche einen erschöpfen?

Ich weiß, dass das negativ klingt und so meine ich das keineswegs, denn ich bin sehr dankbar für die Gespräche und schätze die Zeit, die man sich dort für mich nimmt, aber ich war schon beim letzten Mal so geschafft und konnte mich danach zu nichts mehr aufraffen. Es ist nicht so, dass es mir im Nachhinein mental schlechter geht, aber diese zusätzliche Erschöpfung zu der, die ich schon habe lässt mich grübeln....
13.11.2018, 10:47 Uhr | bke-Meret
Hallo Sany,
du bist wirklich in einer guten gedanklichen Vorbereitung auf dein nächstes Beratungsgespräch. Daumen hoch Und alles, was du hier schreibst und dir gerade durch den Kopf geht, darfst du auf dort ansprechen. Vielleicht magst du dir die Fragen aufschreiben und sie einfach mitnehmen.
Auch wenn in der Beratungsstelle keine Therapie möglich ist, scheinen weitere Beratungsgespräche möglich zu sein. (Du hast ja ein zweites Gespräch vereinbart. *wink* )
In welche Abständen Termine stattfinden sollen, sprichst du vor Ort mit der Beraterin/dem Berater ab. Ein wenig hängt es davon ab, zu welchen Zeiten du Termine wahrnehmen kannst (z. B. nur ab 17 Uhr oder auch an anderen Tagen schon um 14 Uhr). Dann geht es natürlich auch darum, worum es thematisch in der Beratung gehen soll bzw. wie die Abstände der Beratungsgespräche für dich hilfreich sind. Ob es eine grundsätzlich gleiche Regelung bundesweit in allen Stellen dazu gibt, wie lange eine Beratung insgesamt dauert, kann ich dir nicht sagen. Aus meiner Arbeit in einer Beratungsstelle kenne ich keine festgelegte Vorgabe. Die Beratung dauert so lange, wie sie notwendig ist. Sie kann dann enden oder es folgt eine andere passende Unterstützung, z. B. eine Therapie.
Ich wünsche dir ein gutes zweites Gespräch morgen, das bestimmt einige deiner Fragen klärt.
Herzliche Grüße
bke-Meret
12.11.2018, 22:40 Uhr | Sany2018
Es sind heute genau drei Wochen seit dem Erstgespräch verstrichen und somit steht am Mittwoch auch schon das zweite Gespräch in der Beratungsstelle an. Da ich dieses Mal unbegleitet bin, bin ich leider wieder fast so nervös wie bei dem Erstgespräch selber, aber darum soll es nicht gehen. Da mir im letzten Gespräch empfohlen wurde, weitere Schritte erst nach dem Abitur (Sommer 2019) zu gehen, stellte sich mir infolgedessen die Frage: Was mache ich bis dahin? beziehungsweise konkreter An wen kann ich mich bis dahin wenden? Da es bis nach dem Abi noch eine ziemlich lange Zeitspanne hin ist, fragte ich mich (wie in früheren Beiträgen bereits erwähnt), ob Beratungsstellen überhaupt so lange begleiten oder überhaupt begleiten dürfen. Mir wurde innerhalb des Erstgesprächs nur gesagt, dass dort (logischer Weise) keine Therapie möglich ist, aber zur zeitlichen Begrenzung oder Terminen leider nichts weiter. Mir ist es irgendwie unangenehm danach zu fragen und ich habe ehrlich gesagt auch Angst vor der Antwort. Wie könnte man so eine Frage formulieren und was habt ihr für Erfahrungen gemacht? und wenn länger begleitet wurde, wie waren die Termine gesetzt, also in welchen Abständen?

Ich bin dankbar um jede Antwort!
23.10.2018, 20:37 Uhr | bke-Lorenz
Hallo Sany2018,

schön, dass du die Beratung als hilfreich empfunden hast *bye*. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass Kosten auf dich zukommen, wäre mir absolut neu. Auch die Termine sind in der Regel nicht auf eine bestimmte Anzahl begrenzt.

Genieße den Abend,
bke-Lorenz *bye*
23.10.2018, 19:43 Uhr | Sany2018
Das Erstgespräch ist gut verlaufen und ich fühle mich, von meinem ersten Eindruck her, gut aufgehoben und ernst genommen. In drei Wochen folgt ein nächster Termin und ich bin sehr dankbar Hilfe zu bekommen. Ich habe mich ein bisschen informiert und auf der Seite der Beratungsstelle steht, dass diese kostenfrei ist. Allerdings habe ich mitbekommen beziehungsweise im Internet gelesen, dass es nicht unbedingt immer so sein muss. Kann man die Beratung dort tatsächlich kostenlos wahrnehmen auch wenn diese langwieriger sein sollte oder können da doch irgendwann Kosten entstehen? Und ist irgendwo festgeschrieben wie lange man von einer Beratungsstelle begleitet werden darf beziehungsweise gibt es ein Maximum an Terminen, die vergeben werden können?

Liebe Grüße und Danke für eure Mühen mir zu antworten!
21.10.2018, 19:38 Uhr | bke-Kira
Hallo Sany2018,
man merkt, dass du vorher schon innerlich "arbeitest". Das ist sehr natürlich. Alles, was du gerade durchmachst, gehört auch zu diesem Gespräch: deine Gedanken, deine Ängste und deine Gefühle. Sieh es als Prozess, der nicht getrennt ist und nimm es mit als das, was zu dir gehört. Solche Themen, wie Sich einlassen, Vertrauen können, Angst peinlich aufzufallen oder Angst etwas falsch zu tun oder nicht genug zu machen... Das sind sicherlich Themen, die dich auch in anderen Kotexten begleiten. Betrachte sie als ein Prozess, in dem du dich gerade befindest und als eine Chance zur Veränderung. Wenn es heute Abend gelingt, lasse los, was du nicht brauchst und nicht bestimmen kannst. Alles Gute für Morgen!

Stärkende Grüße
bke-Kira *bye*
21.10.2018, 18:45 Uhr | TheDreamcatcher
Hallo Sany,

du kannst selbst bestimmen, wie viel du im ersten Gespräch erzählen möchtest und darfst ruhig mutig sein und es sagen, wenn du eine Frage nicht beantworten möchtest. Es ist deine Beratung und da bestimmst du, wie schnell es geht und was du erzählst. :)
Ich hatte auch oft Schwierigkeiten zu reden bzw kann ich es auch heute nicht immer gut, aber alle Berater und Therapeuten, bei denen ich bisher war, konnten gut damit umgehen. Es ist bestimmt nicht schlimm für den Berater/die Beraterin, wenn er/sie dir ein bisschen was aus der Nase ziehen muss, für solche Situationen ist er/sie schließlich ausgebildet. Mach dir nicht so viel Druck!

Ich wünsche dir alles Gute für morgen! :)

Lg Dream
21.10.2018, 17:29 Uhr | Sany2018
Ich bin so dankbar für eure Antworten! Ich fühle mich jetzt nicht mehr so alleine mit meinen Sorgen und insbesondere mit meinen Ängsten und der mitunter doch schon starken Reaktion meines Körpers diesbezüglich, die mich sehr mitgenommen hat. Heute ist schon Sonntag und morgen um diese Zeit ist alles auch schon wieder vorbei beziehungsweise das Erstgespräch. Ich weiß nicht, ob man automatisch mit Folgeterminen aus so einem Gespräch rauskommt?. Zudem die Termine höchstwahrscheinlich in den Unterricht fallen, den ich auf Dauer nicht versäumen darf. Ich versuche mich so gut und so intensiv davon abzulenken wie mir nur möglich ist und das in erster Linie, weil ich Angst habe, dass die Übelkeit wiederkommt und mein Kreislauf mir bis morgen ganz absackt. Leider gelingt mir das immer schlechter, je näher alles rückt. Eine Sache, die meine Angst vielleicht hat so unkontrolliert werden lassen ist, dass nicht ich den Kontakt zu der Beratungsstelle hergestellt habe, sondern meine Begleitung. Das bedeutet auch, dass ich selber noch keinerlei Kontakt zu der Beratungsstelle an sich hatte und nichts weiß außer, dass der Termin morgen am Nachmittag stattfinden soll. Ich weiß nicht wie lange das Gespräch dauern wird, ich weiß nicht mit wem ich sprechen werde und ich weiß ich nicht welche Art Gespräch auf mich zukommt. Einige hatten mir schon geschrieben, dass es erstmal um das Kennenlernen gehen wird und darum herauszufinden warum ich überhaupt da bin, aber wie tief muss man da gehen, damit der Berater das Gefühl hat nach dem Gespräch nicht mehr bei Null zu stehen, sondern gewisse Anhaltspunkte zu haben. Ich möchte nicht, dass man mir alles der Nase ziehen muss genauso wenig möchte ich Dinge preisgeben, für die ich bei meinen jetzigen Vertrauenspersonen Monate gebraucht habe, um sie über die Lippen zu kriegen. Ach man merkt vielleicht, dass in mir immer neue Fragen aufkommen und die Angst gerade wieder wächst. Ich denke, wenn ich in dem Gespräch sitze und die Chemie stimmt wird alles gut gehen, wie du sagst, es kann ja nichts schiefgehen, aber bis ich an dem Punkt bin, bleibt mir wohl leider nur mein Katastrophendenken, denn Ablenkung werde ich mir unmittelbar vorher nicht mehr gönnen können.....
20.10.2018, 15:08 Uhr | bke-Lorenz
Hallo Sany2018,

ich möchte mich den "Mutmacher-Posts" von jblue und Laina-Mattea anschließen. Du beschreibst sehr treffend die Auseinandersetzung in dir zwischen deinem "Vernunftanteil", der sagt, es ist richtig und wichtig, die Unterstützung durch die Beratungsstelle auszuprobieren und deinem "Vorsichtsanteil", der sagt, "lass mal lieber, man weiß ja nie, was da kommt usw." Genau diese Auseinandersetzung ist wichtig und spricht -wenn ich das so sage darf- dafür, dass dich der Weg in die Beratungsstelle weiterbringen wird. Zudem denke ich, dass es dir für dein Vorabi eine Entlastung sein wird, nicht zuletzt deswegen, dass es geschafft hast hinzugehen.

Und nun versuche am besten, etwas möglichst Schönes und Unbeschwertes zu tun, einfach versuchen das Wochende so gut wie möglich zu genießen. Die Hauptarbeit bezüglich deines Beratungsstellentermins hast du eh schon erledigt Daumen hoch. Und schiefgehen kann eh nichts!

Viele Grüße und Gelassenheit,
bke-Lorenz *bye*
20.10.2018, 12:40 Uhr | Laina-Mattea
Hallo Sany,

ich habe den Gang zur Beratungsstelle schon hinter mir und auch den Therapiebeginn. Hier also einmal meine Erfahrungen:
Zuerst einmal: Ich war auch mega nervös. Zum Glück konnte ich nicht kneifen, weil ich dorthin gebracht wurde;) Beim ersten Therapiegespräch dagegen bin ich alleine hin. Davor hatte ich auch alles, was du auch mom. hast. Hingegangen bin ich trotzdem, denn es ist einfach eine Chance. Und wenn es nicht passt oder total blöd sein sollte, brauchst du ja nie wieder hinzugehen. Wenn es aber passt, dann ist das gut und du gehst damit den ersten Schritt dahin, dass es dir wieder besser geht. (Bei mir hat es in der Berastelle sofort gepasst, bei der Thera im zweiten Anlauf)

1. In der Beratungsstelle haben sie gefragt, worum es denn thematisch geht. Danach wird dann wohl auch der/die Berater/in ausgesucht. Ich hatte damals ein Vorgespräch, vielleicht ist war das bei dir jetzt durch das Telefonat.
2. Mitbringen musste ich (außer mir selbst;) nichts.
3. Mir wurde da auch eine Therapie empfohlen. Die Beraterin meinte relativ am Anfang, dass wir in der Beratung erstmal gucken können, was ich so brauche und auch wenn ich das nicht hören will, es sein kann, dass auch eine Therapie sinnvoll wäre. Erstmal ging es aber darum, dass ich überhaupt lerne mich jemandem anzuvertrauen/zu öffnen. Sie hat mich so lange begleitet, bis ich selbst gemerkt habe, dass ich eine Therapie will (weil ich halt wusste, dass die Beratung nicht ausreicht) und dann bis ich einen Therapieplatz gefunden hatte. Nochmal wären in der Beratungsstelle wohl so 3-4 Monate gewesen. Allerdings hab ich mich mit der Beraterin ganz gut verstanden, sodass sie von sich aus das ganze verlängert hat – ich war ca. 10 Monate dort. – Also: sitzen gelassen wird man dort nicht:) Es wird schon mal gesagt, was sinnvoll wäre bzw. eine professionelle Einschätzung gegeben. Aber letztendlich ist es deine Entscheidung.
4. s.o.
5. s.o.
6. s.o. Manchmal gibt es von einer Beratungsstelle aus feste Regel wie lange maximal, aber nicht immer. Und wie gesagt: es heißt nicht, dass es nicht auch Ausnahmen geben kann. Der/die Berater/in aber auch du kannst die Beratung beenden.
7. Sagen! – Es ist deine Beratung, sie muss dir was bringen. Wenn dich etwas hindert, dann darfst du es jederzeit ansprechen. Es gab Situationen, in denen mich manche Dinge gehindert haben ihr was zu sagen. – Da sowas ja manchmal noch schwieriger zu sagen ist, habe ich das manchmal auch aufgeschrieben. Das bleibt aber dir überlassen. Und: meine Beraterin war immer eher froh, wenn ich ihr geschrieben/gesagt habe, was mich hindert, da sie dann auch nicht rumraten muss, sondern Bescheid weiß und man gemeinsam eine Lösung finden kann.
8. Ich denke, dass du das auch selbst entscheiden solltest. Wenn es dir hilft, nimm sie mit, wenn nicht, dann nicht.

Du schreibst in deinem letzten Post, dass das Vorabi gerade eine enorme Last ist. Wenn du dich nicht öffnen kannst mit dem, was dir eigentlich das Leben so schwer macht: Vielleicht kannst du ja auch mit dem Thema Vorabi/Druck anfangen. Das ist akut und dann kannst du den/die Berater/in kennenlernen. Es geht vielleicht nicht ganz tief, aber wenn du dir eh grad Druck deswegen machst, dann ist das vielleicht auch besser.

Ich drücke dir jedenfalls die Daumen!!
20.10.2018, 12:04 Uhr | Sany2018
Vielen Dank für die aufbauenden Worte, ich schätze sie wirklich sehr! Ja es gibt tatsächlich noch einiges, dass mich diesbezüglich bedrückt beziehungsweise verunsichert, ich denke allerdings, dass mir diesen Rest niemand nehmen kann und ich ihn erst loswerde, wenn ich dann vor Ort war, so hoffe ich zumindest. Wenn man sich so lange gegen etwas gewehrt hat und fest davon ausgegangen ist, dass das Wehren erfolgreich bleibt und man da schon irgendwie alleine wieder herauskommen wird und letztendlich doch gegenteiliges passiert ist, das unglaublich hart und schwer zu akzeptieren, obwohl ich ganz genau wusste und weiß, dass es das Beste ist! In dieser Zeit des Wehrens sind unglaublich viele Gründe entstanden, um das Verhalten irgendwie begründen zu können und diese haben durch die Zeitspanne von über 1 Jahr so an Größe gewonnen, dass ich sie mittlerweile auch glaube und sie nicht mehr abtun kann, die Angst ist also durch die Zeit der Abwehr gewachsen und dadurch, dass alles jetzt so schnell ging und plötzlich kam. Zudem hängt einiges an diesem Termin, ich muss stabil werden für das Vorabi in 1,5 Wochen und das ist erneut enormer Druck für mich...
20.10.2018, 10:45 Uhr | jblue
Hallo Sany,

ich kann verstehen, dass du so Angst davor hast, zum ersten Mal zur Beratungsstelle zu gehen. Mir ging es ähnlich, ich berichte dir einfach mal von meinen Erfahrungen, vielleicht beruhigt dich das ein wenig:

Ich war vor ein paar Wochen das erste Mal bei einer Beratungsstelle. Und ich hatte wahnsinnige Angst davor. Als ich dann da war, wurde ich freundlich in Empfang genommen und konnte in einer geschützten Atmosphäre über meine Probleme sprechen (was für mich auch neu war: dass mir jemand halbwegs professionelles zuhört). Ich war vorher und auch während dem Gespräch sehr nervös, aber dennoch kann ich sagen, dass es sich definitiv gelohnt hat, sich zu überwinden und dahin zu gehen, denn es hat mir persönlich sehr gut getan.

Du brauchst also keine Angst zu haben, es passiert nichts Schlimmes, der/die Berater/in wird dir zuhören und versuchen, dir zu helfen.
Du schaffst das!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut
jblue
21.07.18 ♡
20.10.2018, 10:27 Uhr | bke-Lorenz
Hallo Sany2018,

sei gnädig mit dir! Dein Weg zu einem Termin in der Beratungsstelle hat dich einiges an Überwindung gekostet -ein Zeichen dafür, wie wichtig er dir ist. Dass dir dabei auch mulmig zumute ist, darf sein. Auch mit Übelkeit und Kreislaufschwankungen. Du hast dich ja bereits ausführlich über die Anbläufe in der Beratungsstelle informiert, um dadurch deine Unsicherheit möglichst gut in den Griff zu bekommen. Das ist gut. Irgendwelche Rest-Bedenken bezüglich des Termins am Montag scheinen ja doch noch da zu sein. Ganz "locker" geht kaum ein Jugendlicher zu einem Erstgespräch in die Beratungsstelle, das wär auch viel verlangt. Was treibt dich denn noch um, wenn du an den Termin am Montag denkst?

Liebe Userinnen und User, habt ihr noch eine paar hilfreiche Worte für Sany2018? *smiling*

Vielel Grüße
bke-Lorenz *bye*

Treffer: 20

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