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14.07.2019, 21:17 Uhr | TheDreamcatcher
Schweigen, nur Schweigen. Es gibt keine Wörter, die die Traurigkeit und die Einsamkeit beschreiben können, die schon immer zu mir gehören. Nur Schweigen.
Ich wünschte, jemand würde mein Schweigen hören..
23.11.2019, 16:06 Uhr | TheDreamcatcher
Hallo bke-Zita,

danke für die lieben Worte, die du gefunden hast, für dein Verständnis und die Ermutigung. *happy*

Die Umarmung nehme ich gerne. :)

Liebe Grüße
Dream
23.11.2019, 13:11 Uhr | bke-Zita
Hallo TheDreamcatcher,

da hat dir deine frühere Therapeutin einen ganz wertvollen Schatz mitgegeben, mit dem Zitat: „Alles, was wir in Worte fassen können, können wir hinter uns lassen“.
Du weißt ja selber, dass es ein langer Weg war, bis du das Schweigen in dir nach und nach durch Worte ersetzen konntest. Wie viele inneren und äußeren Anläufe es gebraucht hat, bis du das bisher Ungesagte (und scheinbar Unsagbare) in einzelne Worte, dann in Sätze packen konntest.
Ich freu mich für dich, dass du nun, da du Worte gefunden hast, verstehen kannst, welch große Chance darin liegt. Du Erleichterung spüren kannst, vielleicht auch das Gefühl, etwas Erstarrtes ist in Bewegung geraten.
Ich kann aber auch verstehen, dass dich der angestoßene Verarbeitungsprozess sehr anstrengt. Es kostet Kraft, dem Erkennen Worte zu geben, den Gefühlen Worte zu geben, den Körperempfindungen Worte zu geben. Das ist kein leichter Gang - aber einer, der sich lohnt.
Du schreibst so wunderbar: ich weiß, wozu ich da durchgehe und will so gut für mich sorgen wie möglich!

Ja - fange deinen Traum ein und halte an ihm fest, bis er Realität wird. Bis Vergangenheit vergangen bleiben und Gegenwärtiges gegenwärtig ist …. Und der Blick auf das was kommt, ein freudiger … *happy*
Und in der Zwischenzeit: ich wünsche dir, dass du immer wieder Ladestationen findest und diese aufsuchst, um deine Akkus aufladen zu können. Die körperlichen wie die seelischen.

Schicke dir ganz herzliche Grüße und wenn ich darf: *hug*
bke-Zita
23.11.2019, 12:33 Uhr | TheDreamcatcher
Das Schweigen in mir wird zurzeit nach und nach durch Worte ersetzt. Ich muss immer wieder an dieses eine Zitat von Sokrates denken: „Alles, was wir in Worte fassen können, können wir hinter uns lassen“. Das hat meine erste Therapeutin vor Jahren zu mir gesagt und so langsam beginne ich zu verstehen, was das bedeutet. Es fühlt sich erleichternd an, Worte zu finden für frühere Erlebnisse und gleichzeitig ist dieser Verarbeitungsprozess, in dem ich gerade stecke, so unglaublich anstrengend. Vor allem auch neben meinem vollen Alltag. Gerade sind meine Akkus mal wieder komplett leer, sowohl seelisch als auch körperlich. Aber ich weiß, wozu ich da durchgehe und will so gut für mich sorgen wie möglich!
Zuletzt editiert am: 23.11.2019, 12:34 Uhr, von: TheDreamcatcher
05.11.2019, 21:19 Uhr | TheDreamcatcher
Danke fürs verstehen, nowknu, das bedeutet mir wirklich viel!

Danke für deine Antwort, bke-Fiona. Ich werde das End-Thema der letzten Sitzung auf jeden Fall am Anfang der nächsten Sitzung ansprechen. Das ist für mich auch gar kein Problem. Es ist nicht so, dass ich mich nicht traue, über bestimmte Themen zu reden, es ist eher so, dass ich es im Moment so schwer finde, meine Themen zu bearbeiten und mir die ganze Woche über Versuche weiszumachen, dass doch alles ok ist. Das ist die einzige Möglichkeit, meinen Alltag zu schaffen, aber ich kann dann in der Therapie nicht den Schalter umlegen und die Themen und die Therapeutin an mich heranlassen. Aber vermutlich sollte ich auch darüber mit ihr sprechen.

Es ging mir endlich ein bisschen besser und ich hatte Hoffnung, dass es so langsam aufwärts geht, aber mit dem Start der neuen Woche ging der ganze Stress wieder von neuem los. Ich bin so erschöpft, so müde von diesem Wechsel zwischen Hoffnung haben und wieder total verzweifelt sein. Es macht mich so fertig, dass meine Vergangenheit die Gegenwart immer noch so beeinträchtigt, dass ich mittlerweile ein wirklich gutes und schönes Leben führe, das ich mir im Großen und Ganzen so gewünscht habe, aber es sich trotzdem so sinnlos anfühlt. Und ich weiß nicht, wie lange ich das aushalten kann und will..
Zuletzt editiert am: 05.11.2019, 21:20 Uhr, von: TheDreamcatcher
01.11.2019, 21:42 Uhr | bke-Fiona
Hallo dream,

es könnte auch sein, dass du es (noch) nicht ganz wagst, über das was du sprechen willst zu sprechen - ein bisschen schaffst du es ja, wenn du es ganz am Schluss sagst.
Was du dadurch vielleicht unterbewußt vermeidest ist, dass es gleich bearbeitet wird - vielleicht ist das auch noch nötig ; )
Wie wäre es denn für dich, wenn das End-Thema der letzten Stunde am Anfang der nächsten Stunde drankäme - wäre dir das recht, oder doch zu viel?

Nimm dir die Zeit, die du brauchst : )

liebe Grüße, bke-fiona
Zuletzt editiert am: 01.11.2019, 21:43 Uhr, von: bke-Fiona
01.11.2019, 20:38 Uhr | nowknu
Hey Dream,

Ich kann dir leider keinen Rat geben und nichts konstruktives da zu beitragen, wollte trotzdem kurz sagen, dass ich es so so so gut verstehen kann und du nicht alleine damit bist.
Ich weiß nicht, wie mans ändert, ich kann mir aber vorstellen, wie es sich anfühlt und das tut mir sehr leid.

LG
01.11.2019, 20:27 Uhr | TheDreamcatcher
Danke für die Erklärung, bke-Nana :)

Ich hab gerade nochmal über die Therapie gestern nachgedacht und ich hab das Gefühl, dass es fast sowas wie ein Wiederholungszwang ist, dass ich in der Therapiestunde erst am Ende das anspreche, was wirklich wichtig ist, oder erst am Ende einen Zugang zu meinen Gefühlen bekomme. Und dann ist die Sitzung vorbei und ich muss doch wieder alleine damit klarkommen. Ich mache das wirklich nicht mit Absicht, mir fällt dann eine halbe Stunde lang nichts ein, was ich ihr erzählen könnte, obwohl eigentlich so viel los ist.
Aber ich würde gerne die Erfahrung machen, mit den schwierigen Gefühlen nicht alleine zu sein. Gleichzeitig erscheint es mir total unmöglich, viel zu nah und irgendwie wäre es mir auch total unangenehm, so emotional zu sein, vielleicht sogar zu weinen und dass sie dann dabei ist und mich so erlebt.
31.10.2019, 16:59 Uhr | bke-Nana
Liebe TheDreamcatcher,

manchmal kann es sein, dass man nichts als Leere spürt, so dass dann ein Gefühl von Traurigkeit immer noch besser ist als Leere.
So meinte ich das.

Muss aber nicht zutreffen
bke-Nana
31.10.2019, 16:16 Uhr | TheDreamcatcher
Danke für eure vielen Antworten, darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut! Auch fürs gelesen und gehört werden und fürs da sein und verstehen.

Ich würde mir sehr wünschen, die Traurigkeit irgendwann zu verlieren, aber ich weiß, dass sie dazu vorher ganz da sein dürfen muss. Irgendwo ist sie immer da und immer da gewesen, aber es fällt mir noch schwer, sie wirklich zuzulassen und sie rauszulassen.

Es fällt mir gerade schwer, mir einzugestehen, dass vieles in meinem Leben nicht so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht hätte und dass ich von meinen Eltern nicht die Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen habe, die ich gebraucht hätte. Und es tut weh zu merken, dass sich all das Vergangene immer noch so sehr auf meine Gegenwart auswirkt, dass es in engen Beziehungen ganz besonders ans Licht kommt und jetzt schon zum zweiten Mal der Grund ist, dass eine Beziehung gescheitert ist. Jetzt wäre es an der Zeit, das alles zu betrauern, aber ich wehre mich noch so dagegen, will das nicht akzeptieren und nehme meine Eltern immer noch in Schutz. Ich glaube da ist eigentlich der Haken...
Hmm, kann das vielleicht auch damit etwas zu tun haben, dich zu spüren?

Die Frage verstehe ich nicht, bke-Nana. Kannst du mir nochmal erklären, was du damit meintest?

Mh und ich glaube, heute ist es tatsächlich ok, traurig zu sein und nichts wirklich auf die Reihe zu bekommen..
31.10.2019, 13:54 Uhr | LuPa23
Hey du *hug*

Fühl dich wirklich nicht alleine damit. Ich habe dir ja vorhin schon geschrieben, dass die Zeit einfach zu wenig ist, so schnell wie sie vergeht.
Bei mir ist es auch so viel und das "Wichtigste" kommt immer am Ende dann raus, aber dann tja ist die Zeit vorbei. Die letzten Minuten bei ihr werd ich auch immer ziemlich traurig und auch danach, weil wir nicht gescheit drüber reden konnten, weil ich wieder gehen musste, weil sie nicht mehr bei mir ist, weil ich jetzt wieder warten muss bis zum nächsten Termin...
Du bist damit nicht alleine.
31.10.2019, 13:20 Uhr | bke-Kira
Hallo Dreamcatcher,

ja, das Wichtigste kommt oft zum Schluss. Aber auf jeden Fall hast du es ihr mitgeteilt und dich überwunden.
Und nun fühlst du dich alleine mit deiner Traurigkeit.

Man hört dein Schweigen und deine stille, traurige, einsame Seite in dir. Begrüße sie auch ohne dich über sie zu ärgern. Geht das?

Mit wem würdest du diese Traurigkeit am liebsten teilen gerade außer uns?
Fühle dich hier nicht alleine damit!

Etwas Trost und Mitgefühl versende ich dir!

bke-Kira
31.10.2019, 13:16 Uhr | bke-Nana
Liebe TheDreamcatcher,

deine Vermutung, dass es in dir einen Anteil geben könnte, der verhindern wolle, dass sich etwas ändert, finde ich sehr interessant. Vielleicht solltest du den Gedanken tatsächlich mal aufgreifen.
Was wäre, wenn du deine Traurigkeit verlierst? Was wäre gut, was wäre schlecht?
Übrigens, implodieren kann man nur mit einem Vakuum da drin. Aber deine Traurigkeit spürst du. Hmm, kann das vielleicht auch damit etwas zu tun haben, dich zu spüren?

Schön, dass du hier bist und nicht einfach still und leise verschwindest.
bke-Nana
31.10.2019, 12:45 Uhr | TheDreamcatcher
Ich ärgere mich so über mich selber. Was bringt es eine Therapeutin zu haben, wenn ich es nicht schaffe, die Stunde für mich zu nutzen und danach alleine bin mit dem, was mich im Moment so traurig und so durcheinander macht.
Ich wusste während der ganzen Sitzung nicht, worüber ich mit ihr reden will und was mir so viel Leidensdruck macht, erst ganz am Ende kamen wir auf ein Thema, was mich wirklich traurig macht, aber dann war die Sitzung fast vorbei und jetzt bin ich doch wieder alleine mit meiner Traurigkeit, so wie immer. Fast so als gäbe es in mir einen Anteil, der verhindern will, dass sich daran jemals was ändert. Als wäre es ein Gesetz, dass ich alleine bleiben muss mit der Traurigkeit.
Will gerade nur bei ihr sein, damit sie da sein kann und ich nicht allein sein muss.
Es fühlt sich alles so sinnlos an, ich mag das nicht mehr. Am liebsten würde ich implodieren, einfach still und leise verschwinden
28.10.2019, 22:52 Uhr | TheDreamcatcher
Danke für deine Antwort bke-Zita :)
Tatsächlich habe ich mich noch aufraffen können und habe den Abend mit Freunden verbracht, was sehr schön war. :) Ich bin dankbar für ein paar gute und einigermaßen unbeschwerte Stunden und dafür, in einer schwierigen Zeit nicht allein zu sein.

Durch die Art, wie du meinen Nicknamen geschrieben hast, hab ich ihn ganz neu gelesen. Es ist verrückt, dass mir das all die Jahre, die ich jetzt schon hier bin, nicht aufgefallen ist, aber „dreamcatcher“, also „to catch a dream“ bedeutet einen Traum einzufangen und an ihm festzuhalten, bis er Realität wird. In solchen Phasen ist es schwer dafür Glauben zu haben, dass ich irgendwann gesund sein kann und dass die Vergangenheit nicht mehr so sehr meine Gegenwart beeinflusst, aber auch, wenn es im Moment schwierig ist, ändert das nichts an der Tatsache, dass ich irgendwann gesund sein kann.
28.10.2019, 16:48 Uhr | bke-Zita
Hallo TheDreamCatcher,
du findest sehr anschauliche Worte dafür, dass du heute irgendwie nicht in die Gänge kommst, du keinen Zugang zu deiner Energie & Kraft findest, dir nichts wirklich Freude bereitet.
Ich wünsche dir, dass du diesen schwierigen Tag gut überstehen kannst. Vielleicht ist es ja möglich, doch noch irgend etwas eher Kleines heute anzupacken. Dir den Abend ein klein wenig angenehmer zu gestalten, bei einer Tasse Tee …. einem gemütlichen Bad …Musik, die du vielleicht schon länger nicht mehr gehört hast ….

Herzliche Grüße *hug*
bke-Zita

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