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06.04.2021, 21:06 Uhr | GoldenRetriever
Hallo....
irgendwie hat sich alles in letzter Zeit hochgeschaukelt... zuerst kam das eine, ist ja nur eine Kleinigkeit, dann das nächste, läuft halt nicht so rund gerade und dann kam immer und immer wieder noch was drauf... ich bin optimistischer als früher, ich versuche immer weiter zu machen und ich mache immer weiter, auch wenn ich dran zerbreche, aber ich mache weiter. Ich mache auch jetzt weiter, obwohl ich nicht mehr kann. Das ist zu viel geworden. Die Praktikumsabsage war das Tüpfelchen auf dem i. Das war eine meiner Hoffnungen, etwas auf das ich mich gefreut habe, aber es ist weg, wieder mal etwas verloren. Das Gesamtpaket ist zu viel. Ich kann nicht mehr, aber so paradox es ist, ich mach trotzdem weiter wie bisher nur im Autopilot... wie ein selbstgesteuertes Auto, es fährt weiter, egal was mit dem Fahrer ist...
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ Immanuel Kant
19.04.2021, 07:44 Uhr | GoldenRetriever
Liebe Claudia...
so war es immer bei mir, nur dass ich es nie als Stütze gesehen habe, sondern nur als Maske, etwas wohinter ich mich verstecke, weil ich sonst nichts hab. Ich wünschte ich könnte diese Maske wieder so fest aufsetzen wie früher, aber das kann ich nicht. Wie denn auch? Mein Studium ist surreal, ich hab die Uni noch nie gesehen und mache alles von meiner Einzimmerwohnung aus, meine Noten tauchen plötzlich in irgendeinem Portal online auf und die Klausuren sind wie ein Spiel, ein Quiz, einfach am Laptop ankreuzen. Es ist nicht mehr wie Schule davor, ich hab keinen Bezug dazu. Es ist nicht meine Uni, nicht mein Studium. Klar so geht’s vielen gerade, aber die haben Freunde, Familie, halt irgendwen, der ein bisschen halt gibt, aber ein quasselnder Laptop der Informationen ausspuckt ist kein Halt. Aber egal, Hauptsache die Noten stimmen, dann ist das Leben toll und glücklich und man darf sich nicht beklagen.
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ Immanuel Kant
18.04.2021, 21:38 Uhr | bke-Claudia
Hallo,
ich weiß, was du meinst, aber wie wäre es denn, wenn die Starke auch die Schwächere stützen kann?!
Niemand ist nur stark oder nur schwach, auch in dir sind beide Seiten.
Momentan bist du down, ja, das darfst du sein. es ist nur wichtig, dass du da nicht sein willst.
Zu aller erst wäre es gut beide Seiten in dir akzeptieren. Dann können Sie sich wohl eher beide unterstützen.
Jetzt wünsche ich dir eine gute Nacht.
bke-Claudia
18.04.2021, 21:20 Uhr | GoldenRetriever
Hallo Claudia,
stark ist nur der eine Teil, den anscheinend mal wieder jeder sehen will, der andere war noch nie stark, hatte immer Angst, brauchte Hilfe, brauchte eine Stütze, aber die Stützen haben sich davon gestohlen. Ciao, auf nimmer Wiedersehen. Wieder allein gelassen, diesmal ganz allein. Will nicht so tun, als wäre ich stark, das war ich nie, auch wenn es so einfach ist, wenn man nur die Seite sieht. Wieder nur eine Seite, ich hasse es so, wieso soll ich deswegen kein Recht haben, nicht mehr zu können?!
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ Immanuel Kant
18.04.2021, 21:17 Uhr | bke-Claudia
Hi,
ich wünsche dir, dass du anhalten kannst. Sieh die besondere junge Frau, die du bist. Die ist stark und kippt so schnell nicht um.
bke-Claudia
18.04.2021, 20:30 Uhr | GoldenRetriever
Abwärtsspirale... so schlimm war es lange nicht mehr, immer weiter runter und ich weiß nicht mehr, was ich noch dagegen machen soll, ist ja nichts mehr da. Warum hat das jetzt so kippen müssen?!?!
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ Immanuel Kant
18.04.2021, 12:25 Uhr | GoldenRetriever
Danke Claudia... irgendwie hab ich einfach das Gefühl, dass ich nur die falschen Menschen kennenlerne.
In der Schule durfte ich nie eine Klasse überspringen, weil die Schulleitung meinen Ehrgeiz und meinen Fokus auf Noten nicht noch weiter pushen wollte und ich mich lieber auf gleichaltrige soziale Kontakte und Freizeit konzentrieren sollte. War toll, hat dazu geführt, dass ich mich nur gelangweilt habe und mich gefühlt hab, als wäre ich im Kindergarten. Die haben sich alle verhalten wie verantwortungslose Klischee-Jugendliche, die sich jedes Wochenende besaufen und kein Bock auf Schule haben. Ich hab trotzdem eine Nette kennengelernt, hab mich gefreut und am Ende ist mir wieder alles um die Ohren geflogen: „Du und deine guten Noten, dein perfektes Leben und trotzdem unglücklich“.
Ich dachte, dass es an der Uni anders wird, dass da Menschen mit ähnlichen Interessen sind, die ihre Sache vielleicht mal ernst nehmen, bei denen Leistung nicht negativ ist, mit denen ich halt klarkomme. Da hätte ich wohl nicht voller Überzeugung Lehramt wählen dürfen. Das Klischee ist bestätigt: Viele studieren es, weil sie zu schlecht für ihr Traumstudium waren oder meistens einfach nichts anderes wussten, dementsprechend gering sind Motivation und Arbeitseifer. Ein paar habe ich dann besser kennengelernt, anfangs nett und entpuppen sich dann als charakterlich dieselben wie zu Schulzeiten: Party, Trinken, Rauchen, alles egal. Diejenigen, die dann ruhiger sind, kommen mit mir wiederum nicht klar, weil ich zu geladen und aufgedreht bin. Klar, es gibt sicher auch andere, nur steht das leider nicht drauf und ich hab anscheinend kein Händchen dafür. Egal, wen ich kennenlerne, jeder stößt mich am Ende wieder weg oder lässt mich wieder allein zurück. Ich kann das einfach nicht mehr, ich wohne alleine, hab niemanden mehr, verkriech mich bei Hunden und Büchern, hau ab vor mir selber, weil ich es mit mir nicht aushalte. *unsure*
Zuletzt editiert am: 18.04.2021, 17:43 Uhr, von: GoldenRetriever
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ Immanuel Kant
18.04.2021, 11:10 Uhr | bke-Claudia
Hallo,
wenn ich deine Zeilen so lese, dann erinnere ich mich an Kinder, die ich kennen lernen durfte, die sehr klug waren.
Oft waren sie jünger als die Schulkamerad*innen, weil sie ein oder sogar zwei Schuljahre übersprungen hatten. Sozial und auch emotional brauchten sie entsprechend ganz andere, oft mehr Stärkung, die sie wiederum oft nicht bekamen und manchmal kam es auch noch dazu, dass z.B. Sportnoten viel schlechter waren. Denn sie waren kleiner, z.T. auch wenig an Sport interessiert usw. Sie hatten es fast immer nicht leicht in der Schule, was Freunde und soziale Kontakte betraf. Besser ging es denen, die dann eine Schule für besonders Begabte besuchten, weil da wieder gleiche Interessen da waren.
Insofern verstehe ich dein Dilemma gerade sehr gut. Leistung, das läuft, das macht Spaß, fordert dich heraus und auf der anderen Seite wo es um Miteinander geht, Vertrauen usw. da ist so wenig.
Ja, es ist aus meiner Sicht schon schwieriger oder anders, doch es ist möglich passende Kontakte zu finden. Ich möchte dir da viel Mut machen, dich umzuschauen, da gibt es sicher auch genau so junge Menschen wie dich, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und jetzt sehr vorsichtig sind.
bke-Claudia
17.04.2021, 20:27 Uhr | GoldenRetriever
Hallo Lana,
was es ändern würde...Dass mir jemand einmal das Gegenteil beweist, nur einmal. Ich dachte, das hätte jemand getan, aber dann war ich wieder allein. Und es ging alles von vorne los. Wieder ganz allein, ohne irgendjemanden, der mich noch sieht. Wieder ohne Hilfe, ohne irgendeine Stütze.
Ich hab mir schon gedacht, dass ich meine Noten einfach verheimlichen soll, nicht mehr viel in Seminaren und so sagen soll, aber das bringt auch nichts, ich fühle mich schlecht, besonders wenn mir die Antwort unter den Nägeln brennt. Ich liebe das, was ich in der Uni (früher Schule) tue, ich genieße es zu sehen, dass sich wenigstens da meine Bemühungen lohnen. Aber solange das andere so offensichtlich sehen, bin ich für die meisten schon mal unten durch. Das passt schon mal den meisten nicht und die, die damit klarkommen, denken, dass ich privat auch so bin...
Zuletzt editiert am: 17.04.2021, 20:55 Uhr, von: GoldenRetriever
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ Immanuel Kant
17.04.2021, 19:23 Uhr | bke-Lana
Huhu GoldenRetriever,

da wäre ich wieder!

Wenn ich ganz ehrlich bin, finde ich deine Zeilen sehr stark! Es freut mich zu lesen, dass du selber erkennst, was für ein wertvoller Mensch du bist. Du kennst deine Stärken und Vorzüge und diese darfst du genießen. Auch starke Menschen haben schwache Momente. Es ist nun mal nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Schade nur, dass du noch nicht die Menschen gefunden hast, die deine beiden Seiten zu schätzen wissen.

Daher finde ich deine Antwort, dass du schuld bist nicht treffend. Das bist du nämlich nicht. Aber dieser Gedanke scheint sich bei dir verfestigt haben. Was muss passieren, dass du diesen Glaubenssatz „Ich bin schuld.“ Loslassen kannst?

bke-Lana
17.04.2021, 19:13 Uhr | GoldenRetriever
Danke Silbermond für die ganz lieben Worte! Tut mir leid, wenn ich nicht so eine schön formulierte Antwort parat habe...
Es ist schön zu lesen, was du schreibst, noch schöner wäre es, wenn ich einmal gesehen hätte, das es wahr werden kann und nicht nur optimistisches Gerede ist. Nur einmal das Gegenteil erleben...
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ Immanuel Kant
17.04.2021, 18:53 Uhr | -Silbermond-
Hey Golden,

wenn ich deine Zeilen lese, dann spüre ich ganz viel Enttäuschung in die Menschen um dich rum. Diese Enttäuschung ist durchaus berechtigt. Mir tut es in der Seele weh zu lesen, dass du nur auf deine Leistungen reduziert wirst und niemand dahinter schaut. Das ist nicht fair, das verletzt und das hat niemand verdient, das hast DU nicht verdient.
Ich schreibe dir gerade nicht, weil ich eine Lösung parat habe, ich schreibe dir, weil ich dich sehe, weil deine Worte bei mir ankommen und ich möchte, dass du wenigsten hier das Gefühl haben kannst gesehen und geschätzt zu werden.
Leider gibt es wenige Menschen, die gerne hinter Fassaden schauen und bei einem bleiben, sobald man sich ihnen öffnet und mit Problemen kommt. Das kenne ich auch, ich glaube, dass kennen ganz viele hier. Wichtig ist, dass du weißt, dass du da nichts für kannst. Du bist toll, mit deinen Stärken und deinen Schwächen. Das macht dich aus, das formt dich, das macht dich besonders und individuell. Und wer sich abwendet, der hat dich nicht verdient.
Liebe Golden, ich wünsche dir von Herzen Menschen die dich lieben und wertschätzen, so wie du bist. Und die werden mit Sicherheit auch kommen! Ich weiß, dass die Situation gerade unfassbar schwer auszuhalten ist, aber ich glaube an dich, die Zeit geht vorbei, es wird wieder besser werden. Ich drück dich, wenn du magst.

Ganz liebe Grüße,
Silbermond *hug*
Ich schicke dir einen Engel, und sei er noch so klein, er möge immer bei dir sein. ★
17.04.2021, 17:58 Uhr | GoldenRetriever
Woran es liegt? Ganz einfach: an mir. Ich hab gute Noten, meist mehr als gut. Ich bekomm das Lob und die Komplimente. Ich freu mich darüber, liebe es, es ist die einzige Form von Anerkennung, die ich habe. Meine Noten und meine Leistung sind alles, worauf andere Menschen reagieren, was sie dazu bewegt, Interesse an mir zu haben, mich nicht zu vergessen. Anscheinend ist es undenkbar, dass da noch mehr dahintersteht. Wenn Leute mich besser kennenlernen läuft es immer gleich, sie lernen mich kennen, sind am Anfang nett und finden es toll, wie viel ich schaffe und wie viel Energie ich habe, wenn sie mich dann besser kennenlernen, sind sie schnell weg: der Mensch dahinter, ist nicht immer stark, ist nicht immer aufgedreht, eher manchmal zerbrechlich, oft überfordert, was er außerhalb der Freizeit nicht zeigt. Wieso auch? In der Welt fühl ich mich sicher. So eingebildet es klingt, ich weiß was ich kann und zweifele nicht. Außerhalb davon, hab ich Angst, verkriech mich bei Hunden, verstecke mich hinter Büchern, bin unsicher, den Menschen will keiner. Der ist kompliziert. Dem müsste man mal zuhören, der kann nicht alles alleine. Dann sind sie weg. Komischer Mensch, hat ein perfektes Leben und ist trotzdem unglücklich, so jemanden will man nicht. Ich kann doch auch anders sein, wenn man mir Zeit gibt, aber die gibt mir keiner, lieber schnell weg.
Und wenn man doch mal bleibt und mein Vertrauen hat, so selten es passiert, dann missbraucht man es und oder wirft es von einem Tag auf den anderen weg, man mochte mich halt am Ende, wenn man drüber nachdenkt doch nicht. Die Noten waren doch zu gut, die Laune doch zu oft schlecht. Das fällt ihnen plötzlich ein, wenn wieder eine neue Note kommt und sie schlechter waren oder wenn man um Hilfe fragt, weil es einem schlecht geht.
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ Immanuel Kant
17.04.2021, 17:13 Uhr | bke-Lana
Hallo liebe GoldenRetriever,

deine Nachricht liest sich echt traurig und hoffnungslos. Ich denke, dass einige Menschen auch hier im Forum mit diesem Problem schon mal in Berührung gekommen sind und ähnlich, wie du empfinden. Das sind keine tröstenden Worte…ich weiß. Einsamkeit ist ganz schön schmerzlich.
Du schreibst, dass dich das Problem schon ziemlich lange begleitet. Immer wieder kommt es dir bekannt vor und Menschen verhalten sich immer wieder gleich, auch wenn du in einem neuen Umfeld bist.

Hast du eine Idee woran das liegen könnte?

Ich verbleibe vorerst mit neugierigen Grüßen!
bke-Lana
17.04.2021, 16:24 Uhr | GoldenRetriever
Wieder ein Lob für eine überdurchschnittliche Leistung, immer geht es nur darum, immer nur darum, es freut mich einerseits, aber es macht nur einen Teil von mir glücklich, der der studiert, die Studentin. Der Rest ist wie immer irrelevant. Der hat bisher kaum jemanden interessiert, wieso auch? Die Person ist ja nicht interessant, mit der kann man nichts anfangen, die macht nur Probleme. Die Studentin, das Streberchen, die ist perfekt, mit der will man was zu tun haben, wenn es um Leistung geht. Dass die Person dahinter vielleicht traurig ist, dass es ihr nicht gut geht, dass sie überhaupt existiert, egal. Der Teil ist ja nicht so angenehm und unkompliziert wie der andere. Er ist einfach nur schwierig, durcheinander und möchte einmal auch gesehen werden, er ist ja nicht nur so, er hat auch Hobbys und Interessen, aber die sieht ja keiner und keiner will sie sehen. Wieso auch? Gibt andere Menschen, die interessanter und unkomplizierter sind, die kein Streberchen sind, mit dem man sich unwillkürlich immer misst.
Solange es nicht um Leistung geht, einfach vergessen werden. Immer und immer wieder. Am Anfang des Seminars: 15 Leute, Professorin redet mit allen, fragt wie es ihnen im Online-Semester geht, ob sie zuhause sind, ob sie Freunde treffen, noch Hobbys haben. GoldenRetriever ist auch da, wird aber wie immer vergessen. Am Ende des Seminars: man braucht jemanden, der schnell noch den Rest übersetzen kann. „Ist [GoldenRetriever] heute da? Hab noch gar nicht drauf geachtet.“ -Ach ja, da ist man plötzlich wieder interessant. Immer und immer wieder geht es von vorne los, Uni oder Schule, immer dasselbe, immer allein, immer den Menschen vergessen. Und wenn ihn doch mal jemand sieht, dann vergisst er ihn auch bald wieder. Macht ja nur Probleme. Der Beitrag kann auch wieder in den Tiefen des Forums versinken. Ist ja eh egal, ist ja immer so, sollte mich einfach mal damit abfinden, dass mich niemand will.
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ Immanuel Kant
08.04.2021, 19:43 Uhr | GoldenRetriever
@ Silbermond

Erstmal danke für deine Antwort, dachte schon, die Frage wäre ganz versickert.
Ich hab mich an dem Gedanken festgehalten, dass ich bald zu dem Praktikum komme und dann das tue, was mir Spaß macht. Das war ganz ehrlich das einzige, worauf ich mich noch gefreut hab. Mich interessiert mein Studium, aber die Freude daran ist mittlerweile verpufft. Der Gedanke das komplette nächste Semester wieder vor dem Bildschirm zu verbringen und Bildschirmzeiten häufig jenseits der 10 Stunden zu haben, macht mich fertig. Eine Zeit lang ging es, aber nicht noch länger, das ist einfach zu viel mit dem ganzen Rest zusammen.
Sonst ist nichts mehr da, Schule ist weg, der Nachfolger Uni ist auch nicht wirklich präsent (nettes Wortspiel...), Menschen, die ich mochte, sind nicht mehr da, meine Hobbys sind weg. Eins davon allein halte ich aus, aber nicht mehr alles zusammen.

@bke-Hana

Bei dir klingt das Weitermachen jetzt so positiv... so war das nicht gemeint... Ich mache weiter, weil ich keine Alternative hab, ich muss arbeiten, ich kann mein Studium nicht einfach abbrechen. Das Weitermachen macht es nur schlimmer, es ist zur reinen Pflicht geworden, die ermüdet und keine Freude mehr bringt.

Auch wenn das jetzt richtig pessimistisch klingt, was in aller Welt soll denn Gutes kommen? Praktikum ist weg, tschüss, Ende, aus und vorbei, Menschen, denen ich vertraute, sind weg, ciao (und nein, da findet sich jetzt nicht schnell ein Ersatz), Hobby weg, Uni ist vorläufig auch weg, Rückkehr irgendwo in weiter gerade nicht zählender Ferne.
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