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26.07.2021, 21:38 Uhr | Hanna.
Hey,

ich dachte ich eröffne mal einen Thread in dem ich alles loswerden kann was ich mich so beschäftigt.
Seit 4 Monaten bin ich in der Klinik und habe einen Jahresbeschluss bekommen. Es gibt eine lange Vorgeschichte und die sind der Meinung, dass ich derzeit keine Verantwortung für mich und mein Leben übernehmen kann. Gefühlt sitze ich hier aber eigentlich nur die Zeit ab und fühle mich vor allem von meiner Therapeutin total unverstanden.

Gerade beschäftigt mich aber der Ausgang. Alleine darf ich nicht rausgehen, nur in Begleitung von einem Betreuer. Jeden Tag ist das nicht möglich, weil die nicht immer Zeit haben. Ich hab meine Betreuerin vor zwei Wochen gefragt, ob man das nicht ändern kann. Das hat sie verneint. Heute hatte ich wieder ein Gespräch mit ihr und hab nochmal gefragt und auch einen Kompromiss vorgeschlagen. Darauf ist sie auch nicht eingegangen.
Ich habe das Gefühl, dass sie mir absolut gar nicht vertraut. Es gab in der Vergangenheit sehr viele Konflikte, ich bin oft ausgerastet, manchmal ist das so eskaliert das ich fixiert werden musste. Aber jetzt ist schon seit einigen Wochen gar nichts mehr gewesen, ich habe versucht mich an die Regeln zu halten und mich bis auf ganz, ganz wenige ausnahmen benommen. Ich hab z.B. auch mein Handy erst seit 3 Wochen. Vorher durfte ich das nicht haben.

Ich habe das schon öfter angesprochen und auch nach einer neuen Therapeutin gefragt. Das wurde abgelehnt mit der Begründung das ich ja erstmal Vertrauen aufbauen müsste. Ich kenne sie jetzt seit einigen Jahren und es gibt kein Vertrauen. Von beiden Seiten aus nicht. Wie soll das denn dann klappen?

Das nervt mich gerade alles ziemlich, deswegen musste ich das jetzt hier auch loswerden.
07.02.2022, 18:06 Uhr | bke-Pia
Liebe Hanna,

ja, wie du schreibst "Draußen geht das Leben weiter...". Ich kann mir vorstellen, dass es im Hinblick auf den 18. Geburtstag besonders schwer ist, das von der Klinik aus festzustellen und nicht rausgehen zu dürfen. Aber da draußen warten auch Ziele auf Dich, wie z.B. eine eigene Wohnung...irgendwann, wenn du wieder gesund bist.

Nun stehst du vor einem möglichen Klinikwechsel: Ein neuer Therapieansatz, neue Therapeuten. Das klingt für mich nach einer neuen Chance, eben wieder persönliche Freiheit erlangen zu können. Vielleicht ist das der der richtige Platz (erstmal, bis du "raus" darfst) für dich? Denn ich bin mir sicher, es gibt auch Platz für dich. Es liegt allerdings mit an dir, ob du den Platz verweigerst oder ob du den Platz einnehmen möchtest.

Was müsste passieren, damit du in der neuen Klinik Hilfe annehmen könntest? Und damit du auf deinem neuen Platz zumindest "probesitzen" könntest?

Liebe Grüße

bke-Pia
07.02.2022, 17:48 Uhr | Hanna.
Jetzt ist wieder so viel Zeit vergangen und irgendwie steht trotzdem alles still. Das ist ein so unerträgliches Gefühl. Draußen geht das Leben weiter und ich sitze in der Klinik und kann nichts machen.

Ich hatte Anfang Januar wieder einen Suizidversuch und hab dann mit der Therapeutin gesprochen. Sie sagte, dass die das nicht mehr tragen können und ich in eine andere Klinik soll. Auch mit einem anderen Therapieansatz. Mittwoch gehe ich dorthin und mir wird die Station gezeigt. Und nächste Woche soll ich dann wahrscheinlich dorthin verlegt werden.
Ich will das nicht. Ich will in keine andere Klinik. Der Beschluss würde in 2 Monaten Enden, aber meine Therapeutin stellt einen Antrag auf eine Verlängerung. Erstmal "nur" um 6 Monate. Das ist so unfair. Dieses Jahr werde ich 18 und am liebsten will ich dann einfach nur in eine eigene Wohnung ziehen und meine Ruhe haben. Niemand soll wissen wo ich wohne.

Ich fühl mich einfach so allein gelassen. Meine Mutter will weiterhin keinen Kontakt und ich weiß nicht, ob ich das will. Hier in der Klinik kann ich auch nicht bleiben, weil ich zu überfordernd bin. Die können mir nicht helfen. Naja..bestimmt können die das, aber ich kann das nicht annehmen und verweigere alles. Weil ich diese Hilfe nicht möchte.

Ich weiß nicht mehr weiter. Überall bin ich falsch. Ich bin falsch. Nirgendwo gibt es einen Platz für mich..
18.12.2021, 20:52 Uhr | bke-Milah
Liebe Hanna,

Du hast eine sooooooooooooooooooooooooooooooo große Sehnsucht nach dem normalem Leben. Vielleicht kann Dir diese Sehnsucht ein wenig helfen, den Zwangs-Aufenthalt in der Klinik so für Dich zu nutzen, dass ein normales Leben außerhalb der Klinik möglich wird.
Das ist es doch wert, zu schauen, wie Du es schaffen kannst, Dich auf Hilfe einzulassen, Hilfe die Lust und Gelingen auf das Leben macht.
Das ist es doch wert, unter Menschen zu sein, das Zimmer zu verlassen und Gespräche, für dieses Ziel zu führen.
Und wisse, Du machst das einzig für Dich und nicht für die Leute dort in der Klinik. Das Leben und all das, was das Leben lebenswert macht ist in Dir, Du hast es nur vergessen und musst Dich wieder daran erinnern.


Herzliche Grüße
bke-Milah
18.12.2021, 16:55 Uhr | Hanna.
Die Leute in der Klinik sollen mir nicht helfen. Sie sollen mich in Ruhe lassen und mich entlassen. Es wird mir nur besser gehen, wenn ich endlich wieder an einem normalen Leben teilnehmen kann.
Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll.
Ich möchte nicht mehr überleben. Oder aushalten.
Ist es nicht der Sinn des Lebens auch zu Leben? Mhm.. *sad*
23.11.2021, 22:24 Uhr | bke-Hana
Liebe Hanna,

ich denke, die Leute in der Klinik und du wollen im Grunde das gleiche, nämlich dass es dir gut geht. Du selbst scheinst momentan wenig Mut und Zuversicht zu haben, eshalb finde ich es gut, dass deine Umgebung jetzt besonders acht auf dich gibt. Nicht um deine Freiheit einzuschränken sondern um dich zu schützen. Denn du und dein Leben sind einzigartig. Auch, wenn es derzeit so sehr schwer für dich ist, halte daran fest. Ich mag dir heute sagen, und das mit ganz viel Überzeugung, dass du es wert bist.

Du bist nicht egal und "es" ist auch nicht egal. Passe auf dich auf und sei wie ich überzeugt davon, wie wichtig, einzigartig und besonders du mit und in deinem Leben bist.

bke-Hana mit vielen lieben Grüßen
23.11.2021, 19:05 Uhr | Hanna.
Danke für deine Antwort..

Ich finde diesen Ort hier gar nicht toll. Ich möchte hier endlich weg, ich bin schon viel zu lange hier. Und ein Ende ist auch noch nicht in Sicht.
Die Therapeutin will, dass der Beschluss nochmal um 6 Monate verlängert wird. Ob das geht, weiß ich nicht, aber ich habe so unheimlich Angst, dass das doch klappt. Es fühlt sich so an, ob ich hier nie mehr wieder raus darf, dass es kein Ende gibt.
Möchte entlassen werden, rausgehen und nie mehr wieder hierher kommen. Ich möchte auch nicht mehr reden oder unter Menschen sein. Deswegen bleibe ich auch die ganze Zeit im Zimmer, damit ich niemanden sehen, hören oder sprechen muss. Ist gerade eh schwer das auszuhalten.
Und mir ist es egal. Mir ist gerade alles egal. Was passiert oder nicht passiert. Ich will einfach nicht mehr. edit. *sad*

Editiert wegen Triggergefahr von bke-Hana
Zuletzt editiert am: 23.11.2021, 19:57 Uhr, von: bke-Hana
23.11.2021, 18:04 Uhr | bke-Lana
Hallo liebe Hanna,

du machst eine schwere Zeit durch, bist total erschöpft und mutlos. Umso mehr freut es mich, dass du nicht alleine durch diese anstrengende Zeit gehst, sondern an einem Ort bist, wo du gut aufgehoben bist. Wo du aus deiner persönlichen Krise rauskommen kannst. Wo du Stück für Stück das Glücklich sein wieder lernen kannst. Du hast diese Chance! Lass dich drauf ein und lasse dir helfen. Da wo du bist, sind Menschen, die dir helfen wollen und können. Habe Vertrauen in die und dich!

Ich wünsche dir Durchhaltevermögen und Geduld mit sich selbst! Schicke dir ein Lichtlein, das ein Strahlen in die Dunkelheit bringt und dir auf deinem Lebensweg hilft!

Liebe Grüße
bke-Lana
23.11.2021, 17:34 Uhr | Hanna.
Das einzige was es gibt, oder gab war dein Blumenstrauß. Sonst gibt es gerade einfach nichts.
Bin einfach unheimlich müde und erschöpft. Kann mich nicht aufraffen für irgendetwas.
War in der letzten Woche auf der geschlossenen Station (Edit by bke-Lana)
Es ist einfach alles so anstrengend. Hasse dieses Leben. Es gibt nichts was mir gerade irgendwie Freude bereitet. Es gibt nichts, was mich gerade irgendwie glücklich macht.
(...) Nichts mehr erleben, aushalten oder sonst was müssen. Es hält mich gerade hier einfach nichts mehr und das meine ich wirklich so. Es gibt gerade einfach nichts anderes. Gar nichts.
Zuletzt editiert am: 23.11.2021, 17:53 Uhr, von: bke-Lana
12.11.2021, 14:43 Uhr | bke-Milah
Liebe Hanna,

gibt es denn so gar nichts, was deinen Blick ein klein wenig nach oben und nach vorn richten könnte?
Ein Lächeln einer Mitpatientin, ein kleines Gespräch über irgendwas, eine Melodie, ein Buch, ein kleiner Spaziergang, ein warmes Stückchen Apfelkuchen oder irgendwas, was dir gerade möglich erscheint, und sei es noch so unbedeutend. Es reicht, wenn es etwas anderes ist, was deinen Blick für einen Moment auf etwas anderes richten kann, etwas wohlwollendes.
Ich bin tief davon überzeugt, dass etwas und auch jemand auf dich wartet.

einen bunten Blumenstrauß rüberschieb***

Herzliche Grüße
bke-Milah
11.11.2021, 22:18 Uhr | Hanna.
Ich will doch einfach nur nicht mehr leben.
Warum versteht das denn keiner?
Und warum lassen sie mich nicht?
Ich dachte ich darf über mich selbst entscheiden.
*sad* *exhausted*
Zuletzt editiert am: 11.11.2021, 22:19 Uhr, von: Hanna.
26.10.2021, 21:57 Uhr | bke-Lana
Liebe Hanna,

lasse es kurz zu, mich deinen Satz umzuformulieren: "Ich möchte ZURZEIT nicht". Es geht dir gerade gar nicht gut und der Boden unter den Füßen ist weg… Im Leben kann so etwas vorkommen und man fühlt sich machtlos, als wäre die Welt stehen geblieben und es wird nie wieder gut sein. Zumindest sind es die Gedanken, die ständig um einen kreisen und daran hindern weiter nach vorne zu gehen, sich umzusehen und neu zu orientieren.

Es wird aber noch Zeit kommen, wo es wieder möglich sein wird. Du bist zurzeit tief verletzt und verstehst die Welt nicht mehr und es braucht Zeit bis du es verdaut hast. Es alleine zu verdauen, könnte zu lang dauern. Unterstützung bei der Verdauung zu bekommen, könnte die Heilung deutlich beschleunigen. Außerdem ist geteiltes Leid nur halbes Leid.

Ich wünsche dir eine gute Nacht und morgen einen guten Start in den neuen Tag
bke-Lana
26.10.2021, 21:46 Uhr | Hanna.
Ich möchte nicht.
Es ist mir egal was aus mir wird oder nicht. Nichts und niemand wartet auf mich. Es ist sinnlos und unnötig.
Bin denen doch eh allen egal.
Zuletzt editiert am: 26.10.2021, 21:48 Uhr, von: Hanna.
26.10.2021, 14:22 Uhr | bke-Claudia
Hallo Hana,
du bist gerade sehr enttäuscht. Klar kommen da Gedanken, was soll das alles?
Hier geht es doch um dich, um eine Vorbereitung auf ein selbständiges und unabhängiges Leben.
Dafür musst du wieder raus aus dem Zimmer, aufstehen und weitermachen.
Für dich weitermachen!!!!
bke-Claudia
26.10.2021, 12:16 Uhr | Hanna.
Gestern beim Gespräch kam das gleich raus wie am Samstag.

Kann gar nichts mehr. Möchte nichts mehr.
Bleib einfach auf dem Zimmer. Möchte keine Therapie mehr.
Ist sowieso egal alles. Ich möchte einfach nur noch in Ruhe gelassen werden. Am besten für immer.
24.10.2021, 19:01 Uhr | bke-Gregor
Hallo Hanna,

ich finde das von Deiner Mutter nicht nur ein bisschen feige, ich finde es ziemlich feige, dass sie Dir das nicht selber sagt!

Aber es ist vielleicht auch ein Hinweis, dass es ihr nicht nur einfach leicht fällt zu ihrer Entscheidung zu stehen und das sie ihr nicht leicht gefallen ist

Liebe Grüße

bke-Gregor *bye*

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