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11.09.2021, 17:30 Uhr | LiA202
Hallo,

ich bin neu hier und beginne nächste Woche meine Ausbildung in einem medizinischen Beruf. Leider leide ich seit Jahren unter PTBS und Depressionen und konnte deshalb die letzten Jahre kaum zur Schule gehen. Natürlich habe ich es auch mit Therapien versucht und war mehrmals stationär in Kliniken, das hat aber alles kaum geholfen. Obwohl ich mich nicht besser fühle als vor ein paar Jahren, versuche ich jetzt in die Ausbildung zu starten, habe aber große Angst, wieder zu scheitern und nach kurzer Zeit erneut zusammenzubrechen.

Ich möchte so gerne wieder ein "normales" Leben führen und so belastbar sein wie ich es mal war. Leider weiß ich nicht, wie ich das schaffen soll. Vielleicht kann mir hier jemand helfen und mich unterstützen? Ich würde mich sehr freuen.

Liebe Grüße
LiA202
27.11.2022, 14:00 Uhr | bke-Andrej
Hallo LiA
Ich nehme das zur Kenntnis, das ist ein langer und schwerer Kampf, den Du da führst
Ich denke, es ist machmal nicht möglich, ein größeres Ziel vor Augen zu haben. Aber dann schau die nächsten 10 cm vor deine Zehenspitzen: Gibt es jemand, dem Du aktiv geholfen hast, damit es ihm/ihr weniger schlecht geht als ohne Dich.

LG
Andrej
27.11.2022, 09:59 Uhr | LiA202
Danke bke-Fiona!
Ich habe es leider nicht bis zum WE geschafft und bin nach dem Dienst am Montag erneut psychisch zusammengebrochen. Am Donnerstag habe ich mich dann wieder zur Arbeit geschleppt, aber alles ist gerade zu anstrengend. Ich bekomme von meinem eigenen Leben nichts mehr mit. Alles zieht an mir vorbei. Mein Körper fühlt sich unendlich müde und schwer an.
Eigentlich habe ich nächste Woche auch noch eine Prüfung, aber meine Lehrerin ist seit zwei Wochen verschollen und antwortet mir nicht auf meine Mail. Das ist mit meiner Prüfungsangst so unfair. Auch wenn sie krank sein sollte, kann sie mir doch kurz schreiben, dass die Prüfung ausfällt oder stattfinden wird...? Ich bin mit meinen Vorbereitungen auch noch nicht ganz fertig, weil ich mich zu nichts mehr aufraffen kann.

Meine Kollegin auf der Arbeit nervt mich total. Sie nörgelt ununterbrochen an mir rum- alles muss exakt nach ihrem Schema laufen, aber ich habe auch meine Ansichten und gehe manche Dinge auf meine Weise an.

An mein Ziel denken funktioniert nicht mehr, weil ich keine wirkliche Zukunft mehr sehe. Meine Therapeutin lässt mich auch mal wieder im Stich trotz düsterer Gedanken.

LG LiA
21.11.2022, 19:11 Uhr | bke-Fiona
Hallo lia,

hoffentlich hast du dann das Wochenende um dich auszuruhen, Spazierengehen, etwas Gutes für dich zu machen - es dauert noch ein bisschen bis dahin, aber dennoch : )

Vielleicht. hat deine jetzige Arbeit nicht so viel mit deiner Ausbildung zu tun - trotzdem tust du etwas für die Menschen die dort sind, und das könntest du dir zwischendrin sagen wenn die Zweifel kommen.

Und, noch ein Gedanke - wenn du bei der Arbeit gefragt wirst, wie es dir geht kann das auch sein, weil sich deine Mitarbeiter Gedanken darüber machen, wie es dir bei der Arbeit geht, ob es dir gefällt, und vielleicht überlegen sie sich, ob sie etwas für dich tun können.

Du musst natürlich nicht lachen, wenn dir nicht danach ist, aber du könntest dir dein Ziel vor Augen halten - dass du später mit deine Ausbildung
die Arbeit machen kannst die du machen willst.

Es machte auch etwas mit den Menschen mit denen du arbeitest wie es dir geht : )

liebe Grüße, bke-fiona
21.11.2022, 18:12 Uhr | LiA202
Danke bke-Kira! Es ist genauso ein grauschwarzes Gefühl wie du beschreibst. Dazu kommt eine unglaubliche Müdigkeit und Schwere im ganzen Körper.

Der Konflikt ist entstanden, weil ich etwas im Unterricht nicht mitgeschrieben habe, das ich schon konnte... Ja, irgendwie absurd. Die Lehrerin hat deswegen eine riesen Welle gemacht und ich habe angefangen mit ihr zu diskutieren. Eigentlich dachte ich danach, dass alles geklärt sei.

Was ich diese Woche bräuchte, um gut zu mir zu sein? Hm... ganz dringend frei. Eine Auszeit. Aber das geht nicht. Ich habe heute um 6:40 Uhr das Haus verlassen und war um 17:15 Uhr wieder zurück. Jede Strecke liegt im Dunkeln. Ich habe das Gefühl, nichts vom Tag gehabt zu haben. Mein Einsatz in dieser Einrichtung ist komplett sinnlos und hat überhaupt nichts mit meinem Beruf zu tun. Ständig ist mir die Frage durch den Kopf gegangen, warum ich dort sein muss, und dass auch noch so lange. Es ergibt einfach keinen Sinn! Ich habe 5 mal die Spülmaschine ein und ausgeräumt, Tüten beklebt und Essen verteilt.

Was mich auch komplett nervt ist, dass ich ständig darauf angesprochen werde, dass ich "müde" oder "traurig" aussehen würde. Warum darf man nicht einfach müde und traurig sein?! Die Frage enthält immer direkt irgendeinen bescheuerten Aufmunterungsversuch oder so einen Unterton, als dürfte das nicht sein. Ich will doch nur in Ruhe gelassen werden! Die Chefin der Einrichtung ist auch total übergriffig und fragt mich wirklich bei jedem Dienst, wie es mir geht. Was soll ich denn darauf antworten??? Es geht sie verdammt nochmal nichts an, wie es mir geht und außerdem, was ändert ein "schlecht" als Antwort, wenn das sowieso nicht sein darf?!?

Immer muss man lachen in dieser besch...enen Gesellschaft, und Leistung erbringen wie ein Roboter, weil man sonst einfach nichts wert ist und ein verdammter Loser ist.

LG LiA
20.11.2022, 16:45 Uhr | bke-Kira
Hallo LiA202,

es tut mir leid, wenn du das Gefühl hast, dass dir die Freude fehlt. Es ist ein grauschwarzes Gefühl und wenn man darin verhaftet bleibt, kommt es einem so undurchlässig vor und man wird dann auch selbst so undurchlässig für Dinge, dich schön sind und uns gelingen. Versuche dir selbst gegenüber freundlich zu sein und wegen dieser einen Beschwerde nicht Alles an dir zu bemängeln. Du bist in Ordnung und wunderbar so wie du bist! Du darfst glücklich sein und dich freuen! Erlaube es dir jede Sekunde und jeden Tags auf Neue. Erlaube dir es so zu fühlen und aber dann auch wieder anders zu fühlen.

Magst du schreiben, was passiert ist und warum er sich über dich beschwert hat? Was brauchst du, um diese Woche gut zu dir zu sein und dich nicht in Frage zu stellen oder dich ständig nieder zu machen?

Ich wünsche dir etwas Mut dazu, dich selbst so anzunehmen wie du bist: ohne zu urteilen und ohne dich selbst zu kritisieren!

Viele Grüße

bke-Kira *bye*

PS: Ich kenne auch sehr gut solche Lebensphasen und Minuten und Stunden, wo die Freude einfach fehlt. Fühle dich damit bitte nicht ganz alleine! Das bist du wirklich nicht.
20.11.2022, 12:29 Uhr | LiA202
Danke bke-Claudia und Socke!
Ich kann mich leider wirklich nicht mehr an das Gefühl von Freude erinnern. Jeder Tag ist quälend. In der Schule gibt's Stress, weil sich ein Lehrer über mich beschwert hat. Keine Ahnung, was das jetzt für Konsequenzen nach sich zieht. Vielleicht war's das.

LG LiA
13.11.2022, 15:52 Uhr | bke-Claudia
Hallo LiA,
ich finde Sockes Antwort ganz wichtig, du wirst hier gesehen und begleitet.
An guten Tagen siehst du ja auch, dass du was schaffst, dass es mal besser geht und du auch selbstwirksam bist. Da fallen mir die beiden Fahrzeuge ein, die du hast und auch nutzt. *smiling*
Im Moment siehst du das nicht, dein Praktikum beginnt und damit die Fragen, wie wird es laufen, wird es Konflikte geben, wird es vielleicht doch auch Spaß machen...
Ich wünsche dir einen guten Start dort.
bke-Claudia
13.11.2022, 14:49 Uhr | Socke2005
Hey LiA,
so wirklich eine Antwort habe ich darauf nicht.
Aber ich kenne dieses Gefühl und diese Gedanken so unfassbar gut selbst, dass ich Dir grad irgendwie gerne schreiben wollte.
Und sagen möchte, Du bist damit nicht allein. Und ich habe Dich gelesen und sehe Dich.
Und finde erstaunlich und toll, was Du schon alles geschafft hast, trotz all der Anstrengungen, der Steine, der Zweifel, trotz al dem "Schrott".

Ich weis nicht was Dir Freude bereiten könnte, weist Du noch was Dir mal Freude gemacht hat?

Viel Kraft
Lg Socke
"Und da ich auf dieser Erde, keinen Weg finde,
so gehe ich einfach fort, in eine andere Welt."
13.11.2022, 14:27 Uhr | LiA202
Ich bin am Ende. Mein Leben ist ein Haufen Schrott. Es gibt schon so lange nichts mehr, was mir Freude bereitet. Was ist das überhaupt?

LG LiA
12.11.2022, 17:05 Uhr | bke-Zita
Hallo LiA,
du schreibst von Vorbereitung - Vorbereitung auf die 6 Wochen Praxiseinsatz am Stück.
Klingt gut und klingt für mich danach, dass du zwar einerseits nicht sicher bist, ob und wie genau du den Praxiseinsatz schaffen kannst. Dass du dich aber andererseits auf irgendeine Art wappnen möchtest - du nicht gänzlich unvorbereitet da ran möchtest.
Und - vielleicht findest du ja doch (trotz allem, was dich frustriert, deprimiert und plagt) den ein oder anderen positiven Moment.
Etwas, das dich erfüllt - und sei es nur für einen kurzen Moment
Etwas, das dir Freude macht oder Spaß - das sich ein Stück abhebt von dem Unerquicklichen.
Etwas, das anders, schön, ablenkend oder wohltuend für dich ist, und das (zumindest für ein Weilchen) das große Thema Arbeit zur Seite schieben vermag.

Das wünsch ich dir von Herzen,
Viele Grüße
bke-Zita
Zuletzt editiert am: 12.11.2022, 18:17 Uhr, von: bke-Zita
12.11.2022, 16:42 Uhr | LiA202
Habe meinen Praxisbesuch vorbereitet, aber weiß gar nicht, ob ich überhaupt noch einen einzigen Dienst im Praxiseinsatz schaffe. Es ist so unendlich frustrierend und deprimierend jeden Tag aufzustehen und sich zur Ausbildung zu quälen- nie Freude, nie Erfüllung, nie Spaß zu empfinden. Immer nur durchhalten, zusammenreißen... der Kopf kreist auch in jeder freien Minute ununterbrochen um die Arbeit.

LG LiA
10.11.2022, 20:10 Uhr | LiA202
Heute schon wieder in Konflikt mit einer anderen Lehrerin geraten... Ich weiß auch nicht, was gerade los ist... Keine Lust mehr.

LG LiA
09.11.2022, 19:44 Uhr | bke-Claudia
Hallo LiA,
nach einem nicht so gut gelaufenen Schultag noch erfolgreich zu lernen hat auch etwas mit Selbstwirksamkeit zu tun *smiling* .
Tja, wie könntest du dir die 6 Wochen etwas besser gestalten? Zunächst mit positiven Gedanken, es sind nur 6 Wochen, ich habe dafür keine Schule, ich mache mal etwas anderes,
.....Da fällt dir bestimmt was ein *wink*
Genau, du hast schon 14 Monate durchgehalten, hast viele Erfahrungen gesammelt, weniger gute und gute Tage geschafft, warst sehr selbstwirksam.
Und da sind ja auch noch neue Herausforderungen, was machst du nach der Ausbildung, welche Möglichkeiten gibt es? Was kommt infrage und was geht gar nicht.
Nutze die Zeit!
bke-Claudia
09.11.2022, 18:24 Uhr | LiA202
Danke bke-Fiona.
Heute war kein guter Schultag. Ich bin mit einem Dozenten in Streit geraten, weil mich die vielen Gruppenarbeiten nerven und ich ab und an auch einfach meine Ruhe zum Lernen brauche. Habe es nach der Schule trotzdem endlich geschafft ein bisschen Anatomie und Pflegewissenschaften zu lernen. Pflegewissenschaften ist ein ziemlich trockenes Thema und kostet mich immer besonders Überwindung, aber es ging heute.
Bald stehen mir fast 6 Wochen in meinem Praxiseinsatz am Stück bevor... Auch wenn die jetzige Einrichtung besser ist als das Altenheim graut es mir davor. 6 Wochen am Stück durch die Kälte und Dunkelheit Radfahren, meine blöde Kollegin, die nörgelnde Chefin und jeden Tag exakt dieselbe Arbeit. Der Horror für mich!!

Da zu lernen und nicht abzubrechen wird die größte Herausforderung...

Es wundert mich sowieso jeden Tag mehr, wie ich diese Ausbildung bisher seit 14 Monaten durchhalte.
Gestern haben wir im Unterricht darüber gesprochen, dass wir uns in wenigen Monaten schon für eine Station nach der Ausbildung bewerben müssen. Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Meine Frage ist natürlich, ob ich mich überhaupt bewerben soll... vielleicht für die Notaufnahme? Oder doch besser für eine weitere Ausbildung?

LG LiA
07.11.2022, 21:27 Uhr | bke-Fiona
Hallo lia,

Respekt was du heute alles gemacht hast !

Du könntest nun etwas machen, was dir gut tut - es dir gemütlich machen, eine schöne Musik hören, einen Tee trinken, dich gemütlich einkuscheln.

Und dir sagen : Ich mag mich, und ich darf mich so fühlen wie ich mich fühle - und ich darf mich jetzt ausruhen : )

liebe Grüße, bke-fiona

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