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10.03.2019, 12:32 Uhr | Kleines-Schaefchen
Hallo liebe Jugendliche, junge Erwachsenen, Eltern und Fachkräfte.

Im Moment denke ich darüber nach, aus der Kirche auszutreten.
In den letzten Jahren habe ich in mehreren Gemeinden schlechte Erfahrungen gemacht bzw. keinen Anschluss gefunden. Zudem gibt es viele Dinge, weswegen ich nicht zu dieser Landeskirche gehören möchte.
Es fällt mir nicht leicht, diesen Schritt zu gehen und es tut mir sehr Leid. Die Kirche hat mir viel gegeben, aber das habe ich längst doppelt und dreifach zurück gegeben. Ich habe für mein Engagement teuer bezahlt. Ich möchte nicht mehr zu dieser Institution gehören und erst Recht nicht Kirchensteuer bezahlen.
Natürlich ist mir klar, dass es in sozialen Berufen ein Nachteil ist, aus der Kirche ausgetreten zu sein, weil viele Arbeitgeber kirchlich sind.
Diesen Nachteil nehme ich aber gerne in Kauf.

Jetzt würde mich interessieren, ob es andere Leute gibt, die aus der Kirche ausgetreten sind oder überlegen, diesen Weg zu gehen und welche Gründe dafür ausschlaggebend waren.
Mir fällt das unglaublich schwer, und es tut mir Leid, aber ich weiß mir nicht anders zu helfen. Sowohl auf lokaler als auch institutioneller Ebene bin ich enttäuscht und verletzt und ich möchte das irgendwie hinter mir lassen.

Viele Grüße
Schäfchen
20.03.2019, 07:57 Uhr | Pauliprinzessin
Kleines-Schaefchen schrieb:
Hallo Pauliprinzessin,

Danke für Deine Antwort.
Ich würde Dir wirdersprechen, dass man für jeden Fatz extra bezahlen muss. Du kannst kostenlos in den Gottesdienst, kostenlos ein Seelsorgegespräch in Anspruch nehmen, auch Kasualien wie Taufe, Konfirmation, Trauung oder Besattung kosten nichts.
Ich habe aber in vielen Gemeinden erlebt, dass ich nur wertgeschätzt werde, wenn ich mich engagiere, und dass immer erwartet wird, dass ich mehr mache, dass ich alles umsonst mache. Sobald ich mich nicht engagiert habe, oder wenn ich etwas wollte, war Schluss. Gerade habe ich extrem schlechte Erfahrungen gemacht mit einer Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. Ich weiß nicht, wie ich das ewältigen soll, wie ich einen Schlussstrich ziehen soll. Mit dieser Institution möchte ich nichts mehr zu tun haben.
Ich stimme Dir zu, dass man auch ohne Kirche glauben kann. Wenn Du damit die Kirche als Institution meinst. Aber ohne die Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen kann man bzw. kann ich nicht glauben.

viele Grüße,
Schäfchen


Widerspruch- selbst wenn man dafür keine Rechnung erhält- da steht am Ende oder zwischendurch der Klingelbeutel im Einsatz. Man ist genötigt ihn zu füllen. Und es wird erwartet, dass bei hohen Festen wie Trauung,Konfirmation oder Taufe ordentlich etwas reingesteckt wird.

Die Gemeinschaft der Gläubigen hast Du auch ohne dass Du im Verein registriert bis. Bisher habe ich noch nicht erlebt, dass Einlasskontrollen stattfinden und abgehakt wird ob tatsächlich nur Vereinsmitglieder eintreten. Du erhälst eine Austrittsurkunde vom Amt- es wird jedoch auch nicht in deiner Geburtsurkunde deine Religionszugehörigkeit gestrichen und man nimmt dir auch nicht die Papiere weg die Du bekommen hast zwecks Konfirmation oder Firmung usw. Das bleibt dir!

Was tatsächlich schlimm ist- Der Verein Kirche beansprucht für sich eigene Gesetze und Regeln- auch bei der Einstellung und der Ausübung eines Berufes wenn man dort angestellt ist. Das ist in vielfältiger Diskussion und hat schon zu viel Unmut geführt. Da muss etwas grundlegend geändert werden. Wenn die Italiener einen Staat im Staat akzeptieren ist das deren Sachen - hier in Deutschland herrscht Freiheit und wir haben gesetzliche Regelungen die für jeden gelten müssen!
Allerdings ist es auch sehr bequem, dass man den Kirchen die Einrichtung von Bildungsstätten überlässt und dafür dann Zuschüsse zahlt. Sonst müssten wir das ja selber erledigen.
Mein Sohn sollte aus der städtischen Einrichtung raus und einen I-Platz bekommen. Zu dumm nur, dass I- Plätze nur vom katholischen Kindergarten bereitgestellt wurden. Billig für unsere Stadt- für mich vollständig inakzeptabel. Ich habe mich sehr erfolgreich gewehrt!

Was mir wirklich ganz extrem wieder aufstößt ist die Diffamierung der Menschen die der jüdischen Glaubensrichtung angehören. Eine Bekannte und deren Familie ist davon arg betroffen. Ein Glauben hat nichts mit dem Menschen zu tun, der dort vor mir steht. Jeder kann Glauben an das und wie er das wünscht. Und dazu braucht er auch keinen Nachweis der ihn als Gläubiger irgendeiner Glaubensrichtung die schon perse wieder Schubladen bedient.

Eigentlich glauben alle Menschen an das Selbe. Sie nennen es nur anders und die Ausübung wie sie daran Glauben ist verschieden. Die Ausübung des Glaubens , das sind von Menschen gemachte Regeln und Rituale! Dass es keine jungfräuliche Befruchtung gab ist uns allen klar. Auch dass wir hier nur sind, weil wir uns in der langen Zeit der Erdentwicklung so zusammengeschustert haben ist uns klar.
Es gibt ein tolles Lied- eigentlich ist es eher ein Gedicht von Herrmann van Veen- Eine Geschichte von Gott. Lies dir mal den Text durch oder höre es dir an.
Gruß
13.03.2019, 21:23 Uhr | Louise-19
Hallo,
ich habe mich nie so in der Kirche engagiert.
(Am Rande habe ich einzelne miese Dinge mitbekommen, die gelaufen sind.
Jedoch ist mein Eindruck, daß dort letztlich eher weniger miese Dinge laufen als
in einem beliebigen anderen Verein.
Allerdings, weil es die Kirche ist, macht einen sowas nochmal doppelt so sehr fertig.)

(Ich möchte auch Pauliprinzessin widersprechen, bei Kriegen geht es imo immer um
Macht, Land, Besitz, Einfluß, und die Religion wird nur als Vorwand benutzt;
ohne Religion würde sich sicher ein anderer Vorwand finden lassen.)

Früher war ich in kirchlichen Gruppen, oder im Gottesdienst,
aber nur als Teilnehmerin, und niemand hat je von mir verlangt, daß ich mich stärker
engagieren soll.
Andererseits ist bei mir stärkeres Engagement nicht möglich,
und wahrscheinlich merkt man das auch.

Mein Vorschlag wäre, jetzt erstmal nichts zu tun,
die miesen Erfahrungen sacken zu lassen,
falls Du fastest, nur wenig zu fasten,
und zu Ostern Deine Eltern zu besuchen, falls möglich.
Alles Gute, Louise
13.03.2019, 19:52 Uhr | Kleines-Schaefchen
Hallo Pauliprinzessin,

Danke für Deine Antwort.
Ich würde Dir wirdersprechen, dass man für jeden Fatz extra bezahlen muss. Du kannst kostenlos in den Gottesdienst, kostenlos ein Seelsorgegespräch in Anspruch nehmen, auch Kasualien wie Taufe, Konfirmation, Trauung oder Besattung kosten nichts.
Ich habe aber in vielen Gemeinden erlebt, dass ich nur wertgeschätzt werde, wenn ich mich engagiere, und dass immer erwartet wird, dass ich mehr mache, dass ich alles umsonst mache. Sobald ich mich nicht engagiert habe, oder wenn ich etwas wollte, war Schluss. Gerade habe ich extrem schlechte Erfahrungen gemacht mit einer Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. Ich weiß nicht, wie ich das ewältigen soll, wie ich einen Schlussstrich ziehen soll. Mit dieser Institution möchte ich nichts mehr zu tun haben.
Ich stimme Dir zu, dass man auch ohne Kirche glauben kann. Wenn Du damit die Kirche als Institution meinst. Aber ohne die Kirche als Gemeinschaft der Gläubigen kann man bzw. kann ich nicht glauben.

viele Grüße,
Schäfchen
13.03.2019, 18:52 Uhr | Pauliprinzessin
Hallo,
der "Austritt" aus der Kirche ist nicht gleichbedeutent mit, dass Du an nichts mehr glaubst.
Die Kirchensteuer ist lediglich der vor ewigen Zeiten festzementierte Malus, den wir zahlen müssen,weil wir den Kirchen vor ewigen Zeiten ihren Grund und Boden enteignet haben.
Wobei es immer noch genug Grund und Boden im Besitz der Kirche gibt und diese dieses Land gegen Pacht bestellen bzw. bebauen lässt.
Kirchensteuer zahlen wir im Übrigen nur für die evangelische und die römisch katholische Kirche. Alle anderen Glaubensgemeinschaften müssen sich irgendwie selbst finanzieren.
Und wenn wir dann noch bedenken, dass zwar die Steuern abgegeben werden man jedoch trotzdem jeden Fatz noch extra bezahlen muss(die Diensleistungen für alles Mögliche) so ist es doch klar, dass man irgendwann genug hat.
Ich wurde noch getauft, als Baby hat man nichts zu melden- bin mit Volljährigkeit unverzüglich aus dem Verein ausgetreten. Nicht nur wegen der paar Euro extra sondern weil ich insgesamt dieses Konstrukt ablehne. Männervereine die sich untereinander die Pfründe teilen , ein Papst mit seinem Gefolge der sich für denjenigen hält, der als Einziger weiß was Gott,Jahwe und wie sie alle heißen will...Wegen Glauben wurden und werden immer noch Kriege geführt und Menschen abgeschlachtet. Das kann und will ich nicht unterstützen oder auch nur tolerieren. Jeder soll an das Glauben was ihm beliebt.Die Gebote und die Bibel, die Thora, der Koran etc...- alles von Menschen gemacht und zwar so, wie es denjenigen die die Macht in dieser Institution innehaben gefällt und für deren Wohlstand es sorgt. Schon der erste christliche römische Kaiser hat den christlichen Glauben nur abgekupfert und für sich genutzt.

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