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10.07.2019, 19:42 Uhr | Sonalo
Hallo,
ich schreibe das jetzt einfach mal hier rein, vielleicht hat jemand von euch ja Erfahrungen damit oder kann mir helfen.
Ich habe vor einiger Zeit einen Jungen kennengelernt, mit dem ich mittlerweile sehr gut befreundet bin. Als ich ihn besucht habe, haben wir dann geknutscht und auch gekuschelt.
Allerdings sind bei mir aufgrund von Erinnerungen Berührungen im Intimbereich nicht möglich, wenn es doch jemand versucht, erstarre ich, fange dann an zu zittern und mein Gehirn spielt sozusagen alte Bilder wieder ab. *woot* Ich hatte davor noch nie einen Freund bzw. "sexuelle Beziehungen", weil das nie ging, aber langsam bin ich in einem Alter, in dem ich auch "normal" sein möchte und evtl. eine Beziehung haben möchte.
Hat jemand eine Idee, wie man mit so etwas umgehen kann bzw. es ausschalten?
Der Junge und ich werden kein Paar werden, d.h. es ist kein "akutes" Problem, aber trotzdem beschäftigt es mich.
Er hat das natürlich auch gemerkt und respektiert, und danach auch gesagt, dass ich jederzeit mit ihm reden könne, auch darüber wenn ich will. Eigentlich will ich schon darüber reden, aber ich kann es nicht. Einerseits kann ich es nicht, weil ich es nicht aussprechen kann, andererseits will ich ihn auch nicht mit solchen Sachen belasten.
Irgendwie weiß ich gerade nicht, wie ich mit der gesamten Situation umgehen soll... Bislang ging es gut, weil ich mich nicht damit beschäftigen musste, aber das bekomme ich jetzt nicht mehr hin. *unsure*
LG, Sonalo
24.10.2019, 19:12 Uhr | Sonalo
Hallo,
danke, jetzt habe ich es auch verstanden. *blushed*
Das mit dem Stein o.ä. finde ich auch gut, danke.
Insgesamt geht es mir im Moment besser als am Wochenende, worüber ich sehr froh bin.
Ich hoffe jetzt nur, dass es am Wochenende ohne die Uni nicht wieder schlechter wird... Aber dafür bin ich ja selber irgendwo verantwortlich, also muss ich das hinbekommen.
Sonalo
22.10.2019, 21:07 Uhr | bke-Fiona
Hallo sonalo,

ja, genau: einen für dich hilfreichen Satz, den du dir sagen kannst, wenn du merkst. dass du dich nicht sicher fühlst, wie z.B.: Ich bin größer als die Angst.

Und, ja, du kanst stolz auf dich sein, dass du dich nicht unterkriegen lässt : ) ,und ich finde, du kannst sehr viel!

Was vielleicht auch helfen könnte im Hier und jetzt zu bleiben - du könntest etwas fest in die Hand nehmen, wie z.B. ein kleines Stofftier oder einen runden Stein, auf das Gefühl dass du etwas fest drückst kannst du dich konzentrieren - dann hat die Angst vielleicht keinen Platz mehr im Kopf .

liebe Grüße, bke-fiona
22.10.2019, 20:35 Uhr | Sonalo
Hallo,
danke für die Antwort.
Das mit der Sicherheit ist so eine Sache... Auch zu Hause fühle ich mich eigentlich nicht wirklich sicher. Der Ort, wo das am ehesten alles geht, ist unter Wasser, am besten eingepackt in einen dicken Neoprenanzug und mit dem Blubbern des Wassers im Ohr. Aber ich schaffe es nicht, dieses Gefühl in die Realität zu "transportieren".
Das mit dem Mantra verstehe ich nicht ganz. So etwas wie "es ist alles gut", das ich dann in schwierigen Situationen im Kopf wiederhole?
Ich will mich nicht verkriechen, auch wenn ich manchmal nur das hinbekomme. Aber im Großen und Ganzen bin ich in dem Punkt sogar ziemlich stolz auf mich.
Keine Ahnung, irgendwie habe ich das Gefühl, mir selber komplett im Weg zu stehen. Eigentlich ist doch alles gut...
Danke!
Sonalo
22.10.2019, 09:28 Uhr | bke-Kira
Aber sobald ich mich sicher fühle, fängt mein Gehirn an, sich auf alle möglichen "Gefahren", die kommen könnten, vorzubereiten. Wie schaltet man das aus? Mir ist klar, dass das nicht einfach verschwindet, aber manchmal habe ich den Drang, einfach 1000 Mal zu schreiben, dass ich in Sicherheit bin... *suprised*


Hallo Sonalo,
wenn schreiben dir dabei hilft, dann kannst du ja einen "Satz" oder ein "Mantra" formulieren, um dir selbst etwas inneren Halt zu geben. Wie würde es klingen? Bei deinen Phantasien geht es, wie du vielleicht schon ahnst, nicht um "äußere" Sicherheit, sondern um dein inneres Gefühl "sicher", gefestigt und gehalten zu sein. Wenn man sich im fremden Land befindet, verliert man dieses Gefühl der Sicherheit. Das kann ich sehr gut nachempfinden. Du kannst dich stabil und sicher fühlen, wenn du in dir ein Gefühl von Heimat spüren kannst, es immer mit dir trägst und gut für dich sorgst! Mit diesem Gefühl kannst du dich immer auch auf etwas Neues einlassen. Trotz Angst und Unsicherheit! Schön, wenn du schon jemanden kennst. Daumen hoch Auf Menschen selbst aktiv zuzugehen und in Kontakt zu gehen heißt auch gut für sich selbst zu sorgen. Das ist ein mutiger Weg, um sich nicht zu verkriechen!!! Das wäre schade.

Etwas Halt, viel Mut und spannende Erfahrungen wünsche ich dir!

bke-Kira
21.10.2019, 22:23 Uhr | Sonalo
Hallo,
danke ihr beiden. :)
Ja, die Gründe gibt es - aber irgendwie denke ich mir auch immer, dass die aktuelle Situation anders ist. Aber da werde ich wieder in Deutschland dran arbeiten.
Die Bib hier ist ganz komisch, nur zum Bücher ausleihen, ohne Arbeitsplätze. Ein paar Mal war ich jetzt bei einer Freundin, das hat ganz gut geklappt - mit der mache ich auch sonst Sachen -, aber die möchte ich auch nicht immer nerven.
Zeit für das Gedankenkarussell einzuplanen klingt gut, danke (-: Das wird vermutlich schwierig, aber ich werde es auf jeden Fall versuchen und auch dranbleiben.
Sicher fühle ich mich eigentlich nur, wenn ich alleine bin, oder mit Menschen, die ich gut kenne. Aber sobald ich mich sicher fühle, fängt mein Gehirn an, sich auf alle möglichen "Gefahren", die kommen könnten, vorzubereiten. Wie schaltet man das aus? Mir ist klar, dass das nicht einfach verschwindet, aber manchmal habe ich den Drang, einfach 1000 Mal zu schreiben, dass ich in Sicherheit bin... *suprised*
21.10.2019, 12:18 Uhr | LuPa23
Vielleicht kannst du auch versuchen, die für dein Gedankenkarussell gezielt Zeit einzuplanen.
Dass du zum Beispiel sagst, nach der Uni erledigst du noch dies und das und ab so und so viel Uhr, kümmere ich mich um meine Gedanken und um das, was mich beschäftigt.
Es kann helfen, dieses Karussell unter Kontrolle zu bekommen, sodass es dich nicht mehr stört, wenn du eigentlich lernen solltest (oder sonstige Erledigungen machen solltest).
Klappt halt auch nicht von heute auf morgen, aber dran bleiben lohnt sich (meistens)
The strength of the pack is the wolf, and the strength of the wolf is the pack
21.10.2019, 12:02 Uhr | bke-Fiona
Hallo sonalo,

es gibt gute Gründe für dich, dass du so bist - es hat mit Erlebtem und Selbstschutz zu tun. Du wirst es mit Beratung/Therapie angehen, wenn du wieder zurück bist, wie du geschrieben hast.

Nun ist die Frage, was du jetzt machen kannst.

Wie wäre es denn, wenn du z.B. in die Bibliothek gehen würdest, um etwas für die Uni zu machen, zu lernen?

Und, vielleicht hast du vor Ort eine Freundin, mit der du etwas unternehmen kannst - wie z.B. in ein Museum gehen, und wo du dir sagen kannst, dass du nicht alleine bist und jemand hast, der dir helfen könnte?

Du könntest dir überlegen, was wäre möglich für dich, wo du dich sicher fühlst?

liebe Grüße, bke-fiona
20.10.2019, 22:43 Uhr | Sonalo
Irgendwie hat es das jetzt zwei Mal abgeschickt *wuuuaaahhhh*
Ich lösch das eine mal...
Zuletzt editiert am: 20.10.2019, 22:45 Uhr, von: Sonalo
20.10.2019, 22:43 Uhr | Sonalo
Hallo,
danke für die Antworten.
Ich habe das Gefühl, dass das nicht normal ist, weil die anderen hier abends oft weggehen, Party machen, die Sachen für die Uni aber trotzdem schaffen. Ich schaffe das alles nicht.
Dass ich nicht mit zu Partys kann, ist ok. Aber zu Hause müsste ich eigentlich Sachen für die Uni machen. Das System hier ist sehr schulähnlich und wir bekommen Hausaufgaben, die ich machen muss, und schreiben Tests und Zwischenprüfungen, für die ich lernen muss. Aber meine Gedanken drehen sich die ganze Zeit. Mit Ablenkung (in der Uni z.B.) geht das noch irgendwie, aber sobald ich zu Hause bin analysiere ich alle Gespräche, mögliche Gefahren etc. durch. Gestern hat mein Gehirn das den ganzen Tag betrieben, deswegen bin ich Abends auch so ein bisschen durchgedreht.
Was kann man machen, damit die Gedanken aufhören, sich zu drehen? Irgendwie schaffe ich es nicht wirklich, mich abzulenken, wenn ich alleine bin, da habe ich schon einiges durchprobiert...
Und wie schafft man es, die ganzen Sachen zu erledigen?
Sonalo
19.10.2019, 21:00 Uhr | bke-Hana
Hi Sonalo,

na ja, ich finde, du bekommst doch eine ganze Menge hin: Regelmäßig aufstehen, Uni - und sogar Sport, wow!

Was müsstest du denn deiner Meinung nach zu Hause machen machen und schaffst es nicht? Und was hält dich davon ab, es zu tun? Dein Gedankenkreisel vermute ich, der so richtig ans Laufen kommt, wenn du mit dir in deinem zu Hause alleine bist?

Willst du Erfahrungen, Hinweise und Tipps von anderen User*innen. Die würdest du bestimmt bekommen, wenn du nachfragst.

Viel Grüße dir,
bke-Hana
19.10.2019, 20:59 Uhr | LuPa23
Was daran sagt dir, dass du nicht normal seist?
The strength of the pack is the wolf, and the strength of the wolf is the pack
19.10.2019, 20:34 Uhr | Sonalo
Funktionieren bekomme ich hin. Aufstehen. Zur Uni gehen. Danach zum Sport, oder mit jemandem etwas machen. All das klappt, aber sobald ich zu Hause bin, geht nichts mehr... Da liege ich nur im Bett herum oder sitze am Schreibtisch und starre Löcher in die Luft. Das macht mich so verdammt wütend, weil ich so viel machen müsste und es einfach nicht schaffe...
Kann ich nicht einfach mal normal sein?! Warum kann ausgerechnet ich das nicht? Zumal mein Gehirn dabei ja noch nicht einmal zur Ruhe kommt. Das dreht sich nur immer weiter und hält nie die Klappe. Ich habe keine Lust mehr, nur zu funktionieren, wenn ich sonst nichts kann und mein Gehirn irgendwie in der Vergangenheit stecken geblieben zu sein scheint. *redcard* *crying*
07.10.2019, 17:44 Uhr | Sonalo
Gerade wird das Chaos immer schlimmer. Ich müsste aktiv dagegen angehen.
Aber ich schaffe es ja noch nicht einmal, aufzustehen. Die Gedanken sind zu laut. Gedankenkarussell... *redcard*
19.09.2019, 17:30 Uhr | Sonalo
Hallo,
danke.
Ich versuche, so viel Ordnung in mein Chaos zu bekommen, wie ich kann, auch wenn das nicht sonderlich gut klappt. Momentan bin ich trotzdem vorsichtig optimistisch...
Mein Zimmer ist zur Zeit hauptsächlich ein Ort, an dem ich am Schreibtisch sitzen müsste, es aber nicht tue... Aber das Meer oder das Hallenbad könnte ich mir als so einen Ort vorstellen. Und wenn alles erledigt ist sicherlich auch mein Zimmer.
Der Satz trifft vermutlich sehr gut auf mich zu. *laughing*
Sonalo
16.09.2019, 21:57 Uhr | bke-Fiona
Hallo sonalo,

wenn man neu wohin kommt ist meist ein Chaos da, das man erst einmal ordnen muss- das ist extrem anstrengend!

Erst einmal meine Hochachtung, dass du es anpackst : )

Vielleicht kann dein Zimmer ein sicherer Hafen zum Erholen sein ? Du wirst nach und nach Ordnung indas Chaos bringen, - da kommt mir ein Satz aus dem Film "Willkommen bei den Sch`tis ein - "Wenn sie kommen weinen sie, und dann, wenn sie wieder wegmüssen ",

Liebe Grüße, und viel Spaß beim Entdecken : ) bke-fiona

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