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10.07.2019, 19:42 Uhr | Sonalo
Hallo,
ich schreibe das jetzt einfach mal hier rein, vielleicht hat jemand von euch ja Erfahrungen damit oder kann mir helfen.
Ich habe vor einiger Zeit einen Jungen kennengelernt, mit dem ich mittlerweile sehr gut befreundet bin. Als ich ihn besucht habe, haben wir dann geknutscht und auch gekuschelt.
Allerdings sind bei mir aufgrund von Erinnerungen Berührungen im Intimbereich nicht möglich, wenn es doch jemand versucht, erstarre ich, fange dann an zu zittern und mein Gehirn spielt sozusagen alte Bilder wieder ab. *woot* Ich hatte davor noch nie einen Freund bzw. "sexuelle Beziehungen", weil das nie ging, aber langsam bin ich in einem Alter, in dem ich auch "normal" sein möchte und evtl. eine Beziehung haben möchte.
Hat jemand eine Idee, wie man mit so etwas umgehen kann bzw. es ausschalten?
Der Junge und ich werden kein Paar werden, d.h. es ist kein "akutes" Problem, aber trotzdem beschäftigt es mich.
Er hat das natürlich auch gemerkt und respektiert, und danach auch gesagt, dass ich jederzeit mit ihm reden könne, auch darüber wenn ich will. Eigentlich will ich schon darüber reden, aber ich kann es nicht. Einerseits kann ich es nicht, weil ich es nicht aussprechen kann, andererseits will ich ihn auch nicht mit solchen Sachen belasten.
Irgendwie weiß ich gerade nicht, wie ich mit der gesamten Situation umgehen soll... Bislang ging es gut, weil ich mich nicht damit beschäftigen musste, aber das bekomme ich jetzt nicht mehr hin. *unsure*
LG, Sonalo
19.09.2019, 17:30 Uhr | Sonalo
Hallo,
danke.
Ich versuche, so viel Ordnung in mein Chaos zu bekommen, wie ich kann, auch wenn das nicht sonderlich gut klappt. Momentan bin ich trotzdem vorsichtig optimistisch...
Mein Zimmer ist zur Zeit hauptsächlich ein Ort, an dem ich am Schreibtisch sitzen müsste, es aber nicht tue... Aber das Meer oder das Hallenbad könnte ich mir als so einen Ort vorstellen. Und wenn alles erledigt ist sicherlich auch mein Zimmer.
Der Satz trifft vermutlich sehr gut auf mich zu. *laughing*
Sonalo
16.09.2019, 21:57 Uhr | bke-Fiona
Hallo sonalo,

wenn man neu wohin kommt ist meist ein Chaos da, das man erst einmal ordnen muss- das ist extrem anstrengend!

Erst einmal meine Hochachtung, dass du es anpackst : )

Vielleicht kann dein Zimmer ein sicherer Hafen zum Erholen sein ? Du wirst nach und nach Ordnung indas Chaos bringen, - da kommt mir ein Satz aus dem Film "Willkommen bei den Sch`tis ein - "Wenn sie kommen weinen sie, und dann, wenn sie wieder wegmüssen ",

Liebe Grüße, und viel Spaß beim Entdecken : ) bke-fiona
16.09.2019, 21:22 Uhr | Sonalo
Hallo,
zumindest gebe ich mir Mühe, alles hinzubekommen.
Ja, der Weg muss nicht ganz glatt sein und wenn er es wäre, würde etwas nicht stimmen, aber manchmal könnte es ein bisschen weniger hügelig sein. Das Wochenende war ganz ok, aber die Uni hat mich heute schon wieder überfordert. So viele Menschen, die alle so nah kommen, weil hier der Abstand untereinander kulturell bedingt geringer zu sein scheint, so viel zu organisieren und gleichzeitig habe ich momentan so wenig Kraft für alles. *redcard*
Natürlich ist es viel Neues und ich versuche, mir das auch zu sagen, und dass ich nicht alles auf einmal schaffen muss, aber irgendwie muss ja doch alles gemacht werden. Außerdem (oder deswegen?) sind gerade lauter Erinnerungen wieder lauter, sodass ich tagsüber unkonzentriert bin und nachts nicht wirklich schlafen kann. Ich weiß aus Erfahrung, dass das auch wieder besser wird, und dass ich dann (wenn auch alles geregelt ist) das Auslandssemester genießen kann, aber momentan ist es so verdammt schwierig für mich...
Sonalo
13.09.2019, 19:35 Uhr | bke-Stephan
Hallo Sonalo,

der Stress mit dem ganzen organisieren und allem Neuen um Dich herum kann ich gut nachvollziehen. Und ich finde, Du machst das bis jetzt echt gut. Denn Du stellst Dich und suchst Deinen Weg. Der ist bestimmt noch ein wenig holprig. Aber so ganz glatt wäre doch ziemlich langweilig, oder?

Viele Grüße schickt

bke-Stephan
13.09.2019, 13:16 Uhr | Sonalo
Hallo,
danke. Die Frau hat es ja nicht böse gemeint, eher im Gegenteil, von daher hatte ich zwar Angst in der Situation, aber danach war es ok.
Ich antworte erst jetzt, weil ich die letzte Woche ziemlich viel Chaos hatte. Eigentlich ist es ganz schön, die meisten Menschen sind auch nett, aber trotzdem habe ich ziemlich viel Stress. Zum einen muss ich mit der Uni alles organisieren, zum anderen muss ich irgendwie mit mir und den anderen klar kommen. Momentan schaffe ich beides nicht...
Ich wollte gestern eigentlich zu der Party, aber ich habe es nicht geschafft, noch nicht einmal, raus zu gehen. Irgendwie macht mich das wütend, v.a. weil es wohl ganz nett war, aber ich hatte ziemliche Angst davor.
Heute und über das Wochenende ist hier nichts, von daher muss ich Montag schauen, wie ich weiter mache. Ich würde das gerne planen, aber momentan klappt nichts so, wie ich es geplant habe, also kann ich das auch gleich lassen...
Sonalo
10.09.2019, 08:45 Uhr | bke-Lorenz
Guten Morgen Sonalo,

der gestrige Tag hat ja ganz unterschiedliche Situationen mit sich gebracht. Zunächst in der U-Bahn mit der zwar gut gemeinten und gleichzeitig für dich unpassenden Reaktion der Frau und dann das an sich gute "Unierlebnis". Schön, dass es in der Uni, um die es ja in erster Linie geht, okay war *smiling* ! Cool finde ich, dass du die U-Bahn-Geschichte wohl irgendwie hinter dir lassen konntes und in der Uni offen warst, für das war kommt.
Und mit der Party an Donnerstag, da ist ja noch Zeit und außerdem könntest du dir ja sagen, "ich schau mir das mal an, gehen kann ich ja jederzeit".

Viele Grüße und einen angenehmen Tag für dich *bye* ,
bke-Lorenz
10.09.2019, 08:24 Uhr | Sonalo
Hallo,
erst einmal danke!
Gestern morgen in der Metro habe ich Panik bekommen und so eine Frau (die ich nicht kannte) hat mich in den Arm genommen. Irgendwie war es nett, dass jemand in dem ganzen Trubel auf andere Menschen achtet, aber in dem Moment war es, wenn auch lieb gemeint, die falsche Reaktion für mich. So etwas macht mir total Angst... *dizzy*
Die Uni an sich war aber ganz gut, jetzt bin ich sogar am Überlegen, ob ich mich am Donnerstag auf so eine Party traue, aber ich glaube, dass ich das nicht schaffe. Eigentlich bin ich gerade Recht zuversichtlich, aber mein Gehirn scheint das noch nicht mitbekommen zu haben. Ich weiß nicht, ob ich das machen soll oder nicht...
Sonalo
08.09.2019, 19:28 Uhr | bke-Stephan
Hallo Sonalo,

ich weiß nicht, ob Dir das hilft, schreibe es aber dennoch: Für mich war die Studienzeit und auch mein Auslandssemester mit die tollste Zeit an die ich mich erinnern kann. Auch wenn ich erste Tage selbst noch nie leiden konnte.

Ich drücke Dir sehr die Daumen, dass es gut wird und schicke ganz

viele Grüße,

bke-Stephan
08.09.2019, 18:18 Uhr | Sonalo
Die Angst vor morgen wird immer mehr. Gedränge, ich kenne keinen, muss irgendwie klar kommen. An der Uni in Deutschland kannte ich immerhin schon welche aus dem Vorkurs. Am liebsten würde ich morgen lange Hosen und einen dicken Pulli anziehen, aber dafür ist es zu warm. Ich weiß nicht, wie ich mich da verhalten soll, weiß nicht, wie ich Grenzen einhalten soll und dabei nicht abweisend wirke, wie das alles funktionieren soll.
Außerdem werden gerade die Alpträume wieder schlimmer. Schlafen wäre sinnvoll, wenn ich morgen halbwegs fit sein will, aber das sieht mein Gehirn wohl anders...
06.09.2019, 22:10 Uhr | Sonalo
Hallo,
danke für die liebe Antwort.
Das ist wirklich viel neues, aber aus vielem ergeben sich ja eigentlich auch Möglichkeiten - das habe ich gestern noch einmal deutlicher gemerkt. Heute war das dann aber schon wieder weg, ich habe mich wieder zurückgezogen, war den ganzen Tag nur in meinem Zimmer und habe trotzdem noch nicht einmal was für die Uni getan. Vorhin bin ich noch einmal ans Meer gefahren, damit ich mir sagen kann, dass ich immerhin etwas geschafft habe, auch wenn das etwas schönes für mich ist, aber da war rot geflaggt, also bin ich ziemlich gleich wieder hierher gefahren und sitze jetzt wieder doof in meinem Zimmer herum.
Ja, das tut mir tatsächlich gut. Ich bin ein Mensch, der alles durchgeplant haben möchte, der Angst bekommt, wenn es das nicht ist, weil man dann auch keine Alternativpläne schmieden kann. Irgendwie nimmt es bei mir ein bisschen Druck raus, wenn man mir sagt, dass ich das nicht muss.
Trotzdem wächst die Angst vor Montag und den ganzen neuen Menschen, die ich nicht kenne und die mich nicht kennen und die mir nahe kommen werden. Und wenn ich das schaffe gibt es diese Partys, auf die ich eigentlich gerne gehen würde, aber da ist ein Gedränge ohne Ende und dann berührt man sich, was nicht geht, und dann teilweise wahrscheinlich auch noch unabsichtlich an bestimmten Stellen, was erst recht nicht geht, und mein Hirn spinnt immer weiter und malt sich alle möglichen Schreckensszenarien aus (statt diese Energie mal für ein bisschen Optimismus oder auch nur Antrieb zu verwenden)...
Ich habe keine Ahnung, wie ich dieses Gedankenkarussell stoppen kann, wie ich ein bisschen mehr Antrieb bekommen kann, sei es auch nur für die Unisachen wenn ich schon zu Hause herumsitze, und ein bisschen Angst weg bekomme.
Gestern habe ich mein Kriegsbeil mit mir auf meinen gedanklichen Schrank verbannt, aber heute ist es wieder heruntergefallen und mir scheinbar direkt auf den Kopf...
Sonalo
05.09.2019, 21:46 Uhr | bke-Zita
Hallo Sonalo,
ja schön, dass du den heutigen Tag als ein bisschen besser erleben konntest ! Du hast es geschafft, anderen Menschen zu begegnen, statt dich im Zimmer zu verkriechen. Respekt !
Ich denke, es ist gerade ja auch viel Neues, viel Unbekanntes, was auf dich wartet. Ob in der WG mit neuen Mitbewohnern, ob der Beginn der Uni nächste Woche. Aufregend ! Spannend !
Und vielleicht tut es dir gut, wenn ich schreibe, dass du aktuell noch keine Ahnung haben „darfst“, wie du das alles schaffen sollst. Es geht nur eines nach dem anderen …. Nicht gleich „alles“.
Da würdest du dich echt überfordern, das kriegt auch kein anderer Mensch einfach so locker hin ….. *whistle*

Ich schließe mich im übrigen bke-Claudia an: mach dir am Abend, am Ende eines Tages bewusst, was dir an dem Tag gelungen ist, was du begonnen und angepackt und was du geschafft hast. Und geh mit diesen wohltuenden Gedanken in die Nacht …. Vielleicht hilft es dir auch dabei, nicht länger mit dir auf Kriegsfuß zu stehen (sondern das Kriegsbeil wenn nicht zu begraben, dann zumindest gedanklich außer Reichweite zu stellen …. *cool* ).

Viele herzliche Grüße
bke-Zita
05.09.2019, 21:23 Uhr | Sonalo
Hallo,
heute war es ein bisschen besser. Ich bin erfolgreich fast allen Berührungen ausgewichen, aber nicht den Begegnungen, und habe mich nicht den ganzen Tag im Zimmer verkrochen - viel geschafft habe ich zwar auch nicht, aber naja.
Die Angst vor Montag, wenn die Uni hier losgeht, ist sehr groß, aber viel kann eigentlich nicht passieren, zumindest sage ich mir das momentan.
In meine WG ziehen auch bald Mitbewohner ein, ich hoffe, dass ich dann auch nicht mehr so viel in meinem Zimmer bin. Irgendwie scheint sich gerade alles zu regeln, aber ich habe das Gefühl, dass jedes Mal, wenn das so ist, irgendetwas kommt und alles genauso bescheuert ist wie vorher. Vielleicht bin ich auch nur zu pessimistisch, keine Ahnung... Ich habe noch keine Ahnung, wie ich das alles schaffen soll, auch weil ich mit mir momentan ziemlich auf Kriegsfuß stehe, aber das muss irgendwie klappen.
Sonalo
02.09.2019, 23:38 Uhr | Sonalo
Hallo,
danke.
Ich schaffe es nur einfach nicht, diese Schritte zu sehen. Ich sehe Versagen, bin wütend auf mich selbst, es ist, als ob die Vergangenheit mich als ihre Gefangene hält.
Eigentlich möchte ich nicht mehr wütend auf mich sein. Vorhin habe ich mich hingesetzt und mich gefragt, was ich heute geschafft habe. Ich war einkaufen, was auch dringend nötig war, und am Meer. Mehr habe ich nicht geschafft, ich habe mich hier verkrochen. Das Auslandssemester wäre eine Chance für so vieles, aber es scheitert an mir.
Sonalo
02.09.2019, 08:02 Uhr | bke-Claudia
Hallo Sonalo,
dein Gehirn, ganz speziell dein Gedächtnis hat etwas abgespeichert und erst nach und nach verändert sich der Inhalt des Speichers.
Die bewussten Anteile laufen ja auch schon besser. Für die anderen brauchst du Geduld.
Es wird nach und nach besser, wenn du diese kleinen Schritte, die du schon schaffst, auch siehst.
Mache dir jeden Abend bewusst, welche kleinen Dinge du geschafft hast, was dir besser gelungen ist.
So ein Auslandssemester bietet sicher viele Möglichkeiten.
bke-Claudia
01.09.2019, 23:13 Uhr | Sonalo
Hallo,
danke.
Ja, manchmal ist Schutz sinnvoll. Wenn man z.B. bedroht wird, oder vor etwas Angst haben muss. Das ist bei mir jedoch nicht der Fall, auch wenn mein Gehirn mir etwas anderes sagt.
Mir würde es erstmal schon reichen, wenn ich selber merke, dass ich mich verändert habe. Dass ich mich besser wehren kann, nicht mehr so viel Angst habe, etc. Aber das schaffe ich nicht, egal, was ich versuche. Vielleicht brauche ich einfach mehr Geduld, aber das ist so schwer.
Ich bin jetzt in meinem Auslandssemester, wo mich keiner kennt, wo ich theoretisch einfach mal so sein könnte, wie ich will. Aber da stehe ich mir ja selber im Weg. Manchmal frage ich mich, was das hier überhaupt bringen soll, wenn ich es doch sowieso nicht schaffe, auf andere zuzugehen. Und selbst, wenn ich es schaffe, ziehe ich mich danach eben schnell wieder zurück. Spätestens, wenn sie mich anfassen wollen.
Irgendwo kann ich das ja alles verstehen, aber ich fühle mich so machtlos dagegen. Ich hasse diesen Teil von mir, auch wenn ich versuchen möchte, nett und geduldig zu mir zu sein.
Bevor ich hierher gekommen bin, war ich noch relativ optimistisch, dass ich es irgendwie schaffe, die Erinnerungen und Gefühle zu verdrängen bzw. mich zur Not genügend abzugrenzen, aber momentan bin ich ziemlich mutlos. *exhausted*
LG, Sonalo

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