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23.11.2016, 21:18 Uhr | einhorn-29
Hallo, *tongue*

ich möchte gern zu Hause ausziehen, bin leider noch nicht 16 (dauert noch ca 2 Monate) und ich halt es einfach da nciht mehr aus.. ich fühl mich seit einer Ewigkeit unwohl und kann kaum schlafen bin somit in der Schule permanent müde, was dazu führt das ich oft fast einschlafe im Unterricht und meine Noten werden auch schlechter.

Ich werde eigentlich sehr oft angeschrien von meinem Vater und meiner Schwester. Mein Vater hat vor 2 Tagen gesagt, dass ich ja dumm bin und wenn das Jugendamt kommt ich mega Ärger bekommen werde. Ich hab einfach so Angst weil mein Vater so leicht ausrastet und ich nicht mehr klar komme. ich passe nicht in diese Familie.. ich hab Depressionen und bin für die peinlich.. und in denen ihren Augen bilde ich mir alles ein angeblich... und mich macht des alles so fertig.

Als ich mal für ne Woche weg war ging es mir da so gut! und ich muss hier raus bevor ich noch gar kaputt gehe..
Meine Tante steht hinter mir weil sie weiß wie schwer es ist.. aber ich hab trotzdem Angst..
Ich habe das Gefühl, dass ich unerwünscht bin.

Aber meine Eltern wollen nicht das ich ausziehe... aber ich halte es nicht mehr aus das geht jetz ca 1-2 Jahre so und ich schaffe es nicht mehr bin psychisch so am Ende.. Bin vor zwei Tagen in meinem Zimmer in Tränen ausgebrochen, obwohl ich eig sonst nie geheult hab.. aber in letzter Zeiit wird es immer häufiger..

Kann ich zum Jugendamt und die Glauben mir?
weil ich war heute mit meiner Mutter bei den Streetworkern und sie hat so getan als wär alles super und gut und die haben das geglaubt... und keine Ahnung jetzt bin ich die Lügnerin.. Dabei halt ich es einfach nicht mehr aus..

Danke, falls mir jemand hilft.

Liebe Grüße *bye*
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
21.09.2021, 22:17 Uhr | bke-Milah
Liebe Einhorn,

du schreibst wie es dir gerade geht und es scheint alles so schwer und ausweglos zu sein. Jedoch kenne ich ein Stück weit deine Geschichte und vor allem kenne ich den Weg, den du bisher gegangen bist. Und dies alles im Hinterkopf beim Lesen deiner Worte macht mich eher zuversichtlich. Bisher hast du soviel (zu viel) Energie investiert, um es deinen Eltern recht zu machen, um von ihnen wahrgenommen zu werden - um einfach nur als Tochter geliebt zu werden. Du hast dafür so einen großen Preis bezahlt, für sooooooooo so wenig was da zurückkommt.
Jetzt bist du dabei, deinen eigenen Weg zu gehen. Du bist dabei, Abschied zu nehmen von all den unerfüllten Wünschen. Dies ist natürlich ein schmerzvolles Loslassen. Bisher hast du es auf so ganz sachlicher Ebene ganz gut geschafft. Ich denke da an den Auszug aus dem Elternhaus und Einrichten deiner eigenen Wohnung oder eben auch das Minimieren der Kontakte. Dieser Weg war nicht einfach und ging bisher eher in Richtung räumlicher Distanz. Jetzt gilt es eben auch emotional loszulassen. Und hierbei spürst du eben immer wieder diese Ambivalenz, dieses Hin und Hergerissen zu sein. Festhalten und hoffen oder eben doch loslassen. Festhalten und hoffen macht dich jedoch krank, raubt dir all deine Energie und hält dich so gefangen. Loslassen ist zwar auch schmerzlich, macht dich aber frei, deinen eigenen Weg zu gehen und auf diesem Weg Menschen zu begegnen, die dich wahrnehmen, wertschätzen, die dich lieben und dir das auch gern zeigen möchten. Und liebes Einhörnchen, du bist unterwegs, genau auf diesem Weg und das macht mich so zuversichtlich.

Herzliche Grüße
bke- Milah
21.09.2021, 21:23 Uhr | Einhorn--
Hallo,
Bis jetzt kam nichts von meiner Familie zum glück. Aber ich glaub das kommt von irgendwem noch. Aber mich zerfrisst es auch so innerlich. Einerseits kann ich sehen es war gut und wichtig und dass sie nicht wirklich das Recht haben meine eltern sein zu dürfen nach allem was sie gemacht haben. Aber dann kommt all die Schuld zurück. Das ich eine schreckliche Tochter bin.. Das es meine Schuld ist und irgendwie gerechtfertigt wie sie sich verhält. Das ich lieb sein müsste und es wieder gut machen. Es zerreißt mich innerlich. Ich hab viel Panik und kann kaum identifizieren warum. Ich weiss es hängt damit zusammen... da sind verschwommene Erinnerungen, die den Schlaf rauben, wodurch ich mir jetzt abends nicht mal kurz Ruhe erlauben kann...
Hmm ja, wobei mein körper ja eig auch entspannter sein müsste wenn er jetzt so wenig arbeiten darf oder? Wobei ich jetzt alles an Energie in die Arbeit stecke. Projekte plane, umräume usw. Ich kann keine Sekunde still sitzen oder zur ruhe kommen. Weiss nicht. Bin einfach grad überdreht vor Angst und mir fehlt ein ruhepol. Ich fühl mich eher wie so ein flummi und eig merkt niemand wie es in mir drin aussieht. Nach außen könnte man meinen mir gehts Grad super. Ich rede, lache und bin sehr aktiv auf arbeit, aber eig ist es innerlich genau das Gegenteil. Wenn ich allein bin erstarre ich oft und hab keine ahnung welchen Wochentag wir haben oder so. Weiss nicht. Aber immerhin ist alles taub... Keine ahnung wie lang das so gut geht.
Geduld ist grad schwer, aber ich versuchs. Grad überwiegt die Sorge es nicht zu schaffen und andere doofe Gedanken. Eig kann ich mir nichts Gutes tun und es wird immer destruktiver...
Schönen abend euch.
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
20.09.2021, 11:03 Uhr | bke-Zita
Hallo Einhorn,
deine Mutter wollte keinen Glückwunsch von dir zu diesem Geburtstag. Und du hast diesen Wunsch respektiert. Und darauf kannst du dich argumentativ jederzeit berufen, meine ich. Dann, wenn möglicherweise doch ein Vorwurf käme.
Ansonsten halte ich es weiterhin für sinnvoll, Abstand zu halten, die Kontakte, die dir nicht gut tun, auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
Es waren sehr anstrengende Zeiten, mit Vollzeitausbildung (vollzeit, wie gesagt !) und Nebenjobs zugleich. Mit viel Rennerei, Stress, Zeitdruck, Sorgen wegen Prüfungen …. da kann es erst mal dauern, bis sich Körper & Seele auf ein etwas weniger kräftezehrendes Alltagsleben mit „nur“ 39 Std. einstellen können.
Und bis du ein gutes Maß aus Arbeit – Sport / Bewegung, aber auch Muße & Ruhe gefunden hast. Und bis du dich sicherer dabei fühlen kannst, die freien Zeiten nicht mit Grübelschleifen, Selbstvorwürfen und Ängsten zu füllen ….
Hab Geduld mit dir – du hast schon so viel geschafft.
Einen Schritt nach dem anderen ….
Viele ermutigende Grüße
bke-Zita
20.09.2021, 09:36 Uhr | Einhorn--
Ich hab nicht gratuliert, aber mit ziemlich großer sicherheit wird mir das von irgendwem aus der Familie vorgehalten. Weiss nicht ob es sinnvoll ist die kontakte dahingehend erstmal zu reduzieren oder ob ich mich innerlich darauf vorbereiten kann, nur weiss ich nicht wie...
Die Nacht war wieder schrecklich. Langsam findet mein körper das alles nicht mehr toll. Keine ahnung. Hab jetzt 3 mal die woche eine stunde weniger Arbeitszeit. Eigentlich voll toll, weil ich die zeit für berichte usw kriege. Aber ich hab momentan trotz 39 stunden woche so viel freizeit. Mag irrsinnig klingen aber wenn man über 3 jahre eine vollzeit Ausbildung und nebenjobs hat, wirkt das grade wie Luxus. Ich nutze die Zeit für viel Sport und Bewegung, auch wenn mein körper langsam nicht mehr mag... da ist zu wenig kraft für all das.. Weiß nicht wie das wieder wird..
Schönen Tag
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
19.09.2021, 13:10 Uhr | Einhorn--
Hallo,

Ja nur tut das iwie auch weh. Ich weiss die Entscheidung ist wichtig, aber vor allem heute fühle ich mich, als wäre ich ein egoistisches Monster. Mama hat Geburtstag und sie will ja keine Glückwünsche von mir hat sie gesagt aber ich weiss dass bald der Vorwurf kommt, dass keine Glückwünsche von mir kamen... Ich kann schwer beschreiben was in mir vorgeht. Das triggert mal wieder was... hatte heute nacht auch nen Alptraum und Panik... Ich halte mich selbst grad nicht mehr aus und ich hab keine ahnung wie ich den heutigen tag überstehen soll.

Es gibt kaum Menschen hier, die mir gerade den Rücken stärken können. Hab aber eine freundin gefragt ob sie doch spontan heute zeit hat, wird aber wohl nichts.
Fühlt sich halt grad an als hätte ich das verdient und es wäre eh nur meine schuld iwie...

Danke liebe Hana. Grad weiß ich nicht mehr was ich will. Ich würde am liebsten gern weit weg sein, spontan in meine wunschheimat fahren und alle menschen hier vergessen. Von vorne beginnen... Das ist heute alles zu viel. Ich hab auch zu viel Panik um rauszugehen, weil zu viele Menschen gruselig sind... Ich weiss nicht wie ich heute klarkommen soll. Bin auch seit fast 6 Uhr wach... Ich würde am liebsten raus aus meiner Haut und das alles nicht mehr ertragen müssen.. fühlen tu ich kaum was, aber das im kopf will nicht aufhören und ab und an kommen dann noch schlimme Gefühle dazu. Keine ahnung, kriegs ja nichtmal hin meinen Körper heute anständig zu versorgen...

Schönen Sonntag.
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
15.09.2021, 11:25 Uhr | bke-Hana
Liebe Einhorn,,

was du über dein Abstand nehmen von deinen Eltern geschrieben hast, klingt für mich überhaupt nicht hart und gemein. Ich habe eher den Eindruck, dass du dir jetzt zugestehst, auf dich und deine Gefühle zu hören und auf deine Grenzen. Du erkennst mittlerweile so einige Zusammenhänge und bringst den Mut auf, diese Erkenntnisse in Handlung umzusetzen.

Aber dieser eingeschlagene Weg ist noch steinig. Es scheint dich oft dich zu zerreißen, ihn weiter zu gehen. Ich höre da förmlich eine Stimme in dir die meint, du müsstest nur lieb und angepasst genug sein, es deinen Eltern recht machen, damit alles gut wird.

Zwischen diesen beiden Polen zu pendel kostet Kraft, das kann ich gut verstehen. Gut, dass du auch auf auf das achtest, was dir gut tun kann. Sag mal, gibt es denn Menschen in deiner Umgebung, die dir den Rücken stärken können? Ich könnte mir vorstellen dass du genau das jetzt gut gebrauchen könntest.

Einhorn, ich möchte dir Mut machen deinen Weg weiter zu gehen. Du darfst an dich denken und deine Grenzen deutlich machen. es dir selbst rechtmachen, und nicht deinen Eltern. Nehme dir den Raum, den du für dich brauchst! Schaue nach vorne und suche dir vielleicht Trost, wenn dein Blick nach hinten gerichtet ist, auf das, von dem du schmerzlich Abschied nimmst.

Viele liebe und stärkende Grüße
bke-Hana
15.09.2021, 01:58 Uhr | Einhorn--
Zuletzt editiert am: 19.09.2021, 22:49 Uhr, von: Einhorn--
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
14.09.2021, 20:39 Uhr | Einhorn--
Zuletzt editiert am: 19.09.2021, 22:48 Uhr, von: Einhorn--
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
14.09.2021, 20:36 Uhr | bke-Lana
Hallo liebe Einhorn,

wow! Das sind ja mega Erkenntnisse, die du machst… Darf ich auch was dazu sagen? Auch wenn du diese Erkenntnisse bezüglich deiner Ma hast, klammerst du noch daran, ihr Recht zu machen, geliebt zu werden, gesehen zu werden und letztendlich akzeptiert und so genommen zu werden, wie Einhorn ist. Mit all ihren Stärken und Schwächen. Leider ist es aber nicht so! Und da geht aber deine gesamte Energie hin. Zum Teil hast du es aber schon geschafft dich zu befreien und all das zu tun, was dich erfüllt und glücklich macht. Zum anderen besteht da noch ein seidener Faden mit alL den Wünschen und Erwartungen an eine Mutter.

Mmmmh, was machen?! Lebe dein Leben! Sei egoistisch und das in vollen Zügen! Mach, was dir Spaß und Freude bereitet und egal, was die anderen denken. Das ist DEIN Leben und nur du alleine darfst darüber bestimmen. Du bist keine drei Jahre mehr. Du bist eine junge Frau mit Träumen, Zielen und Sehnsüchten! Diese kannst du dir erfüllen, wenn du mehr an sich selbst denkst!

Hab eine gute Nacht und ganz süße Träume, damit morgen vielleicht ein neues Leben anfängt!? Jeder Tag ist eine neue Chance.

Liebe Grüße
bke-Lana
14.09.2021, 20:29 Uhr | Hailee
9 Stunden arbeiten ohne Pause ist rechtlich gar nicht zulässig und darf der Arbeitgeber nicht verlangen. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass es am Freitag nur 5 Stunden sind. Red mit deiner Chefin.

Pass auf dich auf
Du bist entweder auf meiner Seite, an meiner Seite, oder mir im Weg.
14.09.2021, 20:18 Uhr | Einhorn--
Zuletzt editiert am: 19.09.2021, 22:48 Uhr, von: Einhorn--
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
10.09.2021, 21:54 Uhr | bke-Stephan
Hallo Einhorn,

ich finde auch, dass es viel ist. Dann sind wir schon 2. bke-Claudia und ich. Und mit Dir wären es 3. Und 3 hört sich schon viel besser an *smiling*.

Und nochmal, zum mitschreiben, mithören, mitlesen und ernst nehmen:

Du bist nicht Schuld!


Ich verstehe, dass es sich dennoch so anfühlt. Da braucht es vielleicht noch ein bisschen, bis Du das annehmen kannst. Aber Du bist auf dem richtigen Weg da hin.

Viele Grüße,

bke-Stephan
10.09.2021, 19:14 Uhr | Hailee
wenn du es als nicht richtig empfindest ihn zu ignorieren, dann antworte ihm kurz und knapp und sag gleich hinterher, dass es zwar schön ist, dass er nachgefragt hat, aber dass du aktuell auf distanz gehen willst und er das bitte akzeptieren soll.
Du bist entweder auf meiner Seite, an meiner Seite, oder mir im Weg.
10.09.2021, 18:40 Uhr | Einhorn--
Zuletzt editiert am: 13.09.2021, 20:54 Uhr, von: Einhorn--
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
10.09.2021, 16:03 Uhr | bke-Claudia
Hallo Einhorn,
vielleicht hilft es dir ja, auf Distanz zu deinen Eltern zu gehen.
Trotzdem scheint es aber noch Dinge zu geben, die geklärt werden müssen.
Es ist sehr schwer da immer nur sachlich zu bleiben. Aber das ist wohl gerade die einzige Option.
Du hast in den letzten Jahren unsagbar viel allein geschafft. Du bist nicht mehr klein und ohnmächtig (auch wenn Träume manchmal etwas anderes sagen), du bist erwachsen.
bke-Claudia
Zuletzt editiert am: 10.09.2021, 16:03 Uhr, von: bke-Claudia

Treffer: 3459

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