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10.06.2021, 21:19 Uhr | Lenifritz
Hey, also wie man am Thema sehen kann habe ich Probleme mit meinen Eltern..
Ich lebe bei meiner Mutter und meinem Stiefvater, meine Eltern sind schon lange getrennt.
Ich gehe zurzeit in die 10. Klasse einer Realschule, mein Freund geht in die selbe Klasse wie ich.

ch habe seid fast 3 Jahren einen Freund.
Mein Freund ist im selben Alter wie ich.
Mein Freund und die Beziehung zum ihm sind mir sehr wichtig.
Er ist und war immer für mich da und musste sich schon oft die Probleme mit meinen Eltern anhören.
Es ist im Moment, oder eher besonders im Moment, schwierig mit meinen Eltern.
Meine Eltern hatten sich am Anfang für mich gefreut, dass er mein Freund ist, doch sie mögen es anscheinend nicht wenn mir eine männliche Person zu nah kommt.

Aufjedenfall meinten sie zu mir, sie wollen dass ich den Kontakt zu ihm abbreche und ihn nie wieder sehe.
Den Grund will ich nicht so gerne nennen, es ist aber nichts strafbares oder schlimmes vorgefallen.

Ich weiß spätestens mit 18 kann ich das selber entscheiden, mit wem ich mich umgeben möchte, aber bis dahin kann und möchte ich nicht warten.

Reden bringt nichts.. ich habe alles versucht.
ich habe das Gefühl, dass sie gerne ihre ,Macht´ über mich ausüben, solange sie es noch können.
Natürlich haben sie bestimmt auch Angst um mich und wollen auf mich aufpassen, aber ich bin alt genug um selbst meine Entscheidungen zu treffen.

Die Eltern meines Freundes halten zu uns und tun alles damit mein Freund und ich uns weiter sehen können.

Schon vor dieser Situation hatte ich oft Streit mit meinen Eltern.
Meine Eltern behandeln mich generell sehr streng. Früher, schon ein paar Jahre her, haben sich meine ganzen Freundinnen immer im WhatsApp Chat ausgetauscht und verabredet.
Für mich war es schwer ich bin neu auf die Schule gekommen ohne Freunde dort.
Ich war ein bisschen die Außenseiterin weil ich mein Handy nicht oft hatte und benutzen durfte.
Also hatte ich es immer heimlich gemacht.
Meine Eltern haben das natürlich rausgekriegt und waren sehr sauer das ich sie angelogen habe.

Aber es ist bis heute so das sie mein Handy kontrollieren und Chats durchlesen.
Social Media durfte ich auch nie haben da sie wahrscheinlich Angst um mich hatten.
Aber ich darf auch nirgendwo ohne erwachsene Begleitung hinfahren.
Zu Freundinnen werde ich nachhause gefahren aber sonst in die Stadt und sowas wollen sie nicht.
Sie lassen mich nirgendwo alleine/selbständig hin.

Aber irgendwann werde ich wohl alleine klarkommen müssen.
Sie sagen immer sie könnten kein Vertrauen zu mir haben weil ich sie mit meinem Handy angelogen habe.
Aber auch jetzt muss ich ihnen immer sagen was ich mit meinem Handy mache.
Und das hat mich genervt sie immer zu fragen, wenn ich sie nicht gefragt habe ob ich Schreiben oder telefonieren darf haben sie gesagt das ich sie wieder anlügen würde.

Aber vielmehr stören mich die Beleidigungen und Erniedrigungen von meinen Eltern.

Meine Eltern sagen mir oft das in meinem Kopf etwas nicht stimmt, sie mich zum Psychiater bringen oder ich für irgendwas zu dumm bin.
(Ich habe überhaupt nichts gegen Psychiater, nur wegen dem zusammenhang habe ich es mit hingeschrieben)
Wegen Kleinigkeiten zmB wenn ich etwas im Haushalt vergesse..
Letztes Beispiel gestern: Du bist der dümmste Mensch den ich kenne.

Bei einem Streit sagt mir mein Stiefvater das ich keine Meinung habe (keine Meinung zu haben habe) und wenn, sie eh keinen interessiert.

Es belastet mich schon sowas zu hören..
Manchmal sagen sie auch noch andere Sachen wo mir echt der Atem wegbleibt..
Ich weiß nicht was ich da noch zu sagen soll..
Die Sachen schreibe ich hier besser nicht mit rein.

Sie wussten/wissen das wenn sie etwas schlechtes über meinen Freund sagen, es mich sehr trifft.
Deswegen haben sie ihn glaube ich auch viel mit eingebunden wenn sie sauer auf mich waren.

Ich halte das einfach nicht mehr aus jeden Tag zu hören: ,, was stimmt mit dir nicht?!“ ,, was ist in deinem Kopf falsch?!“
Es belastet mich.

Wenn ich ihnen sage, dass ich kein Hunger habe, lassen sie mich so lange am Tisch sitzen bis ich es gegessen habe.
Es ist erniedrigend für mich.
Auch wenn ich sage das ich kein Hunger mehr habe, geben sie mir noch was und sagen dass ich es vertragen könnte.

Es ist für mich generell stressig geworden einfach normal zu essen.
Meine Eltern mäkeln an mir die ganze Zeit rum wenn ich esse, machen sich über mich lustig oder gucken mich dann einfach nur an.
Meinen Großeltern ist es auch sehr wichtig wie man isst und wie viel.
Ich merke immer das wenn ich bei jemand anderen als meiner Familie oder mit jemand anderen esse, es mich sehr stresst bloß nichts falsch zu machen.

Wenn ich sage das ich im Moment viel mit Schule zutun habe weil ich meine Abschlussprüfungen vor kurzem geschrieben habe, sagt mein Stiefvater zu mir das ich nur auf einer Realschule bin und andere auf dem Gymnasium das auch schaffen würden.
Realschulen haben ,niedrige Ansprüche’.

Letztens war ich gut gelaunt und habe von meinen Noten erzählt und was die Lehrer über meine Leistungen gesagt haben, mein Stiefvater zu meiner Mutter:,, die hätten wir früher verprügelt.“
weil ich ein ,Streber‘ wäre.
Ich meine wieso sagt man sowas?
Selbst wenn es nur Spaß wäre.
Sie sagen mir immer das ich es später im Beruf nicht schaffen würde weil die anderen mich fertigmachen werden.

Und sie sagen mir das ich keine schlechte Laune haben darf.
Ich war letztens traurig und verzweifelt wegen der momentanen Situation.
Meine Eltern und ich saßen am Tisch.
mein Stiefvater hat mich gefragt was los ist, ich meinte nur das ich schlechte Laune habe und er sagte mir, ich soll ihm sofort sagen was ich habe.
Ich wollte ihm nicht sagen das es ist, weil sie mir meinen Freund verbieten aus Angst sie wären dann noch mehr sauer.

Also wiederhole ich dass ich einfach schlechte Laune habe.
Daraufhin schreit mein Stiefvater mich an was in meinem Kopf nicht stimmen würde und wiederholt es oft.
Ich stehe auf und schreie zurück das ich mir sowas nicht mehr gefallen lasse.
Mein Stiefvater steht auf und geht auf mich zu.
Er versucht meinen Arm zu packen aber ich ziehe ihn schnell weg.
Er schreit mich an das ich sofort in mein Zimmer gehen soll, eine Tasche packen und zu meinem Vater gehen soll.
Ich gehe die Treppe hoch, er hinter mir her und er schubst mich immer wieder von hinten.
In meinem Zimmer fange ich an eine Tasche zu packen und er schreit mir...was nettes zu.
... Als Beispiel Situation

Mein Freund hat mir erzählt das mein Stiefvater ihm am Telefon auf gedroht hat.
Was ich auch halbwegs mitbekommen habe.
Er hat meinem Freund gesagt das er seinen Ruf zerstören will, ihn anzeigt und auch gedroht zu ihm zu fahren und ,, seine Wohnung zu zerlegen”.

Ich habe meine letzte Abschlussprüfung hinter mir..
Meine Eltern meinen zu mir das es danach ja nicht mehr so wichtig ist in die Schule zu gehen.
Jetzt bin ich schon seid 2 Tagen Krankgeschrieben

Meine Eltern wollen also wenn ich mich nicht an das Kontaktverbot halte, das Unterlassungsrecht einklagen.

Ich habe dem Jugendamt in der Nähe von mir geschildert was bei mir zuhause los ist.
Es sieht dringenden Handlungsbedarf.

Ich wurde aber von dem Jugendamt an ein anderes geschickt, da dieses nicht für meinen Standort zuständig ist.

Die Mutter von meinem Freund hat dort also angerufen und nochmal alles erzählt und jetzt ermittelt das Jugendamt wegen Kindeswohlgefährdung.
Das war Gestern.

Ich habe schon Angst was jetzt passieren wird...
Und auch wie es jetzt mit meinen Eltern wird..
Ich liebe sie ja auch trotzdem und es gibt auch gute Zeiten..

Danke an alle die das bis hierhin gelesen haben..
Es ist wirklich sehr viel, entschuldigung! *blocked*
~Lenifritz (Fritzi) *laterally*

PS: Ich würde mich sehr über weitere Antworten freuen, auch Antworten von einem Moderatorwürde ich mir wünschen..
Zuletzt editiert am: 12.06.2021, 01:58 Uhr, von: Lenifritz
Doch am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende.
12.06.2021, 22:28 Uhr | Lenifritz
@Silber
Ja eigentlich genau so ist das.. *blocked*

Aber ich hatte eben wieder eine Auseinandersetzung mit meinen Eltern und das zeigt mir wieder das es so nicht weitergeht. *laterally*

Ich hoffe sehr das sich zeitnah was tut...
Alles liebe *hug* ,
~Fritzi
Doch am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende.
12.06.2021, 17:11 Uhr | -Silbermond-
Hey Fritzi,

ja, das kann ich absolut nachvollziehen. Zweifel gehen mit solchen Entscheidungen (fast) immer einher. Vermutlich spürst du auch voll die Ambivalenz oder? Dein Verstand sagt dir "Es muss sich jetzt was verändern!!" und dein Herz sagt dir "Mhm aber ich will doch auch niemandem weh tun und eigentlich gibt es doch auch ab und zu mal gute Zeiten". So in etwa? *props*

Rufe dir immer wieder in den Kopf, warum du diese Entscheidung getroffen hast - denn dafür gibt es gute Gründe.
Und: Du hast ja immer noch ein "Mitrede-Recht", du kannst letztendlich entscheiden, was weitere Schritte sein können und was nicht.

Liebe Grüße *hug* ,
Silber
Zuletzt editiert am: 12.06.2021, 17:12 Uhr, von: -Silbermond-
Der Mensch, der jedem hilft, weiß wie es ist, keine Hilfe zu bekommen...
12.06.2021, 15:16 Uhr | Lenifritz
@Silber
Danke für deine Antwort und dein Mitgefühl Silber..
Ich weiß das eine Veränderung nötig ist und das es die richtige Entscheidung war..
Aber trotzdem hinterfragt man sich immer.. ob es auch irgendwie anders gegangen wäre..

Ich wünsche dir auch alles liebe *hug* ,
~Fritzi
Doch am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende.
12.06.2021, 14:52 Uhr | -Silbermond-
Liebe Fritzi,

ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht leicht ist, bei dir zu Hause. Es ist immer schwierig, wenn Eltern einen so stark kontrollieren und über behüten, aber gleichzeitig auch oft so erniedrigen, wie du es beschreibst. Du hast ein Recht auf Privatsphäre und da überschreiten deine Eltern deutlich deine Grenzen - das ist nicht in Ordnung. Auch das was deine Eltern dir an Aussagen/Beleidigungen an den Kopf werfen und wie sie allgemein mit dir umgehen - das tut mir beim Lesen im Herzen weh.

Es hat dich bestimmt ganz viel Mut gekostet, dich an das Jugendamt zu wenden - dafür hast du meinen großen Respekt. Ich denke, dass das ein wichtiger Schritt war, auch wenn dich jetzt die Unsicherheit plagt, weil du nicht weißt, was als nächstes passiert. Es ist aber wichtig, dass du Hilfe bekommst - egal welcher Form und dass sich was ändert. Die ersten Schritte dafür sind erledigt. Du hast eingesehen, dass sich was ändern muss, das war der erste Schritt zur Veränderung. Die nächsten werden kommen und bestimmt auch nicht leicht werden, aber es geht jetzt um DICH, um DEIN Wohl.

Ich wünsche dir, dass du bald Hilfe vom Jugendamt bekommst. Die werden wissen, welche Art von Hilfe sinnvoll ist oder nicht. Dafür wünsche ich dir viel Kraft und Mut!

Liebe Grüße *hug* ,
Silbermond
Der Mensch, der jedem hilft, weiß wie es ist, keine Hilfe zu bekommen...
10.06.2021, 23:34 Uhr | Lenifritz
Danke Leniona... *hug*
Ich bin auch sehr froh, dass wenigstens die Eltern meines Freundes zu uns stehen..

Mein Vater sehe ich sehr wenig.
Er meinte aber auch ihm tut das so leid für uns.
Nur er will keinen Streit mit meiner Mutter anfangen, weil er Angst hat mich dann vielleicht nicht mehr sehen zu dürfen..

Ich weiß nicht ob ich mir die Rückmeldung vom JA ersehne oder nicht..
Ich möchte unbedingt das sich was ändert, aber ich habe auch Angst wie meine Eltern reagieren werden.. und was es für Folgen hat..

Du hast recht, es muss sich was ändern so geht es nicht mehr..

Danke für deine Antwort!

Ich drück dich ganz fest zurück! *hug*

Und du schaffst das auch! Ich glaube an dich!
Lass dich von niemanden entmutigen!

Dann erstmal gute Nacht und alles Liebe,
~Lenifritz
Doch am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende.
10.06.2021, 21:44 Uhr | Leniona
Hey Fritzi,
uff, dass ist ja sehr viel und heftig. Das tut mir so leid für dich...ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wirklich was ich darauf antworten soll. Das ist heftig und das hast du nicht verdient.
Ich bin froh, dass du deinen Freund und seine Familie hast, die dich auch unterstützen.
Ich hoffe, dass du es noch ein wenig durchhältst. ABER den ersten und wichtigen Schritt hast du schon getan (oder die Mutter deines Freundes). Du bist zum JA gegangen. Ich hoffe so sehr, dass sie dir helfen. Weil...wenn du das jeden Tag erleben musst, dass tut dir doch nicht gut oder?
Das ist unglaublich großer Druck und Stress der auf dir lastet. Ich weiß, du hast sie lieb....aber vllt könnt ihr euch danach noch ein wenig sehen. Aber ich glaube nicht, dass es so weiter gehen kann..,

Bitte achte auf dich und tu das was dir gut tut!!!!
Und nein, anderen geht es übrigens nciht schlechter als du. Du hast das gleiche recht dir Hilfe zu holen. Du darfst das. Für dich!

Ich drück dich mal ganz fest *hug*
Alles alles liebe,
leniona
Es ist egal zu welchem Zeitpunkt man einen Menschen verliert...es ist immer zu früh und es tut immer weh!

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