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06.10.2018, 12:03 Uhr | -Januar-
Hallo.
Es ist ein bisschen seltsam für mich, ein Thema zu öffnen hier. Also ein ganz perönliches. Ich weiß auch nicht, wie lange ich es durchhalte, hier zu schreiben.
Es ist nur so, dass ich nächste Woche endlich anfange mit meinem Frühstudium. Und ich habe mich so wahnsinnig gefruet und jetzt kann ich mich mal wieder gar nicht freuen.
Ich will mich ja freuen, aber ich fühle mich wahnsinnig verraten von allen.
Lg Januar
14.12.2018, 17:19 Uhr | bke-Meret
Hallo Januar,
hinter diese Arbeit kannst du also eine Haken machen, im Sinne von "erledigt". In dem Sinne, wie es bke-Fiona auch schon anregt hat: Die Arbeit musste geschrieben werden, und das hast du getan. Daumen hoch
In Zeiten, in denen es zwar an umfangreichem Wissen und Klugheit nicht mangelt, aber gleichzeitig auch viele andere, ablenkende Gedanken und Gefühle da sind, kann es genauso sein: Es ist nicht möglich, allerbeste Leistungen abzuliefern. Eben weil die Motivation schwierig ist, die Gedanken abschweifen, ...
Jetzt könnte es dir vielleicht gut tun, sanft und verständnisvoll mit dir selbst zu sein und dich auszuruhen, von der Anstrengung der letzten Stunden.
Was könnte für dich zu deinem ganz persönlichen Rundum-Wohlfühl-Programm gehören?

Einen Abend ganz so wie er dir jetzt gut tun kann wünscht dir
bke-Meret
14.12.2018, 13:48 Uhr | -Januar-
Ich saß zehn Minuten da ohne zu schreiben, hat keiner gemerkt, es war einfach wieder so ein Moment ohne Motivation. Armselig. Einfach armselig!
Ich bin dann fast nicht fertig geworden und habe nur Mist geschrieben. Einfach irgendwas kritzeln, ich hoffe das reicht für eine Drei, dabei habe ich bisher immer nur Einsen geschrieben und wenige Zweien.
Ich bin einfach eine Versagerin...
13.12.2018, 20:22 Uhr | bke-Fiona
Hallo -januar-,

zu den Tipps würde mir einfallen: Erst einmal könntest du dir sagen, dass du die Arbeit ja nicht für die Lehrerin schreibst, sondern wegen deiner Noten - und dass du es für dich so gut hinbekommen willst wie möglich.
Ein weiterer Gedanke: Manchmal ist es so, dass man bei einem guten Ganzen auch Dinge machen muss, die einem nicht so lieb sind, wie z.B., dass man, wenn man etwas malt auch die Pinsel auswaschen muss (mir fällt gerade leider kein besseres Beispiel ein), und dass du diese Arbeit so sehen könntest wie das Pinselauswaschen - nicht so toll, aber muss getan werden.
Wegen des SVV - da gibt es hier unter "Forensuche" wenn du "Ritzen" eingibst viele gute Beiträge was man tun kann (und was einem nicht schadet) um sich abzulenken.

Und hoffentlich kannst du auf dich selber stolz sein, dass du das Studium machst : ), und ich wünsche dir, dass du auch leistungsfreie Zeiten mit Spaß am Leben hast,

liebe Grüße, bke-fiona
13.12.2018, 19:04 Uhr | -Januar-
Wie kann man so unfähig sein? Wieso kann ich das nicht?
Ich komme nicht klar. Ich komme nicht klar mit den ganzen Arbeiten und so, dabei habe ich keine Entschuldigung und ich habe kein Recht, mich zu beschweren, weil das, was bei mir jetzt eine der ersten Grenzen ist, bei anderen schon immer so ist.
Außerdem erwartet das von mir niemand. Ich werde mich zwingen, etwas zu schreiben, mal sehen was daraus wird.
Ich könnte ein paar Tipps wirklich gebrauchen *sad*
13.12.2018, 17:24 Uhr | -Januar-
Ja, ich hatte inzwischen auch noch einen Termin, aber durch diese Präsenz der Gefühle im Hintergrund und das Darüber-Reden ist natürlich nicht nur gut... Hab ich auch nicht mit gerechnet.
Ich habe seit dem Anfang der Therapie nicht länger als 4,5 Tage je geschafft, mir nicht wehzutun. Ich will es zwischendurch einfach. Also... Etwas in mir will das und solange hat die positivere Stimmung mit den damit verbundenen Gedanken keine Chance mitzureden.
Ich kann mich im Moment in der Uni entspannen und genieße diese Momente, in denen ich einfach versuche irgendwelche Gleichungen zu verstehen oder in der großen Bibliothek sitze und lese. Dadurch, dass das ja nur ein Schülerstudium ist, muss ich ja auch keine Fristen einhalten oder so.
Abends stürze ich dann eher ab. Oder in der Schule. Mittlerweile wissen ja auch viele von meinem Studium und dann werde ich ständig gefragt, ob ich hochbegabt bin. Das nervt. Außerdem kriege ich im Unterricht öfters so Situationen, in denen ich Kontrolle verliere und mich verletze.
Zum einen, weil Lehrer mich manchmal vor allen Schülern als besonders "clever" bezeichnen oder erwarten, dass ich viel schneller bin und das auch den anderen sagen. Zum anderen bin ich sehr wütend auf eine Lehrerin von mir, die weiß, dass ich mich in ihrem Unterricht langweile, mich aber dann einfach vergisst und vergisst, dass ich eigentlich was anderes machen darf. Es interessiert sie auch nicht, wie ich mich fühle. Ihr Unterricht bringt keinem etwas bei, ich verschwende meine Zeit. Wenn ich viele nervige Unterrichtsstunden hintereinander habe, dann kommt der Druck.

Jetzt habe ich aber auch ein konkretes Problem, da ich morgen ein Arbeit schreibe und damit nicht klar komme. Es liegt nicht daran, dass ich es nicht verstehe oder so, aber es ist eben in diesem Fach bei der Lehrerin, die ich nicht leiden kann... Wir haben wirklich nicht wirklich was Neues gemacht und ich habe das Gefühl, dass ihre Aufgaben Zeitverschwendung sind. Eigentlich wollte ich schon Montag dafür lernen, aber jedes Mal, wenn ich mich vor so eine Aufgabe setze, dann sagt etwas in mir "Los, schreib." und etwas anderes in mir sagt "Nein, warum?". Und ich finde keinen Grund. Ich kann mich nicht motivieren. Wie denn auch, wenn sogar essen manchmal eine Herausforderung ist??? Dann sitze ich manchmal 20 Minuten vor dieser Aufgabe und tue nichts.
Aber jetzt schreibe ich morgen die Arbeit und habe kaum gelernt. Und selbst wenn ich gelernt hätte, würde diese Gefühl, dass mich stoppt, weiderkommen. Ich kann da einfach nicht gegen ankämpfen und wenn, dann werden die Texte schlecht.
Ich kann auch die ganzen Eigenschaften und wie man schreibt, aber ich habe riesige Angst, dass der dunkle Teil in mir wirklich durchziehen wird, nichts zu schreiben, denn ich will eine gute Note bekommen.

Weiß jemand, was ich machen kann, damit ich mich weder verletze, noch nichts tue? Und wie kann ich mich motivieren noch etwas zu lernen (und ich meine jetzt keine Motivationstipps, wie man sie in jedem YouTube-Video findet...)?

Hab Angst und gleichzeitig kommt in mir so eine Wut hoch, dass ich das nicht hinbekomme. Oder, dass ich eben nichts tue. Ich werde einfach wütend... *angry* *sad*
10.12.2018, 09:33 Uhr | bke-Meret
Guten Morgen Januar,
das Erstgespräch scheint eine ganz neue Erfahrung gewesen zu sein. Es klingt so, als hättest du selbst kaum glauben können, dass du diesen tollen Mut aufgebracht hast. Wie wird es denn dort eigentlich weitergehen? Hast du einen weiteren Termin vereinbart?
Dein Wunsch, wieder mehr Kontrolle über dich selbst zu bekommen, könnte in der Beratung bzw. Therapie eine gute Unterstützung finden und du hättest eine Verbündete auf deinem Weg.
Für heute wünsche ich dir, dass du den Tag neu beginnen kannst und die Schwere von gestern abend einem Stück Zuversicht weicht.
Stärkende Grüße von *smiling*
bke-Meret
09.12.2018, 23:03 Uhr | -Januar-
Es war einfach irreal. Ich konnte nicht realisieren, dass ich sprechen darf und dass die Therapeutin sich wirklich für mich interessiert...
Heute ging es mir gut. Ging. Vergangenheit.
Ich war instabil und plötzlich wurden meine Gedanken so laut. Ich habe versucht es zu ignorieren aber bei den Hausaufgaben, mir denen ich noch beschäftigt habe, musste ich immer wieder Sätze durchstreichen. Ich war unkonzentriert und die Freunde, die ich um Hilfe gebeten habe, waren eher genervt, weil es spät ist... Da war so ein Hass und Druck. Ich hab mich verletzt und wusste in der Sekunde danach, dass das falsch war. Ich bin so wütend. Jetzt hab ich es wieder getan. Ich wünschte ich hätte die Kontrolle zurück, die ich an Anfang j noch darüber hatte. Da habe ich einmal 160 Tage ohne geschafft. Jetzt gerade Mal 4. Und ich dachte am Anfang ich hätte ein Problem, dabei hatte ich doch Kontrolle... Aber ich habe es weitergemacht, weil andere meinen es wäre kein schlimmes Problem. Und jetzt ist die Kontrolle weg. Ich habe das für Aufmerksamkeit gemacht, oder? Ich verachte mich dafür.
05.12.2018, 20:54 Uhr | bke-Lana
Halli Hallo Januar,

du hast nun das Erstgespräch hinter dir und findest es komisch.

Beim ersten Gespräch kann es schon sehr aufregend sein und teilweise tatsächlich komisch rüberkommen. Plötzlich hat man Raum und Zeit über sich und eigenes Anliegen zu sprechen. Das sind nicht alle Menschen gewöhnt.
Manchmal ist es komisch, weil man solche Situationen noch nie durchgemacht hat und sich mit einer fremden Person und Räumlichkeiten erstmal vertraut machen muss.
Ist alles nicht so ungewöhnlich.

Was bedeutet komisch für dich?

Neuierige Grüße
bke-Lana
05.12.2018, 18:55 Uhr | -Januar-
Hmm das Erstgespräch war komisch irgendwie...
03.12.2018, 21:47 Uhr | bke-Hana
Hallo Januar,

ja, ich glaube ich weiß was du meinst.
Aber jeder Versuch sich Hilfe zu holen, auch wenn sie nur ganz kurz und einen klitzekleinen Moment lang Licht auf den Schatten wirft, zählt Daumen hoch

Dein Erstgespräch ist wahrscheinlich bei einer Therapeutin, oder? Prima, dass deine Bemühungen gefruchtet haben! Du fragst nach Erfahrungen anderer User*innen und ich bin neugierig darauf, was sie dir schreiben werden.

Von meiner Seite aus wünsche ich dir, die dir wichtigen Themen benennen zu können und dabei ganz du selbst zu bleiben. Du kannst und darfst auf jeden Fall benennen, was du wünscht, erwartest, was deine Ziele sind und was du deinerseits bereit bist zu tun, um diese zu erreichen.

Bei Angst oder aufgeregt sein vor solch einem ersten Gespräch kann es hilfreich sein, sich eine Liste mit den wichtigen Punkten zu machen und diese gegebenenfalls abzulesen. Als Erinnerungsstütze sozusagen.

Ich bin gespannt, was du anschließend zu berichten hast und freue mich von dir zu hören,

Viele Grüße und eine gute Nacht!
bke-Hana
03.12.2018, 21:04 Uhr | -Januar-
Danke Hana... Ich habe gestern als es mir schlecht ging mit Freunden geschrieben, die mich unterstützt haben, aber das ist ja nur Mal kurz... Weißt du was ich meine?
Ich hab Mittwoch ein Erstgespräch. Kann vielleicht jemand sagen, was mich erwartet? Wie geht es danach weiter? Ich hab Angst, aber ich hoffe es hilft.
03.12.2018, 09:36 Uhr | bke-Hana
Hallo liebe Januar,

ich hoffe sehr, das diese Nacht ruhiger für dich verlaufen ist und du etwas besser schlafen konntest.

Beim Lesen deiner verzweifelt klingenden Zeilen habe ich mich gefragt, was dich jetzt unterstützen könnte, damit du wieder mehr Zuversicht bekommen kannst. Gibt es etwas oder jemanden, das oder der dir in früheren schwierigen Zeiten aufhelfen konnte?

Wer oder was könnte dir jetzt gut tun, damit du wieder mehr Boden unter den Füßen spüren kannst, Stück für Stück und Schritt für Schritt?

Ich wünsche dir für heute viel Kraft.
bke-Hana
02.12.2018, 23:58 Uhr | -Januar-
Ich bin psychisch von einem absoluten Zusammenbruch völlig erschöpft. Mag mich nicht bewegen. Mag nicht atmen. Habe mich so schlecht gefühlt und ich dachte schon früher ich könnte mich nicht schlimmer werden. Freunde haben versucht mir zu beiden aber es bringt nichts.
Bin körperlich auch am Ende aber im Geist zu wach.
Kann nicht schlafen. Ich fühle mich verdammt allein und hilflos.
02.12.2018, 08:02 Uhr | bke-Lana
Guten Morgen Januar,

ich wollte mal horchen, wie gut du die Nacht überstanden hast? Ist es dir gelungen sich zu beruhigen?

Wenn du magst, kannst du gerne schreiben.

Liebe Grüße und besinnlichen 1.Advent!
bke-Lana
01.12.2018, 22:21 Uhr | -Januar-
Ich habe gerade riesige Panik. Ich habe das Gefühl, hier ist etwas, aber rational weiß ich, dass hier nichts sein kann... Weiß nicht, ob ich das schon Mal so stark hatte. Was soll ich denn jetzt tun? Kann mich nicht Mal richtig bewegen *crying*

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