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09.03.2019, 20:45 Uhr | Sany2018
Die Zeit läuft, nein sie rennt, sie rast und ich kann sie nicht aufhalten, niemand kann das, leider [...].
Vor wenigen Wochen habe ich einen Beitrag zum Thema Abitur erstellt, damals schien es noch so weit weg, nicht greifbar [...].
Heute sind es nur noch knapp drei Wochen, bis die ersten beiden Prüfungen anstehen [...].
Nächste Woche ist die letzte, normale Schulwoche meines Lebens, danach folgt nur noch die Mottowoche und dann war es das [...].
Ich habe angst, ich bin traurig, belastet, maßlos überfordert [...].
In mir herrscht ein komplettes Chaos, ich bin an meinem persönlichen Tiefpunkt angekommen und ich kann die Zeit nicht aufhalten, nicht stoppen, nicht auf mich acht geben, obwohl ich es muss, so viel stärker als je zuvor [...].
Alle erwarten von mir, dass ich bestehe, doch niemand kann den Druck, die Last, die Masse an Lernstoff, die Anforderungen verstehen [...].
Niemand sieht was folgt, ich werde liebe, mich unterstützende Lehrer verlieren, Freunde, die ins Ausland gehen, wegziehen, ich werde mein bisheriges Leben abgeben müssen, so viel verlieren [...].
Werde ich bestehen? Werde ich standhalten, ohne zusammenzubrechen? Wie werde ich den Verlust verkraften? Wie wird meine Zukunft? Werde ich noch zu meiner Psychotherapeutin gehen können? Fragen, die mich zusätzlich quälen, nicht loslassen [...].
Ich habe einfach nur Angst, bin so traurig, ich kann nicht mehr und es hat noch nicht einmal begonnen [...].
26.03.2019, 18:23 Uhr | bke-Fiona
Hallo sany,

du beginnst nach den Prüfungen einen neuen weiteren Lebensabschnitt - das ist erst einmal unbekannt, und du fragst dich, wie du damit umgehen kannst und wirst.

Du hast - zu deiner Beruhigung - immer dich und das was du kannst und bist dabei , und das ist nicht fremd.

Du hast die letzten jahre viel dafür getan, dass du nun auf der "Zielgeraden" zum Abitur bist - dass sich das seltsam anfühlt ist verständlich.

Du hast dich genug vorbereitet und kannst dieses Rennen bestreiten : ) , ess genug, schlaf genug, ruh dich aus, bevor du startest.

Ich wünsch dir (und allen hier die bald Prüfungen haben) alles Gute : )

liebe Grüße, bke-fiona
26.03.2019, 17:11 Uhr | Sany2018
Danke bke-Claudia!

Das war er also, der allerletzte Schultag meines Lebens. Ich bin ehrlich, wenn ich sage, dass das noch so garnicht bei mir angekommen ist. Es fühlt sich an, als würde ich am Montag wie gewohnt in eine ganz normale Schulwoche starten, dass dem NIE mehr so sein wird, das ist noch ganz abstrakt und wird, denke ich, erst nach dem Abitur bei mir ankommen, dann vermutlich aber so richtig und mit einer Wucht vor der ich jetzt schon Angst habe.

Ich bin emotional derzeit von extremen Schwankungen geprägt, entweder weine ich oder aber ich fühle nichts, absolut nichts, nichtmal mehr Resignation oder Gleichgültigkeit, einfach nichts, das ist sehr anstrengend und fordert mich derzeit, neben dem Leistungsdruck und der Versagensangst, am meisten.

Auch die Tatsache, dass ich übermorgen und am Freitag die ersten beiden Abiturprüfungen schreiben werde, fühlt sich so unwirklich an, so als würde es nicht mich betreffen, sondern wen anders. In der Schule stehen bereits die Absperrungen und die Schilder für das Abitur wurden angebracht, ich stand davor und war mir kurzzeitig nicht sicher, ob ich nicht zu den Pastillen greifen muss, die mir die Psychotherapeutin verschrieben hat.

Es ist ein ganz seltsames Gefühl, so nah und doch so fern.

Ich fühle mich so, als sei ich unter Wasser und würde alles nur noch ganz dumpf mitbekommen, so ohnmächtig, so hilflos [...].
26.03.2019, 10:00 Uhr | bke-Claudia
Liebe Sany,
du hast viele Jahre lang gelernt, hast es immer geschafft.
Das Abitur ist eine sehr anstrengende Zeit, soviel geballtes Wissen hat man nie mehr. Das stimmt.
Und jetzt steuerst du auf die Ziellinie. Du hast das alles schon gelernt, du wiederholst, ergänzt und dein Gedächtnis wird sich ganz oft erinnern.
Versuche bewusst Pausen zu machen, nutze die Hilfsmittel, die du bekommen hast.
ToI, toi toi für alles, was jetzt kommt.
bke-Claudia
25.03.2019, 23:02 Uhr | Sany2018
Die letzten Nächte waren kontinuierlich schlaflos, die davonrennende Zeit wirkt bedrohlich, der Stoff ist allein von der Quantität her nicht lernbar, die Anforderungen so hoch, die Enttäuschung bezüglich meines Durchschnitts der Zulassung groß, der Druck nun noch größer, die Angst vor Donnerstag und Freitag ist immens, all das und die Signale, die mein Körper mir sendet, haben mich dazu bewogen die Schlaftabletten doch einzunehmen, sie ist pflanzlich und dennoch fühle ich mich schlecht damit, so als hätte ich versagt, denn ich wollte es ohne derartige Hilfe schaffen, aber die Belastung ist zu groß und ich musste vor den Prüfungen ausprobieren, wie ich auf die Einnahmen reagiere, um böse Überraschung zu vermeiden [...]. Ich werde auch die Pastillen für emotional schwierige Situationen noch ausprobieren müssen, denn die werden sicherlich, spätestens am Donnerstag früh, zum Einsatz kommen (müssen), um eine Dekompensation zu vermeiden, so oder so ähnlich hat es mir die Psychotherapeutin zumindest geraten, um die sechs Stunden bestmöglich zu überstehen. Auch weil ich leider unmittelbar danach wieder funktionieren muss, da am Freitag bereits die nächste Abiturprüfung ansteht, für die ich die wenigen Stunden, die ich habe, lernen muss [...].
Ich möchte fliehen, egal wohin, hauptsächlich weg hier [...].
21.03.2019, 22:29 Uhr | Sany2018
Ich schätze deine Antwort wirklich sehr Alex, leider schaffe ich es derzeit nicht dir so zu antworten, wie ich es gerne hätte und hoffe, dass du das nachvollziehen kannst.
Heute habe ich die Zulassung zum Abitur bekommen und unterschrieben, dass ich die Prüfungen antreten “möchte“. Es ist mir nicht leicht gefallen und ich habe tatsächlich auch überlegt, wie es wäre, wenn ich nicht unterschreiben würde, wie viel Last von mir fallen würde, aber mein Verstand hat mich zur Vernunft bewegt, hätte ich mich nicht in Gänze auf meinen Verstand besinnt, hätte ich vermutlich nicht unterschrieben. Allen ist die Angst ins Gesicht geschrieben, die einen lösen diese mit Alkohol, die anderen sind den Qualen ausgeliefert. So hat der Schulleiter die uns bevorstehenden 3 Monate umschrieben und betont, dass er verstehen würde, wenn wir uns dem entziehen wollen würden, denn mit uns wolle derzeit sowieso absolut niemand tauschen wollen.
Auch den Lehrern merkt man eine gewisse Anspannung an, zwischen der lauten Musik und dem Gedränge in der Pausenhalle, in der wir seit Montag “gefeiert“ werden, herrscht eine seltsame Stimmung, etwas zwischen Angst, Traurigkeit und Stolz. Stolz, weil wir nun dort stehen, wo alle stehen wollen, wir sind nun diejenigen, die wir früher bewundert haben, die Großen, die vermeintlich alles erreicht haben, was man in Deutschland in Sachen Schule erreichen kann und dennoch ist es ein Mythos, denn nur die wenigstens von jenen “Bewunderern“ wissen auch, dass wir in genau einer Woche in die „stressigste Zeit unseres bisherigen Lebens“ starten werden, so wie es die Lehrer und auch der Schulleiter heute betont haben. Traurigkeit, weil alles, was wir tun den bitteren Beigeschmack des letzten Mals hat und einem immer wieder die Tränen in die Augen schießen, einem Lehrer plötzlich mit feuchten Augen Anekdoten erzählen und sich 120 Menschen, die die letzten neun Jahre miteinander verbracht haben in den Armen liegen und nicht mehr wissen, was sie sagen sollen, wenn sie einander anschauen.
Angst, weil der Druck und die Anforderungen an uns unerträglich sind und man nicht weiß, ob man doch noch die Tabletten einwerfen soll oder ob aufgeben doch die bessere Lösung ist.

Meine psychische Belastung ist enorm und ich habe Angst, unbändige Angst, ich weiß nicht wohin mit mir und diesem Chaos. Es ist mir einfach alles zu viel, heute in einer Woche geht es los und ich habe das Gefühl nichts, absolut nichts zu können.
19.03.2019, 15:24 Uhr | dreamingAlex
Hallo Sany!

Ich fühle so sehr mit dir.
Zwar hab ich noch ein paar Wochen mehr, aber die Panik vor Klausuren, die Überforderung, die teilweise lähmt und alles nur noch schlimmer macht,... Das alles kenne ich zu gut.
Was ich persönlich aber noch schlimmer finde, ist das Warten auf die Ergebnisse. Ich warte jetzt auf die Noten zu meinen drei Vorabi-Klausuren und jedes Mal, wenn es die geben könnte oder ich nur daran denke, macht mein Körper dicht (Sodbrennen, Schwindel, schwarz vor Augen, ...) Wie geht es dir mit sowas?

Auch das Gefühl, beim Schreiben einigermaßen offen, beim Reden aber geradezu geknebelt zu sein, ist mir nicht fremd. Du bist nicht alleine!
Aber dann schreib doch einfach!
Manchmal würde ich auch gerne offener reden können. Und teilweise müssen wir auch einfach daran arbeiten. Ich glaube aber zumindest von mir nicht, dass ich irgndwann mal ein wahnsinnig offener Mensch werde. Und wenn man das annimmt, ist das auch in Ordnung. Vor dem Reden mehr zu denken und sich dann zu entscheiden, manche Sache nicht zu sagen, kann auch Vorteile haben. Warum möchtest du denn offener reden können?

Du möchtest deine pflanzliche Unterstützung nicht nehmen, schreibst du. Wieso?
Mag sein, dass du einen komplett anderen Grund dafür hast, aber ich hab auch lange mit mir gerungen. Mir wurde Johanniskraut empfohlen. Das wirkt stimmungsaufhellend, ist für Entspannung und gegen Stress. Und ich wollte das nicht nehmen, weil ich dachte, das verändert doch meinen kompletten Charakter, das verändert komplett MICH.
Irgendwann konnte ich nicht mehr und hab dann doch angefangen, Johanniskarut zu nehmen. Es verändert nicht den Charakter (manchmal sage ich LEIDER nicht) und ich bin immer noch manchmal traurig, niedergeschlagen, überfordert, antriebslos, ...
Aber seit ich das Johanniskraut nehme, gibt es auch immer wieder Momente, in denen ich glücklich bin. Und dann merke ich, dass ICH nicht durch das Johanniskraut verändert werde, sondern durch das, was vorher mit mir war und ist (was auch immer das sein mag) verändert werde und durch das Johanniskraut wieder mehr ich bin.

Als letzten Gedanken möchte ich dir mitgeben, dass jede Klausur so konzipiert ist, dass man sie lösen kann. Man muss einigermaßen denken können und etwas aus dem Unterricht mitgenommen haben. Für keine (Abi-)Klausur ist das Lernen die Grundlage oder Voraussetzung.
Was man so liest, hast du schon echt viel gemacht. Dann sollten die Klausuren doch auch gut laufen!

Alles Liebe, viel Erfolg und pass gut auf dich auf
Alex
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
19.03.2019, 06:14 Uhr | bke-Claudia
Hallo Sany,
es ist ein erster Schritt hier Dinge zu schreiben, loszuwerden, Ballast abzuwerfen.
Das ist nötig, um zu sortieren und sich auch den anderen Dingen zu widmen, die gerade wichtig sind.
Vielleicht findet die Therapeutin mit dir noch andere Entlastungsmöglichkeiten und auf der anderen Seite Möglichkeiten dich zu stärken und zu stabilisieren.
Starte gut in den Tag.
bke-Claudia
18.03.2019, 23:13 Uhr | Sany2018
Das ist okay. Mir ist bewusst, dass nur ich allein etwas an meiner Situation ändern kann, leider prallt derzeit, aus Angst und von jener Panik geleitet, der größte Teil an mir ab und auch darauf kann hier selbstverständlich niemand Einfluss nehmen und das verlange ich auch nicht. Ich bin dankbar, dass ihr mitlest und euch die Zeit nehmt, um mir zu antworten, ich schätze das, sehr sogar!

Ich habe derzeit nur diese Möglichkeit hier, um wenigstens ein bisschen Ballast abzuwerfen, indem ich es hier aufschreibe, das ist meine Intention dahinter, ich erwarte nicht immer eine Antwort oder gar Ratschläge, sondern wünsche mir derzeit einfach nur eine Fläche auf der ich mich „austoben“ kann, an der meine Gedanken einen Platz finden und an dem ich schwach sein darf, ohne Konsequenzen zu befürchten.

Ich werde diese Woche noch einen Termin bei meiner Psychotherapeutin wahrnehmen, allerdings ist die Konversation nochmal etwas anderes, als der geschützte, anonyme Rahmen hier und ich werde mich sicher nicht trauen, ihr gegenüber auch so tiefgründig und ehrlich zu sein eben, weil ich um jene Konsequenzen weiß.

Ich bin im Moment einfach am Ende meiner Kräfte und meines Willens, aber irgendwo in mir ist die Sany, die leben und in vier Monaten stolz ihr Abitur in den Händen halten will, ohne Zusammenbruch oder ähnliches.
18.03.2019, 22:01 Uhr | bke-Fiona
Hallo sany,

du klingstwie ein Hamster in seinem Rad- ohne Erholung.
Und du schreibst, dass Erholung ähnlich anstrengend ist wie Lernen.

Gar nicht so leicht, dir noch etwas zu raten - vielleicht hilft dir zu wissen, dass du schon viel gelernt hast - und dass Pausen das Gelernte verbessern können?

Also - nimm dir immer wieder eine halbe Stunde Zeit, geh nach draußen und bewege dich.

Du wirst es hinbekommen : )

liebe Grüße, mit einem Frühlingsduft,

bke-fiona
18.03.2019, 21:47 Uhr | Sany2018
„Nichts tun“ ist für mich derzeit fast noch quälender, als über meine Grenzen hinweg zu lernen und zu arbeiten, obwohl ich die Pausen so dringend bräuchte. Ich habe Angst und bekomme regelrecht Panik, wenn mir bewusst wird, dass es nächste Woche so weit ist und ich mich einfach fachlich und mental nicht in der Lage fühle das Abitur zu schreiben. Mich plagt konstant das schlechte Gewissen, wenn ich Pausen machen muss, um zu essen, in die Schule zu gehen oder abends ins Bett, weil ich das Gefühl habe, dass ich das Pensum bis nächste Woche nicht schaffen werde, ich es aber schaffen muss und somit diese Prüfungen die gänzliche Priorität bekommen müssen. Es ist als würde ich auf der Stelle treten, nicht weiterkommen, mir ist schlecht, ich habe Kopfschmerzen, tagsüber ist das alles nicht spürbar, am Abend kommt es umso stärker hervor und raubt mir den Schlaf, die pflanzliche Unterstützung zum schlafen traue ich mich nicht zu nehmen [...]. Dem Burnout ins Gesicht zu blicken ist hart, noch habe ich ihm nicht in die Augen geblickt und ich werde alles tun, um das nicht zu müssen. Ich wollte doch nicht zusammenbrechen *crying*
17.03.2019, 11:45 Uhr | bke-Kira
Wenn die ersten beiden Abiturklausuren hinter mich gebracht sind, sprich Anfang April, werde ich mich aber versuchen wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Ich will nicht zusammenbrechen, ich will wieder leben :( !


Hallo Sany,
ja, du bist gerade sehr eingespannt! Puh Daumen hoch Das nimmt dir ganz schon viel Kraft und dennoch kämpfst du weiter! Das ist bewundernswert.
Du willst leben!
Ich wünsche dir kleine Pausen am Wochenende und Momente von "Nichts tun zu müssen". Tanke zwischendurch auf und kümmere dich um dich: vielleicht beim Laufen oder Spazieren gehen?

Etwas Leichtigkeit und weniger Druck wünscht dir

bke-Kira
17.03.2019, 10:24 Uhr | Sany2018
Es ist so kräfteraubend, wenn man jeden Morgen aufwacht und „ich kann und will nicht mehr“ das erste ist, an das man denkt [..]. Es erschrickt mich immer wieder, wenn mir bewusst wird, wie schlecht es mir mittlerweile geht [...].

Ich weiß, dass ich mich um mich kümmern muss, aber ich bin so eingespannt und weil insbesondere das Abitur so unmittelbar bevorsteht, bin ich irgendwo gezwungen mich damit auseinanderzusetzen und die Zeit nach dem Abitur muss auch, auf das Drängen der Organisation hin, vorbereitet und Papiere bis zur Deadline besorgt werden [...]. Wenn die ersten beiden Abiturklausuren hinter mich gebracht sind, sprich Anfang April, werde ich mich aber versuchen wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Ich will nicht zusammenbrechen, ich will wieder leben :( !
16.03.2019, 09:00 Uhr | bke-Stephan
Hallo Sany,

vielleicht habe ich Dir das schon einmal geschrieben, falls ja: Doppeltgemoppelt hält besser *smiling*:

Versuche, kleine Ziele zu finden. Das nächste Aufstehen, die nächste Klausur, die nächste Begegnung mit der Klasse. Noch nicht: Das Abi, was kommt danach, was mache ich langfristig. Das ist auch wichtig, aber vielleicht nicht jetzt. Es wäre gut, wenn Du aus diesem Flow, in dem Du gerade bist, rauskommen könntest. Dafür müsstest Du aber beginnen, Dich um Dich zu kümmern. Auch mit etwas Kleinem dafür zu starten. Kannst Du mal darüber nachdenken? Und das erste Kleine, was Du Dir vornimmst, hier berichten?

Viele Grüße,

bke-Stephan
15.03.2019, 23:24 Uhr | Sany2018
Das war sie, meine letzte, gänzlich normale, Schulwoche. Die Noten für das letzte Semester sind eingetragen, nächste Woche folgt die Anmeldung zum Abitur [...].

Die komplette kommende Woche ist Mottowoche, alle freuen sich darauf. Ich freue mich überhaupt nicht, es ist so laut, so eng und zum feiern ist mir auch nicht zumute. Ich werde bestimmt als Spaßbremse deklariert werden. Manchmal wünsche ich mir, dass man mir ansehen könnte, wie schlecht es mir geht, vielleicht würde sich der ein oder andere den gemeine Sprüche dann sparen [...].

Mein Tagesablauf derzeit ist schrecklich und kontraproduktiv für meine Gesundheit, aber ich schaffe es nicht, ich habe sowieso das Gefühl auf der Stelle zu treten und deshalb widersetze ich mich den aufkommenden Symptomen noch stärker als zuvor [...].

Jeden Abend, wenn ich stundenlang wach im Bett liege, denke ich mir, dass ich am nächsten Morgen sicher nicht die Kraft haben werde so einen Tag, wie die der letzten Wochen, nochmal auszuhalten [...].

Jeden Morgen, wenn ich aufwache, denke ich mir, dass ich so nicht weitermachen kann und will, hoffe, dass ich leisten werde und es ganz schnell vorbei ist, damit ich die Augen wieder zu machen kann [...].

Ich schaffe das nicht.
13.03.2019, 16:58 Uhr | Sternliebhaber
Hallo Sany2018,

ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du in so einer Welt nicht leben möchtest. Allerdings ist nicht alles so scheiße, wie einem von außen gerne suggeriert wird.
Ich kann jetzt leider nur für die Uni und das Studium sprechen, aber wenn man sich erstmal an das neue Umfeld gewöhnt hat, fällt alles viel leichter. Ich hatte vor dem Abi auch eine ziemliche Krise und habe das Ding in den Sand gesetzt. Ich stimme bke-Lorenz zu, das Letzte was da hilft, ist zu hören dass das Leben da draußen viel härter sei. Ganz ehrlich, i call bullshit. Ich glaube, die beste Zeit fängt nach der Schule an.

Liebe Grüße,
Sternliebhaber

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