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09.03.2019, 20:45 Uhr | Sany2018
Die Zeit läuft, nein sie rennt, sie rast und ich kann sie nicht aufhalten, niemand kann das, leider [...].
Vor wenigen Wochen habe ich einen Beitrag zum Thema Abitur erstellt, damals schien es noch so weit weg, nicht greifbar [...].
Heute sind es nur noch knapp drei Wochen, bis die ersten beiden Prüfungen anstehen [...].
Nächste Woche ist die letzte, normale Schulwoche meines Lebens, danach folgt nur noch die Mottowoche und dann war es das [...].
Ich habe angst, ich bin traurig, belastet, maßlos überfordert [...].
In mir herrscht ein komplettes Chaos, ich bin an meinem persönlichen Tiefpunkt angekommen und ich kann die Zeit nicht aufhalten, nicht stoppen, nicht auf mich acht geben, obwohl ich es muss, so viel stärker als je zuvor [...].
Alle erwarten von mir, dass ich bestehe, doch niemand kann den Druck, die Last, die Masse an Lernstoff, die Anforderungen verstehen [...].
Niemand sieht was folgt, ich werde liebe, mich unterstützende Lehrer verlieren, Freunde, die ins Ausland gehen, wegziehen, ich werde mein bisheriges Leben abgeben müssen, so viel verlieren [...].
Werde ich bestehen? Werde ich standhalten, ohne zusammenzubrechen? Wie werde ich den Verlust verkraften? Wie wird meine Zukunft? Werde ich noch zu meiner Psychotherapeutin gehen können? Fragen, die mich zusätzlich quälen, nicht loslassen [...].
Ich habe einfach nur Angst, bin so traurig, ich kann nicht mehr und es hat noch nicht einmal begonnen [...].
01.07.2019, 12:15 Uhr | dreamingAlex
Danke, liebe Sany!

Deine Erfahrungen machen mir Mut, dass ich das alles ohne zu Weinen durchstehen kann.
Momentan weine ich jeden Tag mehrmals und das teilweise vollkommen grundlos. Aber vielleicht können die Tränen ja zu Hause bleiben....

Ich hoffe so sehr, dass du einen wunderschönen Abiball erlebt hast, der dich bereit gemacht hat, weiterzufliegen. Ich wünsche es dir von Herzen!

Eine völlig neue Zeit beginnt jetzt (und allein diesen Satz zu tippen, reicht schon, um völlig in Tränen auszubrechen!), aber trotzdem verschwindet die schule ja nicht. Bei Schulfesten werde ich bestimmt weiterhin dabei sein und vielleicht kann ich ja auch einfach mal meine Lehrerin in der AG besuchen oder so. Es wird vollkommen anders sein, aber das muss nicht schlechter sein. Es ist dann etwas besonderes da zu sein und man hat etwas, worüber man sich unterhalten kann. Das Leben geht weiter.
Das rede ich mir ständig ein. Ich hoffe, das reicht!

Ich möchte bloß nicht losfliegen.
In der Schule ist alles zu mir geflogen; ich musste nicht unbedingt viel machen und hatte dafür ein Erfolgserlebnis nach dem anderen. Diese Zeit ist nun ein für alle Mal vorbei. Ich bezweifle sehr stark, dass ich das im Studium auch nur annähernd halten kann.
Ich werd zum ersten Mal so richtig auf die Schnauze fliegen. Warum dann nicht lieber in der kuscheligen Schule bleiben????

Mein Programm für die nächsten beiden Tage ist ganz ordentlich: Kleider nochmal anprobieren, zum ersten Mal Locken machen ausprobieren, Schuhe einlaufen, gleich zum ersten Mal Makeup kaufen gehen und hoffentlich nicht verzweifeln!(davor hab ich schon ziemlich Angst!), Liedblätter für den Abigottesdienst fertig machen, ein Video für den Gottesdienst drehen und schneiden, proben, ...
Nebenbei ganz normal Sport usw bevor dann am Mittwoch mein Abschied von der AG ansteht. Das letzte Mal so richtig an der Schule.
Donnerstag dann Gottesdienst und Zeugnisse und am Freitag Abiball.
Wenn das alles geschafft ist, bin ich auch geschafft.

Am Sonntag dann dirket zur Arbeit und ab Montag beginnt dann schon mein Praktikum. Davor hab ich auch ein bisschen Angst: werd ich diese Anblicke aushalten? Die Schicksale? Werde ich da weinen? Davon träumen?
Wenn ich das nicht ertragen kann, sind meine ganzen Zukunftspläne umgeschmissen. Wie geht es dann für mich weiter??

Ich fliege nicht, aber gerade falle ich auch noch nicht.
Ich schwebe. Aber es ist nicht dieses positive Schweben. Jetzt kommt wieder die Schule in mir durch und Schweben ist für mich ein Zustand im Milikan-Versuch. Man bewegt sich nicht, bleibt stehen. Da ist die Brown'sche Teilchenbewegung: man "zappelt" ein bisschen; unkontrolliert bewegt sich alles ein bisschen.
man liegt einfach da. Der Rahmen, der mich seit 12 Jahren gehalten hat, ist weg. Ich müsste tief fallen, aber hab noch nicht gemerkt, dass mich nichts mehr hält. Hab mich an den kleinsten Kleinigkeiten festgeklammert, aber hab doch keinen Halt mehr.

Ich wünsche dir viele schöne Momente!
Liebe Grüße
Alex
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
29.06.2019, 10:22 Uhr | Sany2018
Ja, es ist sehr, sehr emotional im Moment.

Einerseits ist das schön, diese Emotionen werden auch von der Lehrerseite erwidert, das zeigt, wie eng zusammen man letztendlich doch gerückt ist und am Ende der 13. Klasse eine große Familie entstanden ist, die man nun, schweren Herzens, verlassen muss. Abitur schweißt zusammen, das hat mein, nun ehemaliger, Schulleiter gesagt und ich kann dem rückblickend nur zustimmen! Anderseits ist diese Nähe aber auch schwierig, weil die Trennung nun umso schwerer fällt und alle mit Sicherheit, mehr oder weniger, Zeit brauchen werden, um sich, ohne diese schulische Familie, die einen so lange begleitet hat, im Leben zurechtzufinden und neu zu orientieren, davor habe ich Angst.

Ich weiß, es ist an der Zeit, um die Flügel auszubreiten und los zu fliegen, aber das braucht Mut, sehr viel Mut sogar und vor allem braucht es aber spürbare Sicherheit. Ich bin mir sicher, dass ich mich zurechtfinden und mich daran gewöhnen werde, früher oder später, aber diese Endgültigkeit, die mir jetzt am Wochenende mit dem AbiBall bevorsteht, die macht mir zu schaffen und lähmt mich, es fühlt sich infolgedessen nicht an, wie Fliegen, es fühlt sich an, wie Fallen, zumindest derzeit.

Meine Zeugnisvergabe habe ich schon hinter mir, der AbiBall steht unmittelbar bevor.

Es war ein unvergesslicher Tag und tatsächlich erst im Nachhinein emotional. Ich war der festen Überzeugung, dass ich weinen werde und ich war des Öfteren auch kurz davor, aber es kam überraschenderweise vor Ort zu keinen Tränen. Die Zeugnisvergabe war sehr schön gemacht, ein Tag, an den ich immer gerne zurückdenken werde auch, wenn es weh tut, dennoch hatten wir, als Hauptakteure sozusagen, eine Menge zu beachten, sodass die eigentlich erwarteten Tränen ausblieben. Alles war sehr genau geplant und wir mussten uns an vieles erinnern und einiges beachten, deshalb konnten wir uns nur schwer, bis garnicht fallenlassen. Zuhause kamen sie dann aber doch und ich habe sie zugelassen, es hatte sich einiges angestaut und die Bilder, die man von der Zeugnisvergabe und der Rührung der Lehrer und Familien nun im Kopf hatte, haben die Situation noch trauriger gemacht und so hatte ich leider einen, Gott sei dank aber nur kleinen, Zusammenbruch zuhause.

Der AbiBall macht mir emotional noch mehr zu schaffen, als die Zeugnisvergabe, weil der Tag, ohne wenn und aber, der letzte sein wird, an dem wir alle zusammen sein werden. Ansonsten konnte man sich insgeheim immer sagen, dass da noch der ein oder andere Termin kommen wird beziehungsweise feststeht und es demnach noch keinen Abschied geben muss. Jetzt ist diese Art von Tricksen vorbei und ich muss der Wahrheit ins Gesicht blicken, das tut im Moment so weh, dass ich es nicht weiter in Worte fassen kann *crying*
28.06.2019, 15:15 Uhr | dreamingAlex
Liebe Sany,

ich war lange verschwunden, in einem Gewirr aus vollen Tagesabläufen einer Veranstaltungswoche und Tiefpunkten, in denen ich noch nicht mal zum Lesen hier fähig war. Jetzt geht es mir nicht unbedingt besser, aber immerhin bin ich hier. Ich hab gerade deine ganzen Beiträge gelesen, die ich verpasst habe und dabei ein komplettes Paket Tempos gekillt.
Deine Worte sind so treffend. So vieles würde ich direkt unterschreiben!

Die Schule ist ein Ort voller Erinnerungen und voller lieber Menschen, die man nicht mehr so unbeschwert wiedersehen wird. Man trifft sie nur noch "absichtlich" und das macht die Situation völlig anders.

Ich denke, du hattest deine Feierlichkeiten schon und ich wünsche dir von Herzen, dass sie genau das waren, was sie sein sollten: ein wunderbarer Abschluss von einer bedeutsamen Zeit und von bedeutsamen Menschen.

Meine Zeugnisvergabe und Abiball stehen mir noch bevor. Trotz vieler Erster Male, die auch ich während der Schulzeit erleben durfte, war mein erstes Mal schminken nicht dabei.
Und das macht mich gerade fertig. Ich möchte nicht wie ein "Bauerntrampel" ungeschminkt dahin gehen, sondern mich gerne diesen gesellschaftlichen Gegebenheiten fügen. Leider kann ich mich überhaupt nicht schminken, weiß nicht was mir steht, kenne meine Farbtöne nicht, weiß nicht was zu so einem Anlass angemessen ist.
Dazu kommt, dass meine Eltern absolut gegen Schminken sind und ich große Probleme damit hab, sowas anzusprechen.
Mir geht es wirklich schlecht mit der Situation gerade...
Und auch sonst ist mir sehr mulmig vor diesen Veranstaltungen.

Fühl dich gedrückt
Liebe Grüße
Alex
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
26.06.2019, 23:41 Uhr | Sany2018
Vorweg: Ich weiß, dass sich einiges doppelt und meine Beiträge für Außenstehende kontinuierlich gleich klingen mögen, das ist in Ordnung und ich erwarte auch keine Reaktionen auf meine Texte, aber ich möchte meinen Gedanken einen Platz geben. Ich habe die gesamte Hochphase des Abiturs hier begleitet und ich möchte es auch weiterhin tun, denn es stehen zwei immens wichtige, letzte Termine für mich an.

Ich liege im Bett und kann nicht schlafen, immer wieder spüre ich Tränen meine Wangen runterlaufen. Insgeheim frage ich mich, warum ich weinen muss, eine plausible Antwort habe ich nicht gefunden. Ja, es ist ein Abschied, ein Lebensabschnitt geht zu Ende, aber die anderen, die gleiches erleben, freuen sich, weinen nicht, warum weine ich dann?

Natürlich kenne ich meine persönliche Antwort insgeheim und das macht die Sache nicht besser.

Ich erinnere mich zurück. Vor drei Jahren stand ich schon einmal auf dieser Bühne, in dem selben Kleid, zu einem ähnlichen Anlass, meine Entlassung aus der Sekundarstufe I in die Oberstufe. Dort oben sind die 5 Jahre, die ich mit diesen Menschen, die um mich herum auf der Bühne standen oder zum Teil im Publikum saßen, wie ein Film in meinem Kopf durchgezogen, alle applaudierten, der Stolz stand den Eltern ins Gesicht geschrieben, die Lehrer schüttelten einem die Hand und wünschten alles Gute, wenige Stunden zuvor hatten sie in der Vollversammlung des Kollegiums ihre neue Klasse und den Jahrgang kennengelernt, Routine eben. Für mich war das keine simple Veranstaltung, alles war sehr emotional und so habe ich fast die gesamte Zeugnisvergabe weinend verbracht.

Dieses Mal ist es gleich und doch anders, eine völlig andere Dimension.

Damals blieb ich auf der Schule und stieg lediglich in der Stufe auf, der Jahrgang ging mit mir, dieses Mal werden wir alle tatsächlich auseinandergehen und uns, das erste Mal nach 9 Jahren, nicht in 6 Wochen Wiedersehen. Damals war es die Klassenlehrerin, die einem Zeugnis und Blume in die Hand drückte, dieses Mal wird es der Schulleiter und die gesamte Prüfungskommission sein, die diesen Akt übernimmt. Damals war alles intern, dieses Mal sind Gäste geladen, an die 700, selbst die Presse wird vor Ort sein. Damals kamen viele in alltäglicher Kleidung, dieses Mal ist der Dresscode strickt vorgegeben. Und das ist noch lange nicht alles. Alles muss sitzen, das Kleid, das Hemd, die Aufstellung, das Einlaufen, das Händeschütteln, das auf die Bühne gehen, das von der Bühne gehen, der Sitzplatz, das Lied, der Tanz, die Rede, alles. Es ist seltsam, so groß, so unwirklich, dass es mich betrifft.

So langsam dämmert mir, was ich da eigentlich geschafft habe. Ich habe Abitur. Unglaublich!

Es erfüllt mich stolz, ich dort oben, endlich habe ich es geschafft, aber viel mehr spüre ich Gefühle, wie Traurigkeit, Abschiedsschmerz und Angst.

Wie werde ich reagieren?
Werde ich wieder so viel weinen müssen?
Werde ich es unterdrücken können?
Was, wenn nicht?
Wie werde ich das aushalten können?
Wie werde ich im Nachhinein damit umgehen?

Es geht so viel in mir vor und doch irgendwie auch nichts, ich kann es kaum in Worte fassen.

Morgen bin ich also offiziell, auf dem Papier und sogar in der Zeitung, Abiturientin 2019.

Es ist verrückt. Die drei Jahre Oberstufe waren hart, sehr hart und sie haben mir fast das Leben gekostet, weil der Leistungsdruck, der berühmte Tropfen war, der das Fass fast zum überlaufen gebracht hätte und dennoch trage ich diese Zeit, diese Menschen, für immer in meinem Herzen. Ich werde sie vermissen, sehr sogar! Umso mehr hoffe ich, dass die nächsten Tage, Tage werden, die den letzten 13 Jahren einen gebührenden Abschluss verleihen, Tage, die ich immer in positiver Erinnerung in meinem Herzen tragen kann auch, wenn ich weiß, dass ich die meisten Menschen und den Jahrgang in dieser Konstellation nie wieder sehen werde.

*crying*
22.06.2019, 09:56 Uhr | Sany2018
Ja, die Energie, die fehlt mir und das merke ich, komischerweise, erst jetzt so richtig. Ich bin so müde, erschöpft und antriebslos und wenn ich mich dann aufraffen konnte, dann geht es mir danach zumeist sogar schlechter, weil ich im Nachhinein die Anstrengung leider sehr deutlich spüre [...].

An den Abschied nächste Woche, habe ich mir überlegt, mag ich jetzt erstmal nicht mehr denken, ich kann es sowieso nicht ändern oder abwenden [...].

Es ist eine schwierige Zeit im Moment, vor allem Emotionen, aber auch körperlich *blocked*
21.06.2019, 19:08 Uhr | bke-Claudia
Hallo Sany,
deine Traurigkeit empfinden durchaus einige nach dem Abitur. Es ist so eine intensive Zeit gewesen, du hast alle Energie da hineingepackt.
Jetzt ist es vorbei. Die Schulzeit, geliebt und verflucht, ist vorbei.
Damit fällt auch die Struktur weg, die jahrelang den Alltag bestimmt hat. Schau, welche kleinen Schritte du nach Abifeier gehen willst und kannst. Einige Kontakte werden bleiben, andere nicht. Dafür wird aber auch viel Neues auf dich zukommen.
Ich wünsche dir viele schöne neue Erlebnisse.
bke-Claudia
21.06.2019, 14:21 Uhr | Sany2018
Jetzt ist es also endgültig vorbei, ich bin so traurig [...].

Heute, leider zum Großteil ein letztes Mal, noch so viele liebe Menschen getroffen, die ich durch das Abitur gefühlt eine halbe Ewigkeit nicht mehr sehen konnte, darunter die Sozialpädagogin, die mir so viel mitgegeben hat über die Zeit der Oberstufe, die an mich geglaubt und mich unterstützt hat und die für mich nun unerreichbar ist, weil ich keine Schülerin der Schule mehr bin, ein Verlust, der emotional unglaublich schwer wiegt, [...].

Ein letztes Mal das Gebäude betreten, ein letztes Mal meinen Klassenraum gesehen, ein letztes Mal den Bereich der Oberstufe genutzt, ein letztes Mal in der Mensa gegessen, ein letztes Mal durch die Schule gelaufen und ein letztes Mal zufällige Treffen auf dem Flur gehabt und nette Gespräche geführt [...].

Vieles, was für mich selbstverständlich war, ist nun nicht mehr selbstverständlich und wird es auch nie mehr wieder sein, das ist hart [...].

Nächste Woche ist die Zeugnisvergabe und der AbiBall und dann heißt es endgültig Abschied nehmen, insbesondere von meiner lieben Tutorin, der ich, durch den ihrerseits bewerkstelligten Gang in die Beratungsstelle, mein Leben zu verdanken habe, die immer hinter mir stand und mir den Rücken gestärkt hat, die immer für mich da war, die stundenlang Gespräche mit mir geführt und mir Entlastung verschafft hat, wo immer sie auch konnte, die mir Mut und Hoffnung zugesprochen hat, wo keine mehr war, die an mich geglaubt hat ohne wenn und aber, der ich blind vertraut habe und auf die ich mich immer verlassen konnte. Vor genau diesem Abschied habe ich großen Respekt und ganz schlimme Angst, weil sie eben nicht nur meine Tutorin was, sondern ein ganz besonderer Wegbegleiter, zu dem auch emotional eine enge Verbindung entstanden ist [...].

Natürlich kommen jetzt wieder die Aussagen, dass diese Menschen nicht aus der Welt sind, dass man den Kontakt halten könne und man darüber hinwegkommen wird, irgendwann, aber es hilft nicht, es hilft absolut nicht, denn den Kontakt beziehungsweise die Beziehung, die man hatte, wird es so nie wieder geben, nie wieder geben können, ich kann nicht mal eben zur Sozialpädagogin gehen und mir einen Termin machen, wenn ich das möchte, gleiches gilt für meine Tutorin. Ich kann den Kontakt in der Form einfach nicht halten, weil wir in keinem Verhältnis mehr zueinander stehen und es auch nicht dasselbe ist, wenn man mal zu Besuch kommt oder ähnliches, es tut einfach immens weh gerade, weil man diesen Menschen so viel zu verdanken hat, weil man so eng miteinander war, weil sie einen nicht aufgegeben und für einen da waren und jetzt plötzlich weg sind, ich hänge sehr an besonders diesen beiden Personen [...].

So viele Verluste, sowohl in der Schule durch den Abschluss, das Abitur, als auch in der Beratungsstelle und die ungewisse Abwesenheit meiner Psychotherapeutin, machen mir gerade unglaublich zu schaffen, so langsam realisiert man, was und wen man da gehen lassen muss und es fühlt sich schrecklich an, ich leide so, so sehr darunter *crying*
20.06.2019, 23:02 Uhr | Sany2018
Morgen werde ich das letzte Mal, als Schülerin, die Schule betreten, meine Gedanken kreisen und meine Gefühle fahren Achterbahn [...].

Im Moment habe ich das noch nicht begriffen, genauso wenig ist bei mir angekommen, dass ich mein Abitur bestanden habe und nächste Woche die offizielle Zeugnisvergabe und der AbiBall sein werden [...].

Das alles ist so weit weg, zumindest gefühlsmäßig, dass ich empfinde, als würde ich über eine fremde Person sprechen, die all das gerade erlebt und nicht von mir selber. Ein ganz komisches, verwirrendes Gefühl [...].

Was ich aber tatsächlich und immer intensiver fühle, ist Trauer [...].

Wie kann das sein, dass ich morgen das letzte Mal an dem Ort sein werde, der 9 Jahre lang mein zweites Zuhause war, der Ort, an dem ich aufgewachsen und vor allem erwachsen geworden bin, der Ort, an dem ich mehr als die Hälfte meines bisherigen Lebens verbracht habe. Wie kann das sein, dass dieser Ort von nun an nie wieder Teil meines Lebens sein wird? [...].

Es tut weh, es tut so, so weh [...].

So dankbar ich auch bin, dass das alles vorbei ist und so sehr ich auch merke, dass es an der Zeit ist weiterzugehen, so sehr reißt es mir auch den Boden unter den Füßen weg [...].

So viele Erinnerungen. Neue Schule. Neue Lehrer. Neue Gemeinschaft. Ausflüge. Die erste Klassenfahrt. Die ersten richtigen Noten. Das erste Mal ganztägig von Zuhause weg. Das erste Schließfach. Der erste Freund. Das erste Referat. Die erste PowerPoint. Das erste Mal ein zweistelliges Alter. Die erste Projektwoche. Das erste Mal klettern. Das erste Mal kochen. Das erste Mal werken. Das erste Mal Ausland. Das erste Mal schminken. Der erste Wettbewerb. Die erste Party. Das erste Mal kämpfen müssen. Das erste Mal scheitern. Das erste Mal siegen. Das erste Mal Theater. Das erste Mal Feuerwehr. Der erste Auftritt. Das erste Sportfest. Das erste Mal Abschluss. Die erste Facharbeit. Die erste Studienfahrt. Ich könnte ewig so weitermachen [...].

Mit 9 Jahren bin ich, damals als Grundschülerin, Teil dieser Schule geworden, mit 19 verlasse ich sie wieder, als Abiturientin, und eines steht definitiv fest, unabhängig wie sehr ich dort auch gelitten habe, mein Herz wird immer an diesem Ort hängen. Tschüss liebe Schule und Danke, dass du mir beim Erwachsen werden die Hand gehalten und mir den Weg bis hier hin geebnet hast. Das werde ich nie, nie, niemals vergessen. DANKE und mach es gut! *crying*
12.06.2019, 16:36 Uhr | Sany2018
Hallo Lana,

vielen lieben Dank, dass du an mich gedacht hast. Ich schätze das sehr!

Tatsächlich kann ich heute mit stolz, den ich zur Abwechslung auch spürbar wahrnehme, berichten, dass ich das Abitur bestanden habe.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass dieser Meilenstein bei mir noch nicht angekommen ist und ich noch ein bisschen brauche, um zu realisieren, dass ich euch diese Worte im vorherigen Satz wirklich tatsächlich abtippen konnte "Ich habe mein Abitur!" - unfassbar - und noch sehr surreal für mich.

DANKE an alle, die an mich geglaubt, meine Texte ausgehalten und mich unterstützt und begleitet haben!

Allen, die noch bangen oder gar noch Prüfungen vor sich haben, ihr schafft das, ich wünsche euch ganz viel Glück und hoffe, dass auch ihr bald positives zu berichten habt!
12.06.2019, 08:41 Uhr | bke-Lana
Guten Morgen liebe Sany,

auch für dich ist heute ein großer Tag, der einige Herausforderung mit sich bringt. Du hoffst, auf ein Happy End und den wünsche ich dir auch!

Fühl dich eingeladen nachher zu berichten, wie der Tag für dich war. *hug* Natürlich, wenn du magst *wink*

Bis dahin verbleibe ich mit lieben Grüßen
bke-Lana
11.06.2019, 22:55 Uhr | Sany2018
So jetzt liege ich im Bett, ich bin müde, sehr müde sogar, denn ich habe die letzten Nächte nur sehr wenig bis garnicht schlafen können, diese Nacht wird nicht anders sein. Ich könnte die schlaffördernden Pastillen nehmen, aber ich mag mich nicht an das Zeug gewöhnen.
Ich habe Herzklopfen, nein Herzrasen, es fühlt sich nicht gut an.
Ich bin unglaublich nervös, aufgeregt und ich habe Angst.
Es ist eine Situation aus der ich nicht flüchten kann, eine die ich aushalten werden muss, unabhängig davon, ob ich das kann oder möchte. Es ist schwierig für mich, sehr schwierig.
Der Tag morgen ist so, so wichtig für mich. So viele Jahre und insbesondere die letzten Monate habe ich, haben wir, darauf hingearbeitet und jetzt ist er einfach da. Ich hoffe, dass dieser Tag morgen ein erfolgreicher sein wird und ich wenigstens bezüglich der Schule endlich aufatmen kann und darf. Ich möchte nur, dass es endlich aufhört, ich kann nicht mehr und vor allem nicht nochmal!
Ich weiß im Moment nicht so recht wie ich denken oder was ich fühlen soll, ich habe so viele Gedanken und Emotionen auf einmal in mir und dann doch nur Leere. Es ist seltsam.
Wie ein Film ziehen die letzten Jahre in meinen Kopf vorüber. Bitte lass dieses Kapitel ein Happy End haben, bitte mach, dass der Kampf und die Mühe nicht vergebens waren, bitte!
10.06.2019, 14:07 Uhr | Sany2018
Hallo Claudia,
danke für deine Antwort!
Ja, du hast Recht, jetzt bleibt nur das Warten.
Das Warten ist allerdings gerade das, was mich gerade so verzweifeln lässt. Natürlich weiß ich, zumindest rational, dass ich absolut nichts an der Situation und an den Ergebnissen ändern kann, beides hinnehmen muss und es wahrscheinlich noch schlimmer mache, indem ich mir darüber jetzt den Kopf zerbreche und in das Katastrophendenken verfalle, aber ich kann das nicht so einfach abstellen.
Ich war spazieren, ich habe mich aktiv abgelenkt und versuche es auch weiterhin, aber immer, wenn ich wieder zur Ruhe komme, dann erdrückt mich die Angst wieder und eine kontinuierliche Ablenkung habe ich nicht zur Hand beziehungsweise würde ich dieser auch nicht standhalten, weil ich innerlich sehr unruhig bin im Moment.
Ich warte schon zu lange.
Ich glaube, dass ich das Thema Warten schon einmal in einem Beitrag aufgegriffen hatte, aber es passt hier gerade so gut, also verzeiht mir die Wiederholung.
Als Schüler beziehungsweise als Schülerin wartet man die ganze Zeit, man wartet, wenn man jünger ist, auf das Wochenende, die Ferien, das Sportfest, den Ausflug oder ähnliches, später wartet man dann auf die Klassenfahrt, den Schüleraustausch und als Oberstufenschüler wartet man drei Jahre lang auf das Abitur, man hangelt sich von Klausur zu Klausur, wartet auf die Ergebnisse und dann wieder auf die nächste Phase des Lernens, solange bis man da steht, wo wir vor ca. 3 Monaten standen, das gilt im übrigen auch für alle anderen Abschlüsse, und dann, wenn man dort steht, dann wartet man wieder, schreibt eine Prüfung, dann die nächste und so weiter, bis man sie alle hinter sich gebracht hat, um dann wieder zu Warten und diese Phase des Wartens ist schließlich die härteste, denn plötzlich bist du nicht mehr Teil des Systems, dem du vorher 13 Jahre lang angehört hast, du bist, wenn man so will, das erste Mal so richtig ungebunden und dann merkst du, dass dem garnicht so ist, weil du nicht loslassen kannst, denn du weißt, dass jetzt die Phase des Bangens beginnt, das ist unfassbar quälend und das Gefühl irgendwie paradox. Es ist nicht leicht, wenn man den gewohnten Alltag verliert, da plötzlich soviel Zeit ist, die man zumeist erst garnicht zu nutzen weiß und die einen dann belastet, weil sie nicht vergeht, weil die Gedanken immer noch in der Schule festhängen und man immer deutlicher spürt, wie stark man die letzten Monate sein musste und wenig man dabei auf sich geachtet hat, es ist nichts halbes und nichts Ganzes und du, du bist machtlos, denn sie dürfen dir nichts sagen und so wartest du wieder, wir beispielsweise haben jetzt um die 3 Monate warten müssen. Was ich damit sagen will ist, dass ich es irgendwo nicht fair finde, es ist wahrlich ein auf die Folter spannen. Ich verstehe, dass das alles korrigiert werden und durch sämtliche Kommissionen laufen muss, ich weiß, dass Statistiken erstellt und weitergeleitet werden müssen und ich habe, man mag es nicht glauben, auch Verständnis dafür, aber irgendwann kann man nicht mehr Warten, es klappt einfach nicht mehr und es zermürbt einen innerlich, weil man sich nicht abgelenkt bekommt, zumindest nicht dauerhaft. Ich wäre dankbar, wenn man wenigstens während der Zeit des Wartens ein Zeichen bekommen würde, oh es gereicht hat oder nicht, sodass man sich mental ein bisschen besser darauf vorbereiten kann, stattdessen führt das Warten dazu, dass man, zumindest was das Lernen angeht, von 100% auf 0% runterfährt und dann, im Falle einer negativen Nachricht, plötzlich wieder auf 100% hochfahren muss von jetzt auf gleich und das höchstwahrscheinlich auch noch im Schock, das kann man doch garnicht aushalten, vor allem nicht, wenn man weiß, was das bedeutet, eine Nachprüfung. Ich bleibe dabei für mich ist das System des Abiturs einfach nicht komplett durchdacht und ich finde, dass man den Abiturienten einiges abnehmen und erleichtern könnte, wenn man nicht nur Regeln und Konzepte machen, sondern sich auch mit diesen auseinandersetzen würde und die Betroffenen, die diesen Prozess aushalten müssen, zu Wort kommen lassen würde, um möglicherweise das zu verändern, was, zu verändern geht, vielleicht würden dann nicht so viele daran kaputt gehen.

Ich weiß, ich habe mich, auch durch meine leider erkrankte Psychotherapeutin, bereits darauf eingestellt, dass das Regenerieren seine Zeit in Anspruch nehmen wird und ich noch intensiver reagieren könnte, wenn alles wirklich vorbei ist. Ich bin dankbar beziehungsweise hoffe ich, dass ich da nicht alleine durchgehen muss und weiterhin Hilfe in der Beratungsstelle finden kann und darf. Im Moment lähmt mich die Angst nämlich irgendwo und ich habe Alpträume vom Tag der Bekanntgabe *blocked*
10.06.2019, 12:00 Uhr | bke-Claudia
Hallo Sany,
es war ein harter Kampf und nun bleibt warten.
Du hast alle Kraft mobilisiert und wirst am Mittwoch hoffentlich erfahren, dass du es geschafft hast.
Doch ehe so ein großer Druck abfällt, das dauert auch noch ein wenig.
Nimm dir die Zeit, um zu schauen, was du alles geschafft hast und ich finde es sehr normal, dass da auch Tränen kommen und die Anspannung nur langsam abfällt.
bke-Claudia
10.06.2019, 11:09 Uhr | Sany2018
Hallo Fiona,

ich bin, hoffentlich, mit allen Prüfungen durch, mit 100% Sicherheit kann ich das erst am Mittwoch sagen, aber ich gehe jetzt einfach Mal davon aus, dass es so ist, weil mir sehr schlecht wird und ich Weinkrämpfe kriege, wenn ich auch nur daran denke, dass ich in eine Nachprüfung kommen könnte. Eine mündliche Prüfung war immer mein persönlicher Horror, die reguläre ist erstaunlich gut gelaufen, eine Sonderprüfung traue ich mir trotzdem nicht zu, weil ich einfach nicht nochmal in diese Situation kommen möchte und da ich ahne, dass eine derartige Prüfung noch mehr Druck macht, weil es eben die letzte Chance ist und man eine bestimmte Punktzahl erreichen muss, würde ich befürchten, dass ich das psychisch nicht schaffen würde.
Ich schließe mich deshalb für deine Glückwünsche aus und an für diejenigen, die noch durchhalten müssen. Ihr schafft das!

Ja, ich weiß. Ich denke, dass es auch in Zukunft immer wieder zu solchen Zwischenphasen kommen wird, mit denen ich umgehen lernen muss. Dennoch glaube ich, dass es jetzt besonders schwierig ist, denn es ist die erste, wirklich bedeutende, Zwischenphase, die ich gerade erlebe. Niemand, wirklich niemand, kann sich vorstellen und möchte nochmal zurückversetzt werden in die Hochphase des Lernens, niemand möchte nochmal in diese immense Drucksituation kommen und niemand möchte die ganze harte Arbeit und Zeit, die man geleistet hat, und dabei spielt keine Rolle, ob man bestanden hat oder nicht, so kurz vor dem Ziel bedroht oder gar scheitern sehen. Alle möchten nur eines, endlich durchatmen, endlich entspannen, endlich wieder ruhig schlafen können, ohne den Gedanken daran, ob es gereicht hat oder nicht. Wir wollen wieder als Menschen wahrgenommen werden und nicht als Zahlen, nicht als als NC, nicht als Maschinen, die auf Schritt und Tritt bemitleidenswert angeschaut wird, weil alle um die Belastung wissen, in der man derzeit steckt. Wir wollen endlich sagen können, dass wir es geschafft haben. Seit Monaten warten wir darauf und seit Monaten müssen wir dieses Gefühl in uns, diese Ungewissheit, aushalten, tatsächlich wird es zum Ende hin immer schlimmer und man kann sie immer schwieriger ertragen, aber man muss, was bleibt einem auch anderes übrig und dieses Müssen ist, meiner Meinung nach, ein ganz großes Thema im Abitur.

Alle sagen, dass wir freiwillig da sind, dass wir jederzeit abbrechen und aufhören können, sie tun so, als ob uns diese Möglichkeit wirklich offen steht. Doch wer macht das schon? Man hat die ganzen Jahre gekämpft, um zu stehen, wo man steht und nicht um dann, so kurz vor dem Ziel, aufzugeben. Und tatsächlich ist dieses Abbrechen auch nicht so einfach und da dieser Prozess derartig komplex ist, wird einem permanent davon abgeraten und es wird gesagt, dass man damit seine Zukunft zerstören würde, also bleibt einem doch nichts weiter übrig, als die Zähne zusammenzubeißen und zu müssen. Immer wieder habe ich entgegengebracht bekommen, dass es nicht mehr lange dauert, nur noch ein bisschen Sany haben sie gesagt, bald hast du es geschafft, komm du schaffst das, du bist fast am Ziel, komm jetzt nochmal stark sein und so weiter, solche Sätze bekommen wir übrigens schon seit der 11 Klasse gesagt und ich kann sie mittlerweile nicht mehr hören, ich kann sie nicht mehr glauben, ich höre sie schließlich schon seit Jahren und sie treten einfach nicht ein. Ich bin leider sehr misstrauisch geworden, insbesondere was schulische Themen angeht, denn es wird immer und immer wieder Unterstützung und das blauen vom Himmel versprochen und letztendlich muss man alles irgendwie alleine schaffen und die, die zuvor die Versprechen getätigt haben, fühlen sich nicht mehr verantwortlich, weil wir beispielsweise nicht mehr regulär zum Unterricht erscheinen müssen und sie sich somit theoretisch auch nicht mehr verantwortlich fühlen müssen , weil wir lernen müssen vollkommen selbstständig zu lernen und zu sein, so ganz ohne Anleitung, wie später in der Universität auch und dann heißt es wieder Zähne zusammenbeißen, weil man keine andere Wahl hat, weil man muss. Selbst, wenn man ausdrücklich sagt, dass man nicht mehr kann, nicht mehr möchte, kommen nur vermeintlich aufbauende Sprüche, die einem nur noch mehr verdeutlichen, dass, ich hoffe, dass ich mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehne, die Zahl beziehungsweise das Bestehen am Ende mehr wert ist, als die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden, denn, wenn diese Aspekte vorrangig wären, hätte vielen von dem Antritt des Abiturs abgeraten werden müssen. Ja, wir sind volljährig und ja, man weiß ungefähr auf was man sich da einlässt, aber eben auch nur ungefähr und, wenn ich mir durch den Kopf gehen und die letzten Monate Revue passieren lassen, bin ich ganz ehrlich, weiß ich nicht, ob ich die Anmeldung zu den Prüfungen tatsächlich nochmal unterschrieben hätte, denn letztendlich kann man nicht nachvollziehen und auch nicht vorher wissen, wie es ist Abitur zu machen, wenn man nicht selbst in dem Prozess gesteckt hat. Natürlich hat es auch was gutes und ich bin mir sicher, dass sich auch diese Seite rauskristallisieren wird, früher oder später, aber jetzt, jetzt in diesem Augenblick hat das Abitur mich nur noch tiefer in das bekanntlich schwarze Loch getrieben, als ich vorher schon drinsaß......

Ich habe Angst, ich spüre gerade nichts weiter als Angst und hoffe, dass das alles übermorgen endlich ein gutes Ende nimmt, denn, wenn sich das Leben und die Probleme, die man neben der Schule noch hat, paaren, ist das keine gute Kombination und, wenn ich ehrlich bin, möchte ich und muss ich endlich wieder egoistisch sein können und mich um mich kümmern, ich muss auf die Beine kommen, denn in nicht mal mehr zwei Monaten wartet ein neuer Lebensabschnitt auf mich, demnach bleibt mir leider garnicht soviel Zeit zum regenerieren.
07.06.2019, 11:38 Uhr | bke-Fiona
Hallo sany,

dir und den anderen hier, die noch Prüfungen haben wünsche ich alles Gute dafür : )

Es ist , denke ich, immer schwierig, sozusagen "dazwischenzuhängen", wenn eine Sache nicht abgeschlossen ist, man die nächste nicht anpacken kann und im Ungewissen ist, wie das eigene Leben weitergehen wird.

Da kann man sich eigentlich nur sagen, dass man an den bereits gemachten Prüfungen sowieso nichts mehr ändern kann und das im Kopf gut auf die Seite legen, und, sich noch auf die eventuell kommende Prüfung vorzubereiten.
Und, was auch sicher ist: es wird weitergehen - sich zu sagen, dass man alles hat, was es braucht, um einen weiteren Weg zu finden.

Liebe Grüße, bke-fiona

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