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18.10.2020, 15:48 Uhr | jblue
Hey!
Ich war lange nicht mehr hier aktiv, habe jetzt aber wieder ein Thema, das mich sehr beschäftigt und das ich gerne hier einbringen würde.

Kurze Vorgeschichte: ich habe dieses Jahr Abitur gemacht, mich dann dazu entschieden, einen Freiwilligendienst zu beginnen und bin nun zum 01.10. von zuhause ausgezogen, um hier, in einer anderen Stadt, meinen Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu beginnen.

Bis jetzt lief auch alles echt super, ich wohne in einer Wohngemeinschaft mit sechs anderen (jungen) Leuten, teilweise auch Freiwilligen, und fühle mich hier total wohl. Auch in meiner Einsatzstelle, einem Seniorenzentrum, bzw genauer gesagt einer Senioren-WG, war auch eigentlich alles gut. Ich wurde gut eingearbeitet und habe alles genau erklärt bekommen.

Nun aber zu meinem Problem: ich hatte in den vergangenen Jahren so einige Schwierigkeiten mit mir selbst und so weiter. Meine Arme sind daher ziemlich vernarbt. Ich habe eigentlich kein Problem damit und verstecke die Narben deshalb auch nicht (mir ist bewusst, dass das nicht immer gut ankommt). Damit scheinen einige meiner Kollegen (wir sind ein Team aus ca. 15 Leuten, mit abwechselnden Zusammenstellungen in den Schichten) ein sehr großes Problem zu haben. Ständig werden blöde Kommentare gerissen, ich werde Dinge gefragt, die ich nicht beantworten möchte, und es wird einfach weiter gebohrt, es werden Witze auf meine Kosten gemacht und hinter meinem Rücken wird schlecht über mich geredet, von wegen, dass ich ja ein Psycho sei und wie man jemanden wie mich hier arbeiten lassen könne. Das Ganze belastet mich sehr und triggert Erinnerungen an mein Trauma. Es geht so weit, dass ich morgens Panikattacken habe, wenn ich zur Arbeit gehen muss.

Ich weiß, dass es so nicht weiter gehen kann. Mein BFD soll mich ja persönlich auch weiterbringen und ich soll was Positives davon mitnehmen. Klar gehört es dazu, dass es auch mal schwierig wird, aber es geht für mich einfach zu weit. Ich möchte das Jahr ungern abbrechen, weshalb ich meiner Ansprechsperson in der Verwaltung schon eine Email geschrieben habe. Aber das löst ja auch nicht alles. Mir ist klar, dass ich das Thema früher oder später bei meiner Chefin ansprechen muss, aber ich habe keinen Plan wie. Ich habe eine riesige Angst davor und ich fühle mich mit dem Thema auch total allein gelassen.

Meine Frage: wie würdet ihr das machen bzw. was würdet ihr machen? Mache ich das Richtige oder muss ich so damit klarkommen? Und weiß jemand, ob es theoretisch möglich ist, die Einsatzstelle zu wechseln, oder hat vielleicht schon Erfahrungen damit gemacht?

Viele Grüße
Jblue
Zuletzt editiert am: 18.10.2020, 15:49 Uhr, von: jblue
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
19.10.2020, 12:13 Uhr | jblue
Hallo Kampfsocke,

Erstmal danke für deine Antwort. Heute Morgen habe ich mit meiner Ansprechsperson von der Verwaltung telefoniert und sie hat mich an die Chefin meiner Vorgesetzten weitergeleitet (ist etwas kompliziert hier). Ich solle mal bei der anrufen bzw mich mit ihr zusammensetzen und ihr alles erzählen, dann gäbe es Konsequenzen für meine Kollegen.

An sich ja gut, und würde mir bestimmt auch helfen, aber erstens müsste ich dann "in echt" also in einem Gespräch alles erzählen, und zweitens will ich nicht als der "Buhmann" unter meinen Arbeitskollegen dastehen. Aber vielleicht hilft es ja auch, wenn die mal was gesagt bekommen, weil sie vielleicht gar nicht wissen, wie sehr verletzend solche Kommentare sein können. Ach, ich weiß nicht. Ich weiß nicht, ob das alles so gut ist oder ob ich es einfach aushalten muss und es sich vielleicht irgendwann von selbst gibt, oder ob sowas einfach dazugehört.

Prinzipiell ist das Jahr schon an einen Träger gebunden, aber theoretisch ist es eigentlich möglich, die Einsatzstelle innerhalb des Trägers zu wechseln. Die Vertrauensperson hat mir auch am Telefon gesagt, dass weitere Schritte gegangen werden können, wenn sich nichts tut. An den Träger gebunden bin ich insofern, dass ich innerhalb des Jahres an Seminaren teilnehmen muss, damit mir das Jahr überhaupt anerkannt wird.

Das mit dem Zeitlimit ist eine gute Idee, danke, das werde ich jetzt mal ausprobieren. An sich ist die Arbeit ja auch cool, nur manche Kollegen machen es mir halt echt schwer, dort anzukommen und mich wohlzufühlen.

Richtig darüber sprechen und vielleicht auch Namen nennen zu müssen, macht mir große Angst. Ich weiß, es wäre gut, aber ich will ja nicht noch schlechter dastehen im Team und erst recht nicht den Anschein erwecken, dass ich mich irgendwie anstelle oder so... hm.

Nachdenkliche Grüße
Jblue
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
18.10.2020, 16:53 Uhr | Kampfsocke
Hallo jblue, ich finde es gut das du es mit einer Mail erstmal an einer für dich anvertrauten Person geschrieben hast. Das ist mutig. Ich würde warten ob sie etwas an Ideen hat. Wenn gar nichts kommt würde ich offen mit dem Chef sprechen ( das heißt wieder mutig sein) ich würde den Chef bitten an der Stelle zu helfen, das könnte sein mit den schlimmsten Ärger mäulern an ein Tisch setzen. Wenn sich nichts ändert, dann könntest du sicherlich das Jahr, woanders genauso fortsetzen, das wird doch bestimmt nicht an einen Träger gebunden sein? Setz dir ein Zeit Limit, über das zb sagst dieses Jahr will ich das klären und Freude bei der Arbeit haben, wenn es nicht geht, dann gehe ich woanders hin. Ja, so würde es kampfsocke machen. LG
Wer nur in Socken geht, dem kann man nichts in die Schuhe schieben.

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