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07.02.2019, 19:50 Uhr | dreamingAlex
Viele aufgewühlte Wochen liegen hinter mir. Tausend Auf und Abs.
Wenn ich eure ganzen Geschichten, teilweise wirklich voller Leid lese, spüre ich, wie gut es mir geht. Trotzdem hab auch ich mein Päckchen zu tragen und manchmal fällt mir das ganz schön schwer.

Da sind Zweifel. Zweifel an mir, an meinen Mitmenschen. Schwieirigkeiten, Unsicherheiten, Stress. Zukunftsängste. Reaktionen des Körpers auf den Stress. Dieser dunkle Teil, der mir sämtliche Energie raubt und mir die Freude am Leben nimmt.

Aber manchmal kommen die Lichtblicke. Eine Pause aus dem grau-getrübten Blick. Und das Leben wirkt wieder schön. Man weiß, wofür man das macht.
Gestern hab ich es geschafft, einen Erste Hilfe Kurs zu halten. Ziemlich spontan, was mich sonst vor unüberwindbare Hindernisse gestellt hat. Es war gut und es hat Spaß gemacht.
Heute hatte ich zwei Fächer in der Schule, in denen es gut lief. Ich bin stolz auf mich, und das soll schon was heißen. Einfach drauf los reden ohne sich vorher jedes Wort überlegt zu haben, war für mich noch nie eine Möglichkeit. Aber es geht und manchmal kommen wunderbare Sachen dabei raus. Und auch Vermutungen aufzustellen, bei denen man sich nicht sicher ist, kann Spaß machen. Es ist dieser Erfolg, der süchtig macht. Immer ein Stückchen höher. Ich komme nicht schnell höher, aber ich tue es. Nach fast 12 Jahren Schule und für die letzten paar Wochen, aber ich schaffe es.
Dann ist da die Vorfreude auf ein großes Sportereignis, das in zwei Wochen stattfinden wird. Und ich werde mitten dabei sein und fast 4 Tage lang in diesem Wahnsinn abtauchen können. 4 Tage voller intensiver Arbeit, einer Art Rausch. Mit Hunderten zusammen das perfekte Event ausrichten. Dabei heruausragende Persönlichkeiten treffen, die ganz oben angekommen sind, mit voller Leidenschaft für ihren Sport kämpfen und trotzdem vermutlich manchmal genauso zweifeln wie ich.
Einfach für ein langes Wochenende aus dem eigenen Leben schlüpfen und nur noch brennen. Das treibt mich an, jedes Jahr und zieht mich irgendwie durch.

Was danach kommen soll, weiß ich nicht. Ich plane nur die nächsten zwei Wochen und auch da verdränge ich vieles. Hürden, die auf diesem Weg liegen.
Gerade sitze ich nur hier; höre Musik, die nicht bloß mein Herz, sondern meine Seele berührt und mich durch die nächsten Tage tragen wird. Ich lasse meine Zweifel zu und erlaube mir zu weinen. Bin erfüllt von Dankbarkeit, bin ganz labil glücklich. In kleinen, sanften Wellen kommt die sprühende Vorfreude, die aber doch nie übertreibt, mich nicht in dieses Loch danach fallen lässt.
Meine Situation hat sich kein bisschen verändert und morgen kann es mir schon wieder schlecht gehen. Aber gerade ist es okay. Es ist nicht überragend schön, aber es ist gerade alles in Ordnung. Und das tut gut.

Was auch immer ihr gerade durchmacht; ich wünsche euch auch so eine Pause von euren Sorgen!
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
10.05.2019, 12:19 Uhr | dreamingAlex
Danke für eure lieben Worte!

Zwei Klausuren sind jetzt geschrieben.
Eine war eine Katastrophe und ich rechne fest mit einer Nachprüfung.
Die andere war ganz in Ordnung, schätze ich. Ich hatte Freude an der Klausur und bin mit einem recht guten Gefühl da raus gegangen. Das war ganz gut.

Nach den beiden Klausuren hab ich mir einen Tag Auszeit gegönnt: ein Tag, nur im Bett und lesen. Beim Lesen kann ich abschalten und ich war wirklich in einer komplett anderen Welt.

Danach bin ich leider nicht mehr so wirklich ins Lernen reingekommen. Ich sitze den Tag über rum und schaffe doch nichts. Als ich in vier Tagen gerade mal 7 Klausuren geschafft hab (entspricht einem Arbeitsaufwand von gerade mal 22,25 Stunden, die ich aber nicht voll ausgenutzt hab), war ich ziemlich frustriert.

Dazu kommt, dass ich seit etwa 2 Monaten kaum noch Kontakt mit meiner besten Freundin (?) hatte und wir seit einem Monat wirklich kein Wort mehr miteinander geredet haben.
Wir haben uns ziemlich auseinander gelebt und hatten auch lange Zeit davor schon kaum noch was miteinander zu tun.
Das hat mich ziemlich beschäftigt und ich war mir sicher, sie aus meinem Leben verloren zu haben.
Dann hab ich ihr einen Brief geschrieben, um das alles aus meinem kopf zu bekommen; extra mit der bitte, mir nicht zu antworten. Sie hat es trotzdem gemacht. Und obwohl ich nicht weiß, ob wir noch irgendwas miteinander zu tun haben werden, ging es mir nach dieser Antwort besser.
Ich hab es dann gestern auch geschafft, etwas mehr zu lernen und es ging mir deutlich besser.


Wenn ich da am offenen Fenster stehe,
den Wind in den ungewohnt lockigen, zersausten Haaren
und mir das zum ersten mal wieder Luft zum Atmen gibt.
Wenn ich die Vögel singen höre,
die so lange stumm waren oder mich nur genervt haben.
Wenn ich die Arme ausbreite
in meinem viel zu großen T-Shirt
und ein kleines scheues Lächeln wage.
Wenn der Regen rauscht
und ich das Geräusche wie Musik aufsauge.
Wenn zwischen den grauen Wolken
ein Stück Himmel hervorlugt.
Wenn ich dankbar nach oben gucke
und in meinem Kopf auf einmal
diese entfernte Melodie spielt.

Dann weiß ich,
dass mich das alles mehr mitgenommen hat
als ich dachte.

Es ist nur ein Stück Himmel in grauen Wolken,
nur ein Windhauch,
ein Vogel,
ein Lied,
ein Lächeln.
Und gleich ist alles wie vorher.
Aber da war Ein Stück Himmel,
Ein Windhauch,
Ein Vogel,
Ein Lied,
Ein Lächeln.


Ich wollte bloß lüften und dann ist das in meinen Kopf geflogen.
Ich bin bei weitem kein poetischer Mensch, aber das musste einfach mal raus
Und obwohl ich eigentlich nie mit dem zufrieden bin, was ich mache, gefallen mir diese Wörter. Ob ich einfach nur das Gefühl damit verbinde oder das wirklich schön ist, weiß ich nicht, aber mir tut's gut.

Dienstag kommt dann die für mich schwierigste Klausur: Physik.
Noch einen patzer kann und will ich mir nicht erlauben, also muss ich jetzt noch ein bisschen was schaffen und vor allem am Dienstag konzertiert sein.

Eigentlich wollte ich am nächsten Wochenende kämpfen.
Aber obwohl ich kaum noch Appetit hab und immer weniger esse, hat sich das viele sitzen auf der Waage niedergeschlagen. Ich muss noch Gewicht machen oder mir mal wieder eine Ausrede einfallen lassen, warum ich nicht kämpfe.

Gerade bin ich durchgehend müde. Innerliche müde vor allem.
Aber manchmal gibt es diese Lichtblicke.
Einen netten Gruß von fremden bei meinem täglichen Spaziergängen.
Dieses glücksgefühl, wenn ich nach dem joggen ausgepowert bin.
Herzliches Lachen bei Gesprächen mit meiner Familie.
Eine Herleitung die einfach mal geklappt hat.
Momente wie der am Fenster.
Auf und Ab. Hell und Dunkel.
Zuletzt editiert am: 10.05.2019, 13:03 Uhr, von: dreamingAlex
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
19.04.2019, 18:01 Uhr | Sternliebhaber
Hallo DreamingAlex,

das ist ein echt krasser Abischnitt. Du kannst stolz auf dich sein.

Viel Erfolg für deine Abiprüfungen.

Liebe Grüße,
Sternliebhaber
14.04.2019, 19:39 Uhr | bke-Nana
Liebe DreamingAlex,

das klingt wunderbar, was du schreibst. Das was dich erwartet, ist die "Krönung" deiner Schulzeit *smiling*

Ich wünsche dir alles was du brauchst, um weiter erfolgreich zu sein!
Liebe Grüße
bke-Nana
14.04.2019, 17:17 Uhr | dreamingAlex
Ob das jetzt gerade was mit glücklich Sein zu tun hat, weiß ich nicht. Ein bisschen vermutlich schon.

Freitag hatte ich meinen letzten Schultag. Ich hab es geschafft. Ich bin jetzt offiziell zu den Abiturprüfungen zugelassen und angemeldet.
Ich hab 12 Jahre Schule geschafft. Werde in einer paar Wochen den höcht möglichen Schulabschluss machen.
Dann werde ich nicht mehr zur Schule gehen. Jetzt schon werde ich nie mehr Unterricht haben. Als da die Schultür hinter mir zugefallen ist, war das so endgültig. es war schwieirg nicht zu weinen, aber größtenteils hab ich es geschafft. Erst am Nachmittag zu Hause hab ich zwei Stunden geweint.
Als krönenden Abschluss hab ich mein Zeugnis bekommen; und das hat mich wirklich glücklich gemacht.
Am Ende der Q1 hatte ich einen Schnitt von 1,5 und war sehr glücklich damit. Mit 1,9 in die Oberstufe gestartet, war das ein großer Schritt. Wie viele hatten mir gesagt, dass es nicht gerechtfertigt wäre, wenn ich mein Abi schaffe. Und dann hatte ich auf einmal einen Schnitt von 1,5. Hätte nie gedacht, dass ich mal so weit nach oben komme. Ich war glücklich, wusste aber auch, dass es von da an bergab gehen wird. So einen Schnitt kann ich nicht halten, das wusste ich.
Ein halbes Jahr später kam das nächste Zeugnis: 1,3! Das war ein Hochgefühl, sag ich euch! Für mich klingt alles über 1,5 so magisch! Und ich hatte tatsächlich so einen magischen Schnitt. Was ich nur schade fand, war dass damit mein allerletztes Zeugnis zwangsläufig eine Enttäuschung werden musste, weil das dann deutlich schlechter ausfallen wird. Ich hatte einfach Glück in dem Jahr, im Zweifel immer die bessere Note bekommen und allgemein sehr wohlwollend bewertet worden.
Und dann kam das letzte Zeugnis. Vor einer Woche hab ich noch gefürchtet, ein Defizit zu bekommen. Viele Noten wusste ich vor der Zeugnisausgabe am Freitag tatsächlich nicht. Und irgendwie hab ich mich noch um 2 Punkte gesteigert und kann nun mit meinem Schnitt von 1,25 sehr sehr glücklich sein! Natürlich gibt es einige Noten, die mich ärgern. Die 3- in Englisch zum Beispiel, die meinen Schnitt massiv runter zieht.
Aber nach 8 Jahren, in denen der Schnitt nich immer optimal war, bin ich jetzt auf meinem Grundschulniveau zurück und das ist eine wunderbare Sache :)
Insgesamt gehe ich jetzt vorbenotet mit 1,4 in die Prüfungen und kann vermutlich stolz auf mich sein.

Zwei Wochen voller Lernen stehen vor mir. In den letzten beiden Tagen hab ich umgeräumt bei mir und sitze jetzt an einem wunderschönen Schreibtisch. Fotos, Sprüche, liebe Nachrichten, kleine Geschenke liegen hier, die mich motivieren und mich daran erinnern, wie weit ich schon gekommen bin.
Zwei Wochen in meiner kleinen Höhle. Bestimmt wird es anstrengend, aber eigentlich sollte nichts dabei sein, was ich nicht schon mal gehört hab und im Idealfall auch kann. Also kann ich es mir gemütlich machen, alles zusammenfassen und strukturieren. Besonders in Mathe und Physik einfach rechnen und die Welt außen vor lassen.
Und dann hoffentlich gut vorbereitet in meine Prüfungen gehen und nochmal alles geben, das Beste rausholen. Am Ende hoffentlich zufrieden mit meinen Ergebnissen sein. Warum hab ich nur so hohe Ziele?

Alles, was danach kommt; Zeugnisverleihung, Abiball, Studienwahl, ... Das bleibt draußen. Jetzt wird gekämpft!
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
04.04.2019, 19:46 Uhr | bke-Zita
Hallo DreamingAlex,

es ist einiges los bei dir !

Du bekommst reihenweise deine Noten mitgeteilt - immer wieder auch Momente, in denen sich lang vergangene Episoden und Begegnungen aus der Schulzeit emotional melden. So hat dich GUTE Note in Geschichte und dein nettes Gespräch mit dem Lehrer an Zeiten erinnert, in denen es so ganz anders für dich war …. Wie schön, dass es jetzt, wo der Abschluss naht, ganz anders ist. Viel positiver, ermutigender, wohltuender. Und zwar nicht nur, was die Zensur betrifft, sondern auch was die persönliche Rückmeldung und deinen Kontakt zum Lehrer betrifft.
Mit anderen Noten bist du nicht gänzlich glücklich …. Das darf auch sein, finde ich. Aber ich vermute, alles in allem machst du ein richtig richtig gutes Abi !! Herzlichen Glückwunsch ! Du hast es geschafft, super ! Und Trauer & Wehmut, darüber, dass ein wichtiger Lebensabschnitt bald vorbei ist, auch das darf sein.

Klar belegen dich gerade die Themen Schule, Abschied von der Schulzeit, Erinnerungen an all das, was über die Jahre in der Schule passiert ist …. Aber heute war auch noch was anderes. Du schreibst, dass dich deine beste Freundin sehr verletzt. Sie weist dich immer wieder zurück und du hast den Eindruck, sie scheint dir dadurch mitzuteilen, dass du nicht wirklich wichtig bist für sie. Aber du magst sie so gerne - kannst du ihr das so mitteilen ? Und auch, dass du sie ungern ziehen lassen möchtest ? Wäre das möglich ?

Viele herzliche Grüße
bke-Zita
04.04.2019, 17:47 Uhr | dreamingAlex
Danke, bke-Zita, für deine lieben Worte!

Gerade erlebe ich ein einziges Auf und Ab.

Seltsames, schwieirges, verletztendes gestern Nachmittag/Abend.
Heute Morgen ein kleiner Streit mit meiner Mutter, der mich trotzdem ganz schön aus der Bahn werfen konnte.

Dann heute wieder viele Noten. Eine ganz gute in Erdkunde. Eine doch recht schlechte in Englisch (was meinen gesamten Zeugnisschnitt um 0,2 bis 0,3 runterzieht. Dann in Geschichte wieder eine ziemlich gute. Mit meinem Geschichtslehrer hatte ich auch ein nettes Gespräch bei der Notebesprechung, auch wenn ich im Nachhinein gerne mehr gesagt hätte.
Man muss sich mal vorstellen: In der Neunten wäre ich fast wegen Geschichte sitzengeblieben. Ich musste SOO viel machen, nur um keine 5 zu bekommen. Ich hatte einen sehr unangenehmen Geschichtslehrer, der mich im Grunde krank gemacht hat. Wegen ihm hat mein Sodbrennen wieder angefangen, das ich vorher fast 4 Jahre im Griff hatte. Wegen ihm war ich unglaublich lange vollständig still und hab währenddessen das Reden vor Gruppen vollkommen verlernt. Noch immer wird mir schwarz vor Augen, wenn ich ihn auf dem Flur sehe. Er ist ein wahnsinnig unangenehmer Mensch, der mir das Leben bewusste unnötig schwer gemacht hat und mich mehr als einmal deutlich runter gemacht hat, sowohl unter vier Augen als auch vor der ganzen Klasse.
Ihr könnt euch nicht vorstellen, was für eine Angst ich zu Beginn des Schuljahres vor meiner ersten Geschichtsstunde hatte. Ich hatte einfach keine Ahnung, wie ich ohne Defizit durch das Jahr kommen soll. Um gegen das Defizit zu kämpfen, hab ich mich einfach gemeldet und stumpf drauf los geredet "Für eine 4 ist es egal, was ich sage. Hauptsache, ich sage einfach mal ab und an was", war mein Gedanke. Schnell hab ich aber Spaß am Melden bekommen und mich öfter als nur Ab und An mal gemeldet. Und scheinbar war das inhaltlich auch nicht allzu schlecht.
Jedenfalls hat mein Lehrer mich heute gefragt, warum ich keinen Grund- oder Leistungskurs gewählt hab (ich bin im Zusatzkurs) und hätte mir gerne mehr als 15 Punkte gegeben.
Ich finde es unfassbar, dass ich das geschafft hab! Beim Schreiben merke ich gerade, wie traurig ich bin, dass das jetzt vorbei ist. Ich würde gerne wieder an den Anfang des Schuljahrs springen.
In Erdkunde wünsche ich mir eine bessere Note. Ich bin nicht schlecht, aber hätte das Gefühl, dass ich eigentlich problemlos besser benotet werden könnte. Nur ist es echt nicht meine Art zu verhandeln und gerade wenn man eh schon so gut benotet ist, fühlt es sich unverschämt an. Aber dieses Gefühl, etwas zu verpassen, nagt gerade an mir. Warum mussten mir alle einreden, ich hätte 15 Punkte in Erdkunde verdient???

Gerade verletzt mich meine beste Freundin sehr, weil sie mich immer wieder zurückweist und mir zeigt, dass sie mich nicht braucht.
Ich mag sie so gerne und möchte ungern loslassen. Was soll ich tun?
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
01.04.2019, 17:22 Uhr | bke-Zita
Hallo dreamingAlex,

wohl wahr ! Die Notenzeit ist die Zeit voller Gefühle...
Im Vorfeld beim Lernen & Vorbereiten, während der Klausur und nicht zuletzt beim Warten, bis zur Korrektur .....
Heute hast du deine Physik-Klausur zurück bekommen - herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Ergebnis ! Ja, ich finde auch, dass dich die Zahl, die 14 Punkte schon ein bisschen Stolz machen darf !! Und weitere tolle Ergebnisse kamen dazu, in deinen beiden anderen Vorabi-Klausuren und die "Maximalausbeute" in Mathe - wow !

Schön, dass du auch abseits der Schule zuletzt wohltuende Erlebnisse hattest, ob den sonnigen Geburtstag deiner Mama, ob die gute und lustige Zeit mit einer guten Freundin heute.

Ich wünsche dir, dass du an deinem Gedanken dran bleiben kannst - Ich versuche einfach, mich jetzt erstmal über meine guten Noten zu freuen, solange ich sie noch hab . Ja Daumen hoch

Viele herzliche Grüße
bke-Zita
01.04.2019, 16:30 Uhr | dreamingAlex
Notenzeit ist die Zeit voller Gefühle...

Grauenhafte Albträume, Panikanfälle, quälendes Sodbrennen vor der Klausur-Rückgabe.
Physik ist ein Fach, das mir sehr wichtig ist, für das ich aber auch am meisten lernen muss. Meine Vorabi-Klausur lief nicht besonders gut und ich hab mich sehr geschämt dafür.
Heute, sechs Wochen nachdem wir die Klausur geschrieben haben, haben wir die Ergebnisse bekommen: 14 Punkte! (Eigentlich mag ich es nicht, konkrete Notenwerte zu nennen, aber diese Zahl macht mich schon ein bisschen stolz, obwohl ich mit der Klausur an sich echt nicht zufrieden bin). Mir bedeutet es viel, in der letzten "normalen" Klausur nochmal eine gute Leistung erbracht zu haben (auch wenn ich die Leistung nicht als gut sehe, wurde sie ja trotzdem so beurteilt)

Auch meine anderen beiden Vorabi-Klausuren sind ganz gut ausgefallen.
Außerdem hab ich in Mathe meine Zeugnis-Note für mein allerletztes Zeugnis bekommen. Über 15 Punkte kann man sich nicht beschweren :)

Aber auch abseites der Noten geht es mir eigentlich gerade ziemlich gut. Am Samstag hatte meine Mama Geburtstag und wir haben einen wunderschönen Tag in der Sonne verbracht.
Heute hatte ich eine Freistunde mit einer guten Freundin zusammen und wir haben viel zusammen gelacht und sie hat mich davor bewahrt, völlig in mein übliches Klausuren-Tief zu fallen.

Trotzdem geht es mir nicht 100%ig gut. Nach Klausuren falle ich immer ein wenig zurück. Dann ist da die Sorge um meine Englisch-Note und und und.
Ich versuche einfach, mich jetzt erstmal über meine guten Noten zu freuen, solange ich sie noch hab.
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
27.03.2019, 17:18 Uhr | dreamingAlex
Es ist mal wieder an der Zeit, die vergangenen Tage zusammenzufassen...

Vor einer Woche war meine OP, bei der ich mich zwar nicht wohlgefühlt hab, aber alles gut verlaufen ist.
Dann war da mein nicht allzu gelungener Kampfrichter-Einsatz. Um ehrlich zu sein, ganz schrecklich war er auch nicht. Aber meine Vorgesetzte war nicht zufrieden mit mir (ich war mit Abstand die Jüngste und Unerfahrenste und durch meine OP etwas eingeschränkt, aber ich will keine Rechtferitgung suchen). Sie fand mich zu unsicher und fand, dass ich keine einzige Entscheidung selber treffen konnte, sondern immer Hilfe brauchte. Sie hat mir aber auch immer in alles reingeredet, was mich ziemlich genervt und verunsichert hat. Durch ihre ständigen Meckerein war ich natürlich noch unsicherer und hab teilweise wirklich extrem schlecht gerichtet.
Montag wieder die extreme Nervösität wegen meiner Physik-Klausur - ist noch immer nicht fertig. Heute Morgen das gleiche Spiel; mir war soo schlecht, ich hab seit Tagen wieder verstärkt Sodbrennen; meine Lehrerin hat die Klausuren zu Hause vergessen.
Ständig merke ich, wie sehr meine beste Freundin und ich uns voneinander distanziert haben, wie wenig wir uns noch zu sagen haben, wie wenig ich ihr bedeute. Wenn es jetzt schon so ist, wie soll es dann nach dem Abi sein??
Unsicherheiten über meine Zukunft, Pläne nach dem Abi, die Wahl des Studienfachs.
Wie verkleidet man sich zur Mottowoche?
Was passiert auf dem Abiball?
Wie überstehe ich meinen allerletzten Schultag?
Wie wird mein Abi? In Physik hab ich heute gemerkt, dass ich enorm viel zu tun hab und vieles nicht kann.

Aber da war auch viel Gutes in der letzten Zeit
Ich hab meine Mathe-Klausur wiederbekommen und die war ganz gut. Nicht optimal, aber doch ziemlich gut. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich eine dreiviertel Stunde vor Ende keine Lust mehr hatte und einfach abgegeben hab und mit ein paar Aufgaben gar nicht klargekommen bin. Jedenfalls kann ich im Abi definitv nicht nach oben abweichen (naja, zur Debatte stand das vorher auch nicht wirklich, aber ich dürfte jetzt gesichert relativ gut vorbenotet sein)
Dann hab ich heute einen Vortrag in Physik gehalten und meine Lehrerin fand das so gut, dass sie mich gefragt hat, ob ich ihr meine Unterlagen für ihren Unterricht zur Verfügung stellen würde. Es gibt schlimmere Komplimente :) und macht mich schon gerade ein bisschen stolz
Außerdem hatte ich heute eine schöne Zeit in der AG und danach hab ich mich sehr gut mit einer Freundin unterhalten, was mir auch gut getan hat.

Morgen geht es dann mit dem Phyik-Kurs an die Uni, worauf ich mich riesig freue! Aber da bekommen wir auch die Noten der Klausur gesagt und das wird mir wieder echt zu schaffen machen. Ich werde noch 2 Physik-Stunden in meinem ganzen Leben haben.
Die kommende Zeit wird auf jeden Fall nicht leicht.
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
19.03.2019, 15:36 Uhr | dreamingAlex
Hallo bke-Kira!
Danke für deine liebe Antwort! Auch wenn es immer nur ein paar Worte sind; die machen mich glücklich und helfen mir weiter!

Es geht mir besser.
Meine Klausur gestern lief nicht optimal, aber zumindest bei der ersten Aufgabe hab ich wenigstens kein schlechtes Gefühl.
Dann war ich gestern Abend beim Training und das tat SO gut! Wir haben 50 Minuten lang ein extrem anstrengendes Fitness-Programm gemacht und jetzt hab ich Muskelkater. Aber es hilft mir, so ein bisschen Stress und Anspannung raus zu lassen.
Heute Morgen ist mir schlecht geworden, weil ich dachte, dass wir heuteMathe zurückbekommen. Haben wir noch immer nicht *woot*
Dafür hatte ich heute eine wunderbare Mathe-Stunde. Ich war völlig in meinem Element, konnte den ganzen Rest ausblenden und war endlich mal wieder vollkommen wach. Naja, es war eineGruppenarbeit, deswegen war das nicht soo optimal, aber wer macht auch bitte Gruppenarbeiten in Mathe????
Außerdem hab ich es heute zum ersten Mal geschafft, etwas vernünftig zu erklären. Ich hab meiner Gruppe meine Ideen und Rechnungen erklärt (nachdem ich selber fertig war) und sogar einem im ganzen Kurs eine eher inhaltliche Fragestellung. Das macht mich schon ein bisschen stolz.

Ich war eine Zeit lang sehr zufrieden mit meinem Gewicht. Jetzt hab ich aber wieder 1,7kg zugenommen und bin ziemlich traurig. Praktischerweise verlangt mein frustrierter Körper durchgehend nach Nahrung, bevorzugt Gummibärchen. Ich musste heute in die Stadt und was stand da? Meine Lieblingsgummibärchen von früher nur jetzt in vegetarisch. Was mache ich jetzt also? Gummibärchen fressen.

Ich hoffe, dass ich heute noch ordentlich Sport mache. Denn ab morgen hab ich 2 Wochen Sportverbot. Tut meiner Laune und meinem Gewicht bestimmt gut :/
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
17.03.2019, 20:17 Uhr | bke-Kira
Hallo dreamingAlex,

ich finde, du hörst dich heute sehr weich an, obwohl die Umstände oft echt hart erscheinen und du dich immer wieder durchkämpfst. *whistle* Bleib dran.
Alles Gute für Morgen!!!

Erholsame Nacht
bke-Kira
17.03.2019, 18:55 Uhr | dreamingAlex
Hallo bke-Fiona,

danke für deine antwort! Der satz ist leider für mich in solchen Momenten nicht möglich. Ich kann mich von außen betrachten, weiß auch, was gerade mit mir passiert, aber ich kann nicht eingreifen. Genauso bekomme ich (wenn auch eingeschränkt) mit, was um mich herum los ist, aber kann nicht reagieren.
Ich hoffe einfach, dass ich in der nächsten Woche etwas zur Ruhe komme. Ab Mittwoch darf ich sowieso keinen Sport mehr machen und meine Sportstunden sind mehr als gezählt (was mich gleichzeitig sehr traurig macht). Physik bekomme ich diese Woche auch nicht zurück, weil meine Lehrerin auf einer Klassenfahrt ist (die letzten drei normalen Schulwochen und sie fehlt eine ganze davon! Es ist fast vorbei, so endgültig. Jetzt hab ich schon so lange dran gedacht, so oft geweint, und dann kommt dieser Moment wirklich...). In der kommenden Woche kann ich also nur meine Mathe-Klausur zurückbekommen. Die lief alles andere als gut aber trotzdem bei Weitem nicht so schlimm wie Physik!

Um beim Forumsthema zu bleiben... Was lief gut in letzter Zeit?
Meine letzte Schulwoche war schrecklich. Und ich verschwende das kostbare letzte bisschen Zeit, das ich dort hab.
Freitag war ich beim Training, das war eigentlich ganz gut. Einer aus meiner Trainingsgruppe ist immer sehr nett und auch dieses Mal hab ich sehr viel aus unserer Unterhaltung gezogen.
Heute Morgen war ich im Gottesdienst. Das tat unglaublich gut. Es war ungewöhnlich voll, weswegen ich alleine sitzen musste (klingt unlogisch, tut aber auch nichts zur Sache). Tatsächlich war das aber sehr gut für mich, weil ich heute seeehr emotional war und ein paar Tränchen geweint hab. Das ist mir unangenehm, wenn jemand neben mir sitzt.
Dann hab ich heute für meine Familie gebacken und war Laufen. Tat mir beides gut.
Was ich am Wochenende nicht gemacht hab, war Deutsch lernen. Nur schreib ich dummerweise morgen meine (letzte) Vorabi-Klausur. Mal sehen, wie das so wird; komplett ohne Vorbereitung...

jedenfalls fühle ich mich besser als in den letzten Tagen, und das ist zumindest ein Schritt.
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
13.03.2019, 18:13 Uhr | bke-Fiona
Hallo dreaming-alex,

es ist prima, dass du deine guten Augenblicke wahrnehmen und festhalten kannst : ) und sie so nicht in dem was vielleicht nicht so gut läuft untergehen und können ausgleichend wirken!

Du beschreibst, dass du, wenn du etwas nicht verstehst oder etwas nicht so gut geht -wie heute das mit Physik oder dem Volleyballspielen - dann dich mehr und mehr von der Außenwelt abschaltest.

Könnte dir da vielleicht helfen, wenn du dir einen hilfreichen Satz wie z.B. "Ich muss nicht alles super können" sagen würdest ?
Es ist ja nur ein Bruchteil was da nicht funktioniert ; ) , und du bekommst viele andere Bruchteile hin.

Liebe Grüße, bke-fiona
13.03.2019, 17:55 Uhr | dreamingAlex
Es fällt mir recht schwer, heute von all den Positiven Dingen zu schreiben, aber ich möchte sie hier fetshalten, bevor sie sich verflüchtigen.

heute geht es mir tatsächlich nicht so gut, wobei ich heute Morgen ein großes Hoch hatte. Ich hab einen neuen Pulli angezogen und mich unglaublich wohl damit gefühlt. Es klingt unmenschlich oberflächlich, aber sowas kann einen wahnsinnig pushen und ich möchte hier ehrlich sein: Ich hab mich heute gut und hübsch gefühlt, einfach nur weil ich ein neues Oberteil getragen hab (in einer Farbe, an die ich mich sonst nie so rangetraut hab).
Dann kam aber direkt ein kleiner Panikanfall. Wirklich nicht groß, ich hatte nur Schwieirgkeiten zu atmen bzw hab geglaubt, ich könne nicht richtig atmen. Das lag daran, dass meine Physik-Lehrerin gesagt hat, dass wir heute unsere Klausuren zurückbekommen.
Stattdessen war aber der Schulleiter heute bei uns und hat sich den Unterricht angeguckt (nach 3 Jahren werden Lehrer bei uns nochmal überprüft und meine Lehrerin hatte heute die Überprüfung). Also keine Klausuren und diese ganze Anspannung ist ins Leere gelaufen. Keine Enttäuschung, keine Freude, nichts.
Stattdessen haben wir Zeugs gemacht, von dem ich nichts verstanden hab. Es war nicht auf die Weise komplex, dass mein Kopf am Ende geraucht hat, sondern so, dass es mir vollkommen egal war, weil ich einfach nichts davon verstehe. Ich kann noch nicht mal sagen, was ich nicht verstehe.
Das hat diese Leere in mir nur verstärkt. Auf einmal sind Protonen keine Protonen mehr, sondern bestehen nur noch aus Quarks, Leptonen und Bosonen. Was sind bitte Baryonen, Mesonen, Hadronen, Farbladungen, Generationen?????? Ich fühle mich dumpf, taub, kann nichts von dem aufnehmen, was um mich passiert. Zuerst betrifft das nur den Inhalt, aber immer weiter schalte ich komplett ab. Der Vorhang von meinem Kopf geht zu und ich beobachte alles in Zeitlupe, kann nicht mehr reagieren. Ich schalte ab, verliere meinen Kontakt zur Welt.
Das tut weh. Und es ist ein Zustand, aus dem ich kaum wieder rauskomme und der teilweise wochenlang anhalten kann.
Der Sportunterricht heute hate es nicht besser gemacht. Wir hatten unsere Volleyball-Überprüfung (alle anderen haben letztes Jahr schon über 2 Monate intensiv Volleyball gespielt und in den letzten Woche auch) Ich hab heute zum ersten Mal Volleyball gespielt oder es zumindest versucht. Ich kann die Technik halt überhaupt nicht, aber hab auch Probleme damit, den Ball richtig zu sehen. ich weiß nie, wann er zu mir kommt und wo ich stehen müsste, um ihn zu treffen. Oft hab ich sogar das Gefühl, es müsste direkt an meiner Hand landen und dann ist er doch einen ganzen Meter daneben. Nur weiß ich nicht, woran das liegt.
Eine weitere Frustration, weiteres Abschalten von der Welt. Ich kann meine Augen gefühlt nicht mehr so weit öffnen, um alles um mich herum wahrzunehmen. Mein Sichtfeld ist total eingeschänkt (super, dass ich gleich Auto fahren muss) und ich kann überhaupt nicht nach oben gucken.
Nach Sport war ich sehr langsam beim Umziehen (weil ich in Zeitlupe lebe) Meine beste Freundin, meinte sich mit einer anderen sehr guten Freundin darüber lustig machen zu müssen und schon gehe zu wollen. Auch wenn ich in diesem Zustand wenig mitbekomme und noch weniger reagiere, ist es die Hölle, dann alleine gelassen zu werden!
Mir geht es also gerade ziemlich mies.

Aber ich wollte von meinen positiven Erlebnissen erzählen.
Mein Kampfrichtereinsatz am Sonntag war gut und es waren viele nette Leute da.
Leider hat es abends so gestürmt, dass es zu gefährlich gewesen wäre, zum Gottestdienst zu fahren.
Mein Montag war insgesamt auch eher negativ, daür hatte ich gestern einen sehr schönen Tag!
Irgendwie hab ich mich gestern besonders gut mit einem Mitschüler verstanden und das hat mich schon zum Lächel gebracht.
Morgens ist eine Doppelstunde ausgefallen und ich hab die Zeit genutzt, bei mir mal ein wenig umzuräumen. Das Arbeiten macht mir Spaß.
Nachmittags hatte ich Erdkunde und da bin ich rihtig abgegangen. Ich hab fast jede Frage beantwortet und der ganze Kurs (inklusive Lehrerin) haben schon drüber gelacht. Ich hatte früher solche Probleme, mich zu melden; deswegen hat es mich sehr stolz gemacht, dass ich das geschafft hab.
In gechichte hat dann fast der halbe Kurs gefehlt, sodass wir eine sehr gemütliche Runde hatten. Auch das hat mir einfach viel Spaß gemacht, weil ich mich da frei fühle und einfach reden kann.
Das bisschen, was ich hier geschrieben hab, reicht keineswegs aus, meine Gefühle zu beschreiben, aber mir ging es super!
Abends war ich sogar noch laufen. Ohne Gruppe, ohne Zwang, einfach so!

Okay, nachdem ich für diesen Text jetzt knapp eine Stunde gebraucht hab, noch Hausaufgaben machen muss und in 30 Minuten zum Training los muss (und vorher noch essen, Kontaktlinsen einsetzen, umziehen und meine Sachen zusammenpacken), hör ich jetzt lieber auf zu schreiben.
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
09.03.2019, 17:24 Uhr | dreamingAlex
Hallo bke-Stefan!
Danke für deine liebe Antwort!

Ohne mein handy bin ich dermaßen produktiv!
Ich hab schon wieder fast alle Hausuafgaben für die nächsten 2 Wochen fertig (da kommt noch genug dazu, aber im Moment ist alles erledigt!). Ich möchte sogar probieren, noch einen Vortrag in Erdkunde halten zu dürfen (einen hab ich letzte Woche gehalten, zwei weitere sind schon fertig vorbereitet und den dritten mach ich heute noch fertig.) Dabei geht es mir gar nicht unbedingt um meine Note; ich dürfte auch so schon gut bei 14 Punkten stehen und ich schätze, 15 vergibt meine Lehrerin nicht. Es macht mir einfach Spaß :)
Aber meine Eltern wissen gar nicht, dass ich meine Handy-Nutzung eingeschränkt hab. Das muss scheinbar irgendwann einfach von einem selbst kommen. Ich würde mich bestimmt nicht daran halten oder mich einfach durchschummeln, wenn mir das jemand vorgegeben hätte!
Zugegeben, sie wussten auch nicht, dass ich vorher so viel Zeit am Handy verbracht hab. Ich hab diese Zeit, die ich zurückgezogen für mich verbracht hab, "Lernen" genannt; tatsächlich bin ich aber im Internet versunken oder hab geschlafen oder einfach durch die Gegend geträumt. Oft hab ich erst im Nachhinein gemerkt, dass ich da 2 bis 3 Stunden gesessen hab, mit meinen Kopfhörern auf ohne dass Musik läuft und ins Leere gestarrt hab. Für die Schule hab ich dann einfach nichts geschafft. Sowohl Hausaufgaben als ich die Klausur-Vorbereitung sind einfach hinten rüber gefallen. Was ziemlich blöd ist, weil meine Eltern denken, dass ich gut vorbereitet in die Klausuren gehe, obwohl ich nichts dafür gemacht hab.
Das wird jetzt hoffentlich besser.
Etwas von meinen Plänen konnte ich gestern auch schon umsetzen. Meine Deutsch-Hausuafgaben sind fertig (obwohl ich eigentlich nicht so ein Fan dieses Fachs bin) und ich hab mein neues Lieblingegedicht auswenig gelernt (wer auch immer ebenfalls "leicht einen an der Klatsche hat", wie Freunde es gerne lächelnd nennen, sollte auf jeden Fall mal Zwei Minuten Quantenphysik lesen!)
Danach war ich beim Training obwohl ich eigentlich davor eine große Abneigung dagegen gefühlt hatte. Es war mir zu stressig, weil eine sehr gute Freundin, die letztens von hier weggezogen ist, endlich mal wieder zum Training gekommen ist, aber eine andere Freundin auch beim Training war. Ich wollte natürlich gerne mit der Freundin trainieren, die nicht oft hier ist und mit der ich schon sehr lange zusammen trainiere. Die andere Freundin sieht mich aber als feste Trainingspartnerin. Leider zickt sie sehr oft rum und es gab ziemlichen Stress. Das Training war aber wunderbar!!!! Es war eine sehr große Trainingsgruppe mit vielen Partnern. Wir haben also viel gekämpft und ich konnte sogar einige Kämpfe gewinnen, was mir sehr viel bedeutet hat und mich sehr glücklich gemacht hat. Außerdem war einer aus der Trainingsgruppe da, der immer sehr nett zu mir ist und sich für mich interessiert. Ich bin oft sehr still, aber mit ihm rede ich gerne. Vor allem unterstützt er mich, weil ich mir immer viel Stress mit der Schule mache und hat dann einfach immer ein offenes Ohr für mich.
Ich war unfassbar glücklich nach dem Training und finde gar keine Worte, um dieses Gefühl zu beschreiben!
Danach bin ich mit meinem Bruder zusammen nach Hause gefahren und im Radio kam viel gute Musik. Und was gibt es schöneres, als glücklich zusammen abends durch die Gegend zu fahren und zu guter Musik zu singen??
Jedenfalls war ich danach viel zu voll von Glückshormonen, um schlafen zu gehen. Ich musste noch produktiv was machen und hab in etwa 20 Minuten einen kompletten Vortrag geschrieben.

Heute bin ich krank aufgestanden. Mein Kopf fühlt sich an als würde er platzen!
Trotzdem war ich mit meiner mama nach einem Kleid für den Abiball gucken.
Mein letztes Kleid hab ich zu meinere Einschulung getragen und war dementsprechend skeptisch, jetzt ein Kleid anzuziehen.
Nach einigem Anprobieren hab ich aber tatsächlich eins gefunden, das mir gefällt und sogar auch schon eins zur Zeugnisverleihung. Ich mag die Kleider und fühle mich wohl drin, glaube ich.
Vor dem Spiegel in der Umkleide hab ich auch zum ersten Mal gemerkt, dass ich meine Figur mag. Das motiviert mich, nicht so viel und so oft Süßigkeiten unkontrolliert in mich reinzustopfen und auch mehr Sport zu machen. Mein Körper kann schön aussehen! Ein wahnsinns Gefühl!

Gerade gönne ich mir eine Auszeit und gucke ein Turnier im Livestream, wobei ich eigentlich gern produktiver wäre.
Morgen steht dafür einiges an. Ich fahre mit einem Kampfrichter-Kollegen zusammen zu einem Turnier, den ich nicht gut kenne, und bin etwas unsicher, ob und wie ich mich dabei mit ihm unterhalten soll.
Auf den Gottestdienst am Abend mit einigen Freunden freue ich mich dafür sehr!

Der Montag liegt mir etwas schwer im Magen, weil ich da vermutlich meine Physik-Klausur zurückbekomme und eventuell auch schon Mathe.
Außerdem sollten wir für Physik eine alte Abi-Aufgabe lösen. Ich hab mich damit sehr wohlgefühlt und das, glaube ich, auch ganz gut hinbekommen. Der Plan für die nächste Stunde ist, dass wir unsere Lösungen im Kurs tauschen und bewerten (quasi die Rolle des Lehrer einnehmen, um zu merken, was beim Schreiben von Klausuren wichtig ist und vielleicht auch mehr Verständnis für die Bewertungen, die unsere Lehrerin macht, zu haben). Was ich davon halten soll, weiß ich nicht. Ich traue mich wahrscheinlich nicht, bei jemandem etwas als falsch anzustreichen...

Liebe Grüße
Alex
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.

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