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04.08.2018, 14:58 Uhr | nowknu
......
Zuletzt editiert am: 04.12.2018, 14:07 Uhr, von: nowknu
21.05.2019, 15:17 Uhr | bke-Lorenz
Hallo Nowknu,

du hast dir die Haare abschneiden lassen, hast dich damit frisurtechnisch verändert. Dass man da irgendwie achtsamer ist, ob das jemandem auffällt oder jemand reagiert, ist doch nicht ungewöhnlich. Und ganz wichtig dabei: du hast dich nach dem Haarschnitt gut gefühlt. So eine Mähne abzulegen, kann ja auch erleichternd sein und vielleicht kannst die kommenden heißen Sommertage sogar besser genießen. Außerdem wachsen Haare nach und du kannst neue Veränderungserfahrungen mit ihnen machen *wink*.
Was die Beraterin angeht, brauchst du dir doch keine Sorgen zu machen, sie will doch explizit, dass du dich so gibst, wie du es willst oder eben wonach dir gerade ist. Also streich den Gedanken *redcard*.
Was die Freundin angeht denke ich, du hast gut für sich gesorgt. Pausen können Freundschaften sehr gut tun. Und wenn's wirklich eine Freundschaft ist, wird sie die Pause auch aushalten und sich im besten Fall daran weiterentwickeln.

*bye* Viele Grüße
bke-Lorenz
21.05.2019, 12:15 Uhr | nowknu
Mh Ich habe es der Therapeutin jetzt geschickt. Die letzte Woche war sehr voll, gestern habe ich verschlafen und es ging einiges schief. Ein typischer Montag eben.
Ich hab mir gestern dann die Haare abschneiden lassen.
Danach ging es mir irgendwie viel besser. Jetzt habe ich aber die ganze Zeit Angst, dass mich jemand drauf ansprechen könnte. Ziemlich dumm, ich weiß auch, dass ich nicht der Nabel der Welt bin, aber eigentlich hab ich mich seit Jahren nicht groß verändert und mich sonst an heißen Tagen deshalb nicht mal getraut einen Zopf zu machen.
Am Freitag muss ich zur Beraterin und iwie traue ich mich jetzt nicht.
Ich hatte Streit mit einer Freundin und fand, dass sie in letzter Zeit unfair ist zu mir. Deshalb wollte ich eine Pause. Ich merke, dass ich mich viel besser ohne Kontakt zu ihr fühle, habe aber auch ein schlechtes Gewissen. Ich hab mich sehr bedrängt und eingeengt gefühlt, weil sie fast jeden Tag kommen wollte, eifersüchtig auf andere war und immer dachte ich wäre sauer, wenn ich einen Tag alleine sein wollte, hat dann gesagt dass ich mich ja davor auch mit dem und dem getroffen hab.
Sie hat auch ständig schlecht über mich gedacht, zB dass ich einfach wenn jemand schwierig ist, denjenigen aus meinem Leben kicke und iwann hab ich gemeint, ich bin zu ko mich immer zu rechtfertigen und dass sie wissen muss, was sie denkt.
Dann war sie sauer und meinte, wenn ich nicht immer alles auf mich beziehen würde, würde ich wissen, dass es an ihrer Verlustangst liegt - das weiß ich auch, aber es ist trotzdem super anstrengend. Dann wurde sie wieder so impulsiv, obwohl sie weiß, dass mir sowas Angst mache und ich dann nicht mehr reden kann und auch keine Tür aufmache, wenn man bei mir klingelt. Das letzte Mal hatte sie danach Sturmklingeln gemacht und ist ewig nicht weggegangen von der Tür. Als ich gesagt habe, dass mir sowas Angst macht, war sie sauer weil sie meinte, sie wollte mich nur zum Reden zwingen und ich würde sie wie ein Monster hinstellen. Mh.
Ich bin froh über die Pause, ich glaube ich kann gut einen Monat Pause gebrauchen, vielleicht länger. Aber ich fühle mich schlecht, weil ich weiß, dass es bisschen zu ihrer Erkrankung gehört und ich damit ja auch iwie bestätige, was sie immer denkt.. Aber ich bin zu ko dafür, ich kann Menschen nur ertragen, wenn ich genug Freiraum habe, wenn man mich so einengt ist es, als würde man mir die Luft wegatmen.
17.05.2019, 20:47 Uhr | nowknu
Ja manchmal habe ich das Gefühl, dass ich gar nicht weiß, was ich möchte, weil ich automatisch denke, was andere wollen und was am wenigsten Probleme macht, die meisten Menschen zufrieden stellt oder am wenigstens verärgert.
Und die Therapeutin will, dass ich bei ihr mache, was ich möchte. Dass ich nicht ihre vermeintliche Erwartung erfüllen soll, dass ich machen soll wonach mir ist und das überfordert mich so und ich versuch zu erklären was ich denke und wie es ist und dann kommt dazwischen, dass ich Angst hab, dass sie es falsch versteht und dann wird es immer länger und ich denke, vielleicht nervt es doch und dann ist Chaos in meinem Kopf. Aber ich möchte es unbedingt schreiben.
Mir fehlt so dringend Sicherheit, die sie mir eigentlich die ganze Zeit vermittelt; aber es ist als würde sie nicht ankommen, als könnte mein dummer Kopf es einfach nicht glauben, als würde sich iwas in mir mit Händen und Füßen wehren, darauf zu vertrauen, dass stimmt was sie sagt, dass ich keine Angst haben muss.

Mh ja ich weiß auch da nicht, ich weiß wie es mir ohne ging, dass arbeiten und so nicht geklappt hat, eigentlich nichts mehr und wie schwer ist war daraus zu kommen und wie scheiße es ist, wenn es in der Einstellung so lange braucht bis es wirkt, aber ich will doch nur keine Enttäuschung oder Belastung für meine Mama sein und sie nicht anlügen *sad*
17.05.2019, 20:25 Uhr | bke-Kira
Guten Abend nowknu,

du machst dir viele Gedanken. Eigentlich ist es sehr gut. Daumen hoch Andererseits machen diese Gedanken dir das Leben schwer.
Es kommt mir so vor, als ob du dich selbst viel analysierst, dich ständig in Frage stellst und für alle gut sein möchtest. Kommt es dir manchmal auch so vor?

Was macht dich eigentlich so durcheinander?

Und noch etwas konnte ich leider nicht ganz greifen. Gerne wollte ich dir davon abraten, ohne ärztliche Begleitung Medikamente abzusetzen. Das ist nicht ungefährlich. Bitte spreche vorher mit dem Arzt/der Ärztin!

Etwas Entlastung und Vertrauen wünscht dir

bke-Kira
17.05.2019, 20:00 Uhr | nowknu
Mh *sad*
Letztens hat sie noch gelobt wie gut ich mich schriftlich ausdrücken kann und jetzt entsteht bei dem Versuch etwas zu schreiben nur ein riesen großes Durcheinander
Ich kann eben doch nichts
Zuletzt editiert am: 17.05.2019, 20:00 Uhr, von: nowknu
16.05.2019, 12:18 Uhr | nowknu
Meine Mama hat zu einer guten Freundin von mir gesagt, dass sie froh ist, dass ich mein "Tief" überstanden habe und es damals für sie schrecklich war, als ich ihr das erzählt habe und die Medikamente genommen habe und es ihr den Boden unter den Füßen weggerissen hat und sie ja so erleichtert ist, dass ich jetzt glücklich bin und es mir gut geht *sad*
Ich hab damals die Medikamente abgesetzt, weil ich so ein schlechtes Gewissen hatte und wusste sie wollte es. Aber es ging nicht gut ohne, für sie war es aber sie ein Schalter umgelegt "abgesetzt, jetzt ist alles wieder gut". Sie hat mich auch immer so ausgequetscht; was ich bei der Beraterin sage und ob ich was über sie sage und sich Vorwürfe gemacht, sie sei Schuld usw.
Das war so unangenehm, dass ich einfach gar nicht erzählt habe, als ich doch wieder angefangen hab, Medikamente zu nehmen und von der Therapie schon gar nicht.
Es war die ganze Zeit so, dass ich mir immer dachte, naja sie hat ja nicht gefragt und damit ist es auch kein Anlügen und so.. Aber jetzt fühle ich mich doch schon schlecht und überlege zumindest die Medikamente nicht weiter zu nehmen..Mh blöd..
15.05.2019, 09:42 Uhr | nowknu
Hey Dream :)

Danke für die Rückmeldung, ich hatte schon Angst, dass es iwie nervig ist. Aber wenn andere vllt doch was davon haben, kann ich noch was erzählen, was mich sehr beruhigt hat.
Ich meinte ja, dass ich das Gefühl habe, dass alles an mir hängt, dass ich was sagen muss, wenn ich es will und dass mir das niemand abnehmen kann und dass das so schwer ist.
Darauf meinte sie, dass es nicht so sei. Dass es bei einer Knospe schon der Instinkt sei, dass sie aufbrechen wolle, dass sie dafür nicht so viel tun muss, dass es automatisch passiert, wenn die äußeren Bedingungen stimmen... Und dass es damit nicht an der Knospe liegt, ob sie möchte oder nicht möchte.
Und dass niemand eine Knospe aufreißen würde - da musste ich lachen und sie meinte nur "naja das würde doch niemand machen, das wäre ja grausam". :')
Irgendwie hat es so viel Druck weggenommen... ich mag ihre Bilder.

LG nowknu
14.05.2019, 22:34 Uhr | TheDreamcatcher
Hey :)
ich wollte dir danken für's erzählen - ich fand das sehr berührend, was deine Therapeutin gesagt hat!
Liebe Grüße
Dream
14.05.2019, 19:26 Uhr | nowknu
Warum bin ich immer so traurig danach..
14.05.2019, 09:02 Uhr | nowknu
Ich bin der Therapeutin gerade so dankbar irgendwie. Wir haben eigentlich nur über "sprechen/nicht sprechen" gesprochen.
Sie meint, einerseits würde sie merken, wie wichtig mir das dort ist und dass ich mir viel Mühe gebe und sie würde sich wünschen, sie könnte auf meine Nachrichten antworten und sie versucht zu verhandeln, ob es da nicht Möglichkeiten geben kann. Dass sie es sehr wichtig und gut findet was ich schreibe und es sie berührt oder sie merkt, dass viel passiert auch wenn ich nichts sage. Dass sie andererseits ein bisschen Ohnmacht spürt, weil sie weiß, dass ich es anders haben möchte und nicht sicher ist, wo die Reise hingeht. Dass sie aber eben schon auch ein Vertrauen in sich hat, dass es schon kommt, wenn es so weit ist und man natürlich "mechanisch" da ran gehen könnte, was ist der erste Schritt oder sie mehr Druck machen könnte, aber das sie das Gefühl hat, es da mit nur zu verschlimmern und es nicht gut sei, mir das jetzt schon wegzunehmen. Dass sie es als ihre Aufgabe sieht, es eben so auszuhalten und einfach zu begleiten..
Sie hat mir dann viele Beispiele erzählt, von denen sie gelesen hat, wo etwas in Gang gesetzt wurde und das Schweigen aber wichtig war, weil es eben noch nicht so weit war.
Sie hat davon geredet, dass Schweigen genauso wichtig sei wie sprechen, davon, dass andere Patienten sehr viel reden, sie aber das Gefühl hat, da tut sich weniger als bei mir und dass das eben der Unterschied zwischen entlastenden Gesprächen und Therapie sei. Davon, dass es wichtiger sei, was ich wollen würde, als was ihre vermeintliche Erwartung ist und dass es in Ordnung sei, zu schweigen, wenn ich schweigen will. Und wir vllt wegkommen sollten vom "reden müssen", dass es darum geht was ich machen möchte.
Ich habe ihr gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass alles an mir hängt, weil wenn ich reden möchte, muss ich es tun und niemand kann es mir abnehmen. Sie meinte dann, dass das nicht so sei, dass ich vielleicht wie eine Knospe bin und die geht auf, wenn in der Umgebung alles stimmt und passt und nicht, wenn sie sich dazu entscheidet. Dass die Knospe zwar etwas tut, aber das will und macht sie instinktiv, weil es ihr intrinsisches Bedürfnis ist und ob sie wirklich aufgeht, hängt nur von den äußeren Bedingungen ab.
Sie meinte, als sie in meinen Alter war, hat sie an der Abendschule ihr Abitur gemacht und war tagsüber malen. Und die Künstlerin bei der sie war, hätte keinerlei Erwartungen an sie gehabt und es ginge nur darum, dass die Bilder ihre Bilder waren. Anfangs hat ihr das sehr große Angst gemacht, sich zu zeigen und war schwierig, später hat sie es aber als einen Segen empfunden und ist der Frau bis heute dankbar, dass sie ihr den Raum gegeben hat, sich in der für sie geeigneten Art und Weise auszudrücken und als sie gespürt hat, dass damit gut umgegangen wurde und sie nicht zu dem gemacht werden sollte, wie andere sie haben wollten.
Irgendwann sagte sie, es ginge vielleicht genau um dieses Vertrauen darauf, dass es schon in Ordnung so ist und um die Akzeptanz, dass meine Art mich auszudrücken schreiben wäre. Dass das nicht heißt, dass ich nicht lernen kann auch drüber zu sprechen. Sie hat dann gemeint, ob ich wissen will woher sie das Vertrauen nimmt, dass es sich schon entwickeln wird und als ich ja gesagt hab, fing sie an alles mögliche aufzuzählen, dass ich laufen, gehen, lesen und schreiben gelernt habe, dass ich eine eigene Wohnung habe und mich um meine Katzen kümmere, dass ich tragfähige Beziehungen habe, dass ich viel geschafft hätte was andere nicht schaffen- ich meinte dann, dass ich aber auch viel nicht kann das für andere ganz normal ist. Darauf sagte sie nur "ja na und? Deshalb sehe ich es ja auch wie sie; dass die Therapie Sinn macht, würde es nichts geben, bräuchten sie auch nicht zu kommen".
Mh irgendwie hat es mich schon sehr beruhigt..
09.05.2019, 12:42 Uhr | nowknu
Hallo Kira,

Danke, dass du mir immer wieder schreibst :')
Mh ja, das ist wohl das Beste, mich macht es nur so schnell verzweifelt, weil ich so gerne ein guter Mensch sein möchte und niemandem schaden und es mir dann so leid tut, wenn andere wegen mir leiden.. z.B. der andere Autofahrer, der wegen mir jetzt sein Auto in die Werkstatt bringen muss, vielleicht war es gerade neu und er stand nur da und ich fahr ihm einfach rein gefahren. Aber ich weiß schon auch, dass andere Menschen mir gesagt haben, dass ich es nicht extra gemacht habe und es jedem passieren kann, auch dem, dem ich reingefahren bin und er es ja immerhin von meiner Versicherung gezahlt bekommt.

Mich berührt das mit dem Boden unter den Füßen. Ich glaube, ich brauche das wirklich. Bei der Beraterin zappel ich immer mit den Beinen auf und ab und sie sagt dann auch immer, dass meine Füße den Boden ganz berühren sollen und mein Rücken die Lehne usw.
Und in der Therapie hat die Therapeutin auch mal den Bodyscan mit mir gemacht und eine andere kleinere Übung, weil sie meinte, ich solle mal im Hier und Jetzt sein und es hat wirklich geholfen.
Mh alles iwie so neu und fremd

LG nowknu
09.05.2019, 11:25 Uhr | bke-Kira
Es ist das Gefühl, jeder Schritt den ich gehe, könnte falsch sein. Ich weiß es aber immer erst wenn ich ihn gegangen bin.


Hallo nowknu,

es ist dir nichts Schlimmes passiert. Was für ein Glück!

Innere Kritikerin ist ständig da und kommt mit diesem "du bist zu dumm" an. Lass sie quatschen und gehe deine Schritte: mit mehr Vertrauen und mehr Boden unter den Füßen. Ich glaube, dass du ab und zu dieses Gefühl brauchst, die Erde unter den Füßen zu spüren, die dich trägt, und immer wieder zu deiner Mitte finden musst. Dann kannst du deine Schritte sicherer gehen und machst deine Erfahrungen. Aber das stimmt: du weißt in der Regel nicht, wie es wird. Jede neue Erfahrung ist mit Risiken verbunden. Das ist das Leben. Wer sich nicht traut, erfährt nicht, wie es wäre.....Das wäre echt schade, oder?

Etwas Mut und Zuversicht!

bke-Kira
09.05.2019, 10:11 Uhr | nowknu
Danke :') ich bin gerade auch so voll mit Liebe für die beiden Katzen... sie sind so viel mehr als einfach nur Tiere. Sie sind wie ein Anker, egal was ich tue, egal wie blöd alles andere läuft oder ob iwer sauer auf mich ist, wenn ich zu ihnen nach Hause komme, ist es für sie immer gleich. Sie begrüßen mich, sind lieb, gehen ihrer Wege und kommen kuscheln, sind dankbar, suchen Nähe, kappeln sich und sind dabei so witzig, dass ich immer lachen muss.

Ich habe es am Sonntag so versucht, wie du geschrieben hast und es hat auch ganz gut geholfen. Es war allerdings am Wochenanfang immer noch schwierig mit meiner Stimmung.

Am Dienstag hatte ich dann einen kleinen Unfall, ich bin in ein parkendes Auto gefahren, weil ich mich erschrocken habe. Da war ich dann zu aufgelöst, um auf Arbeit zu gehen und mich haben die Gedanken, dass ich so schlecht und dumm und unfähig bin immer wieder zum Weinen gebracht.

Seit gestern bin ich wieder arbeiten, habe aber morgen frei bekommen. Es war ein Wegeunfall, ist auch so weit alles geklärt, Arzt und Polizei waren alle nett zu mir- ich hab mich dadurch noch schlechter gefühlt, weil ich ja so "schuldig" war und dachte, ich hätte es nicht verdient.
Es ist das Gefühl, jeder Schritt den ich gehe, könnte falsch sein. Ich weiß es aber immer erst wenn ich ihn gegangen bin. Weil ich eben so dumm bin. Belastet mich sehr.
05.05.2019, 17:04 Uhr | bke-Kira
Hallo nowknu,

die Katzen sind doch gerne dafür da um dir ihre bedingungslose Liebe und Unabhängigkeit vorzuleben? Lerne von ihnen und Genieße es!

Erlaube dir bitte auch mal solche Tage und Phasen zuzulassen, wo du keine Kraft hast um zu funktionieren, keine Masken tragen willst und dich verkriechen magst. Solche Bedürfnisse sind so heilsam und erholsam. Wenn du dich darauf einlassen kannst, kannst du auftanken und dich erholen.

Lass dich manchmal einfach mal sein... *whistle*

Etwas Gelassenheit wünscht dir bke-Kira
05.05.2019, 14:32 Uhr | nowknu
Danke Kira, deine Antwort hat sehr geholfen und es tut mir leid, dass ich nicht näher drauf eingehe:

Denn heute ist wieder einer der Tage, an denen ich erst nachmittags aufgestanden bin und auch nur, weil ich die Katzen wirklich mal langsam füttern musste
Einer der Tage, an denen ich nicht in der Lage bin, die simpelsten Dinge zu erledigen, geschweige denn die einfachsten Entscheidungen zu treffen...
Habe ich Hunger? Sollte ich nicht sowieso etwas essen? Was ist so schwer am Zähneputzen? Wieso bin ich so ekelig und faul? Was ist so schwer daran, zum Bäcker zu gehen und ein Brötchen zu holen? Sich ordentliche Sachen anzuziehen?
Muss ich mich schminken? Was ist so schwer an ein bisschen schminken? Was ist überhaupt mein fucking Problem?
Okay, diesem Tag ist eine der Nächte mit schrecklichen Träumen voraus gegangen. Aber es sind eben genau das: Träume.
Eine der Tage, an denen ich mich von der ganzen Welt unfair behandelt fühle, obwohl mir niemand was tut.
Einer der Tage, in den sich mein Bett verlockend schützend anfühlt.
An denen ich mich frage, ob es je anders wird, was mit mir nicht stimmt.
An denen ich mich einsam fühle, aber jeglichen Kontakt ablehne.
Einer der Tage, an denen ich denke, meine Katzen lieben mich mehr, als ich es verdient habe und sie hätten es woanders besser.
An denen ich mich aber auch frage, wieso ich mich selbst gerade noch mehr quälen muss, obwohl ich eigentlich gerade einfach jemanden brauchen würde, der mich tröstet und es gleichzeitig nie annehmen könnte.
Sie kündigen sich langsam an, bereits gestern hatte ich scheinbar keinen Hunger. Was dazu führt, dass es im Laufe des Nachmittags langsam auf meinen Kreislauf schlagen wird und ich mich noch elendiger fühle als eh schon. Nein, es ist keine Essstörung, ich habe keine Angst vor dem Essen.. es ist unfassbar Antriebslosigkeit gepaart mit Selbsthass und dem Gedanken, ich würde etwas besser machen, indem es mir schlechter geht- weil es dann wenigstens Strafe für das Versagen gibt. Und so geht es mir besser, während es mir schlechter geht und die Absurdität steigert sich immer mehr.

Treffer: 251

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