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31.12.2020, 03:46 Uhr | Braunii
Hallo erstmal!
Ich bin hier gerade noch ziemlich neu und weiß garnicht genau, was mich hier erwarten wird und ob ich hiermit etwas erreichen werde, trozdem schreib ich einfach mal drauf los. Ich habe vor kurzem gemerkt, dass das Thema Essen zu einem täglichen Kampf wurde. Mir fällt es seit längerem schwer vernünftige Mahlzeiten zu mir zu nehmen, den Hunger wirklich zu spüren, wahrzunehmen und dementsprechend mit essen zu zu stillen. Meine Portionen sind mit der Zeit kleiner geworden, die Löffel die ich runter kriege immer weniger. Sobald ich anfange zu essen, schnürt mein Hals sich nach den ersten paar Löffeln zu und es geht garnichts mehr, die Übelkeit tritt ein und ich fühle mich unwohl. Anderseits habe ich trotzdem ab und zu ziemliche fress Attacken, in denen ich mich einen moment voll stopfe bis zum geht nicht mehr, doch das hällt nie lange. Es gibt Momente, das kann ich einfach nichts essen, egal wie sehr ich es will, es funktioniert nicht. Dann gibt es die Momente, in denen ich nichts essen will. Ich habe früher viel Sport gemacht (Cheerleading, Reiten), hatte eine Bomben Figur, mit der ich super zufrieden war. Nun bin ich ziemlich dünn geworden, einerseits macht mir der Anblick im Spiegel Sorgen und ich vermisse die alte Figur, anderseits find ich es auch ganz ok, ich bin dünn und so muss es doch sein... oder nicht? Ich kann nicht genau sagen, wann dies anfieng und wieso... es war auf einmal da und irgendwann ist es mir auch wirklich bewusst geworden. Oft habe ich dieses Hunger Gefühl, spüre die leere in meinem Magen, höre wie er "schreit", dennoch habe ich keinem Appetit. Jeden Tag beginnt der Kampf dagegen aufs neue... und es ist immer noch kein Ende in Sicht.
31.12.2020, 17:16 Uhr | Braunii
Hallo Liasanya

Es gab schon viele Gespräche mit ihr, mit denen ich so nie weiter kam, es ist wirklich fast wie eine Mauer, durch die man nicht kommt, um weiter voran gehen zu können. Meine Eltern haben schon ein Problem damit klar zu kommen, sie verstehen immer noch nicht ganz was Sache ist und wieso es so ist. Zum größten Teil wollen sie es auch nicht verstehen, es ist leider die Wahrheit. Diese Therapien Geschichten, gehen ihnen ziemlich auf die Nerven, meine Gefühle genauso etc. Es gab auch schon ein Gespräch mit meiner Therapeutin und den beiden aber da kam auch nichts bei raus.
Lg
31.12.2020, 16:11 Uhr | Liasanya
Hallo Braunii,

ich glaube manches ist schwer zu verstehen und auch schwer nachzuvollziehen, wenn man es selbst nie erlebt hat. Wer noch nie ein Bein gebrochen hatte, wird sich vielleicht nur vorstellen können wie es ist, aber darüber hinaus wird es nie kommen. Vielleicht ist es schwer für deine Mutter, weil es so etwas fremdes und fernes ist?
Du sagst, dass sie es auf die "leichte Schulter" genommen hat. Vielleicht war deine Mutter in dem Moment überfordert und wusste nicht anders damit umzugehen? Ich möchte sie nicht in Schutz nehmen, denn was anderes wäre sicherlich besser für dich gewesen. Aber auch Eltern sind mal überfordert und wissen nicht, wie sie richtig reagieren sollen.
Vielleicht kannst du dir ja mal überlegen, was du dir von deiner Mutter wünschen würdest? Wie könnte sie dich gezielt unterstützen? Dann könntest du mit ihr genau über diesen Wunsch sprechen und sie bitten dir zu helfen. Denn ich denke, dass sie dir sicherlich helfen möchte, aber vielleicht gerate noch ratlos ist.

LG Liasanya
~Gemeinsam lassen sich scheinbar unbedeutende Momente des Lebens in wunderschöne Augenblicke verwandeln, die man nie vergisst!~
31.12.2020, 15:44 Uhr | Einhorn--
Kleiner Rat, editier mal deinen Namen weg sonst geht die Anonymität flöten... hier können das sehr viele menschen lesen.
Alles Liebe
~denn für starke Menschen werden schwierige Wege bestimmt~
31.12.2020, 15:42 Uhr | Braunii
Hallo bke-Stephan

Ja ich habe da bestimmt Ideen, ich bin ein Mensch der sehr gerne draußen ist, ich wohne direkt am Wasser und es ist immer wieder mega. Ich liebe diese frische Luft, die Bewegung und den Freiraum. Außerdem will ich versuchen wieder mit Sport anzufangen, weiß allerdings nicht, ob das so gut sei, nicht das ich mich da noch mehr in etwas rein Steiger. Ich verbringe gerne und viel Zeit mit meinem Freund, der mich super ablenkt und immer an meiner Seite steht. Also Ideenlos bin ich in diesem Gebiet denke ich nicht.
Lg Alyssa
31.12.2020, 15:38 Uhr | Braunii
Hallo Liasanya !

Das Gespräch mit meiner Mutter lief nicht so gut, weil sie es irgendwie nicht verstanden hat. Sie hat es eher auf die leichte Schulter genommen und es ziemlich runter geredet, gefühlt garnicht wirklich zugehört. Habe denke ich eher an ihr vorbei geredet.

Sie weiß, dass ich in Therapie bin aber auch dieses Thema ist eher kompliziert, vom Verständnis her. Sie würde denke ich schon alles für mich tun und ist immer da, dennoch laufen die Gespräche immer wieder dermaßen schief. Das Problem ist, das meine Eltern halt eine Sache haben was deren ein und alles ist, da geht die ganze Aufmerksamkeit und Zeit hin. Ich muss mich dem so anpassen, damit dafür genug Zeit und Raum ist.

Ich bin da, bin laut und werde trotzdem nicht gehört.
Lg Alyssa
31.12.2020, 11:32 Uhr | bke-Stephan
Hallo Braunii,

willkommen im Jugendforum der bke-Onlineberatung. Mein Nickname ist bke-Stephan und ich gehöre zum Moderationsteam.

Wenn die Eßstörungen zu heftig werden ist es immer gut, und manchmal auch lebensnotwendig, professionelle Hilfe zu holen. Das hast Du gemacht und das ist stark. Vielen hilft es, auch in schwierigen Zeiten, einfach grundlos etwas Schönes zu machen. Sich darauf besinnen, was mal gut getan hat. Kleine Dinge, Lieblingssong hören, Lieblingsbuch lesen, Lieblingsfreund- oder freundin anrufen, einen Lieblingsort suchen ..... Hast Du Ideen dazu?

Viele Grüße schickt

bke-Stephan
31.12.2020, 10:48 Uhr | Liasanya
Hallo Braunii,

es ist gut zu lesen, dass du bereits in Therapie bist. Dann hast du bereits einen riesen großen Schritt geschafft!
Vielleicht magst du dir für den nächsten Termin ein Paar Notizen machen, was dir ihr gerne alles sagen möchtest. Und wenn du es gar nicht schaffst sie auszusprechen, dann könntest du ihr auch deine Notizen geben. Wenn es dir viel zu viel Angst macht, könntest du ihr sicherlich auch einen Brief schreiben und ihn ihr im nächsten Termin geben. Oder eine Mail vielleicht?

Magst du erzählen, wieso das Gespräch mit deiner Mutter komplett schief gelaufen ist?
Kann mir vorstellen, dass sie sich große Sorgen macht? Weiß sie den, dass du bereits in Therapie bist? Vielleicht könntet ihr auch gemeinsam ein Gespräch mit deiner Therapeutin machen, damit sie deine Mutter informiert und sie mit ihr besprechen kann, wie sie (deine Mutter) dich unterstützen könnte. Manchmal ist es leichter, wenn jemand anderes dieses Gespräch führt und deine Mutter auch direkt unterstützen könnte.

LG Liasanya
~Gemeinsam lassen sich scheinbar unbedeutende Momente des Lebens in wunderschöne Augenblicke verwandeln, die man nie vergisst!~
31.12.2020, 10:39 Uhr | Braunii
Ich danke für die Antwort. Ich bin derzeit bereits in Therapie und werde das im nächsten Gespräch vielleicht mal ansprechen, keine Ahnung, ob ich das hinbekommen werde. Das Gespräch mit meiner Mutter lief leider komplett schief, bin ziemlich verunsichert über das Thema.
Lg
31.12.2020, 09:57 Uhr | Liasanya
Hallo Braunii,

ich glaube man kann immer etwas erreichen, wenn man sich Hilfe sucht, egal welche Form es ist. Manche Schritte fallen leichter, andere sind schwerer, aber ich glaube weiter geht es immer. Auch wenn man manchmal die Schritte gar nicht mehr wahrnimmt und erst im nachhinein sieht: oh, da hat sich doch etwas verändert!

Das Thema Essstörung kennen hier sicherlich ein Paar von uns, auch ich war schon mal deswegen in der Klinik. Auch bei mir fing es langsam an und irgendwann konnte ich es nicht mehr kontrollieren. Wobei ich immer das Gefühl hatte, ich hab es irgendwie im Griff. Irgendwann dreht sich einfach alles nur noch ums abnehmen und es ist verdammt schwer da wieder raus zu kommen.
Ich glaube der erste Schritt ist, dass du bereits bemerkst und auch einsiehst, dass du damit ein Problem hast. Denn wenn du das Problem nicht sehen würdest, könntest du daran nichts ändern und es würde weiter so gehen. Nun merkst du es aber, heißt du kannst auch aktiv etwas dagegen machen.
Ich persönlich würde dir empfehlen dir professionelle Hilfe zu suchen. Jemand der sich damit auskennt und dich dabei begleiten kann. Ich hab es am Anfang selbst probiert aber gemerkt, es hilft schon wenn jemand da ist und mir sagt: probier mal das oder das... oder wenn jemand sagt: hey da machst du Fortschritte! Es gibt irgendwie Kraft, auch wenn der erste Schritt dorthin nicht leicht war. Es gibt Beratungsstellen für Essstörungen, also wirklich Leute die sich damit auskennen und dich auch über eine gewisse Zeit begleiten können. Daher würd ichs dir empfehlen....

LG Liasanya
~Gemeinsam lassen sich scheinbar unbedeutende Momente des Lebens in wunderschöne Augenblicke verwandeln, die man nie vergisst!~

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