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17.05.2021, 13:12 Uhr | dreamingAlex
Hallo zusammen!

Leider ist meine Beraterin gerade im Urlaub, aber ich komme alleine mit dem Thema absolut nicht klar. Deswegen hoffe ich, dass mir hier jemand helfen kann, auch wenn der Text jetzt vielleicht etwas länger wird.

Ich studiere momentan im vierten Semester. Das Problem ist, dass ich überhaupt nicht mitkomme mit dem Stoff, jeden Tag bis tief in die Nacht lernen muss und trotzdem nur einen Bruchteil von dem hinbekomme, was ich eigentlich schaffen sollte.
Mir macht auch schon seit einiger Zeit kein Fach mehr Spaß und als ich das Modulhandbuch durchgeguckt habe, hab ich gemerkt, dass da nur sehr sehr wenig kommt, was mich überhaupt noch interessiert.
Mir geht es psychisch auch immer schlechter damit. Der Leistungsdruck und das ständige Gefühl, zu versagen, machen mich ziemlich fertig. So hab ich auch unbewusst sämtlichen Kontakt zu Freunden und Komilitonen abgebrochen und kann auch sie nicht um Hilfe bei meiner Entscheidung fragen

Eigentlich wollte ich am Wochenende nur darüber nachdenken, welche Module ich wie belegen möchte, aber irgendwie hat das einen Stein ins Rollen gebracht und seitdem geht es mir noch schlechter. Ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken, ob ich mir ein oder zwei Semester mehr Zeit nehme für mein Studium oder ob ich es ganz abbreche oder einfach normal weitermache.
Als ich mit meinen Eltern darüber gesprochen hab, meinten sie auch, dass ich im letzten Jahr kaum noch glücklich war, nicht mehr lache und so weiter.

Ich hab ein bisschen nachgedacht und eine Ausbildung gefunden, die mir auf den ersten Blick ganz gut gefällt.
Aber ich bin mir absolut nicht sicher, ob das wirklich was für mich ist und ob ich echt eine Ausbildung anfangen möchte!
Ich hab jetzt schon mehr als die Hälfte meines (Bachelor-)Studiums geschafft. Möchte ich das einfach hinwerfen?
In der Schule war ich wirklich sehr gut. Wär ich dann in einer Ausbildung nicht vielleicht unterfordert? (!Ich möchte Ausbildungen nicht schlecht oder klein reden und sage auch nicht, dass die super-einfach sind. Aber ich glaube, dass man in einigen Fächern definitiv nichts schwierigeres macht, als man in der Schule z.B. im LK gelernt hat oder was ich im Studium dann vielleicht doch ansatzweise verstanden habe!) Würde ich mit den anderen aus der Klasse anecken, weil mir manches vielleicht leichter fällt?
Wie wäre die Klasse generell? Die Ausbildung kann man mit einem Realschulabschluss machen, also wären einige um die 16 bis 17 Jahre alt. Wenn ich die Ausbildung anfangen würde, wäre ich 21. Wäre ich dann nicht weiterhin völlig alleine und außen vor?
Und würde der Studien-Abbruch wirkliche meine Probleme lösen und mich wieder glücklich machen???????????

Außerdem spielt der Stolz auch irgendwie eine Rolle. Ich gebs nicht gerne zu, aber wenn ich mich vorstelle, erzähle ich schon gerne, dass ich studiere.

Die Angst und vor allem die Unsicherheit vor diesem Schritt ist riesig.
Aber ich kann sie auch nicht ewig aufschieben. Mir geht es in diesem "Zwischenzustand" gerade wirklich nicht gut und wenn ich mich für die Ausbildung entscheiden sollte, müsste ich mich auch sehr sehr bald bewerben!

Kann mir bitte jemand bei dieser Entscheidung helfen?!?
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
18.05.2021, 22:48 Uhr | GoldenRetriever
Hey,

ich kann mich den anderen nur anschließen, am Ende musst du es selber wissen. Pro-Contra usw.
Was ich vielleicht noch dazusagen wollte, hast du dich vielleicht mal ein bisschen offener umgeschaut? Es gibt sehr viel zwischen einem klassischen Studium und einer Ausbildung. Wenn du befürchtest, dass die eine Ausbildung zu wenig input sein könnte, vielleicht schaust du dich mal an Fachhochschulen oder Dualen Studiengängen usw. um, da gibt es eine größere Grauzone, als man denkt. Am Ende sollte man doch das machen, was einen glücklich macht. Du bist jung, du kannst noch zehnmal das Ruder rumreißen wenn du willst. Vielleicht eine kleine Anekdote am Rande: mit mir studiert ein Mann, der ein Jahr vor seiner Rente seinen Job hingeworfen hat, weil es ihm nicht mehr gefiel, er hat ein Studium angefangen, wird dieses Semester fertig und fängt im Herbst in einem Museum an. Er hat das gemacht, was sich richtig und gut anführe. Natürlich muss man immer abwägen, ob es jetzt rational Sinn macht (also einen Tag vor Abgabe der Bachelorarbeit würde ich nicht hinwerfen), aber in so eine Abwägung gehören auch Gefühle und wenn die komplett gegen etwas sprechen, dann sollte man sie auch mit in die Waagschalen legen.
Zum Thema Pro-Contra-Listen noch, vielleicht ergänzt du noch eine Modulliste. Hab ich mal gemacht, einfach alle Module, die du toll findest auf eine und alle anderen auf die andere Seite (wirklich physisch aufschreiben, nicht nur überlegen)

Alles Gute!
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir“ Immanuel Kant
17.05.2021, 16:02 Uhr | bke-Claudia
Hallo,
vielleicht machst du ja mal eine Pro und Contra Liste.
Was spricht für Studium- was dagegen?
Was spricht für eine Ausbildung-was dagegen?
Wie würde mein leben in 5 Jahren aussehen, wenn ich das ein oder das andere mache?
bke-Claudia
17.05.2021, 14:55 Uhr | dreamingAlex
Danke für eure Hilfe!

Die Studienberatungen, bei denen ich bisher war, können sehr gut bei organisatorischen Fragen helfen, aber persönliche Beratung hab ich da noch nicht mitbekommen. Außerdem fällt es mir total schwer, mit einem Menschen, den ich nicht kenne, wirklich drüber zu reden.

Ich glaub, die online-Semester haben es nicht besser gemacht, aber ich glaub grundsätzlich ist der Großteil der Fächer absolut nicht meins.

Vor einem Urlaubssemester hab ich, glaub ich, ziemlich große angst. Was mache ich, wenn ich ein halbes Jahr lang nichts tue?
Ich kann mir vorstellen, dass ich dann extrem orientierungslos wäre und habe auch Angst, dass ich danach gar nichts mehr machen möchte und in die Arbeitslosigkeit rutsche.

Ich war vor dem Studium total fasziniert und hatte eine sehr große Begeisterung für Mathe und Physik.
Davon ist wirklich gar nichts mehr übrig.
Ich hoffe, dass die irgendwann wieder kommt, wenn ich Abstand dazu haben und vielleicht wieder Erfolge, aber im Moment bekomme ich schon Bauchschmerzen, wenn jemand nur über Mathe spricht.
Wenn ich gar nichts ändere, wird die Begeisterung nicht wiederkommen.
Ich könnte das Studium wahrscheinlich noch durchhalten, aber mehr als durchhalten ist das nicht
Oh the wind is gently blowing as the light begins to fade. I'm sick and tired of playin' it all, I'm sick of this parade.
17.05.2021, 14:16 Uhr | bke-Claudia
Hallo,
ja, wie Kampfsocke schreibt, entscheiden musst du am Ende selber.
Ich finde es gut, dass du schon mal das Gespräch mit deinen Eltern gesucht hast. Sie haben Verständnis für Zweifel und sehen, dass es dir nicht so richtig gut geht.
Mir kam noch die Idee, dass es doch in den Unis oder Hochschulen auch immer Beratung für Studierende gibt. Vielleicht ist das zunächst auch recht sinnvoll.
Außerdem sind die Bedingungen im Studium ja im vergangenen Jahr suboptimal gewesen. Kann auch ein Urlaubssemester hilfreich sein?
Was waren denn deine Beweggründe dieses Studium zu wählen? Sind die noch irgendwo versteckt?
bke-Claudia
17.05.2021, 13:59 Uhr | Kampfsocke
Hey. Bei der Entscheidung wird dir keiner wirklich helfen können. Am Ende musst du die Entscheidung komplett für dich allein Fällen. Ich könnte mir sogar vorstellen, das du in der Ausbildung nicht unbedingt die älteste bist. Ich meine quer Einsteiger gibt es überall. Du bist stolz aber unglücklich. Im Moment. Es darf doch aber auch so werden, das du stolz und glücklich wirst. In dem Du das machst was dir Spaß macht. Und solltest du in einer Ausbildung unterfordert sein, dann hast du entweder viel mehr Freizeit, weil die anderen lernen müssen, du eben nicht. Oder du schaust dich in der Zeit um was du noch an die Ausbildung hängen kannst. Meist kann man sich ja dann trotzdem noch anders/zusätzlich qualifizieren.
Ich könnt mir vorstellen, das deine Bedenken gegenüber den mitstreitern völlig unbegründet am Ende sind.
Ich wünsche dir ein gutes ankommen, wo du wieder glücklich wirst.
Wer nur in Socken geht, dem kann man nichts in die Schuhe schieben.

Treffer: 6

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